Eifelturm Paris

Eifelturm Paris

Freitag, 18. November 2016

29.10. - 31.10.2016 Prag Wochenende


Prag:
Ist die Hauptstadt von Tschechien. Mit 1,2 Millionen Einwohnern ist Prag die fünftzehntgrößte Stadt in der Europäischen Union. Das historische Zentrum von Prag ist eines der von der UNESCO anerkannten 12 Welterbestätten Tschechiens.

Besonders sehenswert sind die Karlsbrücke, die Altstadt, die Prager Burg und das alte Rathaus, an der sich die mittelalterliche Rathausuhr befindet. Auch die engen Gassen, die Stadtplätze, die Kirchen und die einzelnen Brücken, die über die Moldau führen haben ihren Reiz und sollten bei einem Besuch mit eingeplant werden.

Weiterhin lohnt sich Prag für einen Besuch, da es preislich immer noch sehr erschwinglich (zahlbar) ist und für den Fußballfan durch 4 Erstligavereine interessant ist (Slavia Prag, Sparta Prag, Dukla Prag und Bohemians Prag). Auch soll das Eishockey interessant sein, hat mich jetzt aber noch nicht interessiert. 

Anreise von Rosenheim über München, Regensburg, weiter auf der A93 Richtung Weiden, am Kreuz Oberpfälzer Wald auf die A6 Richtung Waidhaus (dort auch Grenzübergang) weiter über Pilsen nach Prag. (für den Fußball interessierten, es würde auf der Strecke noch Victoria Pilsen und FK Pribram machbar sein)


Plan für das verlängerte Wochenende:
29.10.2016         Anreise mit dem Auto, Abends Konzert
30.10.2016         Vormittags Sightseeing, Nachmittags Fußballspiel
31.10.2016         Vormittags Sightseeing, Nachmittags Rückverlegung.


Konzert: Korpiklaani, Moonsorrow und Skalmöld in der Meetfactory
Besucher: 1000, davon viele Skalmöld Begeisterte


Fußball: Bohemians Prag : Slovan Liberec 2:1 Anpfiff: 15:30
Halbzeit: 1:0 // Endstand: 2:1
Zuschauer: 4300, davon Auswärtsfans: 20



Mit dabei:
Michi, Andrea und ich

Umrechnung:
1 € = 27,02 CZK
1 CZK = 0,037 €


Kosten:
Vignette Tschechien:    12 €
Übernachtung im 3 Bettzimmer:  112 € zu Dritt, also 38 Euro pro Person
Diverses:                       70 €



Tourplan:
Seit etwas längerer Zeit plante ich schon wieder einen Besuch in Prag / Tschechien. Da auf das Wochenende 28.10. - 30.10.2016 auch noch der Brückentag fiel und der 01.11.2016 Feiertag war entschied ich mich dieses Wochenende in die engere Wahl zu nehmen. Zusätzlich stellte sich heraus, daß an diesem Wochenende meine Lieblingsband Skalmöld ein Konzert geben sollte. Leider wieder nur als Vorband, aber auch die anderen beiden Bands konnte man sich anschauen. So fragte ich bei Michi wegen Interesse nach und auch Andrea war für diesen Trip zu gewinnen. Was mir nur noch fehlte war die Terminierung des Spieltages der Tschechischen Ersten Liga. Also suchte ich schon Mal ein Hotel heraus, daß sich zum Einen in der Nähe (Fußmarsch) der Innenstadt befand und zum Zweiten zahlbar war. Es ergaben sich mehrere Möglichkeiten, doch die Entscheidung fiel dann auf das Hotel Ostas. Im Nachhinein muß ich sagen, es war die richtige Entscheidung, denn es waren kurze Wege für das, was wir sehen und erreichen wollten und von der Sauberkeit, Frühstück, Personal und Parkmöglichkeit hatte alles gepasst.

Also starteten wir die Tour am 29.10.2016 in Rosenheim an der Autobahnausfahrt. Dort traf ich mich mit Michi in der Früh um 8 Uhr. Von dort aus führte uns der Weg nach München zu Andrea, die schon mit einem Kaffee auf uns wartete. Den ließen wir uns noch schmecken und setzten unsere Fahrt danach über die angegebene Strecke weiter fort bis wir in Tschechien waren. Man sollte nicht vergessen, daß bestimmte Autobahnabschnitte in Tschechien Mautpflichtig sind. Michi hatte schon im Vorhinein die Vignette beim ADAC in Rosenheim besorgt, auch sehr geschenkt. Für 10 Tage - 12 €. Auch die Tschechen haben bemerkt, daß man damit Geld verdienen kann. Ebenso ist mir aufgefallen, daß es sich nicht mehr lohnt nach Tschechien zum Tanken zu fahren, denn der Spritpreis hält sich ungefähr die Waage mit dem in Deutschland. Kurz vor Pilsen entschieden wir uns dazu, in dieser Stadt die Mittagsverpflegung einzunehmen. Ich kannte die Stadt schon von meinen vorherigen Besuchen, die ich Fußball technisch absolviert hatte. Also fuhr ich Richtung Pilsen Zentrum ab und folgte dem Weg in die City. Als wir dann fast in der Fußgängerzone standen, parkte ich das Auto am Straßenrand und war begeistert, daß es auch dort kostenfreie Parkplätze gab. Bei uns in Deutschland fast nicht mehr möglich. Zu Fuß setzten wir unseren Marsch fort und kurzer Zeit später standen wir auch schon vor einem alten Gasthaus, daß uns vom Anblick und der Speisekarte überzeugte, sich auf einen Besuch einzulassen. Auch die Innenausstattung und das kurzer Zeit später gebrachte Essen war zu unserer Zufriedenheit. Wir entschieden uns alle Drei für typische tschechische Küche und wurden nicht enttäuscht. Diese Speisen sind echt zum Empfehlen und wir zahlten pro Person mit Speiß und Trank keine 10 €. Nachdem wir gesättigt waren und die Zeche beglichen hatten gingen wir noch eine Querstraße weiter und standen schon auf dem Stadtplatz von Pilsen. Das wollte ich den anderen Beiden noch zeigen, da ich diesen Platz sehr schön fand und gerne immer wieder hierher schaute. Nach dieser kurzen Runde waren wir auch schon wieder auf dem Rückweg zum Auto. Es war auch nicht besonders warm, der kalte Wind hatte uns etwas geärgert und wir waren froh, als wir wieder im Auto saßen und die Fahrt nach Prag fortsetzten. Nach etwa einer Stunde passierten wir das Ortsschild Prag und ich kämpfte mich durch die Stadt, bis wir vor unserem Hotel standen. Das Einchecken erfolgte ohne große Probleme und im fünften Stock sollte uns unser Zimmer empfangen. Ich fand es ausreichend für meine Verhältnisse, doch Andrea befand die Toilette als nicht besonders. Sonst passte es aber. Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten legten wir los in die Stadt. Die war dann wirklich auch nicht weit entfernt, obwohl wir uns natürlich erst einmal anstellten, bevor wir wirklich auf dem Stadtplatz standen. Kleine Anekdote am Rande. Man sollte wirklich aufpassen, wen man von der Seite anquatscht. Denn es könnte passieren, daß er dich versteht. So mir passiert. Es waren 3 junge Mädels vor uns  unterwegs, ebenfalls Richtung Innenstadt. Als die sich des Öfteren umdrehten fragte ich, was es da wohl interessantes zu sehen gab und die Eine antwortete "Nichts". Wie sich herausstellte, waren es ebenfalls Deutsche. Zum Glück hab ich nichts Blöderes daher geredet, was ja doch bei mir passieren kann. Als wir dann auf dem Stadtplatz standen entdeckten wir eine Bude, wo man Geld umtauschen konnte. Wichtig ist in Tschechien, immer zu Feilschen und zu wissen, wie der offizielle Kurs ist, sonst wird man beschissen. Über Bankautomat Geld abzuheben lohnt sich ebenfalls nicht, denn der Kurs für die Gebühren ist viel zu hoch. So entschieden wir uns, Geld zu tauschen. Michi versuchte zuerst sein Glück und wollte 100 Euro umwechseln, hätte aber bei dem Tauschgeschäft nur für das Geld 2300 CZK bekommen, also einen sehr schlechten Kurs. Auf alle Fälle bekam er nach etwas Diskussion am Schluß 2600 CZK. Als ich dann im Anschluss hin ging wollte er mir den gleichen schlechten Kurs bieten. Wobei ich ihm sagte, er solle mir den Kurs vom Michi geben, aber er erklärte mir, daß sich der Kurs geändert hatte. Welch ein Typ. Naja, auf alle Fälle bekamen wir dann alle Drei den Kurs vom Michi und mit dem Geld machten wir uns auf in die Altstadt. Immer noch etwas angefressen von dem Typen und seiner Geldmasche erfreuten wir uns über die Bauwerke in den einzelnen Straßen. Wobei hier fast alles Fußgängerzone war.Man sah auch, daß der Krieg und die damit verbundene Zerstörung hier einen weiten Bogen herum gemacht hat.

Viele alte Gebäude waren verschont geblieben und so erfreuten wir uns über deren Anblick. Am Marktplatz gönnten wir uns dann unser Abendessen, bestehend aus einer leckeren Globasa Wurst für Michi und mich und für Andrea sprang Spätzle mit Kraut und Speck raus. Also wieder typisch Tschechisch. Nach kurzer Zeit trennten sich dann unsere Wegen, denn Michi und ich wollten in das Konzert, für daß sich Andrea nicht interessierte. Sie verblieb lieber in der Stadt und gönnte sich ein Einkaufszentrum zum Shoppen. Treffpunkt war später dann das Hotelzimmer. Also machte ich mich mit Michi auf zum Club, wo das Konzert Stattfinden sollte. Im Vorhinein hatte ich mich schon schlau gemacht, wo dieser liegen sollte und musste feststellen, daß es von der Stadt aus doch etwas mehr als 6 km war. Eigentlich wollten wir den Bus nehmen, doch je länger wir in die Richtung des Clubs latschten, umso weniger Möglichkeit ergab sich, in einen Bus zu steigen. So merkten wir immer mehr, daß uns die Zeit knapp werden würde, bis wir an unserem Ort waren. Als wir dann kurz davor waren, trafen wir einen Typen mit einem Korpiklaani T-Shirt und der zeigte uns eine Abkürzer über die Gleise und schon standen wir 20 Minuten vor Beginn vor der Halle. Man muß auch mal Glück haben, sonst wäre es echt knapp mit Skalmöld geworden. Aber dann, nach 10 Minuten, waren wir auch schon drinnen und nach weiteren 10 Minuten, in denen wir uns vorkämpften zur Bühne, begannen Skalmöld auch schon mit ihrem Konzert.


Ich hatte sie ja dieses Jahr schon in Island gesehen und ich bin immer wieder begeistert, was für eine Power sie mit ihrer Musik rüber bringen. Die letzten 3 Jahre habe ich sie 6x gesehen, ich würde sie immer wieder anschauen. Von den Liedern war es die selbe Reihenfolge/Aufbau wie in Reykjavik, nur halt kürzer, da sie nur 45 Minuten Spielzeit bekamen. Aber es war ein guter Mix aus alten und neuen Liedern. Von der neuen CD waren es wieder 3 Lieder. Was mich sehr erfreute, daß auch die Tschechen bewiesen, daß sie diese Band kennen und sie dementsprechend unterstützten und antrieben. Das merkte man der Band an, denn sie spielten mit einer gewissen Freude und Begeisterung die Lieder und ließen sich anstecken von der super Stimmung. Nach 45 Minuten war dann leider Schluß und mit einem tosenden Applaus verabschiedete sich Skalmöld von den Fans und bedankte sich mehrmals für die super Unterstützung. Auch wir waren begeistert und holten uns zur Feier des Tages ein Bierchen, daß im Saal gerade einmal 1,30 € kostete. Auch sehr fairer Preis. Auf dem Weg zu den T-Shirts, die wir uns anschauen wollten, trafen wir noch auf einen der Gitarristen von Skalmöld, mit dem wir uns noch etwas unterhielten. Auch er war total begeistert, daß sie so super unterstützt wurden. So bekamen wir das, was wir schon mitbekommen hatten, auch noch bestätigt. Es wird nicht das letzte Mal sein, daß ich diese Band sehen werde! Nach dem kurzen Gespräch verabschiedete sich der Gitarrist und sagte uns zu, daß sie Alle nach dem Konzert noch einmal erscheinen werden auf ein paar Pläuschen. Nach dem Gespräch wendeten wir unseren Blick wieder Richtung Bühne, wobei jetzt der Zugang dort schon mehr war. Als dann Moonsorrow auftauchten und mit ihren ersten Tönen begannen merkte wir Beide gleich, daß diese Musik nichts für uns war. So entschlossen wir nach 2 Liedern, nicht nach vorne zu gehen, sondern eher das Treiben von Hinten zu beobachten. Und auch die Bierchen schmeckten immer noch super. So verging die Zeit, aber die Band gefiel uns trotzdem nicht besser. Wir trafen auf einen weiteren Gitarristen von Skalmöld und auch diesen verwickelten wir in ein Gespräche. So ging die Zeit schneller vorbei und nach 1,5 Stunden verließen Moonsorrow wieder die Bühne. Nun entschieden wir uns, wieder nach vorne an die Bühne zu gehen. Es war jetzt doch zu merken, daß die Halle voll war und sich die meisten Leute das Gleich vorgenommen hatten, wie wir. Also war ein heftiges Treiben an der Bühne und wir fanden nur noch einen Platz seitlich. Als dann Korpiklaani die Bühne betraten merkten wir, daß viele der Leute wegen ihnen da waren. Was ja auch klar war, denn sie waren Headliner, aber wir merkten auch, daß der Sound megaschlecht war. Michi hatte mich vorher schon gewarnt, daß das nicht meine Musik sein sollte. Und er hatte recht. Ich verfolgte die ersten paar Lieder und musste feststellen, daß es echt nix für mich war. Davor hatte ich sie schon auf CD gehört, aber live waren sie echt nix für mich. So entschieden wir uns auch nach kurzer Zeit, den Marsch nach hinten anzutreten. Dort war auch der Sound klarer, aber die Musik wurde deswegen auch nicht besser. So spielten sie ein Lied nach dem Anderen herunter, die Menge vor der Bühne war begeistert, aber wir konnten irgendwie nichts damit anfangen. Also wurde die Zeit lang, aber auch irgendwann war die Spielzeit zu Ende. Nach einer Zugabe von 2 Liedern war dann auch Korpiklaani fertig und verließen die Bühne. Viele wollten noch eine Zugabe, wir waren froh, daß es beendet war. Und mit dem verlassen der Bühne tauchten auch wirklich Skalmöld mit der gesamten Truppe auf. So stellten sie sich Fragen und waren auch für Fotos zu haben. Ich versuchte gleich mal Alle zusammen zu bekommen, damit ein komplettes Gruppenbild machbar ist.
Es sollte mir auch wirklich gelingen und nach noch ein paar Gesprächen verabschiedeten wir uns von der Band und schon überquerten wir wieder die Gleise, um auf den Rückweg zu kommen. Nach einer kurzen Wegstrecke entdeckten wir ein Taxi und entschlossen uns, dieses für die Rückfahrt zu nutzen. Danach, nachdem wir kurz rum gefeilscht hatten, wurde ein Preis ausgehandelt und schon saßen wir im Warmen und fuhren zum Hotel. Eine Querstraße vor dem Hotel hielten wir noch an einem Kiosk, um flüssigen Proviant nachzufüllen. Kurz darauf waren wir am Hotel. Nachdem ich in meinem Bett lag, fielen mir die Augen zu und der Schlaf holte mich ein. Der erste Tag der Tour war somit beendet und geschafft.


30.10.2016

Nach und nach erwachten wir drei aus unserem Schlaf. Wir erzählten Andrea, die natürlich schon geschlafen hatte, was am vorherigen Abend alles geschehen war und nachdem auch sie von ihrem Abend erzählt hatte entschieden wir uns erst einmal für das Frühstück. Dieses war auch in Ordnung und mit Rührei, Würstel und Bohnen, aber auch Brot, Wurst und Käse. Also völlig ausreichend. So genossen wir das Frühstück und als wir dann den Bauch voll hatten ging es zurück aufs Zimmer zum Kultivieren. Nachdem jeder seinen Waschgang beendet hatte machten wir uns erneut auf in die Stadt, da wir einen weiteren Teil der Stadt besichtigen wollten. Somit also wieder der selbe Weg in die Stadt, über den Stadtplatz und weiter Richtung Moldau.
Diesen Vormittag wollten wir nutzen, um über die Karlsbrücke zu gehen, den anderen Teil der Altstadt mit Präsidentenpalast und weiteren kleinen Gassen zu besichtigen. So taten wir es dann auch, wobei wir bei all den Menschenmassen Michi fast verloren hätten. Denn ein Foto hier, ein kurzer Halt da und schon hatte man sich aus den Augen verloren. Mit etwas Glück und guten Blick kamen wir dann aber doch wieder zusammen. Alles gar nicht so einfach. Gemeinsam ging es dann einen kleinen Berg nach oben und über Stufen erreichten wir dann den Präsidentenpalast. Dieser war aber total überfüllt und eine ewig lang Touristenschlange vor dem Eingang zeigte uns, daß es keinen Sinn des Wartens hatte, denn wir hatten für sowas keine Zeit. So entschieden wir uns dafür, den Palast bleiben zu lassen. Und beschlossen, nachdem wir etwas herumgezogen waren dafür, wieder in die Stadt zu gehen. So nahmen wir den Rückweg, aber über einen Weg zurück zur Karlsbrücke. Kurz davor suchten wir nach einem Gasthaus, wo wir unsere Mittagsverpflegung einnehmen konnten. Da es Mittagszeit war und auch das Wetter für draußen sitzen zu kalt war, war in den Gasthäusern einiges los und wir fanden keinen Platz. Also begaben wir uns in ein paar Seitenstraßen und dort hatten wir Glück. In einem Kellergewölbe fanden wir einen freien Tisch und machten es uns da gemütlich. Das Gasthaus war gut gefüllt und irgendwie kam der einzige Kellner mit den Bestellungen nicht nach. So mussten wir doch einige Zeit auf unser bestelltes Essen und Trinken warten. Auch am heutigen Tag hatten wir einen Termin, denn um 15:30 Uhr war Anpfiff bei Bohemians Prag im Stadion und den wollten wir nicht verpassen. Dadurch, daß wir so lange auf unser Essen warten mussten, lief uns schon wieder die Zeit davon. ca. 1 Stunde 15 Minuten vor dem Anpfiff kam dann endlich das Essen und nachdem wir das wiederum sehr gute tschechische Essen (Gulasch mit Serviettenknödel) gegessen hatten wollten wir auch schnell zahlen. Doch auch das brauchte wieder Zeit. Schön langsam hatte ich Hummeln im Arsch und rutschte nervös auf meinem Stuhl herum. Andrea gab uns dann das Go und sagte, wir sollen abhauen, damit wir rechtzeitig zum Anpfiff  da wären und regelt das mit dem Bezahlen. Sehr fair und nett von ihr. So verabschiedeten wir uns voneinander und machten erneut den Treffpunkt im Hotelzimmer aus. Da es wirklich knapp von der Zeit war entschieden wir uns erneut für ein Taxi und fanden auch gleich eins. Dieses brachte uns auf direktem Wege zum Stadion und 20 Minuten vor Anpfiff stiegen wir aus diesem aus. Karten waren kein Problem, denn es gab in allen Kategorien noch genug. 


Als wir dann im Stadion waren war der erste Weg in den Shop mit den Fanartikeln, denn ich wollte mir meinen Pin holen. Leider musste ich wieder feststellen, daß es auch hier keinen gab. Etwas enttäuscht verließ ich diesen wieder, doch draußen auf dem Außenring entdeckte ich einen Stand den ein alter Mann betrieb und dieser verkaufte auch Pins. Sehr seltsam, daß es im Fanshop keine Pins gibt, aber der alte Mann verkauft diese. War mir egal, ich kauft ihm einen Pin ab und war zufrieden. So begaben wir uns auf unseren Platz und kurz darauf startete auch schon das Spiel. 


Kaum war der Pfiff des Anstoßes ertönt, schon lag der Ball im gegnerischen Tor. Ich glaube, es waren nicht einmal 7 Sekunden gespiel. Auf alle Fälle war es das schnellste Tor in meiner Karriere, daß ich bis jetzt live mit erlebt habe. Es kam eine Flanke von der Seite rein und der Torwart, sowie der eigene Abwehrspieler störten sich gegenseitig, somit konnte ein Spieler von Prag den Ball ins Tor befördern. Daß war erst einmal eine kalte Dusche für Liberec. So übernahm Prag das Spiel und Liberec versuchte sich zu ordnen. Was ihnen dann auch nach 20 Minuten gelang. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel, daß hin und her ging und dadurch sehr interessant war. Auch schenkten sich beide Mannschaften nichts und es war super zum Anschauen, wie Beide um jeden Ball kämpften. Es gab Chancen auf beiden Seiten, die aber zu keinem weiteren Torerfolg führen sollten. Als dann Halbzeit war waren wir Beide sehr zufrieden. Wir begaben uns auf den Außenring und entschieden uns für eine Globasa. Als wir diese dann hatten suchten wir einen Tisch auf und genossen die fettige Wurst. 
Danach noch schnell aufs Kloo und schon pfiff der Schieri das Spiel wieder an. Als wir dann auf den Weg zu unserem Platz waren fiel das zweite Tor für Prag, daß wir leider nicht gesehen haben. Ganz schöner Mist. Als wir wieder auf unseren Platz saßen bekamen wir noch die Ansage des Stadionsprechers mit. Typischer Fall von falsche Zeit, falscher Ort gewesen beim Tor. Naja, die Entscheidung war wohl mit diesem Tor gefallen. Dachten zumindest wir. Aber falsch gedacht, denn Liberec versuchte weiter an den Anschlußtreffer zu kommen. Somit war das Spiel weiter sehr interessant. In der 71. Minute sollte dann all das Bemühen erfüllt werden, denn es fiel durch einen Schuß von der 16 Meter Linie das 2:1. Durch Freund und Feind hindurch schlug der Ball im rechten unteren Winkel des Tores ein. 

Das Spiel wurde auch wieder spannend und Liberec merkte, daß Prag schwere Füße bekam und erhöhte seinen Druck auf das Tor. Doch mit Glück und Können verteidigte Prag den einen Tor Vorsprung und die Stimmung nach dem Abpfiff bei den Heimfans war dementsprechend groß. Wir begaben uns auch zufrieden aus dem Stadion und machten uns auf direktem Wege zurück zum Hotel. Auf unseren Weg kamen wir noch an einer schönen neumodischen Kirche vorbei, die wir uns auch noch von innen anschauten. Als wir dann im Hotelzimmer waren wollte uns Andrea gerade einen Zettel hinterlegen, denn sie hatte auch noch ein Konzert für sich entdeckt und wollte uns darauf hinweisen, daß sie dorthin unterwegs sei. So begleiteten wir sie zu der Halle. Wir warteten, bis sie hinein ging und weil wir nichts Besseres zu tun hatten entschieden wir uns für einen Besuch im Hard Rock Cafe auf ein Bierchen. Im Hard Rock Cafe nutzten wir die Zeit, um die vergangenen Stunden review passieren zu lassen. Ich kann auch nicht verstehen, was die Leute immer an diesem Hard Rock Cafe finden. Total überteuert und nur von Besuchern und Touristen besucht. Aber wir konnten wir uns wenigstens aufwärmen und das Treiben genießen. Nach einer Stunde und einem Bierchen später gingen wir zurück zur Halle und holten Andrea wieder ab.


Die war extrem durch gefroren, denn in der Halle war keine Heizung und so war sie eine Stunde der Kälte ausgeliefert. So entschieden wir uns dafür, auf dem Rückweg in einem Pub vorbei zu schauen und noch etwas zu Trinken. Wir fanden auch ein ruhigeres und gemütliches Pub direkt auf dem Weg, wo wir uns aufwärmten und ein Bierchen tranken. Danach ging es zurück zum Hotel, wobei Michi und ich noch nicht Müde waren. Andrea wollte schon schlafen, so entschieden wir wieder kurzfristig, daß wir noch auf ein weiteres Bierchen in die in der Nähe liegenden Sportsbar schauen wollten. Diese war uns aufgefallen, da sich vorher davor ein Paar gestritten hatte. Er war total betrunken und sie extrem hysterisch. Fanden wir sehr lustig. In diese Kneipe wollten wir noch, so taten wir es auch. In der Kneipe wurde American Football geschaut, was uns weniger interessierte, aber die Studenten, die hier saßen interessierten sich doch dafür. Nach zwei weiteren Bierchen machte sich dann die Müdigkeit breit und wir entschlossen uns dazu, für heute die Segel zu streichen. Ein langer Tag nahm, nachdem wir wieder auf dem Hotelzimmer waren, sein Ende.

31.10.2016

Um ca. 08:30 Uhr öffneten wir wieder die Augen. Kurzes Überlegen, was gestern noch war und mit Andrea die letzten News austauschen. Dann machten wir uns fertig für das Frühstück. Heute war es leider nicht so gut, da es Wasserwürste und hartgekochte Eier gab. Trotzdem fanden wir etwas, was uns schmeckte und sättigte. Dabei unterhielten wir uns über den heutigen Tag, was noch machbar wäre. So entschieden wir uns, noch einen Vormittag mit Sightseeing zu verbringen. Nachdem wir unser Zeug gepackt und ausgecheckt hatten begaben wir uns in Richtung Strahavsky Kloster, daß auf einem Hügel stand. Wir parkten das Auto unterhalb auf einem Bezahlparkplatz und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Kloster. Der Herbst hatte auch hier Einzug gehalten und es bot sich ein sehr schönes Bild der Natur in den unterschiedlichsten Farben. Auch hatten wir einen super Blick zum Präsidentenpalast hinüber. Nachdem wir dann am Kloster angekommen waren, waren wir etwas enttäuscht, denn es gab keine Möglichkeit, hinein zu gehen. Es war mal wieder ein Zaun, durch den man schauen konnte, davor. Also weiter zu dem Nachbau des Eifelturmes, der auf den Namen Rozhledna hört. 





Aber auch dieser war sehr unspektakulär und ist auch nicht das Geld wert, um hinauf zu fahren. So gingen wir noch durch den Rosengarten, der im Frühling / Sommer bestimmt sehr sehenswert ist. Jetzt war natürlich schon alles verblüht. Danach kamen wir noch an einem schönen Kaffee vorbei, daß uns einen herrlichen Blick auf die Stadt Prag ermöglichte. So gönnten wir uns noch einen Kaffee und danach gings zurück zum Auto. Mittlerweile wurde es auch kühler, also der richtige Zeitpunkt um die Heimfahrt anzutreten. Als wir dann am Auto waren machten wir uns auf den direkten Weg wieder nach Hause. Michi lieferte ich noch am Ostbahnhof in München ab, danach gings zu Andrea. Dort endete dann auch die Reise nach 4 Stunden Autofahrt.

Fazit:
Tschechien ist es immer wieder wert, zu besuchen. Das Preis / Leistungsverhältnis stimmt, die Städte sind super zum Anschauen, die Tschechen nett und hilfsbereit und die Veranstaltungen sehenswert. Ich für meinen Teil bin gerne dort!






















































Donnerstag, 20. Oktober 2016

18.10.2016 WSG Wattens : Kapfenberger SV


WSG Wattens : Kapfenberger SV 3:3  Anpfiff: 18:30
Halbzeit: 1:0 // Endstand: 3:3

Zuschauer: 1080, davon Auswärts: keiner

Ticketpreise:
Stehplatz Süd/Ost/Gäste: 9 €
Stehplatz Tribüne:           11 €
Sitzplatz Haupttribüne:   16 €

Tourbericht:
Da ich mich für 3 Wochen in Innsbruck befinde hielt ich im Vorhinein schon einmal Ausschau auf Spiele, die in diesem Zeitraum stattfanden. Zusätzlich sollten sie in der Nähe von Innsbruck sein, damit ich die Spiele auch in kurzer Anfahrt erreichen konnte. So fiel mir das Spiel am 18.10. um 18:30 Uhr in Wattens auf. Dieser Ground fehlte mir noch und immerhin wurde hier 2. Liga Österreich gespielt. Wattens war einer der Aufsteiger der letztjährigen Saison. So machte ich mich also um 17:45 Uhr auf von Innsbruck nach Wattens, um rechtzeitig zum Spiel Vorort zu sein. Das Stadion fand ich auch sehr schnell, war auch einfach zu finden. Wenn man von Innsbruck über die Autobahn kommt, Ausfahrt Watten, im Kreisverkehr die erste Ausfahrt raus und dann gleich wieder die nächste links. Die Straße bis zum Ende durch fahren und dann wieder links. Dann steht man nach kurzer Zeit schon vor dem Stadion. Die Flutlichtmasten sieht man schon von der Autobahn aus. Parkplätze um das Stadion sind auch keine Probleme, denn am Stadion besteht die Möglichkeit, wenn man rechtzeitig da ist oder in dem umliegenden Wohngebieten befinden sich genug Straßen, die die Möglichkeit des Parkens bieten. Als ich dann das Auto sicher in einer Seitenstraße abgestellt hatte machte ich mich die paar Meter auf zum Stadion. Am Eingang für die Auswärtsfans war nichts los, weder Ordner noch Polizei stand da. Lag wohl auch daran, daß keine Fans erwartet wurden. Der nächste Eingang, an dem ich vorbei kam, war der Osteingang. Dort stand ein kleines Häuschen, bei dem man seine Karten kaufen konnte. Dieser Ost Bereich stellte sich später als der Stehplatzbereich heraus. Ich begab mich zum Haupteingang, wo ich auch meine Karte bekam. 



Gegenüber vom Stadion befindet sich die Geschäftstelle, die zugleich auch Fanartikel Verkauf übernimmt. Leider habe ich wieder einmal keinen Pin bekommen. Als ich dann über den Haupteingang ins Stadion ging erblickte ich auf dieser Seite die komplett überdachte Sitzplatztribüne. 



Überhaupt ist dieses Stadion sehr schön anzusehen und reicht für die 2. Liga Österreichs vollkommen aus. Es fasst 4500 Zuschauer, die wohl nur komplett ausgelastet ist, wenn Wacker Innsbruck zum Derby erscheint. 




Was mich etwas verwunderte waren die Speise- und Getränkepreise an den Imbissständen, denn für eine Bratwurst 4,50 € und für ein 0,5 l Bier 3,50 € zu verlangen ist für diese Liga wohl etwas überteuert. Trotzdem kauften die Leute gut ein. Ich suchte mir meinen Platz und musste etwas schmunzeln über das Maskottchen, daß sich zu den Klängen der Musik aus der Stadionanlage bewegte. Irgendwann wurde es dem Typen in der Fellverkleidung wohl zu warm, denn er nahm regelmäßig den Kopf der Verkleidung ab.



Als dann die Mannschaften einliefen wurde bei Fans und Spielern abgeklatscht. Sieht man auch nicht mehr allzu oft. Aber es zeigt, daß es hier noch familiär zugeht. Bevor das Spiel dann losging wurde durch einen bekannten Sportler aus Österreich der Anstoß zelebriert. Ist in Österreich immer üblich, daß ein Sponsor oder Sportler den ersten Ballkontakt hat. Danach war dann der offizielle Anstoß und das Spiel begann. Von Anfang an nahm die WSG das Zepter in die Hand. Der KSV verschlief etwas den Anfang und in der 6. Minute war der Ball auch schon das erste Mal im Netz. Nach einem Schuß konnte der Torwart vom KSV noch abwehren, aber dann umkurvte der Spieler der WSG den Torwart und obwohl zwei Spieler des KSV im Weg standen brachte er den Ball durch einen Schuß im Tor unter. Somit stand es früh 1:0 für die Hausherren. Danach war in der ersten Halbzeit erst einmal bis kurz vor dem Pausenpfiff nicht viel los. Beide Mannschaften spielten sehr taktisch und ließen keine großen Chancen aus dem Spiel zu. Nur lediglich über Standarts kam es zu Torchancen, die aber kein weiteres Tor einbrachten.  Kurz vor der Pause ergab sich dann noch einmal eine gute Chance für Wattens, die wurde aber vergeben. So ging es in die Halbzeit mit der knappen Führung der Heimmannschaft. Die 15 Minuten Pause nutzte ich, um weitere Fotos zu schießen und auch den Stehplatzbereich aufzusuchen.







Zur zweiten Halbzeit saß ich dann wieder auf meinem Platz und es sollte sich eine torreiche Spielhälfte ergeben. Besser startete der KSV in diese Halbzeit, denn in der 47. Minute lag der Ball im Tor und es stand 1:1. Bei diesem Tor sah die Abwehr von Wattens nicht besonders gut und sicher aus. Doch die Antwort folgte durch einen Doppelschlag von der WSG. In der 51. und 52. Minute fiel das 2:1 und auch noch das 3:1. Mit diesem beruhigenden Vorsprung spielte Wattens weiter, doch in der 57. Minute fiel der Anschluß durch die Kapfenberger. Binnen 10 Minute waren also 4 Tore gefallen, was mir natürlich sehr gut gefiel. Ab jetzt drückte die Auswärtsmannschaft auf den Ausgleich und Wattens konzentrierte sich auf die Verteidigung des Ergebnisses. Doch die Mühen der Angriffe wurde durch ein weiteres Tor belohnt. So war der Ausgleich in der 76. Minute zugleich der Endstand des Spieles. Danach passierte nicht mehr viel und man merkte, daß beide Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden waren. Die restliche Zeit wurde runter gespielt und mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters war dann das Spiel beendet. Ich machte mich schnell wieder auf den Weg zurück zum Auto und ohne große Vorkommnisse kam ich auf die Autobahn und 30 Minuten später war ich zurück in meinem Quartier.

Fazit:
Das Spiel war sehr ansehnlich und mit den 6 Toren war auch das Salz in der Suppe, was den Fußball ja ausmacht, gegeben. Es war auf alle Fälle ein interessanter Abend!









Montag, 17. Oktober 2016

15.10.2016 Eintracht Frankfurt : Bayern München

Eintracht Frankfurt : Bayern München 2:2, Anpfiff: 15:30 Uhr
Halbzeit: 1:1 // Endergebnis: 2:2

Stadion: Commerzbank Arena (Frankfurt)
Zuschauer: 49500, davon Auswärts ca. 5000

Kosten:
Eintrittskarte:        15 €
Tank:                     60 €

Tourbericht:
15:10:2016
Und wieder stand das Auswärts Pflichtspiel dieser Saison an. Es ging nach Frankfurt zur Eintracht und da durfte ich natürlich nicht fehlen. Wie jedes Jahr halt. Ich hatte im Vorhinein schon eine Karte beim Andi geordert und die Zusage dafür bekommen. Da ich auch wieder bei meinem Kumpel Christian und seiner Familie vorbei schauen wollte entschied ich mich für die alleinige Autofahrt. Ich versuchte noch ein paar Leute über die Mitfahrzentrale, bzw. über BlaBlaCar.de einzusammeln, das sollte sich aber als nicht als besonders erfolgreich gestalten. So bekam ich wenigstens für die Hinfahrt einen Mitfahrer, obwohl dieser auch nur von München bis hinter Ingolstadt mit wollte. Danach ging es für mich alleine weiter. Zum Glück meinte es wenigstens der Verkehr gut mit mir und ich kam ohne Probleme über die Autobahn voran. Auch das Nadelöhr Nürnberg - Würzburg war dieses Mal ohne große Stauungen zu schaffen. So kam ich gut durch und bald war auch das Schild "Sie verlassen Bayern" zu sehen. Danach ging es in den hessischen Bereich und bald spulten sich die Kilometer rückwärts in Richtung Frankfurt. Ca. 5 km vor der Ausfahrt Richtung Stadion kann man schon den Weg über den Standstreifen nehmen und wird zu einem großen Parkplatz geführt. Diese Abfahrt wird über Schilder angepriesen und wenn man diese nimmt, kommt man auf einen Waldparkplatz. Dieser kostet aber und ist nach dem Spiel ein totales Chaos zum herausfahren. Zusätzlich hat man einige Meter zu Fuß zum Stadion zurück zu legen. Für meine Verhältnisse nicht zu empfehlen. Bei einem der vorherigen Spielen hatte ich durch Zufall einen guten Parkplatz entdeckt. Man fährt einfach an dem Stadion (Mörfelder Landstraße) vorbei und biegt rechts in die Isenburger Schneise ein. Dort befinden sich am Straßenrand genügend kostenfreie Parkplätze. Sehr zu empfehlen! Und gerade einmal 10 Minuten Fußmarsch vom Stadion entfernt. Ich hatte während der Autofahrt eine Nachricht von Franky erhalten, daß sie schon eine Stunde vor mir angekommen waren. Er schickte mir per Handy den Standort von ihnen, bzw. die Adresse der Pizzeria, in der sie sich aufhielten. Als ich dann das Auto abgestellt hatte begab ich mich via Google-Maps zu der geschickten Adresse und nach knapp 1 km stand ich auch schon vor der Pizzeria. Dort traf ich dann auf die Kumpels, die sich mit Speis und Trank versorgt hatten. Nach etwa 20 Minuten machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Über eine Tankstelle, die wir noch nutzten um unsere Getränke aufzufüllen machten wir uns weiter zum Eingang der Auswärtsfans. Auch hatte ich in einem vorherigen Telefonat, daß ich während der Fahrt geführt (natürlich über Freisprechanlage!) hatte, mit Andi ausgemacht, daß er mir die Eintrittskarte am Auswärtsdauerkartenschalter hinterlegt. So fand ich dann auch meine Karte dort. Die Anderen holten ihre Karten auch ab und nachdem wir noch ein gemeinsames Foto geschossen hatten begaben wir uns an das Eingangstor.













Dort waren die Kontrollen wieder einmal etwas größer und so bildete sich eine etwas längere Schlange. Nach etwa 10 Minuten waren wir dann aber auch schon im Stadion und begaben uns zu unserem Block. Der Block für die Auswärtsfans ist immer sehr begehrt und deswegen war auch der Zugang sehr groß. Einige versuchen immer ohne die richtige Karte hinein zu kommen und werden natürlich abgewiesen. Es lohnt sich also nicht, mit der falschen Karte hier zu stehen. Auch gibt es immer wieder Leute, die ihre Karte gegen einen Sitzplatz eintauschen wollen. Vor dem Block war ebenfalls noch einmal eine genaue Kontrolle und so wurde uns die Zeit wirklich knapp bis zum Anpfiff, denn wir hatten nur noch 10 Minuten Zeit. Doch mit etwas forscherem Anstellen kamen wir auch in diesen 10 Minuten durch und waren dann in der Kurve, als das Spiel angepfiffen wurde. Zum Stadion möchte ich nur so viel verlieren. Es wurde ja zur WM 2006 komplett umgebaut.
Vorher war es noch als Waldstadion bekannt und war mit Tartanbahn und aufgeschütteten Sand Stufen sehr Oldschool. Nach dem Umbau wurde die Tartanbahn entfernt und die Ränge näher ans Spielfeld gelegt. Dazu wurde das komplette Stadion überdacht, was sich auch als positiv erwiesen hatte. Denn ich kann mich an Spiele im alten Stadion erinnern, da war man bei Dauerregen der Dumme und konnte nach dem Spiel klitschnass zurück zum Auto gehen. Das neue Stadion ist für mich echt ein Schmuckstück geworden und gefällt mir sehr gut. Die Konstruktion des Daches und auch der Anzeigentafel ist auch etwas Besonderes, so zählt für mich dieses Stadion in der Bundesliga zu einem der Besseren und hat den Flair des Fußballs nicht verloren. Vor dem Spiel wurde für Frankfurt eine Strafe ausgesprochen. Durch das nicht korrekte Verhalten der Fans beim Pokalspiel in Magdeburg wurde der Fanblock gesperrt und es durfte niemand hinein. Also stand dieser leer.

So wurde auch von Anfang an mit Stimmung boykottiert. Diesem Boykott schlossen sich auch die Bayern Fans an , es war also sehr still im Stadion. Ich konzentrierte mich auf das Spiel, so bekam ich es gar nicht mit, daß die Stimmung ausblieb. Von Anfang an übernahm der FC Bayern das Geschehen und spielte sicher seine Ballstafetten herunter. Der Ball lief deswegen gut durch die eigenen Reihen. In der 10. Minute fiel dann das 0:1, wobei sich ein Bayern Spieler sehr gut durch eine Einzelleistung durch die Abwehr von Frankfurt kämpfte und dann aus spitzen Winkel den Ball über den Pfosten im Tor unter brachte. Die Stimmung war kurz gut im Bayern Block, doch dann wurde sich wieder auf den Boykott konzentriert. Weiter hatte Bayern mehr Ballbesitz, doch Frankfurt setzte immer wieder durch schnelle Konter die Abwehr der Bayern unter Druck. Am heutigen Tage zeigte sich auch die Schwäche der Abwehr, die nicht besonders sattelfest stand. So war die erste Halbzeit sehr interessant und sehenswert. Auch mit vielen guten Torraumszenen. In der der 43. Minute wurde Frankfurt für seinen Mut belohnt. Der Ball kam auf links zu einem Frankfurter Spieler und dieser zog Halblinks ab und überwand den Torwart von Bayern. So stand es 1:1. Somit kam auch kurzfristig Stimmung bei den Frankfurter Fans auf. Zur Halbzeit stand es Unentschieden und wir waren zufrieden mit dem Spiel, aber aus unserer Sicht natürlich nicht mit dem Ergebnis. Die Halbzeit nutzten wir für Informationsaustausch der nächsten geplanten Touren So wurde uns die Zeit sehr kurz und schon bald standen beide Teams wieder auf dem Rasen. Die zweite Halbzeit sollte das selbe Bild bringen. Bayern versuchte durch viele Ball Stafetten und Sicherheit das Spielgeschehen an sich zu reißen und Frankfurt machte bei Ballbesitz schnell und konterte nach vorne. Aber auch jetzt merkte man, daß die Abwehr der Bayern nicht sattelfest war. Durch einen Schuss vom 16. ner kam der Ball zu einem Bayern Spieler, der direkt vor dem Torwart der Eintracht stand und dieser behielt die Nerven und schoß Bayern in der 62. Minute mit 1:2 in Führung. Bis zur 65. Minute blieben auch beide Kurven still. Ab dann wurde die Stimmung angesetzt, wobei aus der Bayernkurve erstmal eine schöne Rauchwolke entstieg.




















Danach wurde durch Gesänge und Fahnenschwenken versucht, die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Ebenfalls in der 65. Minute bekam auch noch ein Frankfurt Spieler die gelb-rote Karte. Somit spielte Frankfurt nur noch mit 10 Feldspielern. Eigentlich sollte man meinen, daß jetzt das Spiel entschieden wäre. 1 Mann mehr, ein Tor in Führung, aber die Eintracht ließ sich nicht hängen und spielte munter weiter mit und kam auch zu weiteren Chancen. Und was wir nicht für möglich gehalten hatten, in der 78. Minute fiel der erneute Ausgleich. Durch einen abgefälschten Schuß auf das Tor der Bayern. Ein Frankfurt Spieler spielte einen Bayern Spieler auf rechts aus, flankte in den Strafraum und mit der Brust bugsierte der Spieler den Ball ins Tor. Alle Bemühungen der Bayern blieben erfolglos und das Spiel endete 2:2. Ziemlich enttäuscht verabschiedete ich mich von den Jungs und machte mich schnell auf den Weg zum Auto, denn ich wollte noch vor der großen Meute auf der Straße Richtung Kelkheim sein. Denn dort wartete schon Christian auf mich. Als ich dann am Auto angekommen war, war ein Großteil der Leute noch hinter mir. Also kam ich schnell raus und befand mich dank Navi auch schon bald auf den Weg nach Kelkheim. Leider war ich etwas zu schnell unterwegs und wurde auch noch abfotografiert auf der Landstraße. Schau mer mal, was das noch kosten wird. Als ich dann knapp 45 Minuten später beim Christian und Familie war durfte ich mir erstmal ein paar nette Worte anhören, wegen dem Ergebnis. Nach einem kurzen Abendessen machten sich Christian und ich auf in seine Stammkneipe, wo wir uns noch ein paar Bierchen gönnten. Auf dem Weg dorthin holten wir noch seinen Vater und den Schwager ab. Zu Viert saßen wir dann also gemütlich zusammen und ließen den Abend ausklingen.
Kurz vor 24 Uhr fuhr ich dann mit Christian im Taxi zu ihm nach Hause, wo seine Freundin noch wartete und wir uns zu dritt noch ein spätes Mahl gönnten, bevor es dann auf die Couch ging, wo ich auch meinen Schlafplatz hatte. So endete ich diesen Tag, indem ich die Augen schloss.

16.10.2016
In der Früh wurde ich dann schlagartig von der kleinen Tochter geweckt, denn die Tür ging auf und das Licht wurde von ihr angeschaltet. So war ich wach und Christian schlich auch schon durch die Wohnung. Nach einem schnellen Kaffee machte ich mich dann auf den Rückweg. Auf der Autobahn war wenig los, so kam ich gut durch und war dann nach 4 Stunden wieder Zuhause.

Fazit:
Es macht immer wieder Spaß nach Frankfurt zu fahren und in diesem tollen Stadion zu sein. Leider merkt man in manchen Spielen, daß der FC Bayern nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Aufmerksamkeit agiert und deswegen den Sieg verschenkt hat.












23.09.2016 TSV 1860 Rosenheim : 1. FC Schweinfurt 05

TSV 1860 Rosenheim : 1. FC Schweinfurt 05 4:2, Anpfiff: 19 Uhr
Halbzeit: 2:0 // Endergebnis: 4:2

Stadion: Jahnstadion (Rosenheim)
Zuschauer: 300, davon Auswärts ca. 20

Mit dabei:
Benni und ich

Tourbericht:
Am Mittwoch den 21.09.2016 bekam ich eine WhatsApp Nachricht von Benni mit der Frage, ob ich für den Freitag schon etwas vor hätte. Denn Schweinfurt 05 würde in Rosenheim spielen und er wäre Vorort. Also entschloss ich mich kurzfristig dafür, da ich auch am Freitag noch nichts vor hatte, mir das Spiel anzusehen und mich mit ihm zu treffen. Benni hatte mir auch eine Karte zugesagt, die er über Schweinfurt bekommen hatte. So fuhr ich also nach Rosenheim und wusste auch schon, daß die Parkplatzsituation um das Stadion herum kein Problem sein sollte. Es gab genug Seitenstraßen, wo man das Fahrzeug abstellen konnte und davor war auch noch ein großes Einkaufsmarkt, der Modepark Röther, wo sich ein Parkhaus befand. Dieses Parkhaus ist auch kostenlos, man kann also jederzeit auch dieses nutzen. So tat ich es dann auch, fuhr über die Einfahrt bei der ARAL Tankstelle in das Parkhaus. Zu Fuß liegt das Stadion nicht einmal 2 Minuten entfernt. Dieses Parkhaus kann man auch nutzen, wenn man sich das Eishockey Team Starbulls Rosenheim anschauen möchte. Vor dem Eingang kontaktierte ich noch einmal Benni, der dann kurze Zeit später aus dem Stadion kam und mich abholte. Das Stadion ist sehr alt und hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Sowohl auch sportlich, wie bautechnisch. Trotzdem hat es auch Aufgrund seines Alters einen gewissen Flair und für die Regionalliga reicht es vollkommen aus. Ich suchte mir mit Benni einen guten Platz auf der überdachten Haupttribüne aus und so wurde auch kurz danach das Spiel angepfiffen.
Das Spiel erwies sich als sehr gut, denn beide Mannschaften spielten auf Sieg und Angriff. So entwickelte sich ein schnelles und torreiches Spiel. Beide Mannschaften hatten auch gute Chancen, wobei das Tore schießen durch die Rosenheimer begann. In der 19. Minute kam es zu einem guten Angriff der Rosenheimer und da fiel auch das erste Tor. Durch einen schönen Konter von links kam der Ball vors Tor und der mitgelaufene Spieler drückte den Ball über die Linie. Im Gegenzug versuchte Schweinfurt gleich den Ausgleich zu schießen, aber die Chance wurde nicht genutzt. Auch der TSV spielte gut weiter und erarbeitete sich weiter Chancen. Es dauerte allerdings noch bis zur 36. Minute, bis das 2:0 fiel. Aber auch das hielt die Schweinfurter nicht ab, weiter mit zu spielen.Kurz vor der Pause hatten sie auch noch einmal die Chance zum Anschluß, aber auch da wollte der Ball nicht hinein. So ging es in die Pause mit einem 2:0. Die Halbzeitpause nutzten wir, um über alte Zeiten und die Zukunftsplanungen zu reden. Es hatte sich auch ein weiterer Kumpel von Benni eingefunden, Der wusste auch einiges zu Erzählen. So bekamen wir die 15 Minuten schnell rum. Zur zweiten Halbzeit machten die Schweinfurter gleich Druck und wollten den Anschluß. Doch das rächte sich, den in der 49. Minute fiel das 3:0 für Rosenheim durch einen herrlichen Konter. Fast der gleich Spielzug wie zum 1:0. Somit war das Spiel eigentlich gelaufen. So dachten wir zumindest. Aber Schweinfurt schaffte 2 Minuten später doch noch den Anschlußtreffer und gab sich nicht auf. In der 72. Minute fiel dann auch noch das 3:2 und nun drückte das Auswärtsteam auf den Ausgleich. Die Chancen dafür waren auch da, doch es fehlte einfach das nötige Glück oder der Pfosten stand dem Tor im Weg. Die Abwehr von Rosenheim stand dann auch noch und mit einem entscheidenden Schlag in der 86. Minute entschieden sie mit dem 4. Tor das Spiel. Nun war auch der Kampfgeist von Schweinfurt gebrochen und das Spiel endete 4:2. Ziemlich zufrieden verabschiedete ich mich von Benni und machte mich wieder auf den Heimweg.

Fazit:
Auch in den unteren Klassen des Fußballes kann man guten Fußball sehen. Und mit den 6 Toren, die ich gesehen habe war ich mehr als zufrieden.

Donnerstag, 29. September 2016

17.09.2016 Belgrad Derby Partizan : Roter Stern

17.09.2016 Partizan Belgrad : Roter Stern Belgrad 1:0 Anpfiff 18 Uhr
Halbzeit: 0:0 // Endergebnis: 1:0

Stadion Partizana (Beograd)
Zuschauer: 22000, davon ca. 8000 Roter Stern


Fahrt:
München - Belgrad  938 km und zurück das Selbe


Kosten:
Eintrittskarte:                                  10 €
Tanken:           2 Tankfüllungen    150 €
Maut:                                             106 €
Geld abheben in Serbien:                35 €   
geteilt durch 3 = 97 Euro


Mit dabei: Thorsten, GAP Michi und ich

Hinweis: Für die Einreise nach Serbien wird der Reisepass benötigt!


Tourbericht:
Ziemlich kurzfristig und ohne genaue Vorbereitung entschieden wir uns zur Fahrt nach Belgrad zum Derby. Dieses Mal stand das Derby im Heimrecht von Partizan an. So versuchte ich noch irgendwelche Mitstreiter zu ergattern, indem ich bei diversen Groundhopperseiten Inserate aufgab. Fündig wurde ich auf Thorsten und Fabio. Der Plan war, am Spieltag sehr Früh los zu fahren und nach dem Spiel die Heimreise wieder anzutreten. Die Fahrt sollte in München starten, wobei Thorsten extra anreisen würde, Michi sowieso in München war und Fabio in Rosenheim zusteigen sollte. Der Termin der Fahrt sollte sich problematisch gestalten, denn das Spiel sollte einfach nicht terminiert werden. So mussten wir bis zum Mittwoch vor dem Wochenende des Spieltages warten, bis endlich der genaue Termin stand. Das Spiel sollte am Samstag um 18 Uhr steigen. Letztes Jahr, also 2015 war ich schon beim Derby in Belgrad, aber da hatte Roter Stern Heimrecht und dieses Derby war der Hammer. Man bekam alles geboten, was ein richtiges Derby bieten konnte. Von Ausschreitungen unter den Fans mit der Polizei, Choreographien und Pyrotechnik vom Feinsten. Somit erwartete ich mir auch von diesem Spiel Einiges. Aber erst einmal von Anfang an. Am Samstag Morgen trafen wir uns in München Haar an der Autobahnausfahrt und die zwei Mitstreiter stellten ihre Fahrzeuge ab und gemeinsam fuhren wir mit meinem Fahrzeug los. Kurzfristig flatterte noch die Absage von Fabio ein, so blieben wir also zu dritt für unsere Reise nach Belgrad. Natürlich hatte ich meinen Reisepass vergessen. Der war aber wichtig, denn ohne kamen wir nicht nach Serbien hinein. Also noch einen kurzen Abstecher zu mir Heim, um das wichtige Dokument zu besorgen. Die Tour hatten wir so geplant: München - Salzburg - Villach - durch Sowenien - durch Kroatien - über die Grenze und dann nach Belgrad. So taten wir es dann auch, wobei wir von Beginn an mit Platzregen und Aquaplaning zu kämpfen hatten. An der österreichischen Grenze tankten wir noch einmal voll, damit wir zumindest so weit wie möglich kommen konnten. Und als dann in Österreich endlich die Helligkeit durch kam wurde es auch mit dem Regen weniger. An der slowenischen Grenze machten wir dann noch einmal einen Halt, da in Slowenien Vignettenpflicht besteht. Nachdem wir Diese besorgt hatten und die unverschämten Preise der Tankstelle boykottierten fuhren wir in Slowenien ein. Ohne großartige Probleme fuhren wir durch diese Land. Und dann an der Grenze zu Kroatien wurden wir dann auch noch kurz per Gesicht und Ausweis kontrolliert. Aber auch da gab es keine großen Probleme. Etwas enttäuscht von den Kosten der Maut waren wir schon, denn auch die Kroaten ließen sich die Fahrt auf der Autobahn was kosten. So fuhren wir also auch durch ganz Kroatien und nach ca. 9 Stunden Fahrt standen wir dann an der serbischen Grenze. Dort interessierte man sich schon für unsere Anwesenheit. Die Frage nach unserem Grund des Besuches beantworteten wir mit einem Kurzurlaub und nach genauem Checken unserer Reisepässe wurde uns die Einfahrt gewährt. Einen Stempel hatten wir in unser Reisedokument bekommen. Warum ich das anspreche, weil es später noch einmal eine entscheidende Rolle spielen sollte. Aber das sollte uns jetzt erst einmal nicht interessieren und wir rollten nach ca. 10,5 Stunden nach Beginn unserer Fahrt in Belgrad ein. Da wir noch genug Zeit hatten entschieden wir uns für die Variante, das Auto in der Nähe des Stadions abzustellen, am Besten auf einem Bezahlparkplatz, denn wir wollten nach dem Spiel das Fahrzeug noch im Ganzen und einem Stück auffinden. Ca. 1,5 Kilometer vor dem Stadion fanden wir eine Möglichkeit zum Parken in einer Seitenstraße und die nutzten wir auch um das Auto abzustellen. Die Straße sah auch einigermaßen sicher aus und kostete nichts. Da es sehr warm war entschieden wir uns noch für einen Wechsel von langen Klamotten auf kurz. In Deutschland war bei Abfahrt 6 Grad, hier 29 Grad. Da war ich froh, das kurze Höschen eingepackt zu haben. So begaben wir uns also Richtung Stadion und als wir dann in die Zubringerstraße zum Stadion befanden standen auch schon die ersten Gruppierungen an Polizei am Straßenrand. Je näher wir uns an das Stadion begaben, desto dichter standen die Polizisten und wurden immer mehr. Am Stadion war ca. 4 Stunden vor Anpfiff noch nichts los und so konnten wir uns auch ohne Probleme bewegen. Am Stadion gab es auch noch die Möglichkeit, Karten zu kaufen. So entschieden wir uns für die Haupttribüne Mitte, die für 10 Euro zu Kaufen waren. Ein sehr fairer Preis. Und wir konnten auch noch in Euro zahlen, also auch super für uns. Danach nutzten wir die Zeit, einmal um das Stadion zu gehen und auch einige Fotos zu schießen.






Nachdem wir die Runde beendet hatten wollten wir uns um serbisches Geld kümmern und suchten nach einem Geldautomaten. Unsere Suche sollte sich als nicht allzu schwer erweisen, den in einer Tankstelle fanden wir einen Bankomaten. Da wir schon gesehen hatten, daß die Preise um das Stadion nicht allzu teuer waren entschieden wir uns für umgerechnet 10 Euro pro Nase. Denn wir brauchten nur etwas zu Essen, bzw. was zu Trinken. Um das Stadion rum war absolutes Alkoholverbot und so bestand auch nicht die Möglichkeit, auf ein kühles Bier. An einem Imbiss stellten wir uns dann an um einen Burger zu Essen. Irgendwie roch es sehr streng in meiner Nähe. Als ich mich dann umsah, entdeckte ich neben mir einen Assi, der so etwas von stank, daß es kaum auszuhalten war. Die Besitzer des Imbisses wollten ihn rauswerfen, doch er hatte genug Geld, um sich auch einen Burger zu holen. Als er ihn hatte verzog er sich gleich, ohne vorher die Chance genutzt zu haben, die Leute um Geld anzubetteln. Was für ein Typ. Nachdem wir unsere Burger hatten begaben wir uns in die Menge der Fans, die jetzt schon reihenweise um das Stadion unterwegs waren. Wir wollten auch die Chance nutzen, den bevorstehenden Fanmarsch von Roter Stern mit anzusehen. So fragten wir uns bei der Polizei durch, wo dieser stattfinden sollte. Durch Zufall war er genau in der Straße, wo wir hergekommen waren. So begaben wir uns wieder zurück und hörten schon in der Ferne, daß sich durch das Krachen von Böllern der Marsch in Bewegung setzte. Gerade rechtzeit standen wir dann in der Straße und sahen ca. 2000 Mann entlang der Straße ziehen. Wobei der Marsch durch Polizei begleitet und geleitet wurde. Aus dem Park erschienen plötzlich Partizan Fans, die den Marsch mit Bengalen beschmissen. So brachen einige Roter Stern Fans aus dem Marsch aus und versuchten, die Schmeißer zu erwischen. Aber die Szene war gleich erledigt, denn die Polizei mischte sich ein und so war kurze Zeit später wieder Ruhe. Doch durch diese Aktion brachen noch mehrer aus dem Marschgefüge aus und bald verlor die Polizei den Überblick. Es passierte aber nichts mehr nennenswertes und die Roter Stern Fans fanden den Weg zu ihren Eingängen.









Nachdem der Großteil der Marschgruppe an ihren Blöcken standen machten wir uns auch zu unserem Block auf und nach einem kurzen Check unserer persönlichen Dinge waren wir auch schon im Stadion und begaben uns zu unserem Block. Dort war unser Platz gesperrt, denn dahinter waren die Logenplätze und die sollten nicht von dem normalem Fußvolk besetzt werden. So wurden wir darauf hingewiesen, uns auf einen freien Platz zu setzen. Das taten wir dann auch und so kam es natürlich, daß die Leute, die diesen Platz hatten kamen und sich setzen wollten. Aber wir saßen dort und die Polizei wieß die Anderen darauf hin, daß sie sich einen freien Platz suchen sollten. So wurde das also praktiziert und irgendwie fand doch Jeder einen Platz. Als dann die Mannschaften zum Anstoß bereit standen war das Stadion nicht komplett gefüllt, was mich etwas enttäuschte. So hätte ich es mir nicht vorgestellt. Mit dem Anpfiff kam aus der Roter Stern Kurve das erste Ausrufezeichen, denn der rot weisse Rauch stieg in die Luft. Aber halt nicht vergleichbar mit dem Heimspiel, daß ich letztes Jahr gesehen hatte. 




5 Minuten später kam auch Partizan zu seinem ersten Einsatz. Schwarze Rauch stieg in Richtung Himmel. Aber auch dieser Rauch war gleich wieder verschwunden.

Das Spiel interessierte uns in dieser Situation überhaupt nicht, denn wir waren beschäftigt mit fotografieren und schauen. Zumindest war die Stimmung aus beiden Lagern gut, denn sie mühten sich Beide, sich gegenseitig nieder zu singen. Nach 20 Minuten, wo auf dem Platz wenig passierte wurde eine Choreography hoch gezogen in der Partyzan Kurve, wobei die wohl eher den Ultras gelten sollte. 

Da das Spiel bis dahin nichts Besonderes war waren wir dankbar für jede Aktion aus den Kurven. Wobei aus der Kurve der Auswärtsmannschaft nicht mehr allzu viel zu sehen war. So wurde noch eine Choreography in der Partyzan Kurve hoch gezogen, wo aber niemand von uns wusste, wer der werte Herr war, der sich auf den Fahnen befand.

Mit dieser Choreography ging es dann in die Pause und wir waren schon etwas enttäuscht, denn wir hatten von beiden Seiten etwas mehr erwartet. Aber wir hatten ja noch die zweite Halbzeit vor uns und da erwarteten wir schon noch etwas. In der Halbzeit unterhielten wir uns noch etwas und stellten fest, daß wir schon mehr erwartetet hatten. Von dem Spiel und von den Fanseiten. Zur zweiten Halbzeit war es dunkel geworden und so startete Roter Stern mit einer Pyro Show, die okay war.



Nach dieser Show war dann wieder ein paar Minuten später Partyzan dran. Auch die fackelten eine Phyroshow ab. Aber auch diese Show war nicht vergleichbar mir dem Spiel von letztem Jahr.
Danach war erst einmal Schluß mit Kurven Aktionen und wir konnten uns auf das Spiel konzentrieren. Leider war dieses noch immer nichts Großes und so plätscherte das Spiel dahin. Nach weiteren 15 Minuten zündete Partyzan nochmals eine Phyro Aktion.


Der serbische Fußball ist nicht der Hingucker, vor allem darf man sich nicht zu viel von diesem Derby erwarten. Zwischenzeitlich gab es noch von beiden Seiten das Abfackeln von ergatterten Fanutensilien. So brannten Schals, T-Shirts und Zaunfahnen. Aber von der gegnerischen Kurve kam nichts negatives heraus. Weder Schmähgesänge noch irgendwelche Pöbeleien. Es wurde halt so hin genommen. Auch das Spiel war sehr Fair Play und irgendwie kam es mir so vor, als wolle sich niemand weh tun. So sprang auch der Funke nicht über auf die Fans. Wobei zumindest die Fangemeinschaft von Partizan versuchte, durch ihre Stimmung zu überzeugen. Aber noch einmal, es war nichts Großes. Das Spiel schlief dann auch etwas ein und so bewegten wir uns immer mehr auf den Schlußpfiff zu.













Als wir uns dann damit abgefunden hatten, das es beim 0:0 bleiben sollte gab es doch noch in der 88. Minute einen Geistesblitz von Partizan, denn durch einen klugen Pass, bzw. Heber stand plötzlich ein Spieler frei vor dem Torwart und mit dieser Chance ging Partizan mit 1:0 in Führung. Das erweckte auch die Heimkurve, die ihre letzten Reste an Pyrotechnik abfackelten und noch einmal versuchten, die Mannschaft zu peitschen, damit der Sieg nicht mehr verloren ging.

Auch Roter Stern erwachte noch einmal, aber es war schon zu spät. Auch die 4 Minuten Nachspielzeit sollte nichts mehr bringen und so endete das Spiel mit einem Sieg für die Heimmannschaft. Die Mannschaft ließ sich nach dem Spiel noch ordentlich feiern. Wir blieben auch noch ein paar Minuten im Stadion und beobachteten das Geschehen. Aber viel spektakuläres fand nicht mehr statt.
So verließen wir das Stadion und zu unserem Verwundern war auch um das Stadion nicht mehr viel los. Also begaben wir uns zurück zum Auto, wobei sich hier noch einige Tumulte abspielten, denn die Polizei hatte die Roter Stern Fans zusammen gesammelt und diese bewegten sich genau durch die Straße, wo auch mein Auto stand. Ich hatte etwas flauen Magen, da ich nicht wusste, wie die Serben auf ein deutsches Kennzeichen reagierten. Aber als wir dann am Auto standen und die Mengen an uns vorbei strömten interessierte sich niemand für uns. Also stiegen wir ins Auto und fuhren durch die Menschenmengen, bis wir uns wieder auf der Zubringerstraße befanden und aus Belgrad hinaus fuhren. Nach kurzer Zeit waren wir dann auch schon an der serbischen Grenze, wo wir nach Abgabe unserer Ausweiße erneut gefragt wurden, was der Grund unseres Aufenthaltes gewesen sei. Wieder erwiderte ich, daß wir einen Kurzurlaub gemacht hatten und mit einem kurzen, bitte fahren sie rechts ran, wussten wir, daß wir uns einer Kontrolle unterziehen mussten. Das hatte jetzt auch noch gefehlt. Vor uns war schon ein Serbe mit deutschem Kennzeichen heraus gezogen worden und wir sahen, wie er Alles aus seinem Auto heraus räumen musste. Auch musste er alle Türen und Hauben öffnen und mit akribischer Genauigkeit wurde das Auto inspiziert. Wir machten uns also auf etwas Genaueres gefasst und rechneten einige Zeit ein. Als dann der Andere fertig war mit der Kontrolle mussten wir in die Parkbucht fahren. Ein älterer und jüngerer Polizist standen bereit und die erste Frage auf englisch war: "Sie waren für einen Kurzurlaub in Belgrad! Was haben Sie denn gemacht!?" Uns war klar, daß es eine Fangfrage war und wenn wir falsch antworten, wir zum Spielball der Polizei werden würden und ewige Kontrollen über uns ergehen lassen müssten. Somit ließen wir die Hosen runter und erzählten dem jungen Polizisten, daß wir beim Belgrader Derby waren. Von seiner Reaktion waren wir sehr überrascht, denn auf einmal hatte er ein Lachen auf dem Gesicht und war total freundlich zu uns. Er fragte, was wir davon gehalten hätten und wie das Spiel war. Wir beantworteten seine Fragen und der alte Polizist hatte überhaupt nichts mehr zu sagen. So drehte sich der junge Polizist um, holte unsere Ausweise und mit einem "angenehme Fahrt die Herren" waren wir entlassen. Es zeigt doch mal wieder, ehrlich wert am längsten oder Fußball verbindet. Ziemlich froh waren wir dann schon, denn auf lange Kontrollen hätten wir keine Lust gehabt. So überquerten wir auch die kroatische Grenze ohne große Probleme. Und danach wurde auch der erste Fahrerwechsel durchgeführt. Der Michi übernahm und ich setzte mich hinten ab und schloss die Augen. Das war auch dringend nötig, denn lange hätte ich es wohl nicht mehr durchgehalten. Zwischendrin wurde ich nur wach, wenn ein weiterer Fahrerwechsel anstand. Michi wechselte mit Thorsten, die dann später noch einmal durch wechselten. Zur frühen Morgenstunde, also 04:30 Uhr war es dann Michi auch zu viel und wir wechselten dann wieder durch. Ich übernahm wieder das Ruder. Mittlerweile waren wir auch schon in Österreich, wobei wir wohl noch einen Umweg gefahren waren, denn ein Tunnel wurde wohl saniert. Die letzten 3 Stunden fuhr ich dann, bis wir in der Früh um 07:30 Uhr wieder in München/Haar standen und sich die Autobesatzung voneinander trennte. Für mich stand noch eine kurze Fahrt an, denn ich blieb dann in München.

Fazit:
Das Belgrader Derby hat uns Alle enttäuscht. Wir hätten viel mehr erwartet und waren von dem vorherigen Derby verwöhnt. Auch habe ich mir sagen lassen, daß das Derby bei Roter Stern immer das Bessere ist. Also sollte sich Jemand dazu entscheiden, das Derby zu schauen, dann bei Roter Stern.