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Samstag, 10. Februar 2018

26.11.2017 Moldawien Tag 5 Rückflug / Spiel in Leipzig

26.11.2017
Rückflug Chisinau – Berlin – Fahrt nach Leipzig, Spiel Chemie Leipzig – Hertha BSC II, Fahrt von Leipzig -  Ellingen – Brannenburg

Regionalliga Deutschland
Chemie Leipzig : Hertha BSC II, Anpfiff: 13:30 Uhr
Halbzeit: 0:1, Endstand: 0:2
Stadion: Alfred-Kunze-Sportpark (Leipzig)
Zuschauer: 2010, davon Auswärts: 5 

Der Wecker klingelte um 5 Uhr morgens. Ziemlich platt machten wir uns fertig und dann mit unseren Sachen zum Auto. Am Tor öffnete uns der Pförtner und wir kamen wieder aus dem Gelände raus. Auf direktem Wege ging es zum Flughafen, dort das Auto abgestellt und da noch niemand bei der Vermietung war warf ich den Schlüssel und die Versicherungskarte in den Briefkasten der Firma. Danach versuchten wir noch die restlichen Getränkeflaschen zu leeren, was uns aber nicht ganz gelang. Durch die Sicherheitskontrolle danach wieder ohne Probleme und auch der Stempel im Ausweis von Transnistrien sollte keine Probleme geben. Nach kurzer Zeit standen wir am Flugsteig und warteten auf den Einlass in den Flieger. Dieser sollte auch nicht mehr lange auf sich warten lassen und kurze Zeit später saßen wir im Flieger. Den Start bekamen wir noch mit, dann war wieder Schlafen angesagt. Den Rückflug verpennten wir auch, aber für heute war es gut, noch etwas Schlaf einzuholen, denn wir hatten noch ein Highlight parat. Auf der Rückfahrt wollten wir über Leipzig fahren und uns das Spiel Chemie Leipzig : Hertha BSC II anschauen. Das Spiel sollte um 13:30 Uhr angepfiffen werden und das rechneten wir uns von der Zeit so aus, daß wir das schaffen sollten. Um 09:30 Uhr war Landung, da waren wir dann auch wieder wach. Ausstieg und zurück in die Halle. Auch hier in Berlin interessierte sich niemand groß bei der Kontrolle, wo wir her kamen. Ausweis durchgezogen und weiter gings. Wir besorgten uns wieder ein Fahrticket, bzw. ließen uns dabei von einem Herrn, der extra dafür da war, zu helfen und begaben uns zu unserer S-Bahn. Dort saßen ein paar komische Typen im Abteil auf der Sitzbank. Diese fragten wir, ob die Bahn in die richtige Richtung fuhr. Nach etwas unfreundlichen Blicken wurde uns geholfen. Sie sahen aus wie Streetworker. Als die Bahn los fuhr entpuppten sie sich als Kontrolleure. Nach der Kontrolle hatten sie natürlich 2 Leute erwischt, die keine Tickets hatten. Zum Glück hatten wir auf unsere Kameraden gehört und uns Tickets besorgt. 2 Stationen später stiegen wir wieder aus und gingen zurück zum Auto. Dieses stand noch immer da, wo wir es abgestellt hatten. Ohne große Verzögerung machten wir uns auf den Weg nach Leipzig. Sollte auch recht schnell aus Berlin raus gehen. Zum Glück liegt der Berliner Flughafen Schönefeld im südlichen Randbezirk, so kamen wir schnell wieder zurück auf die Autobahn und ohne Stau und Probleme fuhren wir Richtung Leipzig. Dort sollten wir eine Stunde vor Spielbeginn ankommen. Parkplatz befindet sich direkt am Stadion. Kostet auch nichts, so stellten wir das Auto dort ab. Zum Stadion gibt es nur eine Zufahrtsstraße, man sollte also nach dem Spiel schauen, schnell aus dem Stadion zu kommen, sonst steht man länger im Stau. Das Stadion schaut von außen sehr alt aus. Die Farben sind ausgewaschen, aber trotzdem gefiel uns, was wir sahen, sehr gut.
Karten besorgten wir uns, dann gings ins Stadion. Ich kann nur sagen, very Oldschool. Ein Stadion, daß jeden Fußballfan das Herz schneller schlagen lässt.
Die Haupttribüne ist für mich persönlich das Highlight. Im vorderen Bereich ist sie mit einer Tribüne mit Sitzplatzschalen versehen, dahinter ist eine kleine Holztribüne, die ebenfalls Sitzschalen hat.
Die Heimkurve hinter dem Tor ist kompletter Stehplatz, wobei es einen Ober- und Unterrang gibt. Die Gegengerade, bestehend aus einem Rang ist Sitzplatz und die zweite Kurve hinter dem Tor, die für die gegnerischen Fans ist, bestehend aus ein paar Stufen aus Beton. Das Stadion ist in grün-weiß gehalten, die Vereinsfarben von Chemie.
Es gibt auch ein Vereinsheim, daß aber nur für Presse und VIP ist. Sonst gibt es genug Stände, um sich mit Essen und Trinken zu versorgen. Und es gibt einen Fanartikelstand, wo ich mir meinen Pin holen konnte. Zum Spiel: Chemie steht, stand in der Liga nicht so gut da, deswegen begannen sie von Anfang an etwas Vorsichtiger und versuchten erst einmal, Struktur ins Spiel zu bekommen und Dieses zu übernehmen. Die Hertha versuchte sich rein aufs Kontern und das Angriffsspiel von Leipzig zu zerstören. Trotzdem war es kein schlechtes Spiel. Die Stimmung der Heimfans war auch bemerkenswert, sie versuchten ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen. Auch waren die Gesänge sehr vielfältig und originell. Zum Spiel: Leipzig stand mit dem Rücken zur Wand. Die Ausgangssituation war die, daß sie Tabellen Vorletzter sind. Um von dort weg zu kommen mussten sie das Spiel gewinnen. So begannen sie nach den Anpfiff das Spiel sehr nervös, mit vielen Fehlpässen. Das spielte Hertha in die Karten und sie mussten nur auf ihre Konterchancen warten. So geschah es in der 12. Minute und der Konter wurde durch ein Faul im Strafraum mit einem Elfmeter für die Hertha bestraft. Dieser wurde zum 1:0 für die Hertha verwandelt. Danach war Leipzig erst einmal geschockt und bekam die nächsten Minuten nix auf die Reihe. Nach einer halben Stunde fingen sie sich wieder, doch bis zur Halbzeit brachte es nichts mehr ein. Die Halbzeit nutzten wir, um etwas im Stadion herum zu spazieren und Fotos zu machen. Die 2. Halbzeit begann mit ein paar guten Kombinationen von Leipzig. Ziel sollte es sein, so schnell wie möglich den Ausgleich zu erzielen. Doch wenn man hinten aufmacht ist man anfällig für Gegenstöße. So passiert in der 55. Minute. Leipzig rannte an, verlor den Ball und es ging schnell. Berlin erzielte das 2 Tor. Die Spielfreude und der Angriff von Leipzig war wieder gebremst. Es sollte auch nicht mehr den Anschein haben, daß sie das Spiel noch drehen konnten. Alle Versuche sollten im Nichts verlaufen. Der Schiedsrichter gab noch 4 Minuten Nachspielzeit drauf, dann pfiff er an. Nachdem das Spiel dann beendet war schauten wir, daß wir wieder einmal schnell zum Auto kamen, denn wir wussten, jede Minute länger würden wir einbüßen bei der Zufahrtsstraße. Trotzdem kamen wir einigermaßen gut raus und ließen die große Welle hinter uns. Relativ schnell waren wir dann auch wieder auf der Autobahn und jetzt sollte auf direktem Wege Ellingen angefahren werden, wo wir nach 2 Stunden dann auch waren. Dort verabschiedete ich mich von Benni und dankte ihm für die Unterstützung der Buchungen der Unterkünfte, sowie einer angenehmen und spannenden Tour, die wieder einmal Abenteuerkarakter hatte. Mein Weg sollte mich weiter über die Autobahn Richtung München führen und von da dann weiter nach Rosenheim und zuletzt nach Brannenburg. Dort rollte ich, nachdem ich von Benni losgefahren bin, nach 2,5 Stunden wieder in den Innenhof meines Wohnhauses ein.

Fazit der Tour: 4 aufregende Tage gingen zu Ende, mit ein paar Überraschungen, mit denen wir nicht gerechnet, aber dann doch wieder irgendwie gemeistert hatten. Diese Abenteuertouren machen immer am Meisten Spaß. Und auch in meinem Alter habe ich wieder was dazu gelernt. Es gibt Länder, von denen ich vorher noch nie gehört hatte.





















25.11.2017 Moldawien Tour Tag 4 Spiel 3. Liga

25.11.2017 Moldavische 3. Liga (Divizia B)
Codru Calarasi II – Bolduresti Anpfiff: 11 Uhr
Halbzeit: 1:0, Endstand: 1:0
Zuschauer: 20, davon Auswärts: keiner

Stadion: Stadionul Orasenesc (Calarasi)

Tourplan:
Auch heute schliefen wir etwas länger und weil beim Hostel eine Küche dabei war, gönnten wir uns das angebotene Frühstück. Dieses bestand zwar nur aus Tost und Marmelade, aber egal, machte auch satt. Für den heutigen Tag hatten wir ein weiteres Spiel geplant. Dieses war ein Drittliga Spiel in Calarasi und  sollte in einem sehr sehenswerten Stadion stattfinden. Der Anpfiff sollte um 11 Uhr Vormittag sein. Wir hatten genug Zeit, um den Ort zu erreichen, deswegen fuhren wir etwas langsamer und schauten uns die Gegend an. Die war wirklich 1960 -1970 Stil und es ist teilweise schon sehr heftig, wie die Leute hier leben. Könnte man sich bei uns gar nicht mehr vorstellen. Das Calarasi ist eine kleine Stadt, die auch nicht viel zu bieten hat. Zumindest gab es das Stadion und ein Rathaus mit ein paar Flaggen davor. Die waren es mir wert, zu fotografieren.
Danach ging es hoch zum Stadion, dort gab es genug Parkmöglichkeiten und kamen wir heute ohne Eintritt hinein. Als ich aus dem Auto die Jacke nehmen wollte bemerkte ich, daß ich die Jacke im Hostel vergessen hatte. Also mussten wir später noch einmal zurück zu unserer letzten Bleibe und das vergessene Stück holen. Als wir dann das Stadion betraten, wurden wir zwar von den Spielern, den 2 Polizisten und ein paar alten Herren dumm angeschaut, war uns aber egal.

Nachdem wir einmal ums Spielfeld gekreist waren nahmen wir auf der Tribüne Platz. Die Spieler machten sich warm. Zumindest ein paar, ein paar standen herum beim Rauchen oder machten irgendetwas Anderes. Irgendwie Alles sehr planlos. Ich möchte auch noch das Stadionklo ansprechen, daß von den Spielern genutzt wurde. Auch sehr empfehlenswert.
Danach begaben wir uns zur Tribüne, die auch ein absolutes Highlight war.
Je näher der Anpfiff kam, desto mehr wurde uns klar, daß dieses Spiel wohl nicht sehr das Interesse der Bevölkerung wecken sollte. Gerade einmal 20 Leute hatten sich eingefunden.
Zu Beginn des Spiels waren von der Auswärtsmannschaft nicht einmal genug Spieler da. So pfiff der Schiedsrichter das Spiel an und es wurde 11 gegen 8 gespielt. So auch noch nie erlebt.
Ca. 7 Minuten nach dem Anpfiff sollten noch 2 Spieler dazu kommen, so waren es wenigstens 10 Mann der gegnerischen Mannschaft. Kurz noch einmal zum Stadion: Ein sehr altes Stadion, daß für 4000 Leute Platz bietet. Wobei die Haupttribüne nur noch in der Mitte nutzbar ist. Dort waren Sitzschalen angebracht. Der Außenbereich der Tribüne waren nur noch Trümmer und Bewuchs. Um das Spielfeld ist eine Tartanbahn, die aber nur aus alten Beton besteht.
m hinteren Bereich ist sogar ein Spielplatz für Kinder, der mir am Neuesten ausgeschaut hat. Auch die alten Masten mit der Flutlichtanlage sind sehr sehenswert. Für mich ein Stadion mit Flair. Die Wiese war ein brauner Acker, aber bespielbar.
Zum Spiel: Hier entwickelte sich ein wirklich schlechtes Spiel auf ganz niedrigem Niveau. War uns aber im Vorhinein schon klar, deswegen waren wir nicht überrascht. Eigentlich merkte man der Auswärtsmannschaft nicht an, daß sie einen Mann weniger waren. Zur Halbzeit stand es 0:0 und das Spiel war geprägt durch Kampf und Fehlpässen.
Wir gingen in der Halbzeit mal raus zum Auto und holten uns etwas zu Trinken. Das interessierte nicht einmal die Polizisten. Aber wir waren nicht die Einzigen, die es so taten. Auch Andere kamen zurück mit etwas Trinkbarem. Die zweite Halbzeit sollte wieder dasselbe Bild zeigen. Auch war kein weiterer Spieler mehr aufgetaucht, sollte heißen, das Spiel wurde mit 11 : 10 weiter geführt.
Aber wenigstens fiel noch ein Tor für die Heimmannschaft. Mit dem Ergebnis von 1:0 ging dieser Kick zu Ende. Somit hatten wir diesen Kick auch geschafft und der Länderpunkt Moldawien auch offiziell abgehakt.
Nach dem Spiel fuhren wir zurück nach Chisinau in unser Hostel von letzter Nacht, da ich meine Jacke noch aus dem Schrank holen wollte. Ich hatte sie wirklich vergessen. Man sollte halt nicht sein Zeug in die Schränke hängen. Ohne große Probleme fanden wir den Weg zum Hostel und auch die Tür zu dem Zimmer war geöffnet. Bemerkt hatte niemand, daß wir noch einmal in das Gebäude gingen. Nachdem ich meine Jacke hatte überlegten wir, was wir als Nächstes machen würden. Eigentlich hatten wir Beide Hunger, deswegen entschieden wir uns Andy`s Pizza aufzusuchen. Diese Kette war uns schon mehrfach aufgefallen und wir wollten sie probieren.
Nachdem wir dies getan und uns die Pizza geschmeckt hatte machten wir uns auf zu unserer letzten Übernachtung. Zum Abschluß hatten wir noch ein Highlight in der Tasche. Heute wollten wir im Hotel des FC Zimbru übernachten. Benni hatte dieses Hotel gebucht, daß direkt neben dem Stadion und auf dem Gelände des Fußballclubs stehen sollte. Bei der Einfahrt standen Ordner, die uns erst einmal dazu brachten, daß Auto auf der Straße abzustellen. Zu Fuß gingen wir auf das Gelände und am Hotel waren die ganzen Jugendspieler verteilt. Im Hotel nahm uns eine ältere Dame in Empfang und checkte mit uns ein. Danach übergab sie uns den Zimmerschlüssel. Das Hotel sah eher so aus, als wär es aus den siebziger Jahren stehen geblieben. Ziemlich alt und nichts Besonderes. Auch die Zimmer waren schlicht eingerichtet und so fragten wir uns, wie es wohl wäre, wenn hier große Mannschaften spielen. Ob die dann hier übernachten, oder in ein anderes Hotel ausweichen. Nachdem wir das Zimmer hatten, holte ich das Auto aufs Gelände. War mir doch sicherer, als draußen im Dunkeln auf der Straße. Danach gab es das obligatorische gute Nacht Bierchen und wir ließen den Tag damit beenden. Da wir am nächsten Tag früh raus mussten wurde bald das Licht gelöscht.

Fazit des Tages: Alles erreicht, was wir uns für heute vorgenommen hatten. Spiel gesehen und damit Moldawien abgeschlossen.