Eifelturm Paris

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Montag, 11. September 2023

08.09.2023 Tag 13 des Tunesien / Ägypten Urlaubs / Länderspiel und Rückflug

Plan des Tages:
Länger Ausschlafen
Frühstücken im Hostel
Auschecken
Sightseeing
Zum Stadion mit UBER fahren
Lange Sicherheitskontrolle 
Spiel: 
Qualifikation Afrika Cup:
Ägypten : Äthiopien 
Anpfiff: 19 Uhr 
Ergebnis: 1:0
Zuschauer: 800
Stadion: 30 Juni Air Defence Stadion 
Mit UBER zum Flughafen 
Check In und Sicherheitskontrolle 
Rückflug
Fahrt von München Flughafen - Nußdorf am Inn


Tourplan: 
Da heute nichts stresste und der einzige Plan war, das Fußballspiel zu sehen, wollte ich noch einmal Ausschlafen. Die nächste Nacht würde kurz werden, da der Flieger um 03:30 Uhr in der Früh gehen sollte. Deswegen hatte ich mir keine Schlafmöglichkeit für diese paar Stunden besorgt. Nachdem ich öfters erwachte, da meine Zimmergenossen nicht gerade sehr auf Ruhe achteten wurde ich um 10:30 Uhr endgültig wach. Auch in diesem Hostel war ein Frühstück dabei, deswegen ging ich aus dem Zimmer und holte mir das Essen. 
Danach setzte ich mich in den Gemeinschaftsraum, machte mir einen Kaffee und genoss das Frühstück. Dabei kam ich auch mit anderen Leuten ins Gespräch. Hierbei auch mit einem jüngeren Arbeiter aus dem Hostel, der mir von der Problematik des Fußballes in Ägypten berichtete. Mittlerweile darf man hier gar nichts mehr. Werder Plakate aufhängen noch hoch halten. Ebenfalls sind Ansammlungen von Fangruppierungen nicht erwünscht. Es ist auch schwer für den normalen Liga Betrieb Eintrittskarten zu bekommen. War für mich sehr interessant und ich war froh, für das heutige Spiel Karten zu haben. Die Zeit des Essens nutzte ich auch gleich, um noch für den Rückflug einzuchecken. Auch in diesem Hostel waren viele Nationalitäten vertreten. Mit Einigen kam ich auch ins Gespräch. Nachdem ich fertig war packte ich meine Sachen zusammen und checkte aus. Dabei fragte ich noch nach, ob ich meinen Rucksack die nächsten Stunden hier lassen konnte. Es sollte kein Problem darstellen, deswegen brachte ich diesen zum Check In Desk und setzte mich in den Empfangsbereich. Hier konnte ich das Handy laden und auch ein kühles Wasser trinken. Zusätzlich schrieb ich an dem gestrigen und heutigen Bericht. Leider war die Internet Verbindung nicht so gut, deswegen sollte es auch nicht mit dem Bilder hochladen funktionieren. Somit schrieb ich nur den Bericht und wollte daß mit den Bildern später erledigen. Als ich Diesen fertig hatte setzte ich mir noch drei Sightseeing Punkte. Das Aberdeen Museum, das Museum of Kairo und einen Gang zum Nil. Mit dem Ersten wollte ich gleich beginnen. Es lag gerade einmal 800 Meter vom Hostel entfernt. Ich packte alle wichtigen Sachen, auch die Eintrittskarte und Fan ID, in die Umhängetasche und machte mich auf den Weg. Ich nutzte nur die großen Straßen in der Hoffnung, ich würde noch was Interessantes entdecken. Am Museum angekommen ging ich einmal quer zum Eingang und machte meine Fotos. 
Danach gab ich als nächstes Ziel das Museum of Kairo ein. Bedeutete für mich, ich musste den Weg wieder zurück. Dabei nutzte ich aber eine andere Straße. 
Diese endete an dem großen Kreisverkehr, den ich auch die letzten Tage des Öfteren gesehen hatte. 
Der Planet meinte es wieder sehr gut mit mir und brannte mit mehr als 40 Grad herunter. Ich versuchte so viel wie möglich Schatten ab zu bekommen. Kurz vor dem Museum wechselte ich die Straßenseite und stand fast am Eingang. 
Nun schaute ich kurz auf Google Maps, wie weit der Nil entfernt ist. Sollte nicht weit sein, deswegen ging ich dort auch noch hin und holte mir ein paar Fotos von Diesem. 
Nachdem ich auch dies erledigt hatte jetzt wieder zurück zum Hostel. 
Hier angekommen mussten ich mich erst einmal trocken legen. Ich hatte die paar Meter doch sehr geschwitzt. Deswegen gönnte ich mir noch etwas Zeit zum Verschnaufen und packte dann Alles zusammen und machte mich auf dem Weg zum Stadion. Vor dem Hostel rief ich mir einen UBER Fahrer, der 10 Minuten später da war. Leider wollte er nur mit Geld bezahlt werden, deswegen stornierte ich die Fahrt und rief mir einen anderen Fahrer. Der war dann sehr schnell da und die Fahrt begann in Richtung des Stadions. Ich hatte noch 2,5 Stunden bis zum Anpfiff. Die Fahrt dauerte ca.  30 Minuten. Dann ließ mich der Fahrer am Eingang des Stadions heraus. Ich musste zuerst durch einen Irrgarten aus Metallgitter. Hier wurde ich von einem Security Mann aufgehalten, der zuerst meine Tazkarti Fan ID haben wollte, danach die Eintrittskarten. Weiterhin stellte er Fragen, warum ich hier bin? Warum ich das Spiel sehen möchte? Warum dieses Spiel? Ist doch keine Nationalmannschaft Deutschland dabei! Nachdem er auch noch ca. 20 Minuten versuchte, jemanden ans Telefon zu bekommen sollte es dann doch noch klappen. Er ging mit mir vor zum Eingang. Hier stand eine Security Crew die regelrecht meinen Rucksack zerlegten. Sie räumten Alles um, hatten zu jedem zweiten Stück Fragen und ich stand ihnen Rede und Antwort. Als dann aber ein Typ mir meinen Ausweis weg nahm wurde ich etwas angreiflich. Er outete sich als Sicherheits Chef. Er wies mich darauf hin, daß Ladekabel und Nagelzwicker nicht erlaubt sind. Ich sagte ihm, daß ich davon nichts gewusst hatte und er gab es mir mit den Worten auf englich zurück: "It´s a present for you". Nachdem ich auch diese Prozedur über mich ergehen hatte lassen, mittlerweile waren es immerhin schon mehr als 30 Minuten Überprüfung. Weiter ging es damit, daß ich durch die Kontrolle durch war. Ich sah aber den Sicherheitschef nicht mehr. Er stand mittlerweile bei einem Tisch, wo 5 ältere Herren saßen. Ich wurde an den Tisch gerufen und nun kamen die selben Fragen nochmal. Was mach ich hier, warum dieses Spiel usw. Es stellte sich heraus, daß das der Polizei- , der oberste Sicherheitschef, der stellvertretene Gouverneur von der Stadt Kairo und andere wichtige Herren waren. Jeder von Diesen stellte so viele Fragen, ich kam mit dem Antworten gar nicht mehr nach. Und es wurde nicht weniger. Jede Frage war gezielt und immer noch nicht konnten sie verstehen, warum ich hier war. Ich musste es so oft erklären und dachte zwischenzeitlich, dass ich sicher nicht ins Stadion kommen würde. Meine Fan ID, mein Ausweis und auch meine Eintrittskarte wurden mehrfach fotografiert. Doch nachdem sie auch noch meine Telefonnummer geprüft und aufgeschrieben hatten waren sie plötzlich sehr freundlich und wünschten mir ein gutes Spiel und einen wunderschönen Aufenthalt. Trotzdem wurde ich noch ein paar Mal nach ein paar Sachen gefragt, dann durfte ich endlich meinen Weg fortsetzen. Es rannte mir noch ein junger Ordner nach, doch Dieser wurde vom Security Mann zurück gepfiffen. Ich ging einfach, ohne mich noch einmal umzudrehen, weiter in Richtung Stadion. Nach einer weiteren Kontrolle, bei der ich noch nachfragte ob Fotos um das Stadion und darin erlaubt sind, konnte ich dann zum Eingang gehen. 
Hier wurde meine Fan ID und die Eintrittskarte abgescannt und ich konnte das Stadion betreten. Nun suchte ich mir hinter dem Block im Zwischengang einen schattigen Bereich und schrieb noch etwas Bericht weiter. Hier konnte ich auch die Fotos hochladen. Ich machte den Bericht fertig und stellte ihn ein. Danach hörte ich schon die Lautsprecher Durchsagen und ging in den Innenbereich des Stadions. Hier erwartete mich 20 Minuten vor Anpfiff eine Enttäuschung. Denn die Anzahl an Zuschauern war sehr überschaulich. Da es sich um ein Qualifikation Spiel für die Afrika Meisterschaft (vergleichbar mit der Qualifikation für die Europameisterschaft) handelte, hätte ich mit mehr Interesse gerechnet. Ich hätte die Anzahl auf ca. 800 Zuschauer geschätzt. Nach 20 Minuten Wartezeit waren dann beide Mannschaften auf dem Spielfeld und nachdem die Hymnen gespielt waren wurde das Spiel angepfiffen. 
Zum Stadion: 
Das Stadion ist im oval um das Spielfeld gebaut. Zwischen dem Spielfeld und den Tribünen befindet sich ein Tartanbahn. Es besteht aus vier Tribünen die an den Ecken miteinander verbunden sind. Alle Tribünen bestehen aus Ober- und Unterrang. 
Die Haupttribüne ist der einzige Bereich, der überdacht ist. 
Die Gegengerade ist im Oberrang mit einer Welle versehen. Die beiden Hintertor Tribünen sind identisch. 
Zum Spiel: 
37. Spielminute: 1:0. Ein Angriff von links kommt an den Sechzehner. Dort kann der Spieler einen Haken schlagen und aufs Tor schießen. Der Torwart kann den Ball nur nach vorne abwehren und ein anlaufender Spieler kann abstauben. 
41. Spielminute: 2:0. Ein Eckball kommt von rechts auf den 2. Pfosten. Dort kommt ein Spieler mit dem Kopf ran und köpft den Ball ins Tor. Der Treffer zählt nicht, da der Torschütze vorher den Verteidiger weg geschubst hat. 
Danach passierte in den restlichen Minuten nichts mehr. Die Halbzeitpause verbrachte ich dann auf meinem Sitzplatz. Die 15 Minuten wurde über die Lautsprecher Anlage so laut Musik gespielt, dass man sich teilweise die Ohren zuhalten hat müssen. 
Nachdem dann die zweite Halbzeit angepfiffen wurde leider ein viel schlechteres Spiel als in der ersten Halbzeit. Beide Mannschaften verkrampften immer mehr und es kamen kaum Chancen zustande. 
Es entwickelten sich ein Mittelfeld Geplänkel mit wenig Schönem zum Ansehen. Nach 90. + 4. Minute wurde das Spiel dann angepfiffen. Keine der beiden Mannschaften kam noch zu seinen Fans, sie gingen einfach in die Kabine. Ich verließ dann auch das Stadion und ging zurück zum Eingang. 
Jetzt waren die Tore geöffnet und man konnte ohne Probleme den Bereich verlassen. Da es hier eine etwas größere Menschenansammlung gab entfernte ich mich von dem Eingang und ging zum Nächsten. Hier rief ich mir einen UBER Fahrer und musste dieses Mal nur 6 Minuten warten. Nachdem dieser dann Vorort war fuhren wir ca. 20 Minuten, bis wir am Flughafen angekommen waren. 
Hier ließ er mich aussteigen und ich ging zu Fuß durch die erste Sicherheitskontrolle in das Flughafen Gebäude. Wieder durch den Metalldedektor und das Gepäck durch eine Schleuse. Danach schaute ich, immerhin 5 Stunden vor Abflug, ob der Check In Schalter schon geöffnet war. Ich brauchte ja noch mein Flugticket und die Immigration Departure Card. Diese hatte ich ja bei meiner Ankunft bei der Einreise Kontrolle abgeben müssen. 
Es sollte aber noch über eine Stunde dauern, bis der Schalter auf machte. Bis dahin hatten sich schon sehr viele Leute angestellt. Ich blieb derweil mal auf der Bank sitzen und schaute mir das Treiben an. Die Zeit ging schnell vorbei und nachdem der Schalter geöffnet hatte stellte ich mich dann auch an. Am Schalter angekommen wurde ich nur kurz gefragt, ob ich Gepäck zum abgeben hätte. Ich zeigte ihr den Rucksack und bekam mein Flugticket. Und auch die Ausreise Karte. Diese füllte ich aus und ging zur nächsten Sicherheitskontrolle. Hier dauerte es etwas länger und ich stand natürlich wieder in der Schlange, die am längsten dauerte. Zeit hatte ich ja noch genug, deswegen stresste mich das wenig. Als ich dann an der Reihe war gab ich meinen Ausweis und den Passierschein ab, bekam meinen Stempel in den Ausweis und durfte passieren. Nächster Weg war direkt zum Gate. Mittlerweile war auch der Flug angeschrieben. 
Vor dem Gate war dann nochmal eine Sicherheitskontrolle, mittlerweile hatte ich die Dritte hinter mir. Die restlichen zwei Stunden bekam ich dann auch noch rum, bis dann das Boarding begann. Da ich erst in der dritten Gruppe zum Einstieg war, ließ ich mir auch hier Zeit und schaute den Anderen beim Drängeln und Anstehen zu. Nachdem die Gruppen vor mir eingestiegen waren ging ich dann auch zum Schalter und konnte wenig später den Flieger betreten. Hier fand ich meinen Platz und kurz darauf kam die Meldung "Boarding Complete". Nachdem Alle ihren Platz gefunden hatten, standen trotzdem noch welche und fanden nichts. Die Stewardessen versuchten noch irgendwelche Plätze zu finden, doch zum Schluß mussten sich Leute in die vorderen teuren Plätze setzen. Selbst beim Flugpersonal wurden Sitze vergeben. Der Flieger war total überbucht. Als dann alle saßen setzte sich der Flieger in Bewegung. Nun kam ein Flug von 3 Stunden auf mich zu. 
Die Zeit wollte ich nutzen, um die Augen zu schließen. Nachdem der Vogel in der Luft war begannen kurz darauf die Stewardessinnen mit dem Bordservice. Diesen wollte ich noch abwarten und dann die Augen schließen. Sie verteilten Brote und Getränke aller Art. Als ich die Verpackung des Brotes öffnete fiel mir schon auf, daß das Brot sehr nass war. Es war ein Käsebrot mit einer Remoulade unter dem Käse. Beim Essen schmeckte es etwas säuerlich. Da hätte mir eigentlich schon auffallen müssen, daß etwas nicht passt. Ich hatte aber Hunger und dachte, das Brot war wohl schon etwas länger draußen, deswegen die Feuchtigkeit. Als ich das Brot fertig gegessen hatte wollte ich eigentlich schlafen. Daraus wurde aber nichts, denn ich bekam richtig heftige Magenkrämpfe und mußte schnell zur Toilette. Die besuchte ich dann öfters und hatte mittlerweile richtig schönen "D.nnschi..!" Zuerst dachte ich, es kommt von den Bifi Roll, bzw. von den Carazza, daß ich noch am Flughafen gegessen hatte. Erst später erinnerte ich mich an das Brot und den sauren Geschmack. Ich konnte den Schlaf komplett vergessen. Jedes Mal, wenn ich am Wegnicken war, musste ich schon wieder los. Als wir dann nach 3 Stunden zur Landung ansetzten war ich froh, wieder zurück zu sein. 
Die Landung war viel weicher als beim Hinflug. Beim Ausstieg musste ich etwas warten, da mein Gepäck etwas weiter hinten in einem Fach war. Aber auch Dieses konnte ich dann holen, als sich die hinteren Reihen leerten. Nachdem ich in der Empfangshalle war musste ich noch mit dem Zug zum Terminal 2 fahren. Dort angekommen gab ich meiner Freundin bescheid, daß wir uns beim Terminal 1 treffen würden. Da war es dann einfacher, sich zu Treffen. Danach mußte ich noch durch die Ausweiskontrolle. Diese war zum Glück elektronisch, somit ging dies schnell. Danach vom Terminal 2 ins Terminal 1. Hier hatte ich mit Stephanie ausgemacht, Gate C wäre am einfachsten. Sie stand schon am Besucherparklatz und wartete auf meine Nachricht. Bei meiner Ankunft schickte ich ihr dann meinen Standort und 10 Minuten später war sie dann da. Leider gab es keine herzliche Begrüßung, da ich mir wirklich nicht sicher war, was ich hatte. Ich wollte sie ja nicht anstecken. Ich übernahm das Steuer und wir fuhren nach Hause. Natürlich wurde Zwischendurch noch eine Toiletten Pause eingelegt. Nach 1,5 Stunden Fahrt waren wir dann gemeinsam Zuhause angekommen und die Abenteuertour Tunesien / Ägypten fand damit sein Ende.
Fazit des Tages:
Heute sollte der Länderpunkt Ägypten gekreuzt werden. Mit so einem extremen Kontrollaufwand hätte ich nie gerechnet. Ich bin mir vorgekommen wie ein Schwerverbrecher. Die vielen Stationen, die ich durchlaufen musste, bis ich das Stadion betreten durfte, waren schon extrem. Zu guter Letzt durfte ich dann doch durch und das Stadion betreten. Sonst hat der Tag gut geklappt. 
Fazit der Tour:
10 Tage Urlaub in Tunesien und 3 Tage Ägypten lagen hinter uns / mir. Unsere gemeinsame Zeit hatten wir sehr genossen, viel gesehen aber auch viel Kraft getankt und die Batterie wieder aufgefüllt. Zusätzlich konnte ich zwei neue Länderpunkte machen. Daß es so extrem wird mit Ägypten wurde mir vorher schon berichtet. Zu guter Letzt war ich froh, daß es dann geklappt hatte. Zwischenzeitlich dachte ich nicht mehr daran. Andere Länder, andere Sitten. 

Donnerstag, 7. September 2023

06.09.2023 Tag 11 des Tunesien / Ägypten Urlaubs. Abflug nach Ägypten

Plan des Tages :
Früh aufstehen
Mit Bolt zum Flughafen
Dort Einchecken
Durch die Ausweis- und Sicherheitskontrolle 
Flug von Tunis - Kairo 
Mit dem Taxi zum Hostel 
Abend im Hostel verbringen 

Tourplan: 
Um 06:20 Uhr wurde ich heute wach. Meine innere Nervosität ließ mich nicht länger schlafen. Ich ging noch einmal den Plan für den heutigen Tag durch. Dabei blieb ich noch etwas im Bett liegen und gönnte mir bis 7 Uhr Ruhe. Da ich gestern schon mein Gepäck hergerichtet hatte musste ich heute nur kurz in den Schrank greifen und den Rucksack heraus nehmen. Danach ging ich leise aus dem Zimmer. In der Küche zog ich mich dann um und schrieb schnell Ben an. Er bekam von mir eine Nachricht, daß er nach einem Tazkarti Shop in der Nähe meiner Unterkunft schauen solle. Da bekam ich eine Nachricht von ihm, dass ich mir keinen Stress machen bräuchte, es waren mittlerweile Karten für das Spiel eingestellt. Ich ging über meinen Account auf die Seite und konnte wirklich eine Karte ordern.
Danach fiel mir ein Stein von Herzen. Dies war genau das letzte Puzzleteil, was mir noch fehlte. Jetzt musste ich mir keinen Stress mehr in Kairo antun. Nachdem ich im Hostel fertig war verließ ich Dieses und holte mir einen Bolt Fahrer. 
Dieser war nach einer Minute da und er fuhr mich dann zum Flughafen. Die Fahrt sollte gerade mal 10 Minuten dauern, kostete 8 Dinar / knapp 3 Euro. 
Nach der Ankunft ging ich gleich zum Check In Schalter und musste hier etwas warten. Vor mir standen einige Leute, die hatten wohl ihren ganzen Hausstand mit dabei. Da ich aber noch über 3 Stunden bis zum Abflug hatte stresste mich daß nicht. Die Schlange vor mir löste sich langsam auf und ich konnte ohne Probleme Einchecken. Dabei wurde ich von einem Polizeibeamten befragt, wo ich hinreise und wieviel Geld ich in tunesische Dinar und Euro dabei habe. Ich gab ihm die geforderten Antworten und konnte weiter gehen. Da ich noch etwas an Geld hatte und auch immer noch genug Zeit setzte ich mich in dem Imbiss, wo ich gestern schon mit Stephanie war noch etwas hin und gönnte mir einen Kaffee und zwei kleine Bier. Die hatte ich mir selbst verdient.
Danach ging ich zur Sicherheitskontrolle und durchlief diese. 
Zuerst wurde an der Grenzkontrolle der Ausweis kontrolliert und ich bekam den Ausreise Stempel. Danach, nachdem ich diesen Bereich verlassen hatte, ging es zur Sicherheitskontrolle. Hier wieder das übliche Prozedere. Alles auf das Band legen und natürlich Schuhe aus. Auch hier gab es keine Probleme, wobei mich auch der Kontrolleur nicht unbedingt überzeugte. Er saß auf seinem Stuhl vor dem Monitor und telefonierte mit dem Handy. Nachdem ich dann auch diesen Bereich verlassen hatte wollte ich als nächstes zu dem Flugsteig. 
Dort angekommen stand noch nicht einmal der Flug angeschrieben. Deswegen nutzte ich die Zeit noch einmal um zurück zum Duty Free zu gehen und noch etwas einzukaufen. Danach wieder zum Gate und dort wartete ich dann, bis das Boarding begann. Nachdem sich die Schlange gelichtet hatte stellte ich mich auch mit an und war schnell durch. 
Schnell war ich dann im Flieger und erreichte meinen Platz. Dieser war am Notausgang, deswegen hatte ich auch schön Beinfreiheit. 
Mit etwas Verspätung startete der Pilot den Motor und rollte los. Die drei Stunden Flugzeit verbrachte ich mit Filme schauen. Wobei ich wieder merkte, wie schlecht mein Englisch ist. Ich schaute mir den Film an, verstand aber sehr wenig. Nach ca. 3 Stunden setzte der Flieger dann auf. Es war eher eine Bruchlandung, denn der Aufschlag kam extrem. Nachdem der Vogel die Parkposition eingenommen hatte ging es in den Bus und mit Diesem zur Empfangshalle. Hier wurden wir raus gelassen und dann ging es zur Sicherheitskontrolle. Dort wurde ich darauf angesprochen, dass ich kein Visum hatte und deswegen zum Schalter für Dieses gehen sollte. Am Schalter mußten wir noch einmal wechseln, denn hier saß kein Arbeiter. Bei dem nächsten Bankschalter bekam ich dann das Visum (25 Dollar) und konnte nach außen gehen. All meine Bedenken waren für nichts, denn ich kam ohne Kontrolle durch die Sicherheitskontrolle. 
Ägypten (offiziell Arabische Republik Ägypten) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit mehr als 110 Millionen Einwohnern und einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometern. Die Megastadt Kairo ist ägyptische Hauptstadt und die größte Metropole Afrikas und Arabiens. Der Ballungsraum "Großes Kairo" ist eine der bevölkerungsreichsten Stadtregionen der Erde. Weitere Millionenstädte des Landes sind Alexandria und Gizeh. Hinsichtlich der Wirtschaftsleistung beim BIP pro Kopf liegt Ägypten auf Platz 94 von 190 Ländern (2016, PPP). Es hat als interkontinentaler Staat eine Landbrücke vom größeren afrikanischen Teil nach Asien, zur Sinai-Halbinsel.
Das Alte Ägypten gilt als eine der frühen Hochkulturen der Welt. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde das Pharaonenreich eine Satrapie des Achämenidenreiches. Nach einer kurzen Wiederherstellung der ägyptischen Herrschaft und persischen Rückeroberung, übernahm Alexander der Große als Sieger über die Perser ihre westlichen Landesteile, was nach seinem Tod zur Wiederherstellung des Pharaonenreiches unter die Ptolemäer führen sollte. Alexandria wurde zum bedeutendsten Zentrum des Reiches und die ägyptische Kultur erfuhr nunmehr unter makedonischer Herrschaft ein Fortleben. Ersteres überstand das Ausgreifens Roms im südöstlichen Mittelmeer.
In der Spätantike war die Provinz Ägypten die Kornkammer des Imperiums und neben Rom Wirkungsstätte des Neaplatonismus. Die Christianisierung Ägyptens bedeutete nach dem Ende der ägyptischen Souveränität auch das Ende der ägpytischen Kultur. Nichtsdestoweniger hat Ägypten für das Christentum im Hinblick auf Jenseitsvorstellungen, der Sepulkralkultur und Bildenden Kunst eine überragende Rolle. Nach der Eroberung der Provinz durch die Sassaniden und der kurzen Rückeroberung durch Ostrom, führte die arabisch-islamischen Expansion unter "Umar ibn al-Chattáb" zur Ausdehnung des Kalifats über Ägypten. Seitdem wird es zur Maschrek-Region des arabischen Raumes gezählt. Unter Saladin wurde die Herrschaft der Schia beseitigt und nach dem Untergang seiner Dynastie übernahmen türkische Militärsklaven, die Mamluken, die Macht. Ihre Herrschaft überdauerte die verheerende mongolische Expansion im 13. Jahrhundert. Selim I. brach 1516/1517 ihre Macht und organisierte sie nunmehr unter osmanischer Administration neu.
Die Ägyptische Expedition unter Napoleon Bonaparte bedeutete für Ägypten wie der islamisch-arabischen Welt die Konfrontation mit europäischen Invasoren und das Eingeständnis der militärischen wie technologischen Unterlegenheit. Trotz zahlreicher Modernisierungsanstrengungen unter Muhammad Ali Pascha und seiner Dynastie im 19. Jahrhundert gelang es Ägypten weder sich vom Osmanischen Reich zu lösen, noch sich dem britischen und französischen Kolonialismus zu entziehen. 1892 wurde Ägypten eine Kolonie des Britischen Weltreiches und sollte dies nominell bis 1922, de facto bis 1946 bleiben. 1952 putschten junge Offiziere gegen die Monarchie. Nach zwei unbefriedigenden Kriegen mit Israel gelang 1979 eine teilweise Lösung des Nahostkonflikts. Durch die Revolution von 2011 änderten sich kurzfristig die sozialen und politischen Verhältnisse im Land. Abgesehen von Juni 2012 bis Juli 2013 ist Ägypten seit dem Sturz der Monarchie 1953 eine Militärdiktatur mit demokratischen Elementen zwecks Legitimierung der autoritären Herrschaft. Aufgrund der starken Einbindung des Militärs in der Bevölkerung, unter anderem als wichtiger Arbeitgeber und in der Wirtschaft als Eigentümer zahlreicher Industrien sowie der wachsenden ökonomischen Abhängigkeit vom absolutistischen Nachbarn Saudi-Arabien ist eine Transformation Ägyptens in eine Demokratie bisher gescheitert. Die Meinungsfreiheit ist stark eingeschränkt und das Regime führt innerhalb der Bevölkerung einen Kampf gegen den Terror, was willkürliche Verhaftungen und Hinrichtungen miteinschließt.
Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes. Daneben sind Landwirtschaft und die Öl- wie Gasindustrie wichtige Einnahmequellen. Ungeachtet der hohen Bedeutung des primären Sektors ist Ägypten weiterhin auf hohe Getreideimporte angewiesen. Staatsverschuldung durch westliche, aber auch saudische und chinesische Kredite und das Bevölkerungswachstum gefährden die Prosperität. Seit 2020 werden reiche Goldvorkommen abgebaut und exportiert. Wasserknappheit und die befürchteten Auswirkungen des Klimawandels fordern die auf Rohstoffexporte ausgerichteten Wirtschaftsreformen heraus. Die Mehrheit der Ägypter, etwa 90 Prozent, sind sunnitischen Muslime. Die wichtigste christliche Minderheit sind die Kopten mit circa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung. Landessprache ist Ägyptisch-Arabisch, welche aufgrund der kulturellen Bedeutung Ägyptens in der arabischen Welt, besonders wegen des Films und Gesangs, über die nationalen Sprachgrenzen verstehbar ist.
 
In der Empfangshalle holte ich mir erst einmal Geld am Automaten und nachdem mir ein Taxi in die Stadt, 450 Ägypten Pfund / 14 Euro angeboten wurde, willigten ich ein und der Taxifahrer kam und nahm mich mit. Ich sprach mich mit ihm ab und wollte noch zu einem Handy Shop um dort eine SIM Karte zu holen. Je näher wir an die Innenstadt kamen, desto mehr Chaos wurde es. 
Trotzdem war ich von dem, was ich sah, sehr begeistert. Es waren viele schöne Gebäude zu sehen. Nachdem wir dann das Geschäft von Vodafone angefahren hatten der nächste Spaß. Ein "Special Offer " wurde mir angeboten. 100 GB für 60 Euro. Daß lehnte ich natürlich ab und beharrte darauf, daß ich nur etwas für 10 - 15 Euro bräuchte. Es wurde ein harter Kampf und es endete damit, dass ich schon aus dem Geschäft war und mir hinterher gerannt wurde. Plötzlich war eine Karte mit 15 Euro möglich. Diese nahm ich dann und nachdem mein Ausweis 15 x kopiert wurde (ich freue mich heute schon auf 1000 Werbungen) konnte ich die SIM Karte freischalten. Als ich dann das Geschäft verlassen hatte der nächste Schreck. Der Fahrer war nicht mehr da. Ich sah, dass ein Abschleppfahrzeug hier stand und ging die Straße entlang. Ganz hinten fand ich ihn und war beruhigt. Weiter ging die Reise in Richtung Hostel. Dabei wurde das Verkehrschaos immer heftiger. Zwischenzeitlich machten wir den sechsten Fahrstreifen bei nur vier Bahnen auf. Es wurde viel gehupt und einfach rein gedrängt. Schön langsam kamen wir dem Ziel immer näher. 
Zum Schluß kamen wir noch an einem schönen Platz vorbei, wo ich ein Foto geschossen habe. Kurz darauf standen wir vor dem Hostel. Ich gab dem Fahrer sein Geld, wobei er wieder mehr haben wollte. Trotzdem war er mir nur die normalen Fahrtkosten wert. Nun wurde es abenteuerlich. Mit einem alten Fahrstuhl musste ich in den 7. Stock fahren. Der kam mir vor wie aus den 1970 Jahren. 
Das Wichtigste war, ich kam an und konnte im Hostel Einchecken. Danach verbrachte ich den Abend auf der Dachterrasse und ließ es mir gut gehen. Zu etwas späterer Stunde ging ich dann ins Bett. 
Fazit des Tages: 
Das Abenteuer Ägypten hatte begonnen. Die Anreise passte. Das Beginnen am Flughafen war durch Bezahlungen geprägt, die man im Vorhinein eingeplant hatte. Zu guter Letzt endete die Reise im Hostel und ich war froh, daß die Anreise geklappt hatte. Die Zusage für eine Karte hatte ich auch, somit war Alles in Ordnung.