Eifelturm Paris

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Mittwoch, 23. Januar 2019

30.11.2018 Moskau Tag 4

30.11.2018 Rückreise von Moskau - München

Tourplan:
Um 6 Uhr war für heute die Nacht geschafft. Da wir früh zurück reisen sollten, mussten wir den Tag früh starten. Unser Zeug hatten wir ja schon am vorigen Abend zusammen gepackt und somit konnten wir noch schnell frühstücken und dann die Heimreise antreten. Mit der Metro fuhren wir wieder zurück zu der Station, wo wir dann in den Airport Express umsteigen mussten. 
Kurz darauf saßen wir in Diesem und die Fahrt sollte knappe 45 Minuten hinaus zum Flughafen dauern.
Am Flughafen checkten wir ein für den Rückflug und begaben uns dann zum Security Check. Dieser sollte etwas länger dauern, aber auch Diesen überstanden wir ohne Probleme. Danach weiter zum Check für die Ausreise. Unsere Ausweise und Formulare wurden erneut genau gecheckt und man merkte schon, heute sollte es etwas dauern. Nachdem Michi am Schalter neben mir durchgewunken wurde, aber auf der anderen Seite des Schalters von einem Herren in Uniform entgegen genommen worden war, wusste ich, daß die Ausreise doch etwas problematischer werden sollte. Auch meine Unterlagen wurden zusammen getan und dem wertem Herren übergeben. Danach wurden wir Beide in einem Bereich geführt und durften uns vor einem Büro auf einer extra dafür vorgesehenen Bank absetzen. Dort saßen wir mit einem dunkelhaarigen Typen, den sie als erstes in einen Raum brachten. Dort kam er nach 10 Minuten wieder raus, zückte sein Handy und rief jemanden an. Danach wurden wir komisch angeschaut. Doch es sollte kurz darauf eine junge Polizistin aus dem Bereich heraus kommen und als Erstes bekam Michi seine Papiere. Danach musste ich  noch etwas warten, aber auch dann bekam ich meine Dokumente. Michi machte schon Späßchen und sagte mir, er würde schöne Grüße Zuhause ausrichten. Zusammen begaben wir uns zu unserem Fluggate. Dort sollte der Flieger schon angeschrieben sein.
Kurz darauf wurde zum Einsteigen aufgerufen und auch wir machten uns daran, nachdem die große Schlange weg war, in den Flieger zu kommen. Sollte gut gelingen und bald darauf kam wieder die bekannte Durchsage "Boarding Complete". Kurz darauf wurden die Türen geschlossen und der Flieger begab sich auf die Start- und Landebahn. Kurz darauf waren wir in der Luft und die Augen wurden geschlossen. Nach ca. 1 Stunde Flugzeit kam dann das Mittagessen. Dieses wurde natürlich mitgenommen und danach weiter geschlafen. Mit der Landung wurden die Augen wieder geöffnet und sich auf die Ankunft vorbereitet. Nachdem der Flieger stand, wie immer das selbe Bild. Alle hatten es eilig das Gepäck runter zu bekommen und sich wichtig in den Gang zu stellen. Wir ließen uns Zeit, denn sitzen war in dem Moment besser als stehen. Nach ca. 5 Minuten wurden dann die Türen geöffnet und wir konnten aussteigen. Wie gewohnt gingen wir dann durch die Ausweiß und Zollkontrolle, wobei bei dieser Kontrolle nichts fehlte. Michi hatte nach der Landung seine Bekannte kontaktiert, daß wir gut angekommen waren und sie uns wieder holen konnte. Diese war dann auch sehr schnell da und nachdem wir im Auto saßen, erzählten wir kurz von unserer Tour. Ca. 15 Minuten später waren wir dann wieder zurück bei unseren Autos, dankten der Bekannten, verabschiedeten uns voneinander und mein Weg sollte mich jetzt in Richtung Heimat führen. Am Flughafen vorbei, Richtung München, über die A99 in Richtung Salzburg und von Rosenheim dann weiter in Richtung Innsbruck, wo mich dann die zweite Ausfahrt Brannenburg erwarten sollte. Von dort waren es dann noch 5 Minuten, bis ich zu meinem Wohnhaus in den Innenhof hinein fuhr und mit dieser Aktion die Russland Tour abschloss.

Fazit der Tour: Sie begann Aufgrund der etwas schlechteren Planung ziemlich holperig, sollte dann aber von Tag zu Tag einfacher und besser werden. Wir hatten viel gesehen, die wichtigsten Highlights von Moskau abgeklappert und 3 neue Grounds mitgenommen. Die Begleiter waren super, wir hatten viel Spaß. Und endlich wurde auch das Stadion mitgenommen, daß uns bei der WM verwehrt geblieben war. Eine wieder einmal super Tour nahm sein Ende.


Freitag, 18. Januar 2019

29.11.2018 Moskau Tag 3

29.11.2018 Sightseeing in Moskau
Spartak Moskau : SK Rapid Wien, Anpfiff: 16:50 Uhr
Halbzeitstand: 1:0, Endstand: 1:2
Stadion: Otkrytive Arena (Moskau)

Zuschauer: 20739, davon Auswärts: 500Tourplan:
Heute wollten wir wieder um 9 Uhr frühstücken und uns um 10 Uhr mit Chris treffen. Auf dem Plan stand für den heutigen Tag, nochmal in die Stadt und dort etwas Zeit herunter zu schrauben. Ziel waren heute der Gorki Park und das Finanz Zentrum von Moskau. Nachdem wir unser gutes Frühstück intus und uns frisch gemacht hatten, trafen wir uns unten vor der Tür mit Chris. Michi hatte aus seinem gestrigen Fehler gelernt und sich heute in die warmen Klamotten geschmissen. Dieses Mal nutzten wir aber die Metro.
Jede Metrostation ist anders. Manche sind sehr schlicht gehalten, andere dagegen totaler Prunk. Und das Metronetz ist sehr einfach aufgebaut und leicht zu verstehen. Da wir wussten, daß es vom Kreml nicht weit zum Gorki Park war, entschieden wir uns dort auszusteigen und an der Wolga entlang zu latschen. Wir kamen auch wieder bei der schönen Kirche vorbei.
Bei unserem letzten Besuch zur WM waren wir auf dem Weg zum Luschniki Stadion etwas anders gelatscht und hatten in weiter Entfernung ein Schifffahrtsdenkmal gesehen, daß wir dieses Mal auch auf unserer Liste hatten. Auch kommt man an dem Park der Architektur vorbei, der viele Skulpturen beinhaltet.
Dieser Park ist auch gleich bei dem Denkmal, daß wir sehen wollten.
Natürlich zählt auch hier die Devise, alles größer, höher und schöner. Weiter sollte uns der Weg an der Wolga in Richtung Gorki Park bringen.
Der Eingang zu diesem Park war auch sehr schön und erinnerte ein wenig an das Brandenburger Tor. Wie wir gestern von unseren Hamburger Jung erfahren hatten, waren alle Flüsse im Park zugefroren und wurden als Eislauffläche genutzt.
Doch für uns war es definitiv zu kalt zum Schlittschuhlaufen. Nachdem wir durch den Park durch waren, kamen wir am Verteidigungsministerium vorbei.
Zusätzlich wurde noch die Brücke über die Wolga benutzt, um über den Fluß zu kommen. Diesen Weg kannten wir vom letzten Mal und wir wussten, daß ganz in der Nähe ein Einkaufszentrum war. Evtl gab es dort auch etwas zum Essen, denn wir hatten schon nach 12 Uhr. Wir sollten Glück haben, denn wir fanden ein Restaurant mit Mittagsbuffet. Dort holten wir uns etwas und genossen die kurze Ruhephase.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, sollte unsere Fahrt raus zum Finanzviertel gehen. Da das Einkaufzentrum eine Metrostation hatte, nutzten wir Diese gleich mal.
Als wir dann Vorort waren, wollte Michi und Chris auf das höchste der Gebäude mit dem Aufzug hinauf fahren. Für mich war das eher nichts, denn ich wollte mir die 12 € dafür sparen. Ich hatte beim Ausstieg aus der Metro ein Restaurant entdeckt, daß wir als Treffpunkt ausmachten.
Ich ging dort hinein und bestellte mit ein Bier und nutzte das Internet. Nach ca. 30 Minuten kamen die Jungs dann dazu und wir besprachen den nächsten Plan. Dieser sollte so ausschauen, daß wir uns zeitnah auf dem Weg zum Stadion machen würden und dort einen Überblick bekommen wollten, wie die Kartensituation Vorort war. Als wir dann ausgetrunken hatten, fuhren wir hinaus zum Stadion. Auch diese Fahrt sollte etwas dauern und als wir dann ankamen, war es schon dunkel geworden. Jetzt wurden wieder die Erinnerungen wach, als wir aus der Metrostation heraus kamen. Die vielen Leute, die Karten suchten, die überteuerten Tickets und die stressigen Brasilianer, die sich eine goldene Nase mit ihren Tickets verdienen wollten. Es war ja damals eines der wenigen Spiele in meiner Zeit als Fußballfan, wo ich nicht ins Stadion hinein gekommen bin. Aber dafür standen wir ja heute noch einmal da, um dieses rote Loch in unserer Karriere zu schließen. Von der Weite sah man schon den Spartaner, der vor dem Stadion steht.
Als wir dann an einen Ticketshop standen, kamen unsere beiden Kameraden aus Hamburg ebenfalls dazu und wir holten uns wieder gemeinsam Karten für den selben Block. Heute sollte der Anpfiff schon um 16:50 Uhr sein, deswegen machten wir gar nicht lange herum und begaben uns zum Eingang und Sicherheitskontrolle. Auch da kamen wir recht zügig durch.
Unser Weg sollte auch gleich in unseren Block führen. Dort suchten wir uns einen guten Platz. Heute hatten wir uns extra keine Karten für den Unterrang besorgt, denn man hörte von den Spartak Anhängern nichts Gutes. Da wollten wir nicht unnötig Stress haben.
Zum Stadion: Das Stadion wurde extra für die WM umgebaut. Von außen erinnerte es etwas an die Allianz Arena in München. Innen sowie außen komplett in den Vereinsfarben rot-weiß gehalten. Das gesamte Stadion besteht aus einem durchgehenden Ober- und Unterrang. Bis auf der Gegengeraden, denn dort sind im gesamten Oberrang die VIP Bereiche eingebaut. Die Ränge sind komplett überdacht. Es schaut Alles noch sehr neu aus, kein Wunder, der Umbau war ja gerade einmal ein halbes Jahr her.
Zum Spiel: Da wir uns im Vorhinein Gedanken gemacht hatten, heute keine Karten zu bekommen, sahen wir jetzt erst einmal, wie leer dieses Stadion heute war. Trotzdem hatten sich ca. 500 Wiener auf die Reise hierher gemacht. Was mich sehr verwunderte, daß sie rießige Schwenkfahnen dabei hatten. Da stellte ich mir die Frage, wie sie die mitgebracht hatten.
Beide Mannschaften sollten dann um 16:45 Uhr vom Schiedsrichter aufs Feld geführt werden.
Nachdem Dieser das Spiel angepfiffen hatte, sollte Moskau gleich mal zeigen, wer hier Herr im Haus war. Mit schönen Kombinationen drückten sie die Wiener in ihre eigene Hälfte.

Die bekamen in der ersten Halbzeit nicht viel hin. Es sollte auch gerade einmal 20 Minuten dauern, bis der Ball im Tor von Rapid lag. Mit einem schönen Angriff wurde ein Spieler frei gespielt, bekam den Ball und schoß das Tor zum 1:0. Moskau. Doch Moskau wollte sich auf dem Ergebnis nicht ausruhen, sondern spielte weiter nach vorne. Von Wien kamen nur zögerliche Versuche, sich aus der Umklammerung zu befreien. Sollte ihnen aber zumindest in der ersten Halbzeit nicht gelingen. Trotzdem ging Spartak mit seinen Chancen sehr fahrlässig um. Denn auch die besten Chancen wurden nicht genutzt. So ging es in die Halbzeitpause mit dem knappen 1:0. Die 15 Minuten Pause vergingen recht zügig und schon waren beide Mannschaften wieder auf dem Platz. Doch es sollte so weiter gehen, wie die Erste geendet hatte. Moskau übernahm wieder die Kontrolle, Wien stand jetzt aber besser in der Abwehr und versuchte zu kontern. Die Stimmung im Heimblock war auch okay. Man sah zwar, daß die Wiener Fans ebenfalls Stimmung machten, doch hören tat man nichts von ihnen. Die Akustik im Stadion ist echt nicht sonderlich gut.
Und wie es ein alter Spruch im Fußball sagt, war es auch hier wieder so. Wer seine Chancen nicht nutzt, kann ein Spiel auch nicht gewinnen. So sollte es auch hier sein. Rapid fuhr in der 80. Minute einen Konter und konnte aus einer der wenigen Chancen Profit schlagen. So stand es 1:1. Ziemlich unverdient, aber effektiv gespielt. Jetzt setzte Moskau noch einen drauf, aber es sollte ihnen kein Tor mehr gelingen. Als wir schon wieder sahen, daß sich die Sicherheitskräfte bereit machten, die Ausgänge zu sperren, begaben wir uns aus dem Block, denn wir wollten nicht wieder unnötige Zeit warten, bis wir die Blöcke verlassen durften. Wir schauten noch etwas über die Schultern der Anderen und entschieden uns dafür, in der 90. Minute das Stadion zu verlassen. Als wir dann gerade draußen waren, hörten wir noch einen leisen Jubel und auf der Anzeigentafel an der Außenhaut des Stadions sahen wir, daß Wien noch ein weiteres Tor geschossen hatte.

Tja, blöd gelaufen. Aber half ja nix. Wir machten uns dann trotzdem auf zur Metro und weil wir doch etwas früher raus gegangen waren, kamen wir auch schnell weg vom Stadion. Dieses Mal fuhren wir aber bis zu unserer Metrostation und sollten kurz danach vor unserer Unterkunft stehen. Wir verabschiedeten uns von Chris, der Morgen ausschlafen konnte, denn er hatte einen anderen Flieger als wir. Für uns hieß es noch, Rucksack packen und zeitnah ins Bett zu kommen, denn morgen Früh sollte es bald raus gehen. Nachdem wir Alles erledigt hatten, lagen wir im Bett und kurze Zeit später wurde dann geschlafen.

Fazit des Tages: Der heutige Tag war wieder sehr erfolgreich. Wir sahen schöne Dinge und waren in dem Stadion, daß uns bei der WM verwehrt war. Somit hatten wir das erreicht, was wir uns für diese Tour vorgenommen hatten. 





















































Mittwoch, 16. Januar 2019

28.11.2018 Moskau Tag 2


28.11.2018 Sightseeing in Moskau,
Youth League 5. Spieltag
Lok Moskau U19 - Galatasaray Istanbul U19, Anpfiiff: 13 Uhr
Halbzeitstand: 0:0, Endstand: 0:1
Stadion: Sapsan Arena (Moskau)
Zuschauer: 347, davon Auswärts: 10
Champions League 5. Spieltag
Lok Moskau : Galatasaray Istanbul, Anpfiff: 18:55 Uhr
Halbzeitstand: 1:0, Endstand: 2:0
Stadion: RZD Arena (Moskau)
Zuschauer: 14037, davon Auswärts: 500


Tourplan:
Der Morgen startete mit wenig Lust und Laune. Denn wir hatten die Nacht nicht so besonders gut geschlafen, durch die Kälte hier in Russland waren die Nasen zu und wir hatten beide das Schnarchen der Anderen aus den Zimmern von Nebenan. Evtl. war es auch unser Schnarchen, was uns nicht Schlafen ließ. Somit konnte weder der Eine, noch der Andere gut schlafen. Aber alles Jammern half ja nichts, der heutige Tag wurde trotzdem gestartet. Unsere Vermieterin hatte schon das Frühstück hergerichtet. Am Kühlschrank in der Küche sollte uns ein Magnet begrüßen.
Das Frühstück gönnten wir uns zu Beginn, danach ging es unter die Dusche zum wach werden. Als Michi dann auch mit Chris geschrieben hatte, dass er fertig sei, trafen wir uns unten vor dem Eingang des Hauses.
Im Park, in dem wir gestern schon umher geirrt waren, waren Clowns als Statuen aufgestellt. Später sollten wir herausfinden, daß der Zirkus gleich in der Nähe war. Als Erstes wollten wir zum Roten Platz und Diesen etwas genauer anschauen. Wir hatten zwar bei unserem letzten Besuch bei der Weltmeisterschaft auch schon mal die Gelegenheit, doch leider war er da gesperrt, es war zu der Zeit sehr stressig und man konnte sich nicht so genau umschauen. Wir mussten über Umwege außen herum gehen. Jetzt wollten wir erst einmal zu Fuß los marschieren, denn unser erster Sightseeingpunkt sollte gerade einmal 2 Kilometer entfernt sein. Auf unserem Weg dorthin entdeckten wir natürlich einige fotogene Dinge.
Wir kamen von der hinteren Seite an den Kreml und wurden durch viele Sachen an die Weltmeisterschaft erinnert. Nur dass es vor ca. einem halben Jahr viel wärmer und der Zugang an Menschen extremer war. Heute konnte man über den Roten Platz schlendern, die Basilius Basilika ohne Menschenmengen fotografieren und auch noch ohne Geschiebe einmal um den Kreml gehen.
Als erstes musste der MC Donalds angelaufen werden, denn das kleine Hungergefühl drückte in der Magengegend. Hatten wir ja bei unserem vorherigen Besuch auch schon aufgesucht. Der Big Mac kostet hier etwas mehr als 2 Euro, sowas konnte man schon mal unterstützen. Als wir dann fertig mit der Verpflegung waren, entschieden wir uns dafür, in Richtung des ewigen Feuers zu gehen. Die Gedenkstätte für den unbekannten, gefallenen russischen Soldaten.
Dort erwischten wir gerade die Parade, wie ein Vorgesetzter seine Soldaten abschreitet und die Uniform und die Haltung korrigierte. Alles natürlich sehr formell. Danach wieder zurück auf den Roten Platz und zur Basilika. Einen Vorteil hat der Winter hier in Moskau. Durch die Kälte sind nicht viele Urlaubsgruppen unterwegs.
Auf unserem Weg zurück entschieden wir uns noch dafür, das Lenin Mausoleum zu besichtigen. Zuvor geht man durch eine Kontrolle mit Metaldedektoren.
Es ist eigentlich nur ein durchgehen und man darf auch nicht in der Gedenkstätte sprechen und fotografieren. An jeder Ecke stehen junge Soldaten, die darauf achten, daß man sich an diese Regelung hält.
Nach kurzer Zeit waren wir dann durch. Immer noch soviel Zeit. Unsere Frage war, weil wir es vorher gesehen hatten, daß eine Reisegruppe aus dem Kreml heraus kam, ob es möglich war, Diesen von innen zu besichtigen. Da wir es nicht wussten, fragten wir einfach einen Ordner. Es sollte wirklich möglich sein. Somit hieß es für uns, noch einmal auf die andere Seite des Kremls zu marschieren und uns dort Eintrittskarten für umgerechnet 8 € zu holen. Dabei sahen wir wieder ein paar schöne Motive.
Mit dem Ticket bewaffnet gingen wir zur nächsten Kontrolle und sollten auch hier untersucht werden. Zum Kreml hänge ich noch, für Interessierte, einen Link an. Ich hatte immer gedacht, dieses Bauwerk sei ein reines Regierungsgebilde. Doch da sollte ich mich doch sehr täuschen.
Diese 8 € sollte man wirklich investieren und sich die Zeit nehmen, die einzelnen Gebäude und Kirchen anzusehen. Ich hatte nie damit gerechnet, daß es 7 Kirchen im Innenraum des Kremls gibt. Es lohnt sich allemal. Da uns schön langsam die Zeit davon lief, entschieden wir uns dafür, den schnellsten Weg zu einer Metro zu nehmen. Also den Ausgang aufsuchen und weiter in Richtung der nähesten Metro. Dabei entdeckten wir hinter dem Kreml eine große Statue, die den Namen Pamyatnik Knyazyu Vladimiru hat. War wohl ein hoher Geistlicher zur früheren Zeit. Aber auch sehr imposant, denn diese Statue war schon etwas größer.
Schnell abfotografiert und bemerkt, daß der Platz gesperrt war für den Verkehr. Wir sahen nur die Autos der Polizei, die die Zufahrtsstraßen sperrten. Dann kamen ca. 8 Räumfahrzeuge und befreiten den Platz von Matsch und Schnee. Wir gingen weiter in Richtung Metro Eingang. Das Nächste was uns unter kam, war eine sehr schöne Kirche, die wir uns auch noch anschauen wollten.
Auch diese Kirche, genannt Jesus Auferstehungskirche, ist mehr als sehenswert und sollte auf jeder To-Do-Liste stehen. In dieser Kirche ist noch einmal eine Kapelle hinein gebaut. Hatte ich vorher auch noch nicht so oft gesehen. Und sehr verziert. Nachdem wir auch diese Kirche etwas genauer angesehen hatten machten wir uns auf den Weg hinaus zum Lokomotive Stadion. Neben diesen Stadion sollte ein kleines Stadion sein, Die Sapsan Arena, wo die U19 von Lokomotive spielen würde. Wir fuhren also mit der Metro hinaus. Davor bekamen wir noch den Tipp von Chris, daß es wohl ein 3 Tagesticket geben sollte und sich Dieses gegenüber Einzelkarten viel mehr lohnen würde. Also holten wir uns dieses Ticket und fortan mussten wir das Ticket nur an den elektronischen Schranken hinhalten und konnten passieren. Die Metro sollte uns direkt hinaus zum Lok Stadion bringen.
An Diesem ging unser Weg vorbei zur Sapsan Arena. In diesem Stadion sollte heute das Youthleague Spiel von Lok Moskau stattfinden. Das Spiel hatten wir auch noch auf unsere Liste gesetzt, genau deswegen waren wir jetzt Vorort. Der Eintritt war kostenlos, was uns natürlich sehr erfreut. Trotzdem war es jetzt schon sehr kühl und ich war froh, dass ich die warmen Klamotten mitgenommen hatte. Kurz vor dem Spiel ging ich noch mal schnell auf das Dixie Häuschen, es gab sonst keine andere Alternative und zog mir meine lange Unterhose an. Denn es war definitiv zu kalt ohne Diese. Auch pfiff der Wind durch das Stadion, was nicht unbedingt Glücksgefühle hervor holte. Was auch wieder ziemlich unfassbar war, es waren ca. 15 weitere deutsche Hopper beim Spiel.
Zum Stadion: Dieses Bauwerk besteht aus 3 nicht miteinander verbundenen Tribünen. Die Haupt- und Gegengerade waren überdacht, die eine Hintertortribüne nicht. Genutzt wird dieses Stadion auch von einer Zweitligamannschaft. Es hatten sich heute auch ein paar Fans eingefunden, so war das Spiel wenigstens nicht ganz ohne Beteiligung.
Zum Spiel: Ein Spiel sollte uns erwarten, daß bei diesen Temperaturen nicht unbedingt erwärmend war. 
Wie sich heraus stellte, stand der Bier Baron unter uns, der sich kurz nach dem Anpfiff zu uns nach oben begab. Er hatte noch einen Kumpel, den Tim dabei und so nutzten wir die Zeit, uns zu unterhalten und die Neuigkeiten auszutauschen. Das Spiel gab uns auch die Möglichkeit dazu. Irgendwie schaute es sehr nach einem Nichtangriffspakt aus, denn bis zum Sechzehner ließ es sich noch anschauen, Alles was danach kam, war nicht Nennenswert. So sahen wir eher 45 Minuten, die schlecht waren und wenn ich mich richtig entsinne, jeder Mannschaft eine Chance einbrachte. Als der Schiedsrichter zur Halbzeit pfiff, schauten wir schnell, daß wir in das naheliegende Gebäude kamen und uns wieder aufwärmten. Dort sollte ich einen der Nürnberger treffen, den ich bei der Gibraltar Tour kennengelernt hatte. So klein ist die Welt. Wir sprachen kurz ein paar Sätze. Der Lustigste war wohl: Hättest ja mal was sagen können, daß Du herfährst. Warum ich, Du hast ja auch nichts gesagt! So verabschiedeten wir uns wieder voneinander und die 15 Minuten Halbzeit waren um. Schnell wieder zurück auf unseren Platz und man merkte, je mehr zum Abend hinging, desto frischer wurde es. Wir hofften jetzt wenigstens auf eine bessere 2. Halbzeit. Etwas Besser sollte es werden, doch es war noch immer nicht der Klassiker. Auch die wenigen Chancen sollten uns jetzt nicht unbedingt vom Hocker reißen.
Nach 90 Minuten stand es 0:0 und ich dachte, wir sollten heute kein Tor mehr sehen. Der Schiedsrichter gab 4 Minuten Nachspielzeit. In der 91. Minute wechselten die Türken noch einmal einen Spieler aus. 2 Minuten später schlug ein Türke dann eine Flanke in den Strafraum, den der Torwart der Russen einfach nur runter pflücken musste. Doch er ließ den Ball durch die Hände rutschen und genau der Spieler, der vor 2 Minuten eingewechselt wurde, reagierte am Schnellsten und drückte den Ball über die Linie zum 0:1. Welch ein Einstand und zugleich Abschluß für das Spiel. Selbst der Mann am Mischpult musste wohl eingefroren sein, denn er zeigte nach dem Schlußpfiff das falsche Ergebnis.
Die Türken feierten, denn mit diesem Sieg war sicher, daß sie Gruppensieger in dieser Gruppe und deswegen weiter waren, die Russen waren am Boden. Besonders der Torwart, denn er wusste, daß er dieses Spiel verloren hatte.
Nach dem Spiel gingen wir dann mit unseren Hamburger Kameraden gemeinsam hinaus. Nächstes Ziel sollte das Lokomotive Stadion sein. Unser Plan war, gemeinsam nach Karten schauen und danach noch irgendwo was Essen und Trinken. Da alle Tore noch offen waren, gingen wir quer durchs Stadion und kamen an einem Zelt für die VIPs vorbei, wo schon die Öfen an waren. Dieses nutzten wir, um uns aufzuwärmen. Wir waren nicht die Einzigen, denn an den Öfen standen mehrere Menschen. Nachdem wir uns wieder einigermaßen erwärmt hatten gingen wir weiter durchs Stadion. Dabei kamen wir an dem Wahrzeichen von Lokomotive Moskau vorbei, der Eisenbahn, die mitten im Stadion steht.
Nach etwas längerer Suche fanden wir dann doch einen Ticketschalter, der jetzt schon offen hatte und wo wir unsere Tickets kaufen konnten. Natürlich entschieden wir uns dafür, die billigsten Karten zu nehmen und es sollte auch nicht mehr als 12 € ausmachen. Fairer Preis! Es freute uns natürlich, das in diesen Ländern das Fußball noch so Erschwinglich ist. Nachdem wir die Karten hatten, war noch mehr als 2 Stunden Zeit bis zum Anpfiff des Spiels. Ich ging noch schnell in den Fanshop und besorgte mir meinen Pin. Unser nächster Plan war es jetzt erst einmal etwas Essbares zu finden. Um das Stadion herum sah es nicht gut aus, aber wir sollten Glück haben und ein Pub, wo oben drüber eine kleine Pizzeria war, finden. Zuerst gönnten wir uns in dem Pub ein Bier, dann ging es hoch in die Pizzeria um dort etwas zu Essen. Auch hatte die Pizzeria Bier, dass wir sehr gerne annahmen. Wie sich raus stellen sollte, gab es kurze Zeit später unten im Pub kein Bier mehr, nur noch in der Pizzeria. Also hatten wir erneut Alles richtig gemacht. Nachdem wir wieder aufgetaut waren und den Bauch voll hatten, war es Zeit, das Stadion aufzusuchen. Zum Stadion brauchten wir ca. 20 Minuten. Bis zum Anpfiff hatten wir noch 40 Minuten, also noch gar kein Stress. Als wir dann aber die Schlangen am Eingang sahen, waren wir kurz etwas überrascht. Aber es sollte sehr schnell gehen mit den Kontrollen und kurze Zeit später waren wir dann im Stadion. Unseren Eingang fanden wir gleich und nachdem wir heute nicht in den Oberrang wollten, entschieden wir uns dafür im Unterrang zu bleiben. Platz war genügend, so gab es keine Probleme. Ca. 5 Minuten vor dem Anpfiff standen wir dann dort.
Zum Stadion: Ein sehr schönes Stadion empfing uns. Schon von Außen macht es Einiges her. Aber auch Innen ist es sehr sehenswert. Die einzelnen Ränge sind über die Ecken miteinander verbunden. Der Unterrang ist von den Stühlen in grün gehalten, der Oberrang in rot. So zieht es sich durchs ganze Stadion durch. Die Ränge sind komplett überdacht. 
Zum Spiel: Das Spiel wurde um 18:55 Uhr angepfiffen und wir waren sehr froh, daß es nicht später sein sollte. Wir hatten jetzt schon - 12 Grad und es kam uns noch viel kälter vor. Normalerweise bin ich nicht verweichlicht, aber heute tat es sogar weh. 
Ein viel besseres Spiel sollte uns erwarten, als dass, was wir vorher gesehen hatten. Lok machte von von Beginn an Druck und versuchte schnell, ein Tor zu schießen. So ergaben sich Chancen, die aber erst einmal nichts einbringen sollten. Zumindest ließ uns dass etwas erfreuen. Es sollte trotzdem bis kurz vor den Halbzeitpfiff dauern, bis der Ball im Tor lag. In der 43. Minute hatte Lok noch einmal eine gute Chance, die sie zum 1:0 nutzten. Dabei wurde der Ball in die Mitte geflankt und ein Türke versuchte abzuwehren und schoß den Ball ins eigene Tor. Kurz danach wurde zur Halbzeitpause gepfiffen. Die 15 Minuten Pause verzogen wir uns in die Herrentoilette, die übrigens beheizt war. In kürzester Zeit konnte man in der Toilette nicht mehr umfallen, weil gefühlt das ganze Stadion hier herin war. Sehr witzig. Nach 15 Minuten Pause mussten wir dann wieder zurück in die Kälte und auf unseren Platz. Die zweite Halbzeit zeigte, daß Gala durch seine Passivität von der ersten Halbzeit abließ und jetzt versuchte, mehr ins Spiel einzugreifen. Dies öffnete Lok mehr Konterchancen und eine von denen nutzten sie in der 54. Minute zum 2:0.
Wer jetzt dachte, die Türken würden Alles daran setzen, um dieses Spiel noch zu drehen, sah sich getäuscht. Irgendwie sollte nichts mehr gehen. Lok verwaltete das Ergebnis und den Türken fiel nichts mehr ein. So spielte Moskau das Spiel sicher herunter, hatte noch ein paar Chancen, aber es sollte sich nichts mehr am Ergebnis ändern. Mit dem 2:0 pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab.
Wir schauten, daß wir uns schnell von unseren Hamburger Kameraden verabschiedeten und aus der Kälte kamen. Aber wie sich herausstellen sollte, waren die Ausgänge erst einmal Alle gesperrt. Die Leute wurden Block für Block raus gelassen. Natürlich war unser Block einer der Letzten, der Freigegeben wurde. Selbst die Türken durften eher aus ihren Block. Also zurück zur Metro und in den warmen Wagen. Was mich sehr verwunderte, es ist hier alles so gut geregelt, dass man schnell wieder vom Stadion wegkommt. So läuft es leider bei uns in Deutschland nicht. Wir fuhren wieder zurück und entschlossen uns dafür, den Umstieg bleiben zu lassen und die letzten paar Meter zu Fuß zu gehen.
Genau so taten wir es dann auch und als wir dann im Hotel waren verabschiedeten wir uns von Chris. Oben in unserer Wohnung wartete noch unsere Vermieterin und machte uns einen heißen Tee, den wir dankend annahmen. Durch die Kälte waren wir ausgelaugt und froh, daß wir den Abend zeitnah beenden konnten.

Fazit des Tages: Wir hatten viel von von Moskau gesehen. Das erste Spiel war nicht der Reißer, daß Zweite besser. Überraschend ist immer, wie viele bekannte Gesichter man bei diesen Touren sieht. Das zweite Spiel war in Ordnung. Zwei neue Grounds und der Kälte getrotzt, Alles richtig gemacht.