Eifelturm Paris

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Montag, 4. September 2017

22.06.2017 Tag 8 der Asientour / Kasachstan Pool

Endlich Urlaub

Ab heute sollte der Urlaub beginnen. Die restlichen Tage sollte es sich auszahlen, daß Markus ein Wellness Hotel gebucht hatte. Denn heute stand auf dem Plan, nur Pool und Sonne zu genießen. Der Tag begann mit länger Ausschlafen und Frühstück. Danach packten wir unsere Sachen für den Pool. Als wir an der Rezeption die Handtücher empfangen wollten, waren wir erst einmal das Gespräch der Hotelangestellten. Denn das Video von vor dem Stadion, sowie das Interview des Senders des FC Kairat war wohl im Internet ausgestrahlt worden. Das hatten die Mädels gesehen und behandelten uns wie irgendwelche Stars. Nachdem wir unsere Handtücher empfangen hatten gingen wir noch schnell an der Straßenecke zum Geld tauschen. Danach fanden wir uns am Pool wieder. Natürlich ließen wir es uns gut gehen, tranken Bier, aßen zu Mittag Pizza und genossen die Ruhe am Pool.






Besonderheiten des heutigen Tages: Der Bademeister am Pool kam seiner Aufgabe sehr gut nach und schlief mehr auf dem Stuhl unter seinem Sonnenschirm als dass er auf die Badegäste schaute. Wenn er aber wach war, schimpfte er kleine Kinder, die ins Wasser sprangen. Sehr lustiger Typ, der uns des Öfteren zum Lachen brachte.
Weiterhin lernte ich am Nachmittag zwei Typen kennen, die eigentlich sehr gut drauf waren. Sie luden mich auf einen Drink an ihrem Platz ein. Diesem Angebot kam ich natürlich nach und wie sich nach ein paar Brandys und diversen Gesprächen heraus stellte, waren die zwei ein Paar. Ich wollte flüchten, doch irgendwie schenkten sie mir immer wieder nach. Nachdem es zum Abend hin ging kamen Markus und Benni dazu und retteten mich mit dem Argument, daß wir gemeinsam zum Abendessen gehen wollten. War wohl mein Glück, daß die Beiden mich nicht aus den Augen ließen. Wer weiß, wie der Abend sonst geendet wäre. Nachdem wir dann unser Abendessen zu uns genommen hatten, schlief ich am Tisch ein. Die Hitze und der Brandy, sowie die letzten Tage waren wohl etwas zu viel für mich gewesen. Benni erbarmte sich dann und brachte mich ins Bett.
Fazit: Der Eine passt auf den anderen auf und das ist gut so! Die Erholungsphase hat begonnen!
























21.06.2017 Tag 7 der Asientour, Usbekistan nach Kasachstan / Fußball

FC Kairat : Ordabasy 3:1, Halbzeit: 3:0, Endstand: 3:1 Anpfiff: 15 Uhr
Stadion: Ortaliq Stadion (Almaty) Fassungsvermögen: 26242
Zuschauer: 6800, davon 100 Auswärts

Tourplan:
Der Tag begann mit der Taxifahrt zur Grenze Usbekistan / Kasachstan. Der Fahrer fuhr uns bis zur Grenze und kurz davor ließ er uns aussteigen, da dort das Verbot zum Befahren war. An das hielt er sich, da er keinen Ärger bekommen wollte. Die restlichen Meter gingen wir dann zu Fuß auf einer dunklen Straße, die von vielen Leuten bevölkert war. So hielten wir unser Zeug gut fest, damit uns nichts geklaut werden konnte. Und wir sahen sehr zwielichte Menschen, bei denen man etwas vorsichtiger sein musste. Aber dafür, daß es doch schon früh am Morgen war, war ein dementsprechender Zugang. Die erste Kontrolle war durch einen Zöllner, der einen kurzen Blick auf die Ausweise und Visums warf. Nachdem wir das hatten, gingen wir weiter in die große Halle, wo die Personenschleuse war. Dort kam Bennis großer Auftritt, denn urplötzlich machte sich sein Magen und Darm bemerkbar und er hatte die Panik in den Augen geschrieben. Die Toiletten, die in der Halle waren, waren natürlich versperrt. So wand er sich an einen Grenzsoldaten, der hier dumm rum stand und erklärte ihm sein Leiden. Mittlerweile standen ihm die Augen schon etwas erweitert heraus. Zuerst wusste der Grenzer damit nichts anzufangen, als dann Benni aber lauter wurde und ihm erklärte, daß wenn es jetzt nicht schnell geht, er sich hier in die Halle setzt, bemerkte der Grenzer den Ernst der Lage und schleuste ihn durch die Kontrollen. Sonst wäre es wohl, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Höschen gegangen. In der Zeit füllten wir wieder einen Zettel für die Ausreise aus Usbekistan aus. Dieses Mal wussten wir ja, wie es geht und so stellten wir uns danach in die Schlange für die Kontrolle. Jedenfalls war hier Alles professioneller als bei der Einreise. Es waren mehrere Schalter geöffnet und wir kamen schnell und ohne Probleme durch. Nachdem wir durch waren kam noch eine kurze Kontrolle des Gepäcks, aber auch das ging ohne Zwischenfälle von sich. Danach ging es weiter zur kasachstanischen Grenze, aber auch da sollte sich herausstellen, daß es unkompliziert ablief. Damit standen wir also nach ca. einer Stunde in Kasachstan. Unser letztes Ziel Land für die Tour. Als wir dann auf der anderen Seite der Grenze waren, trafen wir wieder auf Benni, der noch Alles geschafft hatte. Ich wollte diese Toilette auch noch nutzen, doch es stellte sich heraus, daß der Bereich nicht Zumutbar war und ich sagte dankend ab. Das konnte ich mir echt nicht antun. Natürlich hatten wir nach dem Grenzübertritt wieder die ganzen Taxifahrer an der Backe. Als wir uns gesammelt hatten erklärten wir einem Fahrer unser Ziel und er nannte uns den Preis von 50 $. Damit waren wir aber nicht einverstanden und ich drückte den Preis auf 35 $ runter. Er erwiderte 40 $. Damit war ich aber nicht einverstanden und beharrte weiter auf die 35 $. Als ich ihm sagte, wir gehen zu jemand anderen willigte er ein. Ziemlich zähneknirschend ging er mit uns zum Auto. Ich musste lächeln, denn bis jetzt hatte es gut mit dem Handeln geklappt. So setzten wir uns also ins Auto und fuhren los. Als wir knapp einen Kilometer gefahren waren, wir befanden uns in einem bebauten Wohngebiet, blieb der Fahrer auf einmal stehen und gab uns zu verstehen, daß er noch kurz was klären musste. Als er den Schlüssel abzog und weg ging saßen wir im Dunkeln und ich hatte irgendwie ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Wir sahen den Fahrer an eine Haustür gehen und plötzlich kam ein Typ heraus, mit nacktem Oberkörper, und steuerte auf das Auto zu. Ich sagte noch zu den Insassen, drückt den Türknopf runter, dann war der Typ schon am Auto und versuchte die Tür aufzureißen. Dadurch, daß wir die Verriegelungen gedrückt hatten, kam er aber nicht herein. So versuchte er es auf der rechten Seite und als er die Türen nicht aufbekommen hatte, drohte er uns noch von außen und mit geballter Faust sagte er noch, 40 $ und verschwand. Uns war echt mulmig und als wir dann sahen, daß der Fahrer noch kurz mit ihm sprach wussten wir, daß das ein abgekartetes Spiel war. Benni meinte, wir sollten ihm doch die 40 $ geben, doch ich verneinte es. Als der Fahrer dann wieder zurück kam und das Auto aufschließ, verloren wir kein Wort über das, was passiert war. Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden, bis wir am Flughafen in Shimkent ankamen. Die Zeit der Fahrt nutzten wir trotz des Schreckes zum Schlafen. Eigentlich wollte Markus wach bleiben, doch auch ihn raffte die Müdigkeit dahin. Ich dachte mir nur noch beim Einschlafen, was passiert jetzt, wenn der Typ nicht zum Flughafen fährt, sondern uns irgendwo hin bringt.. Passierte dann aber zum Glück auch nicht. Als wir am Flughafen waren, übergab ich ihm die 35 $ und er nahm Diese ohne großes Nachfragen und fuhr davon. Alles eine sehr komische Geschichte! Aber wir waren froh, daß wir so glimpflich davon gekommen waren. Der Flughafen von Shimkent ist sehr klein und besteht nur aus einem Terminal.. Da wir noch mehr als 4 Stunden Zeit hatten entschlossen wir uns, uns in eine dunkle Ecke abzulegen und noch etwas Schlaf einzuholen. Diese Ecke fanden wir auch, wobei extrem auffallen war, daß der Boden der Flughafenhalle übersäht mit Heuschrecken war. Sehr eklig! Nach 3,5 Stunden klingelte dann der Wecker und wir besorgten uns am Schalter unser Flugticket. Wobei ich mich gleich mal mit einem Drängler anlegte, denn auch dieses Volk kennt kein Warten und Hinten anstellen. Da ist mir zur frühen Stunde gleich mal der Kragen geplatzt und ich beschimpfte den Typen aufs Übelste. Sichtlich erschreckt wich er zurück und stellte sich hinten an. Geht doch! Nachdem wir die Flugtickets hatten ging es weiter durch den Sicherheitscheck. Wieder einmal mussten wir die Medaille vorzeigen. Aber sonst auch nichts Großes. Kurz darauf, um 7 Uhr, saßen wir auch schon im Flieger und der Vogel startete Richtung Almaty. Erneut verbrachten wir die Flugzeit mit pennen. Bei der Landung, ca. 1,15 Stunden später erwachten wir dann wieder. Nach dem Verlassen des Fliegers gings zu Fuß zum Ausgang und außerhalb des Flughafens schnappten wir uns einen Bus in die Innenstadt.
Hier merkte man gleich, daß man wieder in einem zivilisierteren Land war, denn die Preise fürs Busfahren waren etwas mehr. In der Innenstadt wechselten wir dann durch und schnappten uns ein Taxi. Dieses brachte uns zu unserem letzten Hotel für diese Reise. Markus wollte uns die letzten Tage etwas versüßen, deswegen nahm er ein etwas besseres Hotel mit Pool und Restaurant. Bei unserer Ankunft wurden wir freundlich in Empfang genommen und uns wurde gleich ein Zimmer zugewiesen. Da dieses aber noch nicht fertig war wurden wir erst einmal zum Frühstück geschickt. Dieses Frühstück hatte es echt in sich und lohnte sich auf ganzer Linie. Danach bekamen wir unser Zimmer. Leider merkten wir nach kurzer Zeit, daß das Zimmer nur für zwei Personen Platz bot. Also ging ich nochmals zur Rezeption und brachte das Bemerkte vor. Ohne große Probleme bekamen wir ein anderes Zimmer und dieses war dann auch vom Platz her genau richtig. Da wir noch genug Zeit hatten entschieden wir uns noch für 2 Stunden Schlaf. Die taten auch gut und waren wichtig. Danach richteten wir uns zusammen für das heutige Spiel. Wir hatten wirklich Glück, denn ein Pokalspiel sollte in Almaty stattfinden. Der FC Kairat hatte es bis ins Halbfinale geschafft, deswegen hatten wir dieses Spiel auf unsere Agenda geschrieben. Nachdem wir uns bei der Rezeption ein Taxi bestellt hatten, fuhren wir zum Hard Rock Cafe.
Dieses, das hatten wir bei unserer Vorerkundung gesehen, war in der Nähe des Stadions. Zuerst schauten wir aber kurz in das Hard Rock Cafe, danach zu Fuß zum Stadion. Wobei wir uns erst einmal verirrten und in die falsche Richtung latschten.
Trotzdem erfragten wir uns den richtigen Weg und schon bald sahen wir die Flutlichtmasten. Noch ein paar Meter weiter und schon standen wir vor dem Eingang. Hier gab es auch endlich mal einen Fanshop, wo ich mir einen Pin kaufen konnte.
























Am Stadioneingang stand wieder ein Funktionär und wir versuchten es wieder mit einer Vorstellung, wo wir herkamen und was wir hier taten. Dieser Funktionär ging zum Security Typen und kurz später wurde uns der Weg frei gemacht. Somit waren wir schon einmal im Stadion.











Nachdem wir unsere obligatorischen Fotos geschossen hatten, begaben wir uns zum Eingang für die wichtigeren Leute. Den Ordner dort erzählten wir das Selbe wie dem am Eingang und kurze Zeit später, nachdem er in sein Walkie-Talkie gesprochen hatte, stand der Manager des Heimvereins vor uns und übergab uns Zutrittskarten für den VIP / Pressebereich. Gemeinsam nahm er uns mit durch die zweite Absperrung und übergab uns an den Sportmanager, der auch wieder sehr gut Englisch sprach. Dieser führte uns im Bereich herum und ließ uns dann im Stadionpub zurück. Dort genehmigten wir uns ein kühles Getränk, bevor wir uns auf unseren Plätzen einfanden. 
















Zum Stadion: Das Stadion ist ein alter Rundbau, daß besonders Außen durch seine Säulen auffällt. Macht gewaltig was her. Die zwei Tribünen sind Zweireihig, die Kurve Einreihig. Es hat ein Fassungsvermögen von 26242 Zuschauern, aber nach Auskunft des Sportmanagers ist das Stadion nur sehr selten Ausverkauft. Trotzdem ein sehr schönes Stadion, daß es lohnt zu besuchen.
Zum Spiel: Das Spiel war sehr Einseitig. Die Heimmannschaft übernahm von Anfang an die Kontrolle und ließ Ordabasy kaum eine Chance. Nachdem es in den ersten 20 Minuten schon gute Chancen gegeben hatte, kam es in der 23., 30. und 37. Minute zu einem schnellen Schlag für Kairat und schon stand es 3:0. Deutlich angeschlagen rettete sich die Auswärtsmannschaft in die Halbzeitpause. Wir waren von dem Spiel sehr begeistert und hofften in der zweiten Halbzeit auf noch mehr Tore. Vor Allem, da Ordabasy die erste Halbzeit total verschlafen hatte. Die zweite Halbzeit wurde dann auch noch Besser, da sich der Gegner was traute und auch vor dem Tor der Heimmannschaft auftauchte. So entwickelte sich ein guter Schlagabtausch und das Spiel ging rauf und runter. Den Schlußpunkt setzte aber dann doch die Auswärtsmannschaft, denn kurz vor Abpfiff 90. + 2. Minute fiel noch der Ehrentreffer zum 3:1. So endete auch das Spiel. Sehr zufrieden verließen wir unseren Platz und begaben uns zurück in die Katakomben des Stadions. Dort trafen wir wieder den Sportmanager, den wir nach einem kurzen Gespräch mit dem Spieler Ilicevic fragten. Dieser hatte ja mal bei Frankfurt gespielt und konnte deswegen gut deutsch. Kurze Zeit später stand er dann auch mit uns zusammen und stellte sich unserer Fragen. Danach gab es noch ein paar Fotos und so verabschiedete sich der Spieler dann einzeln von uns.
Zu guter Letzt wurden wir noch gefragt, ob wir ein Interview für den vereinseigenen Sender machen könnten. Da ich derjenige mit dem besten Englischkenntnissen war, willigte ich ein und gab das Interview.










Nachdem wir uns von dem Sportmanager verabschiedet hatten, begaben wir uns noch in ein Restaurant, daß ganz in der Nähe war, schauten Confed Cup und aßen wieder einmal etwas leckeres Landestypisches. Danach ging es zurück zur Straße, Auto angehalten und mit diesem Privatmann zurück zu unserem Hotel. Nachdem wir noch ein Abschlussbier getrunken hatten, war der Tag auch schon wieder geschafft und sehr zufrieden löschten wir das Licht.

Fazit des Tages:
Länderpunkt Kasachstan abgehakt, wieder Einiges erlebt!

Dienstag, 22. August 2017

20.06.2017 Tag 6 der Asientour Usbekistan / Fußball

Lokomotiv : Dynamo Samarqand 2:0, Halbzeit: 1:0, Endergebnis 2:0 Anpfiff: 16 Uhr
Stadion: Lokomotiv (Toshkent (Tashkent))
Fassungsvermögen; 9400, Anwesend: 857, davon Auswärts: 50

Tourplan:
Heute war der letzte Tag in Usbekistan. Am Abend war die Überquerung der Grenze von Usbekistan nach Kasachstan geplant. Diese Nacht war wieder zum Vergessen. Es war viel zu warm auf der Bude und mein Magen spielte auch noch verrückt. Also war heute das erste Ziel, eine Apotheke zu finden und Medizin zu bekommen. Hier kam mir der junge Bursche an der Rezeption zur Hilfe. Ich erklärte ihm auf Englisch mein Problem und er wusste sofort, von was ich berichtete. Er kannte das Problem selbst und deswegen ging er mit mir ein paar Häuser weiter, erklärte den Damen hinter dem Tresen, was mein Problem sei und die gaben mir die Medizin. Schmerzmittel für den Magen und gegen den Durchfall. Kostete alles zusammen 6 Euro. Was auch immer das für ein Zeug war und was da auch drin war, es sollte sich als genau richtig erweisen und in kurzer Zeit helfen. Wahrscheinlich verstößt es in Deutschland gegen sämtliche Medikamenten Gesetze, aber das war mir in diesem Moment total egal! Für heute stand auf dem Tourplan, zuerst den Basar besuchen, danach in die Stadt zum Sightseeing und zum Nachmittag wollten wir zum Fußball. Zusätzlich hatten wir uns Gedanken gemacht, wie wir alternativ zurück nach Almaty kommen könnten. Denn von der Grenze Usbekistan bis Almaty waren es mehr als 800 Kilometer. Und wir hatten aus unserer Fahrt in Tadschikistan einiges gelernt. So eine Fahrt konnte zur Tortour werden. Das wollten wir uns eigentlich nicht mehr geben. So suchte, nach meiner Rückkehr von der Apotheke, Markus schon im Internet nach einer anderen Möglichkeit und wurde fündig bei Skyscanner.de. Es gab eine Verbindung zwischen Shymkent und Almaty. Leider fanden wir von Tashkent nichts. Unser Plan war, in der Stadt ein Reisebüro zu finden und es da abzuklären. Aber zuerst wollten wir uns den Basar anschauen. Nachdem wir uns alle fertig für den Tag gemacht hatten, wieder mehrere Schichten Sonnencreme auf unsere Astralkörper verrieben hatten, fanden wir uns wieder an der Straße. Hand raus mit drei Fingern und schon saßen wir in einem Auto Richtung Basar. Das war wirklich die einfachste Methode, von A nach B zu kommen. Am Basar angekommen stand schon wieder die Hitze. Heute hatten wir zur Abwechslung nur mal knappe 40 Grad. Aber mittlerweile hatten wir uns gut an die Temperaturen gewöhnt. 
Der Basar ist in verschiedene Bereiche unterteilt. So bekommt man in einem Bereich Klamotten und anderen Schund, im nächsten Bereich Obst und Gemüse und in der Halle wurden alle Arten an Fleisch angeboten. In diesem Bereich waren auch die Gewürze zu bekommen. Als erstes tummelten wir uns in dem Klamottenbereich. Wir sahen aber auch gleich, daß da nix für uns dabei war. Also ab in den Bereich des Obstes und Gemüse. 
War schön anzusehen, aber auch da nahmen wir nichts mit. Nebenbei wurden wir immer wieder angequatscht wegen Geldtausch. Hier in dem Land rennt wirklich Jeder mit viel Papiergeld herum und möchte tauschen. Ich erkundigte mich nach dem Kurs, aber wir merkten gleich, daß uns der Taxifahrer von Gestern nicht über den Tisch gezogen hatte, denn die Leute hier handelten Alle mit dem gleichen Kurs. Da wir aber noch genug Geld in der Tasche hatten, tauschten wir auch nichts ein. Das absolute Highlight für heute war die Halle mit dem Fleisch.
Unglaublich, was hier Alles verkauft wird. Sämtliche Tiere, außer Schwein natürlich, Innereien und Anbauteile. Also Alles, was verwertbar ist. Dementsprechend war auch der Geruch in diesem Bereich. Denn auch die Hitze machte hier keinen Halt und eine Klimaanlage ist viel zu überbewertet. Zu weit in die Halle konnte ich deswegen nicht hinein und der Anblick von Gedärmen in Metalleimern  brachte meinen angeschlagenen Magen eh schon zum Drehen.



Wir entschieden uns in den ersten Stock zu gehen und dort noch ein wenig zu Schauen. Dort waren alle Arten von Gewürzen zum Kauf ausgestellt. Der Geruch von Denen + der Duft aus dem Erdgeschoss brachte uns zu dem Entschluß, uns hinaus zu begeben und den Basar zu verlassen. War wieder eine Erfahrung mehr in meinem Leben.
Als wir aus der Halle waren erkundigten wir uns nach einer U-Bahn Station. Wenn wir schon die Möglichkeit in diesem Land hatten, unterirdisch zu fahren, dann wollten wir das auch nutzen. An der Station angekommen, die Strecke legten wir zu Fuß zurück, stellte es sich heraus, daß es sehr einfach war, Fahrscheine zu bekommen. Eigentlich fast wie bei uns. Es war eine Frau hinter einer Glasscheibe in ihrem Büro, man sagte ihr auf Englisch, wo es hingehen sollte, sie steckte das Geld ein und man bekam den Fahrschein. Was mich etwas verwunderte ist, daß die Fahrt im  Verhältnis doch recht teuer ist. Wenn ich mich richtig entsinne, hat jeder von uns ca. 1,50 € gezahlt. da wären wir mit dem Auto sicher billiger davon gekommen. Aber da wir diesen Punkt auch abhaken wollten, fuhren wir mit der Bahn. Zwischenzeitlich wurden wir angehalten und unsere Ausweise, sowie die Einreisepapiere wurden kontrolliert. Hier in dem Land rennen die Polizisten noch mit Schnellfeuerwaffen rum und ich glaube auch nicht, daß sie lange zögern, um sie einzusetzen. Was auch sehr auffiel war, daß sich in den Gewölben der U-Bahn nur das bessere Volk aufhielt. Ich gehe mal davon aus, daß das normale Fußvolk sich diese Beförderungsart nicht leisten kann. Wir fielen natürlich mit unserer Bekleidung in diesem Bereich sehr auf und wurden mit Blicken gestraft. In der Früh hatten wir uns schon wieder einen Plan zurecht gelegt, was wir sehen wollten in der Innenstadt. Wobei von den Bildern gibt die Stadt auch nicht viel her. Es konzentriert sich Alles Sehenswertes um/in einen Stadtpark. Diesen wollten wir auch anfahren und besichtigen. Beim Ausstieg wurden wir von einem Polizisten darauf hingewiesen, daß fotografieren nicht erwünscht sei. Sollte mich nicht großartig interessieren. Trotzdem schoss ich meine Fotos, ließ mich halt nicht erwischen.



Der Park ließ sich sehr gut anschauen, die Bauwerke sehr interessant und der Höhepunkt war ein riesiger Reiter inmitten des Parkes. Um den Park herum stand das teuerste Hotel der Stadt, das Hotel Usbekistan.















Da wir bis dahin noch kein Reisebüro gefunden hatten, entschieden wir in dem Hotel nachzufragen, ob die wüssten, ob Eines in der Nähe ist. Natürlich wurden wir komisch angeschaut, als wir "Normalos" das Hotel betraten. Doch selbst die Security würdigte uns nur durch einen kurzen Blick. Als ich dann zur Rezeption ging und die nette Dame nach einem Reisebüro fragte wurde mir zur Antwort gegeben, daß sich im Haus zwei Büros befänden. Etwas perplex fragte ich erneut nach und sie bestätigte es mir noch einmal. So standen wir kurze Zeit später im Aufzug nach oben zum Büro. Dort erkundigten wir uns nach einem Flug von Tashkent nach Almaty. Dieser war aber am heutigen Tag nicht mehr möglich und die zweite Idee, von Shymkent nach Almaty konnte die gute Dame nicht buchen, da es ihr nicht erlaubt war, Flüge außerhalb Usbekistan zu buchen. Verstand ich jetzt auch nicht, aber war halt so. Wieder unten in der Empfangshalle entschlossen wir uns dafür, über WLAN und Handy den Flug von Shymkent nach Almaty zu buchen. So taten wir es dann auch und bekamen auch gleich die Bestätigung aufs Handy. Alles sehr einfach. Danach gingen wir wieder hinaus aus dem Hotel, nochmals durch den Park und da wir Alles gesehen hatten entschlossen wir uns mit dem Taxi zum Stadion des heutigen Spieles zu fahren. Wieder das selbe Spiel wie vor 2 Tagen, am Stadion stellten wir uns kurz vor und schon stand der Manager des Vereins vor uns und führte uns durchs Stadion. Natürlich bekamen wir auch Freikarten und er stellte uns den Sportmanager vor, der in Deutschland studiert hatte und sehr gut deutsch sprach. Er übergab uns an ihn und so erfuhren wir wieder einiges über das Stadion + Verein. Nachdem wir uns herum führen hatten lassen, auch einige Fotos geschossen hatten, hatten wir noch so viel Zeit, uns um das Stadion herum ein Restaurant zu suchen und die Zeit vor dem Spiel sinnvoll zu nutzen.




Ca. 1 Kilometer vom Stadion entfernt fanden wir ein super Restaurant, daß uns vorher empfohlen worden war. Dort ließen wir es uns richtig gutgehen, denn die Speisen und Getränke waren sehr gut und kosteten fast nichts. So genossen wir die Zeit bis ca. eine halbe Stunde zum Anpfiff. Da machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Etwas enttäuscht waren wir schon, als wir sahen, wie das Zuschauerinteresse war. Es waren nur knapp 900 Zuschauer im Stadion. Schon sehr dürftig! Der Verein Lokomotiv Tashkent gehört der Eisenbahngesellschaft O`zbekiston Temir Yo`llari. Der Sponsor buttert auch ordentlich in den Club hinein, den es erst seit 2001 gibt, bzw. gegründet wurde. In der Saison 2016 ist es das erste Mal geglückt, Meister in der Liga zu werden und man gewann auch noch in diesem Jahr den Pokal.  Zum Stadion: Das Stadion wurde 2006 errichtet und  komplett vom Sponsor bezahlt. Es ist dementsprechend Neuwertig und erinnert etwas an unsere europäischen Stadien, die neu hingebaut werden. Trotzdem war es nicht hässlich. Zum Spiel: Von Beginn an übernahm die Auswärtsmannschaft das Geschehen. Lokomotiv fand nicht ins Spiel und konnte sich in ersten Halbzeit nur durch Fehlpässe und Unstimmigkeiten auszeichnen. Trotzdem hatten sie einen Lichtblick und dieser endete damit, daß in der 19. Minute der Ball zum 1:0 im Tor lag. Doch auch wenn Samarqand weitere gute Spielzüge und Chancen hatte, wurden die nicht gut genutzt und so blieb es zur Halbzeitpause bei dem mageren 1:0 für die schlechtere Mannschaft. Aber auch in der zweiten Halbzeit sollte sich das Bild nicht ändern. Weiter blieb die Auswärtsmannschaft am Drücker und zeigte wenig Schwäche. In der 56. Minute fiel dann trotzdem durch einen Fehler das 2::0 und das war dann auch schon eine Art Vorentscheidung, den Samarqand konnte am heutigen Tag nichts dagegen halten. Ab da wurde das Spiel dann ausgeglichener. Obwohl beide Mannschaften noch weitere gute Chancen hatte, blieb es bis zum Schlußpfiff beim 2:0.






Wir hatten ein interessantes Spiel gesehen und begaben uns danach noch einmal in das Büro des Sportmanagers, denn dieser hatte uns eingeladen, nach dem Spiel vorbei zu schauen. Kurz darauf kam dieser zum Büro zurück, wir redeten noch etwas und nach ca. einer halben Stunde verabschiedeten wir uns dann von ihm und dankten für die Gastfreundschaft. Er begleitete uns noch hinaus zu Straße und hielt noch ein Auto für uns an, erklärte dem Fahrer, wo es hingehen sollte und schon waren wir unterwegs Richtung Hotel. Nach weiteren 30 Minuten und etwas Suche waren wir am Hotel angekommen und begaben uns hinein. Vor unserer Abfahrt in die Stadt am Morgen hatten wir die Koffer in einem Gepäckraum deponiert und holten diese jetzt wieder ab. Wir verabschiedeten uns von unserem Hotelpersonal, daß uns doch sehr freundlich bedient hatte, machten noch gemeinsame Fotos und dann stand schon ein Taxi für uns bereit und sollte uns zur Grenze bringen. Tag 6 unserer Asienreise war somit beendet.
Fazit des Tages:
Tashkent eine sehr schöne Stadt, die uns mit vielen Eindrücken (Bazar, Park, U-Bahn etc.) beeindruckt hat. Außerdem hatten wir heute das RB Leipzig von Usbekistan gesehen.