Eifelturm Paris

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Mittwoch, 3. August 2016

26.06.2016 Deutschland : Slowakei Achtelfinale in Lille



Deutschland : Slowakei in Lille Anpfiff 18 Uhr



Deutschland : Slowakei 3:0  Halbzeit: 2:0 // Endstand: 3:0



Stadion: Stade Pierre-Mauroy (Villeneuve d`Ascq)



Zuschauer: 44312



Entfernung: Brannenburg - Lille  905 km



Kosten:
Eintrittskarte:      60 €
Leihauto, Sprit:   35 €
Div. Kosten:        30 €



Mit dabei:
Moosi, Peter, Steve, Andi B., Volker, Nadine, Olaf, Jacob und ich




Tourbericht:
Am letzten Vorrundenspieltag hatte ich mit Moosi telefoniert und ausgemacht, daß ich beim Achtelfinale nach Lille einen Platz im Neuner bekomme. So wurde das Treffen an der Autobahnausfahrt Dachau/Fürstenfeldbruck ausgemacht. Und zwar um 6 Uhr in der Früh am Spieltag. Was mir fast zum Verhängnis wurde, da ich am Vortag noch in Mittenwald bei einer Hochzeit war und erst am Morgen um 3 Uhr im Bett war. Also startete ich den Tag nach einer Stunde Schlaf mit dem Ritt von Mittenwald - Dachau. Ich war dementsprechend müde und schaffte es gerade so an den Treffpunkt. Da ich wusste, daß Moosi die Strecke komplett fahren würde, konnte ich den verlorenen Schlaf wieder aufholen. Autoschlaf ist besser als gar kein Schlaf. Um kurz nach 6 Uhr kam Moosi dann mit dem Auto und wir stiegen in das Gefährt. Es hatten sich wirklich 9 Verrückte gefunden, die sich den Ritt antaten. Die Abfahrt bekam ich noch mit, dann holte mich die Müdigkeit ein und ich verschwand ins Reich der Träume. Das erste Mal erwachte ich wieder in Luxenburg, denn da wurde das Auto noch einmal nachgetankt. Doch dann schlief ich gleich wieder ein und das zweite Erwachen war dann schon in Belgien. So konnte ich nicht viel von der Fahrt berichten, aber es schien alles glatt gelaufen zu sein. Was diese Strecke mit sich brachte war, daß wir keine Mautstrecke mit dabei hatten. Somit war klar, daß es eine billigere Fahrt werden würde.


Als wir dann den Grenzübergang Belgien - Frankreich erreichten wurden wir heraus gezogen und kurz kontrolliert. Aber ohne großen Problemen konnten wir nach kurzer Zeit unsere Reise fortsetzen. Und so dauerte es nicht lange, dann waren wir auch schon in Lille an der Tauschstelle der Voucher.


Ich bekam meine Karte vom Sebi, den ich am Stadion treffen sollte, so wusste ich, daß ich mir keine Sorgen um die Karte machen musste. Als dann die anderen Kameraden ihre Voucher eingetauscht hatten ging die Reise weiter zum Stadion. Dort waren schon alle normalen Parkplätze belegt und so entschied sich der Moosi dafür, einfach in eine Wiese zu fahren und das Auto dort stehen zu lassen. Der Moosi, wie man ihn kennt. Danach trennten sich unsere Wege. Ein Teil ging in die Kneipe, der andere Teil wartete auf den Flo, der noch zu uns stoßen wollte. Als er dann endlich erschien, entschlossen wir uns mit 3 Personen zum MCD zu gehen und Mittagessen zu besorgen. Das erledigten wir dann auch und ich versuchte gleich mal das WLAN zu nutzen, um mit Sebi in Verbindung zu treten. Als wir unser Essen hatten gingen wir wieder zurück zum Wagen und verspeisten die Burger.
Danach ging der übrige Rest der Gruppe zum Stadion und hinein, denn sie wollten das 15 Uhr Spiel auf der Anzeigentafel anschauen. Mir war es zu früh und ich hatte immer noch keine Verbindung zu Sebi, somit hatte ich auch noch keine Karte. Ein kurzer Abstecher zum Stadion brachte auch nichts ein. Also entschloß ich mich noch einmal zum MCD zu gehen und über WLAN die Verbindung zu ihm zu bekommen. Doch auch dieses Mal klappte es nicht und als ich versuchte, über das Netz in Frankreich zu gehen brach alles zusammen. So stand ich also immer noch ohne Karte da, machte mir aber noch keine Gedanken. Am Stadion schaute ich bei beiden Eingänge vorbei, aber auch da war noch nichts von Sebi zu sehen. Wieder machte ich mich auf zum MCD, doch auch das dritte Mal brachte nichts ein. Schön langsam machte ich mir Sorgen, denn die Verbindung kam immer noch nicht zu Stande und es war auch nur noch eine Stunde bis zum Anpfiff des Spieles. Aber wie es dann immer ist klappte auf einmal die Verbindung und ich war im französischen Netz. Und ich sah, daß sich Sebi, Andi und Moosi schon per Telefon gemeldet hatten und versucht hatten, mit mir in Verbindung zu treten. Also rief ich Sebi an und der ging auch zum Glück gleich dran. Er hatte vorher lange auf mich gewartet, aber da ich ja keine Verbindung hatte wusste ich natürlich nichts davon. Etwas angepisst und sauer war er auf alle Fälle, aber wir machten einen Treffpunkt aus, denn er war schon im Stadion. Als ich dann an dem Treffpunkt angekommen war traf ich noch Jonny und Iltis, die ebenfalls noch eine Karte über hatten. Mittlerweile war schon Einiges los ums Stadion und es war schwer, ran an den Treffpunkt zu kommen. 30 Minuten vor Anpfiff rief ich nochmals an. Sebi war noch nicht mal aus dem Stadion. So mussten wir Aufgrund der knappen Zeit umdisponieren. Also schnell einen anderen Treffpunkt gefunden. Und zwar den VIP Eingang. Da war am wenigsten los. So reichte er mir die Karte über einen Ordner durch und ich rannte schnell zu dem Eingang, wo schon richtig viel los war. Eigentlich dachte ich schon, ich schaffe es nicht mehr. Doch irgendwie schoben sich die Massen durch, ich trickste noch am Eingang, damit ich schneller hinein kam und war 5 Minuten vor Anpfiff im Stadion. So schnell es ging rannte ich zu meinem Block und genau zur Hymne stand ich darin.



Ich interessierte mich auch nicht dafür, wo mein Platz war, sondern stellte mich einfach auf einen freien Platz. Dadurch, daß vor dem Stadion mal wieder der Schwarzmarkt zusammen gebrochen war und extrem viele Karten übrig waren und nicht verkauft wurden, war genug Platz in der Kurve. Diesen Platz machte mir auch niemand streitig. Zum Spiel: Die Slowaken zogen sich von Anfang an zurück und versuchten den Strafraum dicht zu machen. In der 7. Minute hatte Deutschland dann auch gleich die erste Chance, doch noch konnte der slowakische Torwart retten. Doch in der 8. Minute sollte schon das frühe Tor für Deutschland fallen. Durch eine verunglückte Abwehr landete der Ball vor den Füßen eines deutschen Spielers und aus 20 Meter knallte er einfach drauf und der Ball fand durch Freund und Feind den Weg in Tor. Wir feierten und die Slowaken mussten ihr passives Spiel umändern.  In der 13. Minute hatten die Deutschen die Chance auf das 2:0, aber der Elfmeter wurde kläglich verschossen und so blieb es bei der knappen Führung.
Aber die Slowaken machten nicht den Eindruck, als wollen sie unbedingt auf den Ausgleich spielen und blieben noch weiter in der Verteidigung. So entwickelte sich Einbahnstraßen Fußball, denn die Deutschen hielten den Ball in ihren Reihen und die Slowaken versuchten sich in der Verteidigung. Kurz vor der Pause gab es aber dann doch noch 2 Chancen für die Slowaken, wobei durch einen Rückpass der deutschen Verteidigung der Torwart der Deutschen in Bedrängnis kam und kurz darauf durch einen Kopfball der Slowaken der Torwart ebenfalls nochmal im Mittelpunkt stand. Aber mit viel Können wurden die beiden Chancen vereitelt. Dafür kam Deutschland 120 Sekunden später zum verdienten 2:0. Durch eine tolle Einzelleistung an der Außenbahn entlang gelang der Ball in den Strafraum und der deutsche Stürmer musste nur noch den Fuß hin halten. So gingen die Deutschen mit einem beruhigenden 2:0 in die Halbzeitpause. Ziemlich zufrieden mit der Halbzeit gönnte ich mir eine 15 minütige Auszeit und nahm erstmal Platz auf meinem Sitz. Die Pause verging schnell und die Slowaken kamen mit neuem Schwung und Hoffnung in die 2. Halbzeit. Bis zur 60. Minute waren dann auch die Slowaken die bessere Mannschaft und hatte auch mehr Ballbesitz und natürlich auch gute Chancen. Doch in der 63. Minute folgte ein Gegenstoß der deutschen und die Sache war erledigt. Durch eine super Einzelaktion fiel das 3:0 und die Entscheidung war gefallen. Der Widerstand der Slowaken war vorbei und Deutschland brachte das Ergebnis über die Zeit.



Ziemlich zufrieden begab ich mich nach dem Spiel wieder zurück zum Auto. Dort kam nach und nach die ganze Reisegruppe wieder zusammen. Als Letztes kam dann auch der Moosi, der noch beim Kartensammeln war. Nach ein paar Rangiermanövern war das Auto auch schon aus der Wiese herausen und die Fahrt ging Richtung Heimat zurück. Wobei es sich Moosi nicht nehmen ließ, die Anfangszeit selbst noch einmal hinter dem Steuer zu sitzen. Irgendwann übernahm dann Olaf das Steuer, aber das bekam ich nur so am Rande mit, denn die Rückfahrt verbrachte ich Hauptsächlich mit Schlaf. Um 04:40 Uhr rollten wir wieder in Dachau am Pendlerparkplatz ein. Somit trennte sich die Reisegruppe und ich hatte auch noch eine Stunde Fahrt vor mir. Um 05:40 Uhr hatte ich dann auch das Heimatdorf erreicht und konnte noch ein paar Stunden im eigenen Bett verbringen.



Fazit:
Fast hätte es nicht geklappt mit dem Spiel, da das Chaos mit der Karte den Nachmittag beherrschte.
Die Reise nach Frankreich war noch nicht beendet und ging weiter!
















































Montag, 1. August 2016

22.06.2016 Island : Österreich in Saint Denis (Paris)

Island : Österreich in Saint Denis Anpfiff 18 Uhr

Island : Österreich 2:1  Halbzeit: 1:0 // Endstand: 2:1

Stadion: Stade de France in Saint Denis (Paris)

Zuschauer: 68714

Kosten:
Eintrittskarte: 55 €
Rückfahrt: 913,5 km

Tourbericht:
Nach einer Nacht, die uns wieder mit viel Geschnarche beglückte, schafften wir es doch Aufgrund der Müdigkeit und den Ohrenstöpseln etwas länger zu Schlafen und erwachten erst um 10:30 Uhr. Schön langsam merkten wir, daß uns die Tour an die Substanz ging, da wir doch schon einige Kilometer runter geradelt hatten und der Schlaf uns nicht gerade gegönnt war. So starteten wir unseren letzten Tag der Tour mit einer Dusche und erneutem Zusammenpacken der Ausrüstung. Nur heute richteten wir gleich alles so her, daß wir bei Ankunft daheim alles so aus dem Auto nehmen konnten und nichts mitten in der Nacht vergaßen. Für den heutigen Tag stand wieder ein Sightseeing Highlight auf dem Plan. Da wir ja letztes Mal schon die wichtigsten Dinge in Paris gesehen hatten wollten wir heute zum Schloss Versailles fahren und dieses begutachten. Bevor wir aber losfuhren machten wir noch einen Stop bei einem Einkaufszentrum und holten uns was zum Frühstücken. Danach noch das Auto voll getankt und und schon führte uns der Weg nach Paris. Auf dem Stadtring war wieder der übliche Stau und so verloren wir wertvolle Zeit. Aber irgendwann kam die Ausfahrt Richtung Versailles und die nahmen wir dann auch. Noch durch ein paar Gassen und schon standen wir auf einem Bezahlparkplatz direkt vor dem Schloss. Da die Sonne heute wieder runter brezelte entschlossen wir uns für die kurzen Klamotten. Vor dem Schlosstor stand eine etwas längere Schlange von Leuten, denn um in den Schlossbereich hinein zu kommen wurden Sicherheitskontrollen durch geführt. Also stellten wir uns in die Warteschlange und ziemlich zügig, nach einer etwas lässigen Kontrolle, waren wir auch schon im Schlossbereich.
















Unser Weg führte uns erst einmal über einen großen Schlosshof.


Vor uns stand das große Schloss, daß wir aber nicht mit einem Besuch eingeplant hatten. Wir wollten nur ein paar Bilder machen und nicht allzu viel Zeit verlieren, da wir ja dann wieder nach Paris hinein mussten. Also gingen wir linker Hand am Schloss vorbei und durch einen großen Torbogen führte der Weg in den Schlossgarten. Dieser war sehr schön angelegt und zeigte sich in einer herrlichen Pracht. Natürlich waren hier auch wieder einige asiatische Reisegruppen unterwegs, die sich mit Allem, was sie auf die Kamera bekamen, fotografierten. Sehr lustig auf alle Fälle.

































Wir machten auch unsere Fotos und zum Schluß kam dann noch das Gruppenfoto vor dem Schloss. Danach ging es wieder zurück zum Auto. Die ganze Aktion hatte uns nicht einmal eine Stunde gekostet. Noch schnell das Parkticket bezahlen und schon standen wir an der Ausfahrt Schranke. Und wie es halt immer so ist, man steht hinter einem anderen Fahrzeug und dieser hat sein Parkticket nicht bezahlt. Immer wieder gerne genommen. Also sprang jemand von diesem Auto heraus zum Zahlautomat und löste das Ticket ein. Wir waren ziemlich genervt und unsere Hupe wurde mehrfach betätigt. Was den werten Herren vor uns zu einem müden Winken animierte. Als dann endlich dieses Auto durch die Schranke gefahren war konnten wir die Schranke auch passieren. Der Herr vor uns stieg noch aus seinem Auto aus und verbeugte sich vor uns als Entschuldigung. Aber unsere Laune war dadurch nicht mehr zu retten. Danach machten wir uns auf den direkten Weg nach Paris. Wir hatten ja beim letzten Mal in einer Seitenstraße geparkt und auch dieses Mal wollten wir wieder diesen Parkplatz ansteuern. Nur war in dieser Straße leider nichts frei. Auch bei Abfahren der anderen Straßen fanden wir erst einmal nichts. So kamen wir in eine sehr dreckige und zwielichtige Gegend und hier war ein Plätzchen frei. Also gleich Mal eingeparkt und zu Fuß zum Stadion. Als wir ein paar Meter an einem Auto vorbei kamen, in dem ein afrikanischer junger Mann saß fielen uns gleich die vielen Flachbildschirme auf, die er kreuz und quer in seinem Auto hatte. Etwas verwundert gingen wir an dem Auto vorbei und im gleichen Augenblick hielt ein anderes Auto mit einem afrikanischen Mann neben dem Auto mit den Fernsehern und diese wurden allesamt umgeladen. Also wurde hier wohl Hehlerei mit Flachbildschirmen durchgeführt. Daß brachte uns dazu, doch noch weiter noch einem besseren Parkplatz für unser Auto zu suchen, denn diese Straße gefiel uns nicht besonders gut und schien auch nicht unbedingt sicher zu sein. Wir hatten dann in einer Nebenstraße das Glück, doch noch eine Lücke zu finden und dort gefiel es uns auf alle Fälle um Einiges besser! Nach dieser kurzen Unterbrechung machten wir uns dann auf den Weg zum Stadion. Wir kamen an einen Einkaufsmarkt vorbei und davor saßen einige österreichische Fans. Wir kamen gut mit ihnen ins Gespräch und weil wir noch genug Zeit hatten entschlossen wir uns dazu, noch etwas Platz zu nehmen und mit den Österreichern ein Bier zu trinken. Sie waren natürlich voller Euphorie wegen dem Spiel und die ganze Zeit sprachen sie nur davon, daß heute der Sieg her muß und dann geht auch für sie das Turnier weiter. So verbrachten wir noch eine knappe Stunde bei ihnen und verabschiedeten uns danach auch wieder, denn wir wollten ja rechtzeitig im Stadion sein. Dieses Mal hatten wir alle Karten beieinander und mussten uns wegen dem Treffen nach dem Spiel keine Gedanken mehr machen. Also steuerten wir auf direkten Weg das Stadion an.



Auch dieses Mal liefen uns wieder viele Isländer über den Weg. Die waren gut vertreten, so wussten wir, daß die Stimmung im Stadion sehr gut sein wird. Wir überwanden die Sicherheitskontrollen, die heute wieder etwas genauer waren. Trotzdem waren wir eine Stunde vor Spielbeginn im Stadion und begaben uns auf unseren Platz. Das Wetter war extrem schwül und die Sonne schien direkt auf unseren Platz, deswegen entschloss ich mich dazu, noch etwas hinter den Block zu gehen, denn es war viel zu heiß. Ich traf noch ein paar bekannte Leute und wechselte einige Gespräche mit ihnen. Kurz darauf kam auch noch der TS aus dem Block. Ihm war ebenfalls zu heiß. So verbrachten wir noch einige Minuten hinter dem Block, bevor wir bei der Eröffnungszeremonie wieder zurück gingen. Dieses Mal war es auch wieder das gleiche Gänsehautgefühl als die Österreicher ihr "I am from Austria" sangen. Es waren auch etliche da, so kam natürlich eine sehr gute Stimmung auf. Als dann die Mannschaften einliefen und die Hymnen abgespielt wurden sangen beide Lager tatkräftig mit. Wobei schon mehrer Österreicher da waren. Ich hätte so auf 30000 geschätzt. Aber auch von den Isländern waren ca. 10000 - 15000 Vorort. Starke Leistung von beiden Lagern.




Zum Spiel. Nach 2 Minuten traf Island gleich mal an die Latte, was eigentlich die Österreicher wecken hätte sollen. Aber irgendwie entwickelte sich ein Mittelfeldgeplänkel und beide Mannschaften neutralisierten sich größtenteils. Dann hatten die Österreicher eine super Chance in der 11. Minute, aber die wurde kläglich vergeben. Danach waren wieder die Isländer dran mit einer weiteren Chance, aber dieses Mal rettete wieder das Aluminium. In der 18. Minute sollte es dann soweit sein. Nach einem Einwurf wurde der Ball verlängert. Dieser landete bei einem Isländer und der vollstreckte ins lange Eck. 1:0 für Island. Österreich zeigte sich erstmal geschockt und versuchte über mehr Ballbesitz wieder Ruhe ins Spiel zu bekommen. Die Isländer zogen sich in ihre Hälfte zurück und warteten auf Konter. In der 37. Minute wurde dann im Strafraum ein Österreicher umgezogen und der Schiri entschied auf Elfmeter. Doch diesen setzte der österreichische Spieler an den Pfosten. So ging es mit einer 1:0 Führung für die Isländer in die Pause. Die 15 Minuten nutzten wir für Gespräche. Die 2. Halbzeit ging dann recht flott los, denn es gab Chancen im Minutentakt für beide Mannschaften. Es hätte dann auch noch einen weiteren Elfmeter für Österreich geben können, denn ein Isländer senste einen Österreicher im Strafraum um, aber die Pfeife des Schiris blieb stumm. In der 60. Minute klappte es dann doch noch mit dem Ausgleich. Österreich traf zum viel umjubelten Ausgleich. Wobei es ein sehr sehenswerter Spielzug war. Dieses Tor beflügelte die Österreicher und brachte ihnen weitere Feldvorteile ein, die sie aber durch ihre vielen Chancen nicht zu einem weiteren Tor nutzen konnten. Die Isländer kamen nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus und igelten sich hinten ein. So rollte ein Angriff nach dem Anderen, brachte aber nichts zählbares ein. Und dann kam doch noch der Siegtreffer für die Isländer. Keiner hatte damit gerechnet, aber durch einen schnellen Konter in der 90 + 4 Minute erzielten die Isländer das 2:1. Der Schiri pfiff gar nicht mehr an und wir hatten ein weiteres Highlight dieser Euro mit erlebt, denn es war der erste Sieg einer isländischen Mannschaft bei einer Euro. Die Österreicher waren natürlich am Boden zerstört, die Isländer feierten diesen Sieg. Wir machten uns nach dem Schlusspfiff schnell auf dem Weg aus dem Stadion und schauten, daß wir schnell zum Auto kamen, da wir ja diese Nacht die Heimfahrt noch vor uns hatten. Eigentlich wollten wir diese Nacht noch in Paris bleiben, aber dadurch, daß der Michi früher als geplant wieder Arbeiten musste entschlossen wir uns, daß Zimmer verfallen zu lassen und nach Hause zu fahren. Am Auto angekommen waren wir froh, daß noch alles dran war. Somit schnell ins Auto und los ging die Reise. Wir wechselten uns in regelmäßigen Abständen mit dem Fahren ab und so konnten die anderen 3 ihre Augen schließen. So kamen wir immer näher der Heimat und als Erstes steuerten wir Dachau an, wo wir Michi raus ließen. Ich holte mir noch das zurück gelassene Navi bei ihm und schon fuhren wir weiter zu Peter nach Unterschleißheim, wo mein Auto stand und er Daheim ist. Wir räumten also unsere Sachen um in mein Auto und nach einenr kurzen Verabschiedung ging die Fahrt weiter über die Autobahn zum TS. Er hatte ja immer noch sein Auto in der Werkstatt, weil ihm diese bescheuerte Tussi ins Auto gefahren war. So fuhr ich ihn heim. Als ich dann bei ihm angekommen war, war es schon wieder hell. Somit war der nächste Morgen schon erreicht. Wir packten sein Zeug aus dem Auto und nun konnte auch ich die Heimfahrt zu meiner Wohnung antreten. Da ich sowieso nix zu Essen Daheim hatte entschloss ich mich noch für ein MCD Frühstück in Grabenstätt. dort trank ich wieder einen guten Kaffee. Dann ging es aber auf den direkten Weg zurück zur Wohnung, wo ich am 23.07.2016 um 8 Uhr eintraf. Noch schnell das Auto ausgeräumt und danach schnell ins Bett und noch ein paar Stunden Schlaf gefunden.

Fazit:
Österreich hat das Spiel beherrscht, Island gewinnt! So ist Fußball!



















Sonntag, 31. Juli 2016

21.06.2016 Nordirland : Deutschland in Paris

Nordirland : Deutschland in Paris Anpfiff 18 Uhr

Nordirland : Deutschland 0:1 Halbzeit: 0:1 // Endstand: 0:1


Zuschauer: 44125

Entfernung: Saint Etienne - Paris 523 km

Kosten:
Eintrittskarte: 55 €

Tourbericht:
Um 7 Uhr klingelte der nervige Wecker wieder. Auch diese Nacht war durch Sägen der Bäume und einer unglaublichen Hitze im Zimmer geprägt. So war nicht viel mit Schlafen und irgendwie war ich des Öfteren wach. Auch die Anderen drehten sich Hin und Her. Dementsprechend sahen wir in der Früh aus. Aber es half ja Alles nichts. Nicht klagen, immer weiter auf der Leiter. Nach der Dusche und dem Frühstück in der Früh fanden wir uns Alle wieder um 9 Uhr am und im Auto und es führte unser Weg in die Richtung Paris. Die Strecke kostete uns noch einmal dreidreiviertel Stunden. Wir wollten auch wieder an dem Tenniscourt Roland Garros parken, deswegen wurde dieses Ziel ins Navi eingegeben. In dieser Zeit hatte ich meinen Rest der Pizza verspeist, was sich als fahrlässig heraus stellen sollte! Denn als das Auto auf der Parkfläche am Tenniscourt stand ging es mir gut im Magen rum. War wohl doch etwas zuviel Sonne für die Pizza. So zogen wir uns noch um und schon ging es Richtung Stadion. Dieses Mal waren noch mehr Straßen abgesperrt und so war es Zick Zack Lauf, bis wir in der Nähe des Stadions waren. Dort war auch ein Supermarkt, den wir aufsuchen wollten.Doch zuerst brauchte ich ein Klo, sonst konnte ich für nichts mehr garantieren. Da sich nur ein Dixi anbot, musste das her halten. Und nach meinem Besuch auf Diesem wusste ich, daß Pizza im Auto und Sonne nicht die beste Kombination war. Aber ich fühlte mich um Einiges besser. So gingen wir in den Supermarkt und besorgten uns dort noch ein kühles Bier. Auch dort stand wieder, daß ab einer bestimmten Zeit kein Verkauf von Alkohol möglich war. Michi traute sich dieses Mal weit hinaus und holte sich ein Bier mit Grapefruit gemischt. Sollte sich als Fehler heraus stellen. Nach unserem Kauf gingen wir weiter zu dem altbekannten Platz, den wir schon bei unserem letzten Besuch des Princenparkes aufgesucht hatten. 
Dort hatten sich schon einige Nordiren eingefunden, die in guter Feierlaune waren. Wir trafen ein paar altbekannte deutsche Gesichter, die uns zu ein paar Gesprächen brachten und danach gingen wir zum MCD, damit wir die WLAN Aktion nutzen konnten. Das machten wir dann für ca. 1 Stunde. Das Wetter war auch sehr gut, so machten wir nach der Stunde Internet Besuch noch ein paar Fotos von dem Platz und schon trennten sich unsere Wege, denn wir hatten wieder unterschiedliche Eintrittskarten. Ich war noch etwas mit TS unterwegs und die anderen Beiden gingen ins Stadion. Da wir einen Kiosk wussten holten wir uns noch ein Bier und schlenderten noch durch die Menschenmassen. Es waren sehr viele Nordiren Vorort und irgendwie hatten die sehr viel Spaß. Ca. 45 Minuten vor Spielbeginn schlenderten wir zu unserem Eingang und lernten noch ein paar Nordiren kennen. 




Nach einem kurzen Pläuschen und diversen Fotos durchliefen wir die Kontrollen. Wie auch beim letzten Mal erwarteten uns drei Kontrollringe, die wir aber ohne große Mühen überwanden. Und schon standen wir im Stadion und suchten uns einen Platz in der Kurve der Deutschen.Und wieder war kurz vor Spielbeginn das Gehampel der Kids zu sehen, daß wir uns gar nicht mehr anschauten. Da unterhielten wir uns lieber mit den bekannten Gesichtern in der Kurve. Zu den Hymnen sangen wir dann lautstark mit. 



Danach folgte die nordirische Hymne und ich erwartete mir doch einiges vom Gesang der Nordiren, denn die Hymne ist ja die Selbe, wie die der Engländer. Doch leider wurde ich etwas enttäuscht, denn die Nordiren waren nicht so stimmgewaltig wie die Engländer am Vortag. So konnte also unser heutiges Spiel beginnen. Die Unseren benötigten einen Sieg um Gruppenerster zu werden, zugleich durften die Polen nicht hoch gewinnen. Somit war die Konstellation klar gegeben. Von Anfang an drückten die Deutschen den Gegner in die eigene Hälfte und hatten super Chancen, die aber kläglich vergeben wurden. So musste es in der 29. Minute ein deutscher Spieler endlich richten und das 0:1 erzielte. 




Bis zur Halbzeitpause sollte es noch weitere erstklassige Chancen geben, aber auch die wurden nicht genutzt. Als der Schiri dann zur Halbzeit pfiff waren wir doch sehr zufrieden, auch wenn wir mit der Chancenverwertung haderten. So folgte in der zweiten Halbzeit das selbe Bild. Deutschland war am Drücker, die Nordiren verließen sich auf ihren Torwart und setzten selbst zum Konter an auf der Hoffnung, einen lucky Punch zu setzen Die Chancen waren auf Einmal auch für die Jungs von der Insel da, aber irgendwie wollte kein Tor mehr fallen. Irgendwie enttäuscht aufgrund der Chancenverwertung, aber auch froh, daß Spiel gewonnen zu haben (die Polen hatten auch nur 1:0 gewonnen) machten wir uns auf den Rückweg zum Auto. Dort angekommen warteten die anderen Beiden schon und wir fuhren zu unserem F1 Hotel. Dort angekommen wollte uns der Portier das Tor nicht öffnen. Er meinte, wir kommen nicht herein, da das Hotel ausgebucht sei. Zum Glück hatte ich im Vorhinein alle Buchungsbestätigungen ausgedruckt, so natürlich auch diese. Er meinte, wir können nicht übernachten, aber ich bestand darauf. So ergab sich ein kleiner Disput der damit endete, daß er die zentrale anrief und die Dame am Telefon rund machte, was das solle, daß wir eine Buchung hätten und kein Zimmer mehr frei sei. Die Dame am anderen Ende versuchte ihn zu beruhigen, aber der Kerl wurde immer lauter und schrie sie an. Das Ende vom Lied war, wir hatten unser Zimmer und das war das Wichtigste! Dafür wollten wir für die zweite Nacht stornieren, was leider nicht ging. Denn Michi musste am 24.06. wieder  in die Arbeit und da wäre es ihm recht gewesen, nach dem morgigen Spiel gleich nach Hause zu fahren. Denn dann hätte er noch Zeit für ein paar Erledigungen gehabt. Leider konnte ich das Zimmer nicht stornieren und so nahmen wir die zusätzlichen Kosten in Kauf. Auf der Bude wurde wieder die Luftmatratze aufgeblasen und der peter entschied sich dafür, die Nacht darauf zu verbringen. Ich kochte noch auf für die Jungs, dann entschieden wir uns dazu, die Augen zu schließen. Es war sehr heiß die Nacht und der TS hatte wieder Spaß daran, uns zu ärgern und zu schnarchen. Also gab es wieder nicht viel Schlaf, aber irgendwann war ich auch so müde, daß ich eingeschlafen bin

Fazit:
Auch das heutige Spiel zeigte uns wieder, daß die deutsche Mannschaft nicht mehr mit der Mannschaft von Brasilien vergleichbar war. Entweder war sie zu satt oder die Spieler zu schlecht!
Aber Eines war klar, die Euro 2016 würde für uns über die Vorrunde hinaus gehen!










Dienstag, 19. Juli 2016

20.06.2016 Slowakei : England in Saint Etienne

Slowakei : England in Saint Etienne, Anpfiff 21 Uhr



Slowakei : England 0:0






Zuschauer: 39051



Entfernung: Lyon - Saint Etienne 62 km



Kosten:
Eintrittskarte: 25 €



Tourbericht:
Nach einer weiterhin schlafreichen Nacht stand die Zimmerbelegschaft, in Form von Michi und mir, um 10 Uhr auf. Sichtlich erholt kultivierten wir uns schnell, danach war wieder Treffen mit den Anderen am Auto angesagt. Heute stand das Spiel an, auf das ich mich ganz besonders gefreut hatte. Wir sahen die Three Lions, also England. Und von diesem Spiel erwartete ich mir schon sehr viel, alleine wegen der Stimmung und der mitgereisten englischen Fans, die ja immer für Party sorgten. Leider eilen die schlechten Nachrichten, bzw. der Ruf der Engländer ihnen immer voraus. Ich kann dazu nur folgendes sagen. Ich hatte weder auf der Insel, noch bei den Spielen bei den Euro`s Probleme mit den Engländern. Wenn man sich normal mit ihnen unterhält, sich als Fußballfan zu erkennen gibt und Interesse zeigt für den Sport mit dem Fußball bekommt man keine Probleme. Man wird respektiert und zum Gespräch animiert. Das sind meine Erkenntnisse nach einigen Berührungspunkten mit den Herren von der Insel. Aber wieder zu unserem heutigen Tag. Als Erstes stand der obligatorische Frühstücksbesuch im landestypischen Spezialitätenrestaurant an, also der MCD wurde aufgesucht. Ich hatte mir im Vorhinein schon die mitgebrachte Salami aufgeschnitten und begnügte mich mit Brot und Salami. Nur einen Kaffee gönnte ich mir, denn der ist beim MCD wirklich trinkbar. Da wir am vorherigen Tag die Zeit nicht für das Städtchen Lyon hatten und Michi bis jetzt, zumindest immer nur körperlich anwesend in Lyon war, hatten wir uns für den heutigen Tag extra Zeit raus geschnitzt, um die Stadt etwas genauer zu besichtigen. Ich war selbst schon Vorort und wusste deswegen, daß es nicht die schlechteste Idee ist, sich hier für ein paar Stunden aufzuhalten. Vor allem die Basilika ist es auf alle Fälle wert. So suchten wir erst einmal einen Parkplatz, der am Schluß doch wieder in einem Parkhaus endete und uns zusätzliche Kosten bescheerte. Aber damit mussten und konnten wir leben. Da die beiden Peters von unserem Tatendrang des Sightseeings nicht so angetan waren, entschieden wir uns zu trennen und nach 2 Stunden sich wieder am Parkhaus zu treffen. Zusätzlich gingen wir davon aus, daß es in Saint Etienne striktes Alkoholverbot gab, unsere Reserven zur Neige gingen und die Geschäfte in Lyon ab 12 Uhr keinen Alkohol mehr verkauften. Deswegen griffen wir nochmal zu und kauften 2 "Handtaschen" mit Bier. Die noch schnell zum Auto und schon waren Michi und ich in die Stadt unterwegs. Lyon ist wirklich eine schöne Stadt und hat mit seinen Bauwerken und der Altstadt einiges zu bieten. Zusätzlich überragt die Basilika alles auf einem Berg.


Nachdem wir die Altstadt auch gesehen hatten liefen wir den beiden Peters über den Weg. Diesen erzählten wir unseren weiteren Plan, doch die Beiden wollten sich die Bahn suchen, die auf den Berg führte. Wir hatten die Altstadt durch, deswegen wollten wir als nächstes zur Basilika. Das bedeutete aber einen Anstieg und bei dem Wetter kamen wir gut ins schwitzen. Aber keine Beschwerde, endlich wieder kurze Hosen Wetter. So stiegen wir Meter um Meter nach oben und erreichten das Gotteshaus. Für mich persönlich, da ich schon zweimal dort oben war, immer wieder beeindruckend und mit eine der schönsten Kirchen, die ich kenne. Alleine die vielen unterschiedlichen Bilder, Heiligenstatuen und Verzierungen sind es wert, diesen Weg auf sich zu nehmen. Als wir dann in dem Haupttrakt der Basilika waren kamen wirklich auch noch die beiden Peters dazu.








Sie hatten die Bahn nicht gefunden und sich den Weg hoch gekämpft. Starke Leistung für unsere beiden Sportstars. So machten wir noch einige Fotos, auch das Gemeinsame durfte nicht fehlen und danach trennten sich unsere Wege wieder. Kleine lustige Aktion am Rande. Beim Hochgehen kackte eine Taube dem Peter auf den Kopf. Das fand ich natürlich mehr als lustig, da mir ja mal so was ähnliches in Tottenham passiert war. Nur bei mir war es die Schulter. Somit hatte er die Lacher auf seiner Seite! Und sorgte für reichlich Gesprächsstoff. Die beiden Peters wollten nach der Kirchenaktion wieder zurück zum Auto, Michi und ich wollten noch schnell zum Stadtplatz, der dieses Mal mit der Fanzone bebaut war. So wollten wir zumindest einmal da durch latschen. Also trennten sich wieder unsere Wege und wir nahmen den kürzeren Weg um wieder an der Seine zurück zu kommen. So hatten wir oben auf dem Berg noch eine kleine Fußgängerbrücke entdeckt, die wollten wir natürlich noch überqueren und dann sollte der Weg auch zum Stadtplatz nicht mehr weit sein. Noch ein paar Fotos fürs Familienalbum und schon standen wir an/in der Fanzone.




Davor mussten wir uns noch einer Leibesvisitation unterziehen, aber danach auf dem großen Platz. Einmal durch gegangen und unter der Haube des Vergessens gesteckt. War echt nichts Großes. Und genauso teuer wie im Stadion. Also nichts wie raus und zurück zum Parkhaus. Mittlerweile war auch in allen Einkaufszentren Verbot für den Kauf von Alkohol. Warum ich das so genau anspreche kommt noch etwas später in diesem Bericht. TS wartete schon auf uns und Peter kam auch gleich dazu. So gingen wir zum Auto, zahlten unseren Parkschein und weiter ging die Reise in den Spielort Saint Etienne. Dort stellten wir das Auto in einem Gewerbegebiet ab und nahmen die letzten 1,5 km zum Stadion zu Fuß auf uns. Wieder eine Kleinigkeit am Rande. Als das Auto schon stand platze eine der Bierdosen auf der hinteren Sitzreihe. Bis wir das merkten, war die halbe Bierdose auf dem Sitz verteilt. Hat sich wohl einer mit seinem fe..en Hintern drauf gesetzt. Für den Rest opferte ich mich dann und trank die Dose aus.
Als wir dann am Stadion waren, war noch nichts los. Also weiter Richtung Innenstadt. Wir kamen an den Hauptbahnhof, der wirklich nicht ansehnlich war.

So entschieden wir uns noch weiter in die Stadt zu latschen und je näher wir der Innenstadt kamen, umso mehr Engländer bekamen wir zu Gesicht. Auch ein paar Slowaken waren unterwegs, aber zahlenmäßig sehr unterlegen. Die Jungs von der Insel hatten schon ganz schöne Schatten im Gesicht, was uns sehr verwunderte. Denn wir gingen immer noch von einem Alkoholverbot in der Stadt aus. Als wir dann auf den Marktplatz, Stadtplatz waren, hingen schon die üblichen englischen Banner.

Überall wurde Alkohol verkauft und natürlich auch getrunken. Ich erinnere: Sicherheitsspiel in Saint Etienne mit englischer Beteiligung, es gibt Alkohol zu kaufen und in der Stadt Lyon, wo an diesem Tag kein Spiel stattfand, Alkoholverbot. Das soll jemand verstehen! Aber es blieb ruhig in der Stadt, zumindest bekamen wir nichts mit! Wir hatten uns auch vorher abgesprochen, daß wir uns heute Mal eine Pizza mit hinsetzen in einem Restaurant leisten wollten. Wir fanden auch in der Nähe ein italienisches Restaurant und gönnten uns diese Mittagspause. Nach der Bestellung bekamen wir unser Bierchen und kurz darauf war auch schon die Pizza da. Leider war sie eher was für den kleinen Hunger, kostete aber mit dem Bier doch immerhin 20 €. Ein Schnäppchen! Aber Man(n) gönnt sich ja sonst nichts!

Danach sandelten wir noch ein wenig durch die Stadt, die eigentlich Sightseeing mäßig nicht viel hergab.

Die Pizza hatte noch nicht alle Bereiche meines Körpers mit einem Sättigkeitsgefühl gefüllt, deswegen bestellte ich mir bei einem Pizzaladen nochmals Eine. Eigentlich wollte der TS auch die Hälfte haben, aber als ihm dann die Anstell- und Wartezeit zu lang wurde, entschied er sich, mit den Anderen schon mal zum Stadion zu gehen. Nach geschlagenen 20 Minuten bekam ich dann meine Pizza und aß die Hälfte auf den Weg zum Stadion. Den anderen Rest brachte ich zurück zum Auto, denn es war noch genug Zeit bis zum Spielbeginn. Dann den ganzen Weg wieder zurück zum Stadion und jetzt war schon Einiges um das Stadion herum los. Wobei es immer noch ruhig blieb. Ich machte wieder ein paar Fotos rund herum ums Stadion und begab mich dann hinein.
Ich saß heute mit Peter zusammen und wir hatten, obwohl wir einen Kategorie 4 Platz hatten eine super Sicht auf das Spielfeld und auf den England Block. Kurz vor Spielbeginn begann wieder das Vorgeplänkel und die Kinder hüpften auf dem Spielfeld herum. Was allerdings danach passierte, verpasste mir eine richtige Gänsehaut. Die Mannschaften liefen ein und die Hymnen begannen. 25000 Engländer sangen ihre Nationalhymne in einer Lautstärke, daß es wirklich beeindruckend war! Das hatte mich richtig fasziniert! Zum Spiel gibt es leider nicht viel zu sagen. Die Engländer waren die bessere Mannschaft, aber trotzdem immer noch so schlecht, daß sie es nicht schafften, die paar Chancen, die sie hatten, in ein Tor umzumünzen.
Und so endete das Spiel auch gerecht mit 0:0. Schade, wäre mehr drin gewesen. Sichtlich endtäuscht verließen wir das Stadion, trafen die anderen Beiden und begaben uns auf dem Weg zurück zum Auto. Am Auto angekommen bot sich Peter wieder an zu fahren, so konnte ich noch ein Bier zum Frust auf das schlechte Spiel trinken. Wir benötigten ca. 1,5 Std zum Hotel, dann begaben wir uns schnell ins Zimmer. Heute war wieder ein 3 Bettzimmer zu viert angesagt. Also noch schnell die Luftmatratze aufgepumpt, dann war schon Schlafenszeit angesagt, denn die Nacht hatte nicht mehr viele Stunden zum Schlafen für uns übrig.






Fazit:
Man merkte immer mehr, daß diese Euro nicht das hielt, was man sich erwartete. Zumindestens nicht von den großen Mannschaften!