Eifelturm Paris

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Donnerstag, 10. Januar 2019

18.11.2018 Gibraltar / Spanien Tour Tag 3

18.11.2018
Segunda B Spanien
Sevilla II : Malaga II, Anpfiff: 11:30 Uhr
Halbzeitstand: 0:1, Endstand: 2:3
Stadion: Estadio Viejo Nervion (Sevilla)
Zuschauer: 120, Auswärts: 3
Fahrt von Sevilla nach Cordoba
Segunda Division Spanien
Cordoba : Cadiz, Anpfiff: 16 Uhr
Halbzeitstand: 0:0, Endstand: 1:3
Stadion: Estadio Nuevo Arcangel (Cordoba)
Zuschauer: 13727, davon Auswärts: 1500
Fahrt von Cordoba - Malaga
Übernachtung in Malaga




Tourplan:
Als ich in der Früh um 4 Uhr kurz erwachte, ging es mir viel besser als gestern. Die Nacht war von den Stunden her länger und mein Kopf spielt auch wieder mit. Als ich einen kurzen Blick auf mein Handy warf, sah ich, dass ich 38 Anrufe in Abwesenheit hatte. Sehr erschreckt war ich plötzlich hellwach, denn ich dachte, es wäre irgendetwas Zuhause passiert. Als ich dann auf meinem Handy genauer schaute, war es Igor, der mich die ganze Zeit versucht hatte, anzurufen. Mein Blick ging in Richtung seines Bettes und er lag dort, also dachte ich mir nichts dabei und schlief einfach weiter. Sollte auch klappen und so kam ich diese Nacht doch auf einige Stunden Schlaf. Um 10 Uhr erwachten dann Peter und ich und nacheinander gingen wir dann alle unter die Dusche. Der Einzige, der richtig Tod war, war Igor. Er war auch sehr schwer wach zu bekommen. Nachdem wir uns von dem Engländer verabschiedet hatten, gingen wir zurück zum Auto.
Auf dem Weg dahin klärte uns Igor auf, warum er uns so oft angerufen hatte. Er war wohl gestern Nacht noch mit den Spaniern unterwegs gewesen in eine andere Kneipe. Dort war es ihm dann irgendwann mal so blöd und er wollte zurück zur Unterkunft. Nur fand er den Weg nicht mehr. Irgendwann kam er bei einem Polizeiauto vorbei und fragte Diese nach dem Weg nach Hause. Da diese natürlich auch nicht wussten, wo das war fuhren sie mit ihm ca. eine Stunde durch den Bereich und versuchten, das Haus zu finden. Trotzdem kannte er sich nicht aus. Irgendwie kamen sie dann darauf, auf seinem Handy die Bilder durch zu schauen und fanden ein Gruppenfoto, wo er sich vor der ersten Kneipe mit den Spaniern fotografieren gelassen hatte. Auf diesem Bild war auch eine Statue zu sehen, die die Polizisten kannten und mit diesem Hinweis brachten sie ihn dann dorthin zurück. Von diesem Platz aus fand er wieder zurück zur Unterkunft. Ziemlich lustig die Geschichte, sich von der Polizei in Spanien nach Hause bringen zu lassen. Natürlich war er mit damit die Attraktion und das Gesprächsthema der Reise. Weiter sollte dann unsere Fahrt gehen zum Spiel von Sevilla U23. Wir fuhren auch wieder mit Google Maps dorthin und parken das Auto vor dem Stadion. Der Parkplatz sollte immerhin ganze 60 Cent kosten. Igor und Felix interessierten sich gar nicht für das Spiel, begaben sich gleich in die Stadion Kneipe. Peter und ich natürlich nicht, denn wir wollten ins Stadion und zum Spiel.
Tickets gab es für schlappe 5 € am Tickethäuschen.
Zum Stadion: Das Stadion fast 7000 Leute. Es befindet sich auf dem Trainingsgelände vom FC Silvia. Dort wurde das Spiel abgehalten. So war dieses Stadion für uns natürlich sehr interessant, daß eine große überdachte Haupttribüne hat. Am heutigen Tage sehr wichtig, denn es begann immer wieder mit Regnen. Der Rest von Stadion war ohne Dach. Eine Hintertor  Kurve plus die Gegengerade sind bestehend aus Stahlrohrtribühne. Die zweite Hintertorkurve ist nur eine Werbebande und dahinter war ein großes Zelt aufgebaut. Da Stadion ließ sich ganz gut anschauen, es wurde sogar auf Naturrasen gespielt.
Zum Spiel:
Die Konstellation war so, dass Malaga U23 abgeschlagen Letzter war. Somit gingen wir davon aus, dass Sevilla U23 das Spiel locker gewinnen würde.
Aber Diese taten sich von Anfang an sehr schwer. Die ersten paar Minuten sollte es erstmal ein Abtasten beider Mannschaften werden. Dann übernahm auf einmal Malaga die Kontrolle und spielte Silvia nach Hinten rein. Mit dem immer wieder beginnenden Regen, den schwierigen Platzverhältnissen und der Spielfreude von Malaga kam Sevilla nicht zurecht. Auch bremste der Ball immer wieder ab, wenn man lange Pässe spielen wollte. Ich weiß nicht, ob das Spiel bei uns in Deutschland angepfiffen worden wäre, wegen des ganzen Wassers auf dem Rasen. Uns sollte es recht sein, denn so sahen wir ein gutes Spiel. Irgendwie kam Sevilla mit den Verhältnissen am heutigen Tag nicht richtig klar und Malaga war klar die bessere Mannschaft. In der 28. Minute sollte es dann soweit sein, Malaga hatte wieder eine gute Chance und nutzte Diese zum 0:1. Das brachte Sevilla noch mehr durcheinander und irgendwie war immer mehr der Wurm drin. Man merkte ihnen auch an, daß das ganze Schöngespiele, daß sie versuchten, nichts brachte. Immer wieder störte ein Spieler von Malaga und so kam Sevilla kaum vors gegnerische Tor. Malaga hätte sogar noch ein weiteres Tor schießen können, aber der Torwart von Sevilla konnte das verhindern. Kurz vor der Pause holten wir uns dann an dem Verpflegungsstand, den es echt gab, ein paar Würstchen mit Semmel und eine Cola. Mit dem 0:1 sollte der Schiedsrichter dann zur Halbzeit pfeifen. Die Halbzeitpause standen wir dann oben an der Haupttribüne und wagten einen Blick über das Gelände. Es waren einige Kleinfußballplätze vorhanden und auf Einem wurde ebenfalls von den Damen von Sevilla ein Spiel ausgetragen. Nachdem die 15 Minuten Pause vorbei waren befanden wir uns wieder auf unseren Plätzen und erwarteten die Geschehnisse der 2. Halbzeit. Diese wurde kurz darauf angepfiffen und Sevilla versuchte jetzt mit mehr Druck zu agieren. Doch die Platzverhältnisse ließen ein geordnetes Spiel nicht zu. Der Ball blieb immer wieder auf halber Höhe liegen oder wurde beim Pass zumindest so abgebremst, daß ordentliche Spielzüge nicht möglich waren. Das hatte Sevilla bis dato aber noch nicht verstanden. Evtl. hätte eine Eins gegen Eins Situation geholfen, aber das traute sich niemand zu. Es sollte noch bitterer kommen, denn in der 65. Minute ging ein Spieler von Malaga im Strafraum von Sevilla zu Boden. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, der das 0:2 für Malaga erbringen sollte.

Jetzt war Sevilla total von der Rolle und die Spieler bekamen nichts mehr auf die Reihe. In der 71. Minute kam auch noch ein Konter dazu, der das 0:3 für Malaga ergab. Eigentlich war das Spiel gelaufen. Doch jetzt begann Malaga Fehler zu machen und die Bälle leichtfertig her zu geben. In der 76. Minute schoß Sevilla plötzlich aus dem Nicht das 1:3. Daß beflügelte die Mannschaft und Malaga zog sich zurück. Plötzlich hatte Sevilla Chancen, die sie aber kläglich vergaben. In der 86. Minute fiel dann das 2:3 und jetzt sah Alles nach einer Sensation aus. Malaga schwamm nur noch in der Abwehr und leistete sich grobe Fehler.  Aber die zwei 100 % Chancen, die Sevilla noch hatte, wurden sträflich vergeben und so rettete sich Malaga mit mehr Glück nach 2 Minuten Nachspielzeit zum Schlußpfiff. Dieses Spiel hätte Sevilla locker in den letzten 20 Minuten drehen können. Chancen dazu hatten sie genug. Mittlerweile regnete es schon wieder.
Nach dem Spiel trafen wir uns dann wieder mit Igor und Felix außerhalb der Stadions, denn sie hatten sich nicht für das Spiel interessiert und waren auch gar nicht mehr nachgekommen. Wir schauten, dass wir schnell zum Auto kamen, denn unser nächstes Ziel sollte Cordoba sein. Im Vorhinein hatte ich schon den Weg und die Adresse vom Stadion herausgesucht und unser Ziel war es, so schnell wie möglich dahin zu kommen, eine Karte zu kaufen und dann in das Spiel zu gehen. Auf unsere Weg von Sevilla nach Cordoba schüttete es aus Kübeln. Wir hofften, dass es in Cordoba dann damit aufhören würde. Leider solltest es aber so sein, daß uns der Regen immer weiter verfolgte. Nach ca. 2 Stunden Fahrt waren wir dann in Cordoba angekommen und mussten uns ein bisschen in den Stau stellen. Aber mit einer einigermaßen annehmbaren Zeit waren wir dann ca. 40 Minuten vor Spielbeginn schon in Sichtweite des Stadions. Trotzalledem hatte es noch nicht zu Regen aufgehört. Wir wussten also, dass es uns dieses Mal wieder erwischen würde mit Regen und Nässe. Vor dem Stadion ist ein großer Parkplatz, der nutzbar für die Fußballfans ist. Wir fuhren natürlich diesen auch an und waren sehr froh, daß es keine Probleme gab, dort ein Plätzchen für das Auto zu finden. Eigentlich ist Dieser zu zahlen, doch wir schaffen es uns in irgendeine Lücke hinein zu zwicken, ohne etwas zu blechen. Natürlich regnet es immer noch und der Platz vor dem Stadion, bestehend aus Sand, war dementsprechend matschig und von einzelnen Bächen durchzogen. Unser nächster Weg sollte uns zum Ticket Häuschen führen, aber Felix und Igor ließen sich noch etwas Zeit. Peter und ich schauten, dass wir schnell dort hin kamen. Die Verkaufsstelle hatten wir schon bei der Anfahrt zum Stadion entdeckt. Wie wir übers Internet rausgelesen hatten, gab es am heutigen Tag eine Aktion, die jeden Jahreskarten Besitzer genehmigen sollte, noch einmal vier Karten bestellen zu können und diese vier Karten sollten pro Stück 5 € kosten. Auf so eine Ticket spekulierten wir natürlich. Als wir dann am Stadion waren, nieselte es noch immer und wir schlugen den direkten Weg zum Ticket Häuschen ein. Es sollte sich zeigen, daß genug Leute rum standen und die billigen Karten anboten. Also machten wir uns daran, solche Karten zu bekommen. Wir hatten auch das Glück und kurze Zeit später hatten wir schon unsere ersten 2 Tickets. Diese wurden uns sogar geschenkt, da die Vorbesitzer schnell ins Stadion wollten. Eine Dritte bekamen wir auch ganz schnell und da wir es nicht wussten, ob Igor und Felix doch noch kommen sollten, entschlossen wir uns, erst einmal keine weitere Karte zu kaufen. Wir versuchen die beiden dann anzurufen, sie gingen ans Telefon und waren auch schon fast an der Verkaufsstelle. Zu der einen Karte kauften wir dann schnell eine Zweite und danach sollten sich unsere Wege trennen, denn nur Peter und ich hatten den selben Block. So machten wir nach dem Spiel einen Treffpunkt aus. Wir suchten zusammen nach dem Eingang, doch irgendwie sollte sich das als nächste Herausforderung zeigen. Es kannte sich keiner so richtig aus und als wir dann endlich unseren Eingang gefunden hatten, schauten wir, dass wir schnell durch die Sicherheitskontrolle kamen. Sollte uns zum Glück ohne Probleme gelingen und da es eh Chaos im Stadion war suchten wir uns einen Platz im Unterrang, der überdacht war. 
Zum Stadion: Auch dieses Stadion ist ein alter Kasten, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Die 4 Tribünen sahen aus, als ob sie nach und nach aneinander gebaut worden waren. Zumindest die Oberränge waren überdacht. Eine Hintertortribüne wurde als Heimkurve von den Fans von Cordoba genutzt. Die Auswärtsfans waren auf dem Oberrang der Gegengerade untergebracht. Möchte nicht wissen, wie das hier abgeht, wenn befeindete Fangruppierungen in dem Stadion sind. Die werden bestimmt nette Dinge auf den Unterrang.
Zum Spiel: Kurz vor dem Anpfiff des Spieles hörte es mit Regnen auf. Ich fand es wieder einmal verwunderlich, daß Plätze unter dem Dach frei blieben und sich die Leute auf ihren Platz setzten. Obwohl die Sitze nass waren und es weiter nach Regen ausschaute.
Die erste Halbzeit war leider nicht besonders sehenswert, beide Mannschaften mühten sich zwar, aber irgendwie kam nichts zählbares dabei heraus. Ein nicht besonders ansehnliches Spiel, zumindest in der ersten Halbzeit. Am Anfang war Cordoba etwas besser, aber ab der 15. Minute war dann Cadiz das bessere Team. Mit einem 0:0 ging es dann in die Halbzeitpause. Mittlerweile kam sogar mal die Sonne raus.
Wieder ein Beispiel dafür, was für komische Leute es gibt. Ca. 20 Minuten nach dem Beginn des Spiel setzte sich vor uns ein Ehepaar. Von Oben tropfte es auf den Sitz des Mannes. Neben ihm waren genügend Sitze frei, aber er setzte sich auf den Platz, wo es runter tropfte. Dementsprechend wurde er natürlich nass, aber Hauptsache, er verteidigte seinen Platz. Totales Unverständnis von mir!
Das Spiel war sogar so langweilig, daß wir uns mehr für eine weiße Taube interessierten, die ab der 20. Minute ihren Platz auf dem Spielfeld suchte. Sie pickte umeinander und ließ sich auch nicht von den langsam umhertrabenden Spielern ärgern. Irgendwie hatte sie wohl Bescheid gegeben, denn es sollte noch eine zweite und ein paar Minute später auch noch eine dritte Taube erscheinen. Gemeinsam watschelten sie über den Platz.
Diese Viecher interessierten uns mehr, als das Spiel. Und das sollte die Interessantheit der ersten Halbzeit hervorheben. In der Halbzeitpause war dann Bewegung auf dem Spielfeld. Die Ersatzspieler machten sich warm und die Ordner kümmerten sich um den Rasen. Daß war den Tauben zuviel und sie verschwanden. Bis dahin hatten wir immer gehofft, daß vielleicht mal eine von nem Ball getroffen wird oder ein Spieler drüber stolpert. Aber diese Hoffnung wurde uns durch den schwachen Einsatz der Spieler genommen. Zur zweiten Halbzeit kamen die Spieler dann mit einer veränderten Einstellung auf den Platz. Cadiz bemerkte, daß die Heimmannschaft heute sehr schwach war und übernahm mit dem Anpfiff die Kontrolle. Die zweite Halbzeit war gerade einmal 5 Minuten alt, da lief ein guter Angriff der Auswärtsmannschaft und dieser wurde mit einem Tor belohnt. Wir waren begeistert, denn jetzt war endlich Leben in der Partie. Nur 2 Minuten später nahm sich ein Spieler von Cordoba den Mut und schoss von der Strafraumgrenze aufs Tor. Der Ball wurde abgefälscht und so sehr sich der Torwart auch streckte, der Ball fiel hinter ihn ins Tor. Es Stand also binnen kürzester Zeit 1:1. Danach wurde das Spiel aber wieder schlechter. Die nächste Aufregung gab es dann ab der 60. Minute. Der Himmel öffnete seine Tore und es begann, aus Kübeln zu gießen.
Binnen kürzester Zeit entschlossen sich auch die hartgesinnten unüberdachten Stuhlbewacher, einen Platz im Trockenen aufzusuchen. Trotzdem gab es immer noch welche, die auf ihren Plätzen sitzen blieben. Durchhalten war die Parole. Das Spiel wurde durch das Wetter auch nicht besser und als es dann auf das Ende zugehen sollte, dachten Alle, es bleibt beim Unentschieden.
Doch da sollte in der 90. Minute Cadiz noch einmal eine Chance bekommen, die sie zum 1:2 nutzten. Somit musste Cordoba noch Alles versuchen, um zumindest den Ausgleich zu schaffen. Der Schuß ging nach hinten los, denn in der Versuchsphase auf den Ausgleich schoß in der 92. Minute Cadiz noch das 1:3 und beendete mit diesem Ergebnis das Spiel.
Die vielen mitgereisten Auswärtsfans feierten ausgiebig und die Heimfans verließen das Stadion. Nach dem Spiel schauten wir, dass wir dann schnell wieder rauskamen und uns am Fanshop trafen. Denn ich wollte wieder meinen Pín holen. Leider war Dieser war der Fanshop geschlossen und mein Pin war erneut nicht machbar. Etwas enttäuscht, aber trotzdem schon gute Dinge gingen wir gemeinsam zurück zum Auto. Weiterhin schüttet es aus Kübeln und der Parkplatz, sowie der Platz davor waren komplett unter Wasser . Also war es schon mehr ein hin und her springen zum Auto als hingehen. Die Straßen waren komplett unter Wasser und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das erst sein sollte, wenn es noch weiter regnete. Als wir dann am Auto waren, machten wir uns gleich weiter auf dem Weg nach Malaga. Denn dort hatten wir heute unsere letzte Übernachtung. Die Fahrt sollte uns auch noch einmal ca. 1,5 Stunden kosten. Als wir dann in Malaga ankamen, suchten wir uns gleich unseren Apartmentkomplex. Heute hatten wir das Glück, ein komplettes Apartment für uns zu haben. In einer Nebenstraße fanden wir auch einen Parkplatz, packen unsere Sachen und checken im Apartmentkomplex ein. Wir merken auch gleich, daß unten im Keller eine Bar sein musste, wo Einiges los war. Igor wollte mit Felix dann gleich dorthin hinunter, doch Felix war aber mittlerweile so fertig, dass er keine Lust und Laune mehr hatte, ihn zu begleiten. Er legt sich gleich mal aufs Bett und versuche ihm zu zeigen, dass er keine Lust hatte. Und so sollte es sein , dass Igor alleine in die Bar ging. Als er nach einem Bier wieder zurück kam, erzählt er uns, dass dort sehr wenig los sei und die Leute, die sich unten herum trieben, eher nicht unser Klientel sind. Felix war mittlerweile schon eingeschlafen, als Igor wieder zurück kam. Er wurde wieder wach. Nach einem kurzen Gang aufs Klo, wo er sich komplett entleerte, lag er auch schon wieder auf dem Bett und schlief weiter.  Das war sehr lustig , denn er sah aus, als würde er die Kloschüssel anbeten. Kurz darauf löschten wir dann auch das Licht. Leider sollte es aber mit dem Schlaf nichts werden, denn je später der Abend, bzw. der Morgen wurde, umso lauter wurde es unten im Keller. Es wurde wohl Karaoke gespielt und andauernd schrien irgendwelche Frauen, sangen falsch oder waren nur am kreischen. Irgendwann schließen wir dann doch mal ein.

Fazit des Tages:
Zwei weitere Stadien gesehen. Schlechte Spiele, gute Stadien und viele Tore. Alles Richtig gemacht!































Dienstag, 8. Januar 2019

17.11.2018 Gibraltar / Spanien Tour Tag 2















17.11.2018
Fahrt von La Linea de la Concepcion - Malaga
Segunda Division Spanien
FC Malaga : Gimnastic Tarragona, Anpfiff: 16 Uhr
Halbzeitstand: 1:0, Endstand: 2:0
Stadion: Estadio La Rosaleda (Malaga)
Zuschauer: 17256, davon Auswärts: 100
Fahrt von Malaga nach Sevilla
Übernachtung in Sevilla






Tourplan:
In der Früh um 9 Uhr schreckte ich hoch. Irgendwie wusste ich gerade nicht, wo ich war und was passiert war. Ich schaute mich um und konnte nicht fassen, das Peter neben mir lag. Zuerst dachte ich, ich hätte verschlafen und müsste in die Arbeiten. Aber so war es zum Glück nicht. Neben mir lag Peter und wir waren in Spanien. Also drehte ich mich noch einmal um und versuche weiter zu schlafen. Eine Stunde später erwachte dann auch Peter und wir unterhielten uns über das, was gestern geschehen war. Er musste ganz schön darüber lachen und auch ich fand es ziemlich lustig. Wir entschlossen uns, da wir wussten, dass die anderen Beiden noch schliefen, noch einmal nach Gibraltar zu gehen und uns das bisschen Land anzuschauen. Nachdem wir die heutige Dusche ausfallen ließen, das Wasser war viel zu kalt, gingen wir los Richtung Gibraltar.
Auch heute interessierte es niemanden großartig, daß wird über die Grenze gingen. Das Wetter sah nicht besonders gut aus und wir vermuteten, daß es bald mit Regnen anfangen würde. Wieder mussten wir die Start- und Landebahn überqueren.
Auch wurde im Stadion Fußball gespielt und wir vermuteten, da es das einzige Stadion in diesem Land ist, daß sich hier die Mannschaften die Klinke in die Hand geben. Wäre für uns eine Alternative gewesen, wenn wir das gestrige Spiel verpasst hätten. Wie wir es befürchtet hatten, begann es dann auch mit regnen. War für uns aber keine Begründung, unsere Sightseeingtour zu beenden. Über die Stadt wacht der Affenhügel, der heute leider mit Wolken behangen war. Zumindest sah man das Wahrzeichen von Gibraltar, die Burg, die sich ebenfalls auf dem Wappen des Landes befindet.
Wir gingen durch die Innenstadt immer in Richtung der Talstation der Gondel, die auch auf den Hügel gehen sollte. Die Innenstadt / Fußgängerzone ist eher klein, aber sehenswert. Man muß durch Torbögen hindurch gehen, die darauf hinweisen, daß sich früher hier einmal eine Stadtmauer mit Toren befunden hatte.
Auch stehen einige Denkmäler von Soldaten in der Stadt. Ebenso Kanonen.
Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir dann die Talstation der Gondel die zu dem Affenhügel hochgehen sollte. Ich denke, wenn das Wetter besser gewesen wäre und wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, wir wären sich hinauf gefahren.
Mittlerweile regnete es so kräftig, dass wir nach einem McDonald’s Ausschau hielten. Dort wollten wir etwas essen und auch wieder trocken werden. Unsere Jacken waren mittlerweile so vollgesaugt, dass sie vor lauter Wasser tropften.
Wir hatten Glück und fanden das amerikanische Restaurant. Dort verbrachten wir fast eine halbe Stunde, ließen die Jacken austropfen und gönnten uns ein verspätetes Frühstück. Es half aber alles nichts, wir mussten trotzdem weiter, denn wir wollten ja heute zum Spiel nach Malaga. Also im Regen zurück zum Hotel.
Dort trafen wir auf unsere beiden Kameraden, gingen schnell auf unsere Bude, packten das Zeug zusammen und schon waren wir im Auto. Da es mir heute nicht so besonders gut gehen sollte, bot sich Peter an, dass er fahren würde. Damit hatte er kein Problem, ich war dankbar dafür und so ging die Reise los. Wir schafften die Fahrt zurück nach Malaga wieder in 2 Stunden. Dort fuhren wir gleich zum Stadion und da wir noch ca. zwei Stunden vor Anpfiff da waren, suchten wir uns an den Straßen in der Nähe einen Parkplatz. Wir sollten auch Glück haben, denn als wir auf einer Straße waren, fuhr vor uns ein Fahrzeug aus einer Lücke heraus und machte Platz für uns. Wir stellten das Auto dorthin und gingen dann zu Fuß zum Stadion. Diese Stadion ist wirklich ein Hingucker. Alt, aber sehr sehenswert.
Mir gefallen diese alten Bauten viel besser, als diese neumodischen Dinger, die ohne Liebe hingestellt werden. Wir besorgten uns erstmal Karten für das Spiel, wobei wir Glück hatten, denn wir bekamen 4 Karten unter dem Preis. Draußen standen irgendwelche zwielichtigen Typen und verkauften Diese. Zuerst waren wir uns nicht sicher, ob wir die nehmen sollten, nachdem Peter aber gemeint hat, er will sowieso gleich rein gehen, konnten wir die Echtheit der Karten testen. Igor, Felix und ich begleiteten ihn noch, schauten, ob seine Karte funktionierte und gingen dann wieder in Richtung Auto, denn wir wollten uns an einem kleinen Kiosk noch ein Konterbier holen.
Vielleicht würde es mir dann besser gehen und mein Kreislauf würde nicht mehr so ganz verrückt spielen. Wir fanden einen Kiosk in der Nähe des Stadions. Erstaunt war ich über den Preis, denn für die 3 Dosen zahlte ich gerade einmal 3,90 €. Fairer Preis für ein Kiosk. Zusammen standen wir dort, genossen das Wetter, denn in Malaga regnet es nicht, sondern es scheinte die Sonne. Nachdem wir die Dose ausgetrunken hatten machten wir uns auch wieder auf dem Weg zurück zum Stadion und stellten uns an die Eingangskontrolle. Meinem Kreislauf ging es zum Glück jetzt wieder besser. Schnell waren wir dann im Stadion und wirklich mit dem Anpfiff auf unserem Platz.
Zum Stadion: So wie das Stadion von außen aussieht, so ist es auch innen. Hätte leicht früher einmal eine Stierkampfarena sein können. Ein absolutes Prachtstadion.
Bestehend aus 4 Tribünen, die alle miteinander verbunden sind. Die Haupt- und Gegengerade ist in der oberen Hälfte überdacht. Jede Tribüne besteht aus einem Ober- und Unterrang. Auch sind die Tribünen sehr steil, so wie ich es mag. Absolut empfehlenswert. Und es ist keine Tartanbahn um das Spielfeld herum.
Zum Spiel: Heute spielte Malaga gegen Gymnastik Tarragona. Diese waren Tabellenletzter, deswegen erwarteten wir uns von Malaga ein gutes Spiel. Leider war aber Malaga heute in der Stimmung des Abwartens und nicht Tore schießen. So entwickelte sich die ersten 20 Minuten ein eher langweiliges Spiel mit Ball hin und her Geschiebe und wenig Torchancen. Trotzdem war Malaga in dieser Zeit die bessere Mannschaft und kontrollierte das Spiel. In der 25. Minute sollte das Zusammenspiel klappen und ein Spieler von der Heimmannschaft stand alleine vorm Tor und drückte den Ball hinein zum 1:0.
Doch all die Hoffnung, daß das Spiel jetzt besser werden sollte, wurde sofort im Keim erstickt, als sich Gymnastic wieder hinten hinein stellte und Malaga versuchte, den Ball ins Tor zu tragen. Sie sollten immer wieder an irgendeinem Bein der Abwehr hängen bleiben. Es war sozusagen ein ziemliches Gewürge. So sollte es bis zur Halbzeitpause dahin gehen. Es tat sich bis dahin nichts Großes, deswegen ging es mit dem 1:0 auch in die Pause. In Dieser wurde von unseren beiden Mitstreitern schon überlegt, ob das Stadion verlassen und die Bar besucht werden sollte, die gleich bei unserem Parkplatz für das Auto war. Doch Felix wollte zumindest noch bis zur 70. Minute warten. Auch war es Felix, den es die ganze Zeit vom Sitzplatz wegtrieb und er uns die meiste Zeit in den Ohren lag, er wolle lieber in den Stehplatzblock gehen und mit Supporten. Lies er dann aber bleiben. Die 15 Minuten Pause gingen schnell vorbei und die zweite Halbzeit sollte beginnen. Leider waren die ersten Minuten von Dieser auch nichts Großartiges. Deswegen entschieden sich Felix und Igor, das Spiel in der 70. Minute zu verlassen und uns später in der Bar wieder zu treffen. Wir hielten weiter durch und wurden dafür spärlich mit Chancen von Malaga belohnt. War echt kein Zauberfußball und kein Leckerbissen. Aber wir blieben standhaft. Zwischenzeitlich bekamen wir schon Bilder unserer beiden Kameraden, daß der Bierhahn geöffnet war und der Teller Serano Schinken seinen Meister gefunden hatte. Wir schauten trotzdem weiter das Spiel an und wurden in der 90. + 2 Minute mit einem zweiten Tor von Malaga belohnt. Zu dieser Zeit spielte Gymnastic aber nur noch zu zehnt, denn in der 75. Minute hatte ein Spieler der Auswärtsmannschaft eine gelb-rote Karte bekommen und den Platz frühzeitig verlassen.
Nachdem der Schiedsrichter kurze Zeit später das Spiel abpfiff, versuchten wir auch schnell aus dem Stadion zu kommen.
Bei dem Maskottchen vor dem Stadion wurde noch schnell ein Foto gemacht und dann auf dem direkten Weg die Bar aufgesucht. Da wir heute noch nach Sevilla wollten wussten wir, daß wir zeitnah los mussten. Trotzdem gönnten sich Peter und ich auch noch einen Teller mit dem guten Serano Schinken und weil sich Peter wieder anbot, die Fahrt zu übernehmen, konnte ich auch noch das eine oder andere Bier trinken. Unsere beiden Kameraden hatten natürlich schon etwas Vorsprung gehabt und hatten etwas leicht glasige Augen. Nachdem wir dann gezahlt hatten, saßen wir kurze Zeit später im Auto in Richtung Sevilla, denn dort sollte unser nächstes Spiel für morgen anstehen. Da sich Igor dann nicht mehr so fit fühlte, verfiel er gleich mal in die Emriostellung.
Diese Fahrt war dann auch nach 45 Minuten abgeschlossen und das nächste Problem sollte sein, in der Nähe unserer Unterkunft einen geeigneten freien Parkplatz zu finden. In Spanien stellt sich sowieso Jeder kreuz und quer auf den freien Flächen ab. Wir hatten Glück und fanden eine freie Stelle, wo auch wir das Fahrzeug unter brachten. Den Rest sollten wir dann zu Fuß zurück legen. Ein weiteres Problem sollte sich ergeben, als wir nach unserer Unterkunft suchten. Denn ich hatte über Booking.com eine billige private Bleibe gefunden, die wir jetzt erstmal nicht fanden. Zum Glück hatte ich mir die Bestätigung ausgedruckt und anhand des Bildes von der Tür fanden wir dann den Eingang und auch die Übernachtungsmöglichkeit. Ein freundlicher Engländer, der der Vermieter war, nahm uns entgegen, wir brachten schnell unsere Sachen auf die Bude und ginge noch in ein Restaurant um die Ecke um etwas zu essen. Dort trafen wir auf ein paar nette Spanier, mit denen wir uns sehr gut unterhielten und kurz nach 24 Uhr machten Peter, Felix von ich uns auf dem Weg zurück zur Unterkunft und ins Bett. Igor blieb noch bei den Spanien und feiert mit Diesen weiter. Kurz nach 1 Uhr war dann der Abend beendet und wir mussten sagen, es war wieder ein erfolgreicher Tag gewesen.

Fazit des Tages:
Auch wenn der Tag mit Panik und Regen begann, sollte er doch am Abend gut enden. Wir hatten Einiges von Gibraltar gesehen, die Fahrten nach Malaga und Sevilla ohne Probleme überstanden, ein nicht nennenswertes Spiel gesehen und am Schluß in Sevilla gelandet. Bis jetzt lief immer noch Alles nach Plan.