Eifelturm Paris

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Sonntag, 23. November 2025

22.11.2025 Tag 8 der Herbsttour / Taj Mahal

Plan des Tages: 
Ausschlafen 
Mit UBER von Delhi nach Agra
Besichtigung des Taj Mahal 
Mit UBER zurück von Agra nach Delhi 
Zurück ins Hotel 
Abend auf dem Hotelzimmer verbringen 

Tourplan:
Der heftigste Tag der Tour sollte heute auf uns zukommen. Doch davon wussten wir natürlich in der Früh noch nichts, als wir aufstanden. So richtig gut konnten wir auch nicht schlafen, denn draußen wurde andauernd gehupt, am Hotel kläften die ganze Nacht Hunde und an der Rezeption klingelte ununterbrochen das Telefon. Der Typ der ran ging unterhielt sich mit seinem Gegenüber mit einer dementsprechenden Lautstärke, daß man jedes Wort in unserem Zimmer hören konnte. Zumindest zog uns die Müdigkeit immer wieder weg. Um 8 Uhr standen wir dann auf und machten uns fertig für den heutigen Tag. Da wir kein Spiel mehr gefunden hatten wurde Plan B ausgepackt. Wir wollten nach Agra fahren zum Taj Mahal. Dieses Gebäude ist wohl ein absolutes Muss hier in Indien. Über UBER bestellten wir uns einen Fahrer. Laut Google Maps sollte die Fahrt 2,5 Stunden dauern für 187 Kilometer. Wir rechneten mit etwas mehr, da wir ja schon gesehen hatten, was das hier für ein Chaos auf den Straßen ist. Wir waren noch nicht auf der großen Straße angekommen, da erwartete uns schon das Chaos und die erste Kuh lief über die Straße. 
Diese sieht man hier überall an den Straßen frei herum stehen. Keinem gehören sie und sie sind heilig. 
Auf unserem Weg aus Delhi hinaus wieder das übliche Bild. Fahren nach dem Ellenbogen Prinzip, alles kreuz und quer. 
Schön langsam näherten wir uns einer Autobahn, auf der der Verkehr dann nachließ.
Trotzdem gab es immer wieder witzige Schnappschüsse zu machen. Es tut mir leid, daß ich für diesen Bericht so viele Fotos eingestellt habe, aber es waren einfach zu viele Eindrücke. Auf der Fahrt durch die Stadt war unser Fahrer immer wieder am Telefonieren und konzentrierte sich deswegen nicht auf den Verkehr. Es war sehr oft ziemlich knapp und es war verwunderlich, daß uns niemand rein fuhr oder wir jemanden mit nahmen. Mir blieb oft mal das Herz stehen und ich sah immer wieder, wie kurz es vor einem Unfall war. Ebenfalls konnte unser Fahrer kaum englisch, also die Verständigung war nicht vorhanden. Er schrieb mir über Google Übersetzer ein paar Sätze, ob wir heute auch wieder zurück fahren würden. Ich schrieb zurück, daß wir heute zurück wollen, aber noch nicht wussten, wann. Mit mehr tauschten wir uns nicht aus.
Auf der Autobahn wurde es dann ruhiger vom Verkehr. Trotzdem ist es hier so, daß Alles hier fährt. Vom Traktor bis zum Roller,vom Fußgänger bis zum TukTuk bewegen Sie sich auf dem Pannenstreifen. In Indien herrscht Linksverkehr und die Geschwindigkeit auf der Autobahn beträgt 100 km/h.
Nach ca 100 Kilometer musste unser Fahrer dann zum ersten Mal zum Tanken. Hier nutzte er einen Rasthof, was sich als Fehler erwies. Hier tankte ungefähr Jeder, der auf dieser Autobahn unterwegs war. Dieser Stop kostete uns locker eine halbe Stunde. Es waren auch nur zwei Zapfsäulen geöffnet. Hier wird auch hauptsächlich Gas getankt, das billiger ist. Aber dafür kommt unser Fahrer halt auch nur 100 Kilometer mit einem Tank. Wir vertraten uns in der Zeit schon mal die Beine, denn das Auto war doch etwas klein. Benzin wird hier nicht getankt. 
An der Tanke dann noch ein paar Fotos. 
Auch der Traktor kam zum Tanken. 
Es herrschte das totale Durcheinander. Auch hier zählt, wer zuerst kommt, tankt zuerst.
Auch die heiligen Kühe waren wieder unterwegs. 
Nachdem wir dann das Gas hatten ging die Fahrt gleich mal mit einem Verfahren weiter. Der Typ hinterm Lenkrad fuhr rein nach Maps und kannte sich null aus. Nach ein paar Wendeaktionen waren wir dann wieder zurück auf der Autobahn. Hier nahm uns gleich einmal ein Traktor mit Anhänger in Empfang. 
Es gibt auch immer wieder Mautstationen, wo Teilstrecken abkassiert werden. Teilweise konnten wir durch fahren, teilweise mussten wir was zahlen. 
Die Zeit verging sehr schleppend und nach über drei Stunden sahen wir die ersten Hinweis Schilder, die auf das Taj Mahal hinwiesen. 
Nach 4,5 Stunden waren wir dann in Agra angekommen. Die meiste Zeit der Fahrt nutzte ich, um meinen Bericht vom Vortag zu schreiben. Die Gegend war eh nicht sehenswert. Mit der Einfahrt in die Stadt ging auch das nächste Chaos los. Es war noch mehr Durcheinander als in Delhi. 
Auch hier schwamm Alles mit dem Verkehr mit. Selbst Pferde mit Reitern und Kutschen sahen wir.
Hier ein paar Esel, die Ziegelsteine transportieren. 
Auch gerne genommen, Leute mit einem Handkarren 
Der Fahrer kämpfte sich durch und nach 4,5 Stunden konnte er endlich auf die Zufahrtsstraße abbiegen.
Vor dem Parkplatz dann eine Straßen Sperre, er durfte nicht hinein fahren. Er fragte mich nach dem Pin zum bezahlen der Fahrt. Diesen hatte ich ihm aber schon bei der Abfahrt gegeben. So diskutierten wir rum, er verstand mich und ich ihn nicht. Es mischten sich zwei Männer ein, die besser englisch konnten. Sie erklärten uns, daß es rund um diesen Komplex kein Internet geben würde. Aus Sicherheitsgründen wurde hier ein Jammer eingesetzt um die Verbindung zu unterbrechen. Somit hatten wir ein Problem, denn wir wollten unsere Tickets Vorort online kaufen. Deswegen waren wir mit der Idee erst einmal raus. Weiterhin erklärten uns die Beiden, daß es bei weiteren Fahrten mit UBER einen zweiten Pin geben würde, der zum Abrechnen der Fahrt wäre. Der Fahrer würde diesen benötigen. Nächstes Problem. Ohne Internet kein Pin. Die Beiden Herren boten uns ihre Hilfe an. Sie würden uns, wie auch immer, einen Hotspot legen. Dann könnten wir die Probleme mit der Bezahlung lösen. Wir willigten ein und nach mehreren Versuchen klappte es dann endlich mit der Verbindung. Ich bekam den Pin und konnte diesen dem Fahrer geben. Zusätzlich verlangte er noch 1000 IND für die Maut. Ich gab ihm 10 Euro,was Anders hatte ich nicht mehr. Dieser war dann zufrieden und düste wieder ab. Die beiden Typen quatschten uns dann weiter voll und machten uns das Angebot, sie würden uns für je Person eine Eintrittskarte für 1300 INR = 13 Euro (auch der im Internet ausgeschriebene Preis für Ausländer) und einer geführten Tour mit Guide für pro Person 10 Euro. Also würden wir gesamt auf 25 Euro pro Person kommen. Wir hatten eh keine andere Möglichkeit, deswegen ließen wir uns darauf ein. Handeln brachte auch nichts mehr. 
Übrigens: der Preis für die Einheimisches für den Eintritt beträgt 50 INR = 50 Cent. Unser Guide konnte zumindest gut englisch sprechen. Wir gingen zusammen mit ihm in einen Bereich, wo nur Inder waren und holten hier die Tickets. Wir wussten auch, daß er sich sicherlich eine goldene Nase mit uns verdienen würde, da er für uns die einheimischen Tickets gekauft hat. Da wir nicht mehr so viel indisches Geld hatten streckte er es derweil einmal vor. Danach gingen wir zu einem Eingang, wo das Ticket gescannt wurde und wir passieren durften. Was ich leider nicht sagen konnte, da wir dort nicht hin sahen ist, wie der Zugang bei dem Eingang der Ausländer war. Nach der Ticket Kontrolle kam dann ein Security Check. Unser Führer hatte uns vorher schon vorgewarnt, was wir mitnehmen durften und was nicht. Beim Kauf der Tickets konnten wir hinter dem Schalter die Brezel, die wir im Oman gekauft hatten, liegen lassen. Man legt hier seine Sachen auf ein Förderband, daß durch einen Scan läuft. Selbst geht man ebenfalls durch einen Scanner. Danach noch ein Abtasten, dann ist man durch. Das Gepäck wird dann noch einmal heraus genommen und kontrolliert. Aber auch hier wieder Chaos. Die Gepäckstücke liegen übereinander und werden wahllos heraus genommen. Unser Guide mischte sich ein und sorgte dafür, daß unsere Teile schneller dran waren. Wie gesagt, Wasserflaschen sind erlaubt, alle anderen Getränke müssen weg geworfen werden. Ebenfalls alles Essen und auch Powerbanks. Da sind die Rigoros. Nachdem wir dann durch die Kontrolle waren führte er uns durch den Bereich. 
Die Geschichte vom Taj Mahal:
Er führte uns durch das Gelände und erzählte uns immer wieder interessante Dinge über die einzelnen Gebäude. So erfuhren wir, daß der König mehrere Frauen hatte (4 Stück) und er für die Dritte dieses Grabmal errichten ließ. Aber auch der Rest der Familie hatte hier auf dem Gelände ihre letzte Ruhestätte gefunden. 
Wir durchschritten das Nordtor und endlich sahen wir das Gebäude, für das wir die Strapazen auf uns genommen hatten. Ich hatte es mir etwas spektakulärer vorgestellt. 
Noch schnell ein paar Fotos fürs Familien Album, dann gingen wir zu der Grabstätte. 
Jedes weitere Gebäude, daß hier stand ist ein Mausoleum. Hier sind Mitglieder der Familie begraben. 
An der Mauer vom Taj Mahal führte er uns auch entlang. Ebenfalls gab es hier eine Geschichte. 
Als wir dann an dem weißen Marmor Gebäude angekommen waren bekamen wir für unsere Schuhe einen Überzug, damit wir darin nichts verschmutzen. Danach gingen wir hinein. 
Blick auf das Nordtor.
Wir erfuhren auch etwas zu der Bearbeitung des Marmors. Der Guide redete immer davon, daß wir es später noch live erleben würden. 
In der Grabkammer ist fotografieren verboten. Es stehen Aufpasser herum und achten extrem darauf. Ich schaffte einen kurzen Moment abzupassen wo niemand her schaute und drückte ab. In der Mitte des Gebäudes stehen zwei Gräber. Außen herum ist eine verzierte Mauer mit Aussparungen. Die Verzierungen sind mit der Hand hinein geschliffen worden. Man kann hier einmal herum gehen, dann verlässt man das Gebäude auf der hinteren Seite. 
Hier sitzen viele Leute rum. Man hat einen guten Blick auf den Fluss Yamuna.
Ebenfalls auf eines der Nebengebäude wo eine weitere Frau des König begraben ist. 
Danach gingen wir weiter zum Südtor, hier sollten wir dann die Arbeiten sehen. Es war uns klar,  daß wir jetzt in irgendein Geschäft geschleppt werden um etwas zu Kaufen. Wir gingen durch das Tor und standen in einer Einkaufsstraße. 
Hier wurden wir, wie befürchtet, in ein Geschäft mit Marmor Arbeiten gebracht, wo wir uns absetzten. Die Tür wurde geschlossen und wir bekamen die Arbeiten am Marmor erklärt. Sehr interessant die Bearbeitung und was das für eine feine Handarbeit ist. Nachdem er dann fertig war mit seiner Erzählung dann das Verkaufsgespräch. Wir ließen uns auf nichts ein und dankten ihm recht herzlich. Zumindest hatten wir viel erfahren und ein Wasser auch noch abgegriffen. Als wir dann das Geschäft verlassen hatten kam unser Führer wieder zu uns und brachte uns zurück zum Eingang. Dabei mussten wir durch ein paar Gassen, die ich bei Nacht nicht besuchen wollte. Ganz schön schräg. Aber wir kamen wieder auf die große Straße, wo der Eingang war. Hier sollten wir uns in einen Bus setzen, der uns einen Euro kostete. Dieser brachte uns zu dem Bereich, wo wir vorher die Karten gekauft hatten. Hier gingen wir dorthin und holten unsere Sachen, die wir zurück gelassen hatten. Danach zahlten wir noch unseren Guide. Dieser wollte das Geld in Euro. Ich gab ihm 50 € für uns Beide. Er meinte noch, er möchte mehr, doch ich sagte ihm, mehr gibt es nicht. Beleidigt zog er von dannen. Wir gingen zurück zu unserem Ausgangspunkt, dort, wo uns der Fahrer heraus gelassen hatte. Hier trafen wir auf einen Kumpel, der sich mit einer Banane beschäftigte.
Da wir hier kein Internet zum Bestellen eines Fahrers hatten, müssten wir aus diesem Bereich der Sperre heraus. Wir gingen bis zum Kreisverkehr vor und versuchten hier unser Glück. Dort angekommen war gerade ein Umzug mit lauter Musik und geschmückten Wägen. Was der Anlass war wussten wir nicht. 
Das Internet funktionierte wieder und ich konnte die UBER App öffnen. Ich wollte ein Auto ordern, doch unser Fahrer hatte die Fahrt noch nicht abgeschlossen. Bedeutete, wir konnten kein neues Auto her holen. Ich schrieb den Fahrer an, er solle die Fahrt beenden. Sonst hätten wir keine Möglichkeit zum zurück fahren. Es sollte ca 20 Minuten dauern, bis er endlich ragierte und die Fahrt beendete. Jetzt versuchte ich für uns einen neuen Fahrer zu bestellen und dann die Überraschung des Tages. Auf einmal stand der Fahrer von der Hinfahrt neben uns. Wo der jetzt her gekommen war konnten wir nicht nachvollziehen. Aber er war da und das Problem der Rückreise war erledigt. Wir handelten einen Preis aus und waren bei 2800 INR  = 28 €. Dieses Mal mit Maut. Die Fahrt begann und wir hofften darauf, daß wir dieses Mal etwas schneller waren. Die Fahrt aus Agra heraus wurde wieder zum nervlichen Drahtseil Akt. 
Auf dieser Straße, die jetzt zurück auf die Autobahn führte, war noch mehr Stau und Chaos als in Delhi. 
Hier war wieder Alles an Fahrzeugen unterwegs. 
Das Heftigste, daß wir heute sahen, war ein Mann, der an der Straße stand. Er hatte seine Hände in den Hosentaschen und holte sich einen runter. Wir dachten, wir sehen nicht richtig. Da wir sehr langsam voran kamen, konnten wir ihm gut dabei zusehen. Unglaublich. Als wir dann an ihm vorbei waren spuckte er irgendetwas Braunes an Flüssigkeit aus seinem Mund. Wiederlich!
Immer mehr kämpfte sich der Fahrer durch, bis wir endlich auf der Autobahn waren. 
Hier rannten auch mal Leute über die Straße. 
Für den nächsten Urlaub einen Koffer gekauft 
TukTuk = überladen 
Personentransport mal anders 
Kutschen Fahrt 
Auf der Autobahn dann wieder das selbe Bild. Alles an langsamen Fahrzeugen auf dem Pannenstreifen unterwegs. 
Und natürlich der selbe Spaß wie auf der Hinfahrt. Nach 100 Kilometern tanken. Wir nutzten die Zeit, um uns die Füße zu vertreten. 
Nach einer erneuten Wartezeit von 30 Minuten ging es dann weiter. Die Zeit wollte wieder nicht vergehen. Kurz vor Delhi dann noch einmal tanken. Mittlerweile war es schon dunkel geworden, aber die Highlights nahmen kein Ende. Als wir uns wieder die Beine vertraten sahen wir eine Frau an die Seite gehen. Sie setzte sich in Sichtweite aller Autos auf den Randstein, das Licht leuchtete sie an und pinkelte dorthin. Sowas kenne ich nur von Afghanistan. Aber unglaublich, wie wenig Scham die Leute haben. 
Nachdem dann das Auto endlich an der Zapfsäule war, wir hatten schon wieder locker 30 Minuten verloren, wurde es voll getankt und der Fahrer wollte, daß ich die Rechnung bezahlte. Machte ich natürlich nicht. Er zahlte etwas mürrisch und wir fuhren weiter. In Delhi angekommen wieder das bekannte Chaos. Es war schrecklich. Ich konnte mittlerweile dieses Hupen nicht mehr hören, es machte mich aggressiv. Ich glaube, wenn ich das nächste Mal in Deutschland angehupt werde, dann drehe ich echt durch. Kurz vor 22 Uhr, wieder 4,5 Stunden später, waren wir dann endlich am Hotel angekommen. Ich zahlte den Fahrer, danach gingen wir auf die Bude. Ziemlich fertig waren wir froh, endlich wieder zurück zu sein. Wir duschten uns noch und danach ging es ins Bett. 
Fazit des Tages:
Ein langer Tag lag hinter uns. 9 Stunden heftige Autofahrt, um einen Bereich zu sehen, der uns gerade einmal 1,5 Stunden beglückte. Die Frage ist wirklich, ob sich diese Strapazen der An- und Abreise lohnten. Wir hatten das Taj Mahal gesehen, Haken dahinter. Es hatte zum Schluß hin doch Alles geklappt. 

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