Eifelturm Paris

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Donnerstag, 18. Februar 2016

16.02.2016 EHC Bad Aibling : SB Rosenheim 1:9

16.02.2016 Benefizspiel in Bad Aibling

Eishockeyspiel EHC (Aibdogs) Bad Aibling : Sportbund (Starbulls) Rosenheim 19 Uhr

Spielort: Eishalle in Bad Aibling

Zuschauer: 2000 ausverkauft , davon 1700 Rosenheimer

Mit dabei: Andi, Kirstin, Maxime und ich

Kosten: Eintritt 6 € für die Opfer und Hinterbliebenen der Zugkatastrophe

Tourbericht:
15.02.2016
Durch Zufall hatte ich am Montag den 15.02.2016 mit Kirstin ein Telefongespräch. Dabei ist heraus gekommen, daß am Dienstag das Benefizspiel EHC Bad Aibling : SB Rosenheim in der Aiblinger Eishalle stattfindet. Nach dem Telefonat schnappte ich mir meine Tochter und fragte sie, ob sie auch Interesse an dem Spiel hätte. Da wir Beide schon länger nicht mehr im Eishockey waren fiel uns die Entscheidung nicht schwer und wir beschlossen, diesen Event zu besuchen und zu unterstützen.
16.02.2016
Natürlich musste ich an dem Spieltag noch arbeiten und war erst um 17:30 Uhr Daheim. Zusätzlich war mit Maxi noch ausgemacht, es war noch ein Haufen Zeug vom Wochenende über, daß sie für uns noch etwas kocht. Also erstmal Heim kommen und was essen, dann schnell umziehen und schon saßen wir im Auto und fuhren die paar Kilometer in meine alte Heimatstadt, wo ich eigentlich groß geworden bin. Ich hatte auch schon mal in den 90 zigern ein Spiel dieser Konstellation gesehen, nur war damals Rosenheim noch in der ersten Liga und Aibling Zweitklassig. Jetzt ist Rosenheim Zweitklassig und Aibling dümpelt in der 4. Liga herum. Aber es war für einen guten Zweck, daß war die Hauptsache! Dadurch, daß ich meine Jugend in Aibling verbracht hatte, war es nicht schwer einen geeigneten Parkplatz „close to the“ Stadion zu finden. Kirstin hatte sich im Vorhinein gemeldet und für uns 2 Karten zurücklegen lassen. Als wir am Eingang angekommen waren lagen Diese auch schon bereit für uns. Das Geld wechselte den Besitzer und ich bekam die Karten dafür. Wir begaben uns auch gleich ins Stadion, da es schon ganz schön zu ging und wir ja noch einen geeigneten Platz finden wollten, auf dem wir auch etwas sehen konnten. Nach kurzer Orientierung sahen wir Kirstin und begaben uns in ihre Richtung. Ihr Freund Andi war auch dabei und so begrüßten wir die Beiden. Vor ihnen war auch noch ein Platz frei, somit schnappten wir uns den auch gleich. Er war in der Kurve links hinter dem Tor und man sah dementsprechend gut auf die Eisfläche. Im Vorhinein merkte man schon, daß das Spiel unter einem bestimmten Vorzeichen stattfand. Die Stimmung war etwas gedrückt. Ich wechselte kurz ein paar Worte mit Kirstin, dann ging schon das Spiel los. Zumindest fuhren die Mannschaften auf. Sie nahmen Aufstellung auf und der Stadionsprecher begann mit einer kurzen, aber guten Gedenkrede für die Opfer der Zugkatastrophe. 
Danach begann das Spiel. Man merkte auch von Anfang an, daß sich Beide nicht wehtun wollten. Was auch völlig in Ordnung war! Es wurde nicht gecheckt, auch keine Schlagschüsse angesetzt und es wurde versucht, es als ein lockeres Trainingsspiel ablaufen zu lassen. Der SBR hatte von Anfang an die Kontrolle über das Spiel und kombinierte teilweise sehr schön mit dem Puck. Der EHC versuchte sein Glück mit schnellen Kontern, hatte aber meistens kaum die Chance zum Abschluss zu kommen. Entweder sie blieben in der Abwehr hängen oder der Rosenheimer Torwart reagierte hervorragend. Aber auch der Torwart von Bad Aibling zeigte einige Glanzparaden und konnte seine Mannschaft lange mit einem 0:0 glücklich machen. Mittlerweile waren auch schon 2 Pfostenschüsse an das Aiblinger Tor geprallt und es war nur noch eine Frage der Zeit wann das erste Tor fallen würde. Kurz vor der Drittelpause war es dann soweit. Zweimal konnte der Torwart des EHC noch super parieren, doch dann gab es nichts mehr zu halten. Der Puck lag zum ersten Mal im Netz. Kurz darauf war dann auch schon Drittelpause und wir bekamen 15 Minuten Zeit, das Drittel Review passieren zu lassen. Im erste Drittel gab es weder Anfeuerung, noch Stimmung oder irgendwelche Lautstärke. War schon etwas komisch für ein Eishockeyspiel. Aber es sollte in der drittelpause etwas passieren, was die ganze gedrückte Stimmung ab da aufmunterte. Die vorderen Reihen begannen aus den leeren Bierbechern, auf die immerhin 1 € Pfand war, einen Turm zu bauen. Als sich das herum sprach, daß dieser Turm für die Opfer und Hinterbliebenen gespendet wird, begannen viele Leute ihre Becher in die Richtung zu werfen und zur Belustigung vieler wurden die Jungs in den ersten Reihen regelrecht mit leeren und leicht gefüllten Bechern bebombt. So manch einer bekam mehrere Becher an den Hinterkopf. Und so wuchs der Turm weiter an. Bald wurde ein Zweiter angehängt.  Nach 15. Minuten Pause ging es dann weiter mit dem 2. Drittel. Von Beginn dieses Drittels drückte Rosenheim die Aiblinger hinten rein. Und das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten. Nach 5 Minuten stand es 2:0. Doch die Hauptatraktion war immer noch der Becherturm, der schon aus 3 Türmen bestand und immer mehr wuchs. Auch war jetzt ein Trommler am Start und die Stimmung wurde besser, da nun auch Supportet wurde. Und immer wieder flogen die Becher in die Richtung der Jungs. Mit Rufen wie „Saufen für den guten Zweck“ oder „gebt uns Eure Becher“ war die Interesse der meisten Zuschauer nicht mehr auf das Spiel gerichtet. So ging es mir auch und somit verpasste ich eins ums andere Tor, und zum Ende des zweiten Drittels stand es plötzlich 7:0 für Rosenheim, wobei ich 4 Tore verpasst hatte. Und das ganz ohne Alkohol! Schon war wieder Drittelpause. Also wieder 15 Minuten Zeit vertreiben. Maxi hatte zwischenzeitlich Kumpels getroffen, die sich zu uns gestellt hatten. Also wurde es etwas enger um uns herum. Das dritte Drittel begann und Rosenheim schoß kurz danach das 8:0. Jetzt war nur noch die Frage, wie hoch es wohl ausgehen würde. Doch plötzlich lag auch der Puck im Rosenheimer Tor. Ob gewollt oder Versehen, es wusste keiner so genau. Aber egal, die becher flogen weiterhin und die Stimmung war trotzdem weiter gut. Als dann 10 Minuten vor Spielende das 9. Tor für Rosenheim fiel wollten alle auch noch das 10.te sehen. Chancen über Chancen, aber entweder Pech, Unvermögen, Glück für Aibling oder eine super Torwartleistung ließ den Puck den Weg nicht mehr in Tor finden. Endstand also 1:9 für Rosenheim. 5 Minuten vor Ende des Spiels wurde noch darauf hingewiesen, daß nach dem Spiel noch ein Penalty schießen stattfindet. Zwischenzeitlich hatte mich Kirstin nach dem Geld für die Karten gefragt. Ich war natürlich der meinung, daß die Karten zurück gelegt waren und ich sie zahlen musste und sie hatte sie aber schon gezahlt. Naja, war ja für einen guten Zweck. So machten wir Halbe-Halbe und ich gab ihr die Hälfte des gezahlten Betrages wieder zurück. Der rest war als Spende anzusehen! Das Penalty schießen ließen wir uns natürlich nicht entgehen und warteten das auch noch ab. Dieses endete 0:3 für Rosenheim. Nach Schlußpfiff gingen die „Bechersammler“ mit ihrer ganzen Beute noch aufs Eis und machten ein Abschlussbild mit den Mannschaften. Auch eine kurze Abschlussrede wurde gehalten und damit war es dann auch vorbei. Maxi und ich machten uns schnell auf dem Weg zum Auto und wir schafften es vor der ganzen Meute auf dem Rückweg zu sein. Um 21:30 Uhr waren wir dann wieder Daheim und waren Beide der Meinung, daß der Ausflug auf alle Fälle lohnenswert war!


Fazit: Ich für meinen Teil war von der Aktion sehr begeistert. Es war immerhin für einen guten Zweck, es war gleich ums Eck und zusätzlich war es eine nette Unterhaltung. Und wenn es nur das Lächeln der Leute war, wenn wieder einer von einem Becher am Hinterkopf getroffen wurde! 



14.02.2016 FC Augsburg : FC Bayern München 1:3

14.02.2016 FC Augsburg : FC Bayern München  Halbzeit 0:1 // Endstand 1:3

Spielort: WWK Arena

Zuschauer: 30.660           davon ca. 4000 Auswärts

Mit dabei: Torti, David und ich

Kosten:
Ticket: 16 Euro, Parken: 10 Euro, Sprit: 15 Euro

Tourbericht:
Begonnen hat alles damit, daß ich am Anfang der Saison beim Andi eine Karte für das Spiel in Augsburg geordert hatte. Aber irgendwie fand ich keine Mitfahrer. Als dann eine E-Mail vom Andi kam, daß er noch Karten für das Spiel hätte, kontaktierte ich Torti und der war gleich Feuer und Flamme und wollte seinen Sohn auch noch mitnehmen. Meine Tochter hatte keine Zeit, also besorgte ich noch die angesprochenen 2 Karten und schon trafen wir uns am Sonntag den 14.02.2016 bei mir, Torti stellte sein Auto ab und wir machten uns auf den Weg nach Augsburg. Dieses Mal hatte ich keine großen Anstalten gemacht und auch nichts im Vorhinein geplant. War ja ein „alter Hut“, denn wir waren ja schon des öfteren Vorort. Also die normale Fahrt über München und dann Richtung Stuttgart. Da Ferienende war, planten wir eine längere Anfahrtszeit ein. Daß aber alles so gut klappte, damit hatten wir nicht gerechnet. Und so fuhren wir um 15:30 Uhr an der Ausfahrt Augsburg/Stadion ab. Um auf der Rückfahrt nicht so viel Zeit zu verlieren, entschlossen wir uns für einen bezahl Parkplatz am Stadion. Zuvor hatte ich noch einige Seitengassen abgeklappert, aber da war auch schon alles voll. Also entweder weiter weg parken und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, oder die Variante des Bezahlens nutzen. Es sei darauf hingewiesen, daß der Parkplatz 10 Euro kostet, also ein absolutes „Schnäppchen“. Egal, das Auto stand und wir gönnten uns nach Ankunft erstmal ein kühles Blondes. Nach den üblichen Stadionfotos und der erneuten Feststellung, daß an dem Stadion wirklich überhaupt nichts ist, pilgerten wir zu unserem Eingangsbereich.

Dort wollte ich mich mit Andi treffen, wegen der Kartenübergabe. Also kontaktierte ich ihn per Telefon und schon war ein Treffpunkt ausgemacht. Hinter unsrer Kurve, also am Eingangsbereich für die Gästefans, war auch der Parkplatz der Busse der Gäste. Dort wurde noch der gute August zum Kauf angeboten und dieser Verlockung konnte ich nicht wiederstehen. Also gönnte ich mir noch einen und schon kam Andi und übergab uns die Karten. Da Torti immer ein sehr früher ich-muß-schnell-ins-Stadion Gänger ist, trennten wir uns erst einmal, er ging ins Stadion, ich quatschte noch mit einigen bekannten Gesichtern vorm Stadion. Im Nachhinein hab ich auch noch erfahren, daß es nur alkoholfreies Bier bei uns hinterm Block gab und die Zahlung nur mit so einer bescheuerten Zahlkarte möglich war. Da ich den Scheiß sowieso boykottiere hatte ich alles richtig gemacht! So ne halbe Stunde vor Spielbeginn machte ich mich auch auf den Weg zum Eingangstor. Die Sicherheitsleute hatten es ganz genau auf uns abgesehen und das erste Mal seit langem musste ich auch wieder meine Taschen ausleeren und wurde genau gefilzt. Naja, wenn sie meinen. Trotzdem ging alles recht schnell und nach kurzer Durchsuchung befand ich mich im Stadion. Noch ein kurzer Besuch auf dem Klo, denn das kühle Blonde wollte wieder heraus! Nach dieser letzten schweren Aufgabe gings aber endlich in die Kurve. Ich machte mich auf die Suche nach Torti und seinem Sohn und es erwies sich als Glücksfall, daß er bei all den Bayern Fans auch nur ein rotes FCB Basecap aufhatte. Doch die Kurve ist auch nicht so groß, also entdeckte ich ihn auch bald und steuerte dahin, wo er stand. Kurzer Augenkontakt und schon hatten wir einen Platz, wo wir uns trafen und auch das Spiel anschauen konnten. Wichtig ist immer, weit genug von den Ultras entfernt zu sein, denn wenn die mit der Fahnen schwenkerei beginnen und man steht dahinter, ist die Sicht auf das Spielfeld kaum möglich und man verpasst die Hälfte des Spiels. Da man ja aus seinen früheren Fehlern gelernt hat, passierte uns das dieses Mal nicht! Zwischendurch hatte ich Peter M. eine Whatsapp Nachricht geschrieben und nach seinen Platz gefragt. Er stand etwas oberhalb von uns und weil noch Zeit war besuchte ich ihn auf einen kurzen Ratsch. Wir hatten noch einiges zu bereden wegen der nächsten Tour nach Turin. Von der aber in einer der nächsten Berichte! So 10 Minuten vor Spielbeginn verabschiedete ich mich von den Jungs und begab mich auf den Rückweg zu Torti. Die letzten paar Minuten bis zum Anpfiff vergingen fix und schon gings los. Dachten wir! Erst gab es noch eine Schweigeminute für die Opfer des Zugunglückes von Bad Aibling. Ich persönlich fand die Geste sehr gut, wenn man bedenkt, wie oft wir schon mit dem Zug unterwegs waren und jedesmal gut und gesund wieder ausgestiegen sind, kann man froh sein, daß uns noch nichts passiert ist. Nach der kurzen Auszeit ging es endlich los. Das Spiel begann mit 10 minütiger Abtastaktion beider Mannschaften, aber man merkte schon, daß unser FCB die Ballhoheit hatte. Als dann in der 15. Minute das 1:0 für uns viel wurde der Druck immer größer und Augsburg kam teilweise gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte raus. Der Ball lief gut durch unsere Reihen, doch leider konnten wir aus der Überlegenheit keinen Profit schlagen. Zur Halbzeit waren wir sehr zufrieden mit dem Spiel und hofften, es würde bei der drückenden Überlegenheit bleiben.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hat. Drückende Überlegenheit. Augsburg schaffte sich kaum zu befreien und so fiel zu unserer Begeisterung nach einem Zuckerpass durch die Abwehr das 2:0 für uns. Danach war es um die Gegenwehr von Augsburg geschehen. Die Unseren schalteten einen Gang zurück und ließen den Gegner etwas besser ins Spiel kommen. Aber wir hatten nie die Angst, daß sich noch etwas an dem Ergebnis ändern würde. So fiel noch in der 78. Spielminute das 3:0. Sehr zufrieden nahmen wir auch noch das Gegentor in Kauf und kurz vor dem Schlußpfiff machten wir uns schon mal auf den Weg zum Ausgang, um nachher nicht allzu lang im Stau zu stehen. Es gab noch zwei gute Chancen, aber der Ball wollte den Weg ins Tor nicht mehr finden. So endete das Spiel 1:3 für uns und wir gingen sehr zufrieden aus dem Stadion. Am Auto angekommen machten wir uns schnell auf den Weg und konnten der großen Blechlawine noch rechtzeitig entkommen. Wetter hatte sich während des Spiels gedreht, soll heißen, daß es zum Regnen begonnen hatte. Also hieß es auf der Rückfahrt besonders aufzupassen, damit nichts passiert. Nach 1,5 Stunden rollte ich ohne Unterbrechung auf den Vorhof meiner Heimatstätte ein. Eine gute und Nahe Auswärtsfahrt sollte ihr Ende gefunden haben.

Fazit: Obwohl ich mit Augsburg wohl eine meiner schmerzhaftesten Erlebnisse im Fussball verbinden muß, hat sich diese Fahrt und das Spiel gelohnt! Das Stadion ist für diesen Verein gut und ausreichend. Stimmung bringt Augsburg sowieso nicht! Ich würde fast behaupten, es war das beste Spiel in dieser Saison, daß ich gesehen habe.




Dienstag, 9. Februar 2016

06.02. - 07.02.2016 Leverkusen Wochenende

06.02.2016 14:00 Uhr SG Wattenscheid 09 : Borussia Mönchengladbach II  Halbzeit 1:1 // Endstand 1:2 Regionalliga West
Zuschauer: 617  davon Auswärts ca. 10
06.02.2016 18:30 Uhr Bayer Leverkusen : FC Bayern München  Endstand 0:0 1. Bundesliga
Stadion: BayArena
Zuschauer: 30210  davon Auswärts ca. 5000
07.02.2016 14:00 Uhr Arminia Hannover : FT Braunschweig  Halbzeit 1:0 // Endstand 2:1 Oberliga Niedersachsen
Zuschauer: ca. 200 - 300 davon Auswärts ca. 10 – 20
Kosten:
Eintrittskarte Leverkusen 15 Euro, der Rest frei
Spritkosten: +/- 0
Übernachtung: im Auto
Sonstige Ausgaben: ca. 15 Euro
Tourbericht: Zu dieser Tour bin ich eigentlich sehr kurzfristig gekommen. Als mir vor ca. 3 Wochen Torte aus Amerika eine Sprachnachricht per Whatsapp schickte, in der er darauf einging, daß er zur Eignungsfeststellung nach Deutschland kommt und davor noch einen kurzen Abstecher am Wochenende in Hannover verbringt, wurde mein Tourinstinkt angeregt und ich hatte Aufgrund seiner Reise Amerika – Deutschland und ihn wieder Treffen das Internet auf diversen Fussballseiten durchgeforstet, um eine Möglichkeit des Treffens zu realisieren. Der Fussballgott hatte es gut mit mir gemeint und ließ die Bayern ein Auswärtsspiel in Leverkusen tätigen. Also die üblichen Mitfahrer angeschrieben auf Lust und Zeit, sowie ins Facebook einen Kommentar auf eine Suche nach einer Karte für das Spiel eingesetzt. Es dauerte auch nicht lange, da hatte ich eine Karte und der Sascha hatte sich auch gemeldet und Interesse der Begleitung bekundet. Also besorgte ich noch eine zweite Karte und schon stand die Tour fest. Auf der Fussballseite (Soccerway.com) fand ich auch noch ein Rahmenprogramm um das Spiel, somit stand das Wochenende. Eigentlich wäre auch noch der Freitag der  05.02.2016 in Betracht gezogen worden, nur da gab es keine interessanten Spiele außer Chemnitz : Magdeburg, aber da das Stadion in Chemnitz noch nicht fertig war, ließen wir das Spiel fallen. Auch wäre Oberhausen noch machbar gewesen, doch von der Entfernung und erst mittags Abfahrt fast nicht machbar! Also doch erst am Samstag verlegen, aber halt ziemlich früh, damit wir noch genug Puffer hatten und nicht zu spät am Stadion in Wattenscheid wären. Auch habe ich die Hin- und Rückfahrt bei BlaBlaCar.de eingesetzt und noch 2 Mitfahrer für die Hinfahrt ergattern können. Damit wenigstens etwas Spritgeld wieder reinkommt. Somit kam also Sascha am Freitagabend schon zu mir, ich holte ihn um 18:40 Uhr an meinem Heimatbahnhof ab, wir verlegten in die Wohnung, naschten noch 1-2 Bierchen und um 23 Uhr wurde das Licht gelöscht. Um 03:30 Uhr klingelte der Wecker und ich merkte Mal wieder, daß es zu wenig Schlaf war. Trotzdem raus, Kaffee machen und Sascha wecken. Noch einen schnellen Kaffee und schon fanden wir uns im Auto wieder. Der Weg führte uns nach München zur Allianz Arena, wo wir den ersten Mitfahrer aufgabelten. Dieser war ziemlich betrunken und pennte erstmal die gesamte Fahrt. Nacht durchmachen in München ist auch nicht schlecht! Weiter ging die Reise Richtung Nürnberg, Würzburg, wo wir die 2 Mitfahrerin abholten. Über Aschaffenburg und dann am Kreuz Seligenstädter Dreieck kurz vor Frankfurt Richtung Dortmund/Hagen weiter. Um ca 11 Uhr waren wir dann in Wattenscheid angekommen, ohne große Verzögerungen. Am Bahnhof ließ ich Beide raus, bekam einen Obolus für die Strecke und nach ein paar Metern waren wir auch schon am Stadion, wo wir das Auto erstmal abstellten. Ein kurzer Rundgang um das Stadion, diverse Fotos auch innerhalb des Stadions (man sollte halt auch nicht Tore offen lassen) bemerkten wir, daß sonst noch nichts los war. 













Im Vorhinein hatte ich mich noch über Wattenscheid schlau gemacht und im Internet gelesen, daß ein Sternekoch einen Imbiss dort hatte. Nannte sich Citygrill und war für unseren Hunger genau das Richtige. Also auf dorthin! Das Navi brachte uns bis vor die Eingangstür und schon saß man bei einer Currywurst mit Pommes und einem Diebels Alt gemütlich im Inneren der Fressbude. Ich persönlich war sehr begeistert von meinem Mittagsmahl und kann die Bude nur weiter empfehlen. Auch Preislich konnte Man(n) sich nicht beschweren. Für geschlagene 6.90 Euro für das komplette Mahl mit Getränk kann man sich nicht beschweren! In der Lokalität entdeckten wir noch ein weiteres Spiel, daß zumindest für eine Halbzeit machbar gewesen wäre. Schalke II : Alemania Aachen. Spielbeginn 13 Uhr in Wanne-Eickel. War genau 7 km entfernt, also gerne mitgenommen. Auch zu dieser Örtlichkeit brachte uns das Navi ohne Bedenken, aber leider mussten wir feststellen, daß die Zuschauer bei diesem Spiel fehlten. Als auch sonst niemand zu entdecken war überprüften wir das Spiel im Internet genauer und mussten feststellen, daß das Spiel abgesagt worden war. 
Okay, wieder zurück zum Auto und den Rückweg nach Wattenscheid antreten. Ca. 30 Minuten vor Spielbeginn hatten wir das Auto geparkt und standen vor dem Eingang des Stadion. Der Versuch, über den Haupteingang per Presse hinein zu kommen, scheiterte erst einmal an einer Ordnerin, die meinte, wir müssen über einen anderen Eingang gehen. Also noch ein paar Meter gelatscht und den zweiten Eingang angesteuert. An diesem standen zwei Ordner, die etwas verplant auf den Ausweis schauten. Nach einem Funkgespräch mit dem Chef fanden wir uns im Inneren des Stadions wieder und versorgten uns erstmal mit einer Wertkarte, die noch nach dem Prinzip abstreichen mit dem Stift funktionierte. Very Oldschool! Noch ein Bierchen und eine Stadion Wurst und schon startete das Spiel. Von Anfang an wollte Wattenscheid zeigen, wer Herr im Haus ist und legte mit einem guten Tempo los. Immer wieder wurde Gladbach in die eigene Hälfte gedrückt und so stand es auch gleich nach 10 Minuten 1:0 für die Hausherren. In der 30. Minute war der Ball dann noch einmal im Netz, aber wegen Abseits wurde das Tor nicht gegeben. Sehr fragwürdig! Als dann auch noch Gladbach in der 40. Minute eine gelb-rote Karte sah war es eigentlich eine gemähte Wiese. Doch in der 45. Minute (+4) kam Gladbach mit dem Halbzeit Pfiff zum Ausgleich. Wir hatten eine gute erste Halbzeit gesehen und waren zufrieden. In der Halbzeit sah ich zufällig auf Facebook nach und entdeckte eine Nachricht von Sebi, die aussagte, daß er sich im gleichen Stadion befindet. Also angeschrieben und angerufen und zur 2. Halbzeit bekamen wir mit ihm und einem weiteren Sascha Zuwachs auf unseren Platz. Ein paar lustige Geschichten ausgetauscht und mit Spannung die zweite Halbzeit verfolgt, die ebenfalls sehr interessant war. Und es kam, wie es kommen musste. Gladbach schaffte in Unterzahl in der 84. Minute das 1:2. So sollte das Spiel auch ausgehen. 


Ziemlich zufrieden begaben wir uns zu viert zum Auto, den Sebi und Sascha bemerkten etwas spät, daß ihr Zug doch recht knapp vor Spielbeginn erst in Leverkusen war. Ich hatte im Vorhinein von einem alten Lehrgangskameraden, der selbst Leverkusen Fan ist, einen Tipp auf einen Parkplatz in der Nähe des Stadions bekommen. Dieser bietet sich als Volltreffer an, da wir gerade Mal 10 Minuten Fußmarsch vom Stadion entfernt einen super Parkplatz hatten. Auf unseren Weg zum Stadion kamen wir noch an einem Kiosk vorbei, bei dem wir uns noch ein paar Bierchen mitnahmen und kurzer Zeit später waren wir auch schon vor dem Eingang der Gästefans. Dort trennten sich unsere Wege, weil wir unsere Karten noch beim Andi empfangen mussten. Das stellte sich als ganz schwere Herausforderung dar. Man hat zwar volles Netz am Stadion, aber trotzdem kam man sehr schwer durch. So dauerte es eine halbe Stunde, bis wir endlich eine Verbindung hatten und nochmal 10 Minuten, bis wir unsere Karten in der Hand hielten. 
Also schnell ins Stadion, denn wir hatten noch 10 Minuten bis zum Spielbeginn. Die 10 Minuten reichten auf alle Fälle aus, um sich noch einen guten Platz zu sichern. Das Spiel begann, die Stimmung von unserer Seite war gut und irgendwie hatte man die ganze Zeit das Gefühl, daß es ein reines Taktik Geplänkel ist. Bis zum 16zehner hat es ja ganz gut ausgeschaut, aber der Abschluss war dann für die Katz! So endete die erste Halbzeit mit einem 0:0. Es konnte eigentlich nur besser werden. In der zweiten Halbzeit wurde dann noch etwas kampfbetonter gespielt und es ergaben sich auch Chancen. Aber wenn man 3 Hundertprozentige nicht rein macht, endet das Spiel halt 0:0. In der 80. Minute bekamen wir auch noch eine gelb-rote Karte und so wurden die letzten 10 Minuten auf Verteidigung des Ergebnisses umgestellt. 
Ziemlich endtäuscht machten wir uns von dannen auf der Suche nach dem Auto. Dadurch, daß es schon dunkel war verloren wir die Orientierung und nur mit Hilfe von Google-Maps fanden wir das Auto wieder. Welch ein Amateur Fehler! Ich fuhr dann Sascha noch zum Bahnhof, denn er beendete die Reise hier und fuhr mit dem Flixbus für wenig Geld wieder zurück in die Heimat. Mein Weg ging aber weiter nach Hannover, da die Nacht das Treffen mit Torte anstand! Zusätzlich hatte er auch noch die Nacht geladen, um gemeinsam mit ein paar Kumpels in seinen Jahrestag/Geburtstag  hinein zu feiern. Also hieß das für mich, die verlorene Zeit der Autosuche auf der Autobahn durch Gas geben wieder wett zu machen. Eine halbe Stunde vor Mitternacht erreichte ich Hannover. Alles lief nach Plan. Auch als Torte anrief und sich erkundigte wo ich wäre, konnte ich es mir nicht verkneifen und ihm eine Geschichte von Schlägerei im Stadion und Blocksperre zu erzählen und natürlich das ich es nicht rechtzeitig schaffen würde. Diesen Brocken hatte er geschluckt, da bog ich schon auf den Schützenplatz in Hannover ein. Dieser sollte auch mein Schlafplatz werden, den der Plan war, im Auto zu schlafen. Schnell das Auto abstellen, Luftmatratze ausrollen und aufpumpen und Schlafsack darauf und dann schnellen Schrittes zum Irish Pub „Dubliners“, damit ich Torte noch zum Einen überraschen und zum Zweiten zum Tageswechsel gratulieren konnte. 5 Minuten davor stand ich im Pub und die Überraschung war geglückt! Der Blick war Gold wert, den er hatte mir meine Geschichte voll abgenommen! Schon stand die nächste Cider/Bier Runde auf dem Tisch und ich hatte ja noch etwas nachzuholen.
07.02.2016
Um 24 Uhr war es dann soweit! Die Glückwünsche prasselten auf ihn ein und er war sichtlich gerührt über die ganzen freundlichen Worte. Ich fand schnell Anschluß bei seinen Kumpels und das Thema Fußball verband halt wieder Menschen. So ging uns auch der Gesprächsstoff nicht aus! So nach und nach verabschiedeten sich die Kumpels und zu guter Letzt stand nur noch Torte, sein Bruder und ich im Pub. Als sein Bruder auch noch die Segel streichte, schloß auch schon das Pub. Da wir noch nicht Müde waren kam Torte auf eine gute Idee. Er führte mich in das verruchte Viertel von Hannover, genannt auch Rotlicht Viertel! An einer Imbissbude aßen wir noch eine unglaublich gute Pizza Calzone und tranken einen Jim Beam Cola dazu. Danach ging es in das Rockers, eine Rockkneipe, die richtig gut besucht war und die Musik war auch Klasse. Dort gab es auch Weissbier, heißt also, der Abend/Morgen lief richtig weiter! Und das Häschen höppelte in die richtige Richtung!!! Nach einigen kühlen Getränken und diversen guten Liedern machten wir uns um 5 Uhr auf den Weg zum Auto. Torte begleitete mich noch, was sich in meinem Zustand als nicht schlechteste Idee heraus stellte. Auch er hatte schon kräftig getankt. Wir sind aber Beide Unfallfrei am Auto angekommen, man verabschiedete sich, versprach sich, den Kontakt zu halten und als ich dann im Auto lag, fielen mir auch sofort die Augen zu. Als ich wieder meine Augen öffnete musste ich mich erstmal orientieren. Wer, was und wo war ich eigentlich!? Ach ja, Auto, Hannover, Feier, Alkohol und als ich auf die Uhr schaute erschreckte ich erst einmal, denn wir hatten schon 13 Uhr. Um 14 Uhr wollte ich bei Arminia Hannover am Stadion sein. Schnell das Auto her gerichtet, noch zum Tanken, damit das Auto voll ist und auf zum Stadion.10 Minuten vor Spielbeginn war ich dann dort und der Parkplatz gegenüber bot mir eine Parklücke an, um das Auto abzustellen. Schnell raus aus dem Auto und zum Haupteingang, wo auch der Presseausweis wieder alle Türen öffnete. Rein ins Stadion und die typischen Fotos aus allen Himmelsrichtungen. 





Das Stadion ist der absolute Hammer. In den 80ziger Jahren hat Arminia in der zweiten Liga gespielt und jetzt fasst es immer noch 16.000 Zuschauer. Soll wohl in den Zweitligazeiten für bis zu 25.000 Zuschauer eine Heimat gewesen sein. Bevor das Spiel startete, besuchte ich noch den Bratwurststand, denn der Hunger machte sich breit. Nach 3 Bratwürstel, die übrigens sehr gut waren, machte ich mich auf den Weg zur Gegentribüne. Das Spiel war gut anzuschauen. Kein Taktik Geplänkel, sondern einfach nur Fussball. Zur Halbzeit stand es 1:0 für die Hausherren und als es dann auch noch zum Regnen anfing, entschied ich mich für einen Tribünenplatz. Zu meiner Verwunderung stand dann auch noch der Iltis vor mir. Ein Bekannter aus der Bayern Szene, mit dem ich 2012 bei der Euro in der Ukraine unterwegs war. So klein ist die Hopper Welt. Somit tauschten wir Informationen aus und beäugten zusammen das Spiel. Als dann in der 2. Halbzeit das 2:0 fiel, war auch der Sieg so gut wie sicher. Doch Braunschweig kam kurz vor Spielende noch zu einem Elfmeter. Als sie diesen auch noch verwandelten, wurde es nochmal spannend. Aber die Zeit reichte nicht aus und so endete das Spiel mit einem Sieg für Hannover. Als ich mich nach dem Spiel am Parkplatz einfand wartete schon der erste Mitfahrer für die Rückfahrt. Dass hatte ja schon einmal gut geklappt. Zurück über Göttingen, wo wir die Zweite einsammelten und in Kassel stieg der Dritte dazu. Das Auto war voll und bis Nürnberg, wo ein kurzer Wechsel des Personals anstand wurde jetzt mit Durchschnittsgeschwindigkeit 160 km/h durchgeheizt. Ich wollte einfach nur schnell heim. Ohne großartiger Verzögerung kamen wir ein paar Stunden später in Nürnberg/Fischbach an, wo der erste Zusteiger ausstieg und ein neuer Mitfahrer zustieg. Weiter ging es Richtung München, wobei ich vor lauter Labern und nicht aufpassen an der Ausfahrt Allershausen vorbei fuhr, wo eigentlich jemand aussteigen wollte. In München war das dann aufgefallen, also noch jemanden an der Allianz Arena raus lassen und wieder zurück nach Allershausen. Nach Ausstieg der zweiten Person ging es dann endlich nach Rosenheim, wo ich den Letzten aussteigen ließ. 15 Minuten später war ich dann endlich auch Daheim. Die Uhr zeigte Mittlerweile 23 Uhr und nach einer kurzen Katzenwäsche lag ich dann endlich im Bett.

Fazit: Bei solchen Touren merkt man einfach, daß man langsam Alt wird. Trotzdem war es mir eine Ehre, einen weiteren Geburtstag mit einem sehr guten Freund zu verbringen! Und zu den Spielen. Die Touren sind immer sehr spaßig, wenn halt die Spiele des FCB nicht wären. Wenigstens waren die anderen Spiele gut!

Freitag, 5. Februar 2016

03.02.2016 Slipknot + Suicidal Tendencies Olympiahalle München

03.02.2016 Slipnot in München Olympiahalle

Ort: Olympiahalle München

Preis: Eintrittskarte 64,45 Euro Arena Karte

Anfahrt: Von Rosenheim A8 Richtung München, Autobahnkreuz München Brunnthal Richtung Lindau weiter, auf den Mittleren Ring, auf dem Mittleren Ring immer bleiben bis zur Brücke

Mit dabei: Peter (TS), Gap Michi und ich

Tour-/Konzertbericht:
Ca. ein halbes Jahr vor dem Konzert entdeckte Peter im Internet die Tourdaten für das Slipknot Konzert. Also gab er mir Bescheid und ohne lange zu überlegen war ich dafür, das Konzert zu besuchen. Der Kartenpreis war sehr stolz, aber wenigstens hatten wir Arena Karten, denn Ziel war es, so weit wie möglich an die Bühne zu kommen.
Also traf ich mich mit Peter um 18:15 Uhr in Rosenheim am Pendlerparkplatz und wir machten uns auf den Weg nach München. Ich hatte einen kleinen Rucksack dabei, der gefüllt war mit leckeren Sagres Bier, daß ich von einer der letzten Fahrten aus Luxemburg mitgebracht hatte. Da wir Beide noch nichts zum Abendessen hatten, legten wir noch einen technischen Halt /Verpflegungshalt am Irschenberg beim goldenen M ein, um das Hungergefühl zu entfernen. Jeder 2x Doppelcheese und schon ging die Reise weiter. Am Mittleren Ring war der typische zähfliesende Verkehr, doch wir kamen einigermaßen gut voran und ab der bogen wir dann rechts ab, um die letzte Strecke fernab des Ringes zu meistern. Da wir diese Strecke noch allzu gut kannten, von unseren mehrfachen Besuchen im Olympiastadion, wo ja einst der FCB gespielt hatte, war es uns ein leichtes, bis zu Dachauer Strasse zu fahren und dann in das Bundeswehr Gelände einzubiegen. Dort ist das Parken ein Geheimtipp und so ließen wir am Ende das Auto dort stehen. Mit ein paar Sagres bewaffnet machten wir uns per Fuß auf den Weg durch den Olympiapark, am Stadion vorbei, bis hin zur Olympiahalle. Es war schon einiges los und wir leerten die letzten Schluck in unseren Hals, somit waren wir gerüstet für das Konzert. Kurzer Check der Ordner und schon waren wir in der Halle. Wir waren ja nicht das erste Mal in der Halle wegen einem Konzert, deswegen wussten wir, wo die Abgänge zur Arena waren. Dort ließen wir nicht viel Zeit liegen und schon waren wir unten. Zwischenzeitlich hatten wir uns mit Michi in Kontakt gesetzt, der war auch nicht mehr weit entfernt. Als wir dann vorne beim Wellenbrecher waren, erlebten wir die erste Endtäuschung. Der vordere Bereich war gut gefüllt und die Ordner ließen niemanden mehr in den Bereich. Aus Sicherheitsgründen! Absoluter Schwachsinn und setzt sich bei Großveranstaltungen immer mehr durch. Somit versuchten wir es auf der anderen Seite, aber auch da wurde uns der Weg versperrt. Also versuchten wir es über den Weg der Presse, die ersten beiden Ordner konnten wir noch überzeugen, doch derjenige, der unten stand, ließ uns nicht passieren. Also auch das klappte nicht. Sehr zu unserem Ärger suchten wir uns einen Platz im Bereich, von wo aus wir etwas sehen konnten. Denn gleich kamen die Suicidal Tendencies und ich musste zu meinem Erschrecken feststellen, daß ich die in meiner doch schon etwas längeren Konzert Karriere noch nie gesehen hatte. Also war die Erwartung etwas größer. Zwischenzeitlich hatte Michi auch zu uns gefunden und so warteten wir gemeinsam auf den Beginn. Als die Jungs begannen fiel erstmal auf, daß der Sound sehr breiig war und etwas leise. Sollte sich aber nach 2 Liedern gebessert haben.Tja, was soll man sagen!? Ich war schon in alten Zeiten kein großer Crossover Fan und auch jetzt zähle ich es nicht zu meinen Musikrichtungen, die mich vom Hocker reißen. Somit war das also nicht mein Ding, wobei sich die Jungs mühe gaben und mit ihrem Opener "You cant bring me down" zumindest einen Song aus alten Zeiten brachten. Viel kannte ich sowieso nicht. Und die Bandgeschichte lag mir auch fern. Also ließen wir uns von der Musik berieseln, waren aber nicht allzu begeistert. Zu der Zeit war die Halle zur Hälfte gefüllt, also knapp 6000 Leute da. Ich entdeckte, daß auf unserer Höhe noch Sitzplätze in den ersten Reihen frei waren. Kurz entschlossen redete ich mit den Anderen, ob wir uns nicht lieber hinsetzen sollen und das Konzert in Ruhe anschauen. Die anderen Beiden waren dafür, also machten wir uns schleunigst auf den Weg zu den Sitzreihen. Kontrolliert wurde an den Eingängen auch nicht, also klappte das ja. Nachdem wir einen super Platz hatten beendeten auch die Suicidal Tendencies ihr Gastspiel, ein großer Vorhang wurde vorgezogen und die Umbauten begannen. Immerhin hatten die Suicidal ne dreiviertel Stunde Zeit gehabt, um ihr Können zu teigen. Mein Ding war es nicht. Also warten auf Slipknot. Ich gebe es ehrlich zu. Die letzten zwei Alben haben mir jetzt auch nicht mehr so gut gefallen. Es sind zwar noch ein paar Kracher drauf, aber die meisten Lieder werden durch den Gesang (Gesinge) verunstaltet. Da haben mir die alten Sachen schon viel mehr gefallen. Also überraschen lassen. Eine geschlagene halbe Stunde dauerte die Umbaupause und als es dann 21:15 Uhr war kam endlich das Intro. Und als danach Slipknot die Bühne betreten hatten, der Vorhang gefallen war starteten sie gleich mit einem Kracher vom neuen Album. Es startete also viel Versprechend, doch gleich beim zweiten Lied kam das Gesinge und meine Laune sank etwas. Auch war der Sound am Anfang sehr übersteuert, aber man merkte, daß diese Band live definitiv mehr rüber bringt, als auf CD. Der Sound ist sehr schwer und drückend und die Gitarrenriffs sind unglaublich schneidend. Dass war wirklich super.
Zum Konzert:
Sound: Nach ein paar Liedern wurde der Sound besser.
Songauswahl: War für mich eher schlecht, denn es waren viele Songs dabei, die nur aus Gesinge bestanden. Also eher neues Zeug. Hatte sowieso das Gefühl, daß sie die neue CD fast komplett runter spielten. Altes Zeug war eher Mangelware. Und zwischenzeitlich griffen sie auch noch in die Liebes-Songkiste. Also eher nicht mein Ding. Zum Glück kam am Schluß mit Wait and Bleed und der Abschluss mit Spit it out zwei meiner Lieblingslieder. Damit war das wenigsten noch was positives.
Bühnenshow: Wer Slipknot in den letzten Jahren schon mal gesehen hat, der weiß, daß ein Feuerwerk gezündet wird! Da war von Pyrotechnik bis durchgehender Bewegung auf der Bühne immer etwas geboten. Nur dieses Mal war nichts. Im Hintergrund lief eine rießige Leinwand mit irgendwelchen Schwachsinnsvideos. Und Bewegung war auch kaum auf der Bühne. Außer der Junge hinter dem DJ Pult , der sich einen abtanzte und auch des Öfteren auf der Bühne herum rannte. Aber sonst war wenig an Bewegung. Da war ich mehr gewohnt!
Nach 1,5 Std war das Erlebnis Slipknot beendet.

Fazit:
Dadurch, daß ich Slipknot schon öfters gesehen habe, war ich mehr gewohnt. Das Konzert war nicht schlecht, aber ich habe mir mehr erwartet. Trotzdem muß ich sagen, selten eine Band gesehen, die soviel Kraft und Power rüber bringen. Und ich werde auch trotz allem Gesinge das nächste Mal wieder Slipknot bersuchen.














Dienstag, 19. Januar 2016

16.01.2016 Biathlon Ruhpolding

Massenstart der Frauen am 16.01.2016


Ort: Ruhpolding, Biathlonzentrum Chiemgau Arena


Anfahrt: Über die A8 München - Salzburg, Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf abfahren, rechts Richtung Inzell, im Kreisverkehr zweite Ausfahrt weiter Richtung Inzell, durch Inzell durch und hinterhalb ca. 500 m nach rechts Richtung Ruhpolding. Nach ca. 3 km folgt eine langgezogene Rechtskurve. Auf der rechten Seite befindet sich ein Golfplatz, links davon der Rauschberg Parkplatz. Erkenntlich durch eine Holzhütte mit MC Donalds und Sportwerbung. Dort das Fahrzeug abstellen und immer den Wegweisern Richtung Chiemgau Arena folgen.
Zuschauer: 21.000


Kosten: Tageskarten hätte 30 Euro gekostet


Freikarte (Arbeitskarte) von Peter


Mit dabei: Peter (TS), Markus und ich


Tour Bericht:
Am Samstag in der Früh klingelte der Wecker wieder mal viel zu früh. Um 07:30 Uhr war die Nacht vorbei. Ich hatte mit Peter ausgemacht, daß wir uns vor seiner Abfahrt zum Gelände noch am Bahnhof Siegsdorf treffen, denn er wollte mir seine Arbeitskarte noch übergeben. Denn Peter war den ganzen Event in Ruhpolding am Arbeiten. "Leider" am Bierstand, daß für mich bedeutete, daß ich dieses Mal etwas trinkfester sein musste. Somit machte ich mich nach dem morgendlichen Kaffee und nem Frühstück um 08:15 Uhr auf den Weg, um mich um 08:50 Uhr mit Peter am Siegsdorfer Bahnhof zu treffen. Der Morgen, bzw der Abend davor meinte es gut mit mir, denn es gab den großen Schnee Einbruch, somit war erstmal vorsichtiges Rumtasten auf den Straßen angesagt. Vor allem die anderen Autofahrer waren über vorsichtig, denn es ist bestimmt noch niemand bei Schnee Auto gefahren. Ziemlich nervig also! Trotzdem gelang die Übergabe der Ware (Karte) ohne große Probleme. Ich machte mich danach weiter auf den Weg Richtung Ruhpolding. Um dem Verkehr etwas zu entgehen, entschied ich mich für einen Tipp eines Arbeitskollegen. Der hatte mir geraten, über Inzell zu fahren, dort die Abzweigung Richtung Ruhpolding zu nehmen und am Rauschbergparkplatz das Auto zu belassen und die restlichen Meter zu Fuß zurück zu legen. Ich fand den Parkplatz, wie auch im Vorhinein erzählt ohne großen Andrang und nach dem Abstellen des Fahrzeuges ging es auch schon zu Fuß, immer den Wegweisern nach, durch eine unglaublich schöne verschneite Naturlandschaft, in Richtung Chiemgau Arena.





Am Anfang war ich noch alleine unterwegs. Nach ca. 30 Minuten kam ich an ein Wegekreuz, daß mich auf dem Zubringer Ruhpolding - Chiemgau Arena brachte und hier herrschte schon mehr Leben. Denn viele Zuschauer waren zu Fuß auf der Strecke unterwegs. Ich erreichte nach 15 Minuten den Eingang West, wo auch noch nicht viel Zugang/Andrang war. Also dauerte die Kontrolle auch nicht allzu lange und schon sah ich mich im Gelände. Bis zum Start der Frauen waren noch knapp 2 Stunden, deswegen hatte ich auch noch keinen Stress. Nach kurzer Orientierung und einigen Nachfragen fand ich auch schon den Erdinger Bierstand, wo Peter seiner Arbeit nach ging. Kaum war ich dort, hatte ich auch schon das erste kühle Getränk in den Händen. Mittlerweile hatte es stark mit Schneien angefangen, somit war der Bierstand genau der richtige Platz um nicht auszusehen, wie der Schneemann. Nach dem ersten kühlen Nass verabschiedete ich mich Richtung Fanstand (Merchandising), den da war Markus am Arbeiten. Nach ein paar Weg Beschreibungen der Helfershelfer fand ich zum Haupteingang, wo Markus seinen Stand hatte. Da wir uns auch schon eine Zeit nicht mehr gesehen hatten, gab es viel zu erzählen. Dort hielt ich mich knapp ne halbe Stunde auf und sah, wie sich die Massen durch den Haupteingang schoben. Somit hatte ich mit meinem Eingang West alles richtig gemacht. Nach einem weiteren kühlen Blonden, daß ich von Markus bekommen hatte, machte ich mich wieder Richtung Peter auf, denn ich wollte mir auch einen guten Platz am Bierstand mit Blick auf die Anzeigentafel sichern. Wieder angekommen am bekannten Ort wurde gleich ein Plätzchen ergattert mit direktem Blick auf die Tafel und schon hatte ich wieder ein Bierchen, Weiss in der Hand. Da ich ja noch die Heimfahrt zur späteren Zeit per Auto antreten musste bremste ich mich jetzt selber mit dem Trinken ein.



Noch 10 Minuten bis zum Start und die Stimmung, sowie die Spannung stieg bei allen Zuschauern. Auch die Gesänge stiegen schön langsam an und als nach 10 Minuten der Startschuss knallte waren die Zuschauer voll dabei. Ich wagte mich dann auch mal an die Strecke, aber zum ersten hatte ich keine Tribünenkarte, sondern nur eine Streckenkarte. Dass hatte zum Nachteil, daß ich nur die Sportler vorbei sprinten sah und das ganze wichtige Specktakel in der Arena statt fand. Somit war mir das Verfolgen der Schießleistungen nur an der Anzeigentafel möglich. Also sah ich keinen Wert, mich bei heftigen Schneefall an die Strecke zu stellen. Also zurück zum "schützenden" Bierstand. Das Rennen war trotzdem sehr spannend und nach einer guten Leistung belegten die deutschen Frauen Rang 2 und 3, was zur allgemeinen Begeisterung der Zuschauer beitrug. Da ich so einen Event selbst noch nicht live miterleben durfte erwischte ich mich auch dabei, mitzufiebern bei jedem Schuss der deutschen Athleten. Und auch ich verspürte eine gewisse Freude, als Rang 2 und 3 gesichert wurde. So ca. 13 Uhr war dann die Siegerehrung. Um 16 Uhr wäre dann der Start der Männer gewesen. Dummerweise hatte ich einen großen Fehler begangen. Man ist ja auch das erste Mal bei solchen Witterungsverhältnissen unterwegs. Somit merkte ich, daß meine Klamottenwahl nicht den Temperaturen und dem Wetter entsprachen. Mit Jeans und wasserdurchlässigen Schuhen kommt Mann halt bei schneebedeckter Fläche auch nicht soweit. Dummer Amateur Fehler! Somit stand ich vor der Entscheidung, nasse Hose und Schuhe und frieren, 3 Stunden lang, weiter Bier trinken und nicht mehr fahren können, oder alle sieben Sachen packen, den Rückweg ansteuern und vor der ganzen Horde zurück zu kommen. Die Entscheidung viel leicht, ich gab Peter seine Karte zurück, denn er benötigte Sie für den nächsten Tag erneut und ich machte mich über den selben Weg, also Ausgang West, Zubringer nach Ruhpolding bis zum Wegekreuz und ab dort Richtung Rauschbergparkplatz auf den Rückweg.











 Nach ca. 45 Minuten erreichte ich dann den Parkplatz, wo ich erstmal das verschneite Auto vom nervigen Weiss befreite und dann auch noch auf die Hilfe von 2 Passanten angewiesen war, das Auto aus der Parklücke zu bekommen. Der glatte Untergrund wollte mich an der Abfahrt hindern. 2-3 mal vor und zurück und ich konnte den Parkplatz verlassen. Somit trat ich ohne Probleme und Vorkommnisse die Rückfahrt an.


Fazit:
Biathlon ist bestimmt nicht die Sportart, die ich auf meiner ToDo Liste aufnehmen und des Öfteren besuchen werde, aber das ganze Drumherum, die Stimmung und die Leute, die von der ganzen Welt Vorort waren und alle super drauf waren, war es auf alle Fälle einmal wert zu sehen. Was ich für mich selbst gelernt habe ist, daß die Klamottenwahl definitiv falsch war an diesem Tag. Wird mir nicht mehr passieren!






Mittwoch, 13. Januar 2016

09.01.2016 West Ham United : Wolverhampton 1:0

England West Ham United : Wolverhampton 1:0


FA Cup 3 Runde                       Halbzeit 0:0 // Endstand 1:0


Stadion: Boleyn Ground (35303 Zuschauer), Green Street, London (E13 9A2)


Zuschauer: 35303 (ausverkauft), davon ca. 2000 Wolverhampton


Kosten für die Karten: 2x 40 Pfund je Karte und 2x 45 Pfund je Karte für jeweils 25 Pfund Karten


Mit dabei: GAP Michi, Michi, Patrick und ich


Anfahrt zum Flughafen Memmingen:
Von Rosenheim über die A8 bis Autobahn Kreuz Brunntal, dann auf die A99 Richtung Nürnberg/Stuttgart, der A99 bis zum Autobahnkreuz München Süd-West, dort auf die A96, bis Ausfahrt Memmingen-Ost, Abfahren und immer Richtung Flughafen.


Parken am Flughafen: Link


Flug von Memminger Flughafen mit RyanAir nach London Stansted, von dort mit dem Leihauto weiter nach London zum Stadion.

Kosten pro Nase:
Flug:             67 €
Auto:            15 €
Sprit:              3 €
Karte:           60 €
Tagesticket: 18 €
Diverses:     25 €



Tourbericht:
Eigentlich war ja der Plan, daß wir dieses Wochenende noch anhängen wollten an die Italientour vom 05.01. - 06.01.2016. Da aber 2 Tage spielfrei in Italien und die Begegnungen des Wochenendes nicht so prall waren, bzw. die Stadien größtenteils schon besucht worden sind, entschieden wir uns für Plan B. Da ein großer Teil unbedingt noch ins gute alte West Ham Stadion wollte, entschieden wir uns für eine nicht mal 24 Stunden Tour nach England. Zur Begründung: West Ham spielt nur noch diese Saison im Boleyn Ground, dann wechseln sie ins Olympia Stadion und der Boleyn Ground wird abgerissen. Ich hatte schon mal das Vergnügen auf den Ground, aber doppelt hält ja bekanntlich besser! Und dieser Ground ist es wirklich wert!
Somit trafen wir (Michi, Patrick und ich) uns am 09.01.2016 um 05:30 Uhr bei mir an der Wohnung, tranken den obligatorischen Guten Morgen Kaffee, bevor uns das Auto von Patrick Richtung München Allianz Arena brachte, wo wir den GAP Michi um 06:15 Uhr in Empfang nahmen. Von dort aus ging die Fahrt weiter nach Memmingen an den Flughafen. Ich hatte mich im Vorhinein schon erkundigt, wie die Parksituation in der Nähe des Flughafens ist. Deswegen steuerten wir gleich den Parkplatz an (siehe Link). Auto abgestellt, Parkgebühren gezahlt und schon per Fuß zum Flughafen. Es war auch für mich eine Premiere, da ich von diesem Flughafen noch niemals abgeflogen bin. Also rein in den Flughafen und erstmal sehr erstaunt schauen. Dieser Flughafen ist defenetiv der kleinste in Deutschland, wo ich bis jetzt war. Soll aber nicht abwertend sein! Sehr familiär halt! Nach unserer Eincheckphase suchten wir die örtliche Kaffee Teke auf, dort ein paar Getränke gekauft und so verbrachten wir die restliche kurze Zeit bis zum Abflug. Das Einsteigen verlief sehr unspektakulär. Plätze gefunden, abgesetzt, Augen zu, Abflug 09:45 Uhr und bei der Landung, 10:35 Uhr Ortszeit wieder geöffnet! War ja auch nur ein kurzes Intermezzo von 1 Std und 15 Min. Dann der übliche Gang durch den Wirrwar in Stansted am Flughafen und die Passkontrolle und schon fanden wir uns am Info Schalter des Flughafens, denn die ganzen Automietstationen sind mittlerweile ausgelagert aus dem Flughafen. Somit erfuhren wir, daß ein Shuttle Bus rund um die Uhr die Stationen abfährt und uns direkt zur Leihstation bringt. Ab in den Bus und kurze Zeit später stand ich schon am Schalter, bei einer netten Dame, die mir die ganzen Daten abnahm und mir noch dazu eine Zusatzversicherung aufhalsen wollte. Aber nach dem ganzen formellen Kram ging es endlich ans Auto. Nobel geht die Welt zugrunde, denn wir hatten einen Toyota Avensis, mit einer super Ausstattung. Selbst ein Navi war mit inbegriffen. Also ab auf die linke Seite und schon sah ich mich, da ich der Fahrer war, im Linksverkehr dahin schwimmen. Zum Glück war es ja nicht das erste Mal, wo ich in England auf den Straßen unterwegs war. Deswegen gab es auch keine Probleme. Nach knapp 50 km und 45 Minuten später waren wir kurz vor dem Stadion im Londoner Vorstadtchaos. Stau um uns herum und nur langsam näherten wir uns dem Stadion, daß wir nach kurzer Zeit zu Gesicht bekamen. Das nächste große Problem, daß auf uns zukam war die Parkplatzsuche. Nach ein paar Versuchen, die im Sande verliefen, fanden wir auf einem Parkdeck einen Platz. Natürlich ein Bezahlparkplatz, der nicht gerade günstig war. Aber durch die Parkplatzsituation und der Nähe zum Stadion entschieden wir uns, den Preis zu zahlen. Lange Rede, gar kein Sinn, wir zahlten für die paar Stunden 10 Pfund, aber da ich ja schon einmal den Spaß der Strafe für falsch Parken in England hatte, wußte ich, lieber 10 Pfund Parken zahlen, als 50 Pfund Strafe! Somit machten wir uns auf den Weg zu Fuß zum Stadion, wo ich trotz ausverkauft darauf hoffte, daß es noch ein Restkontingent an Karten geben würde.





















Dadurch, daß es ein FA Cup Spiel war, wurde mein Plan zunichte. Denn die Jahreskarten Besitzer konnten sich die Karten normal abholen und der Resr an karten wurde Vorher verkauft. Also standen wir mit leeren Händen da. Kurze Besprechung, erstmal versuchen, auf den Schwarzmarkt etwas zu ergattern. Kartenpreise lagen 2 Stunden vor Spielbeginn bei 60-70 Pfund, daß war uns viel zu teuer! Also Plan B durchgesprochen, auf nach Brentford zum anderen Spiel, denn auch dort wurde FA Cup gespielt. Zurück zum Auto, daß Endziel eingegeben und schnell merkten wir, daß es sehr knapp von der Zeit werden würde, da West Ham im Nordosten von London liegt und Brentford genau in entgegen gesetzter Richtung, nämlich im Südwesten. Also schwer pünktlich zu erreichen. Somit also doch zurück ins Getümmel und versuchen, eine Karte zu bekommen. Nach nicht allzu langer Zeit waren die Preise auch schon gefallen und wir kauften 4 Karten, jeweils 2x für 40 Pfund und jeweils 2x 45 Pfund. Der normale Preis wäre 25 Pfund gewesen, also nicht so heftig. Wenn wir noch etwas länger gewartet hätten wäre der Preis bestimmt noch gefallen, aber wir wollten auch noch einen Schluck aus der Dose wagen und ein paar Fotos rund ums Stadion schießen. Ums Stadion war schon einiges los, also schnell in ein Kiosk, den leckeren K-Cider gekauft und zum Denkmal von 1966 geschlendert, wo wir uns den Cider schmecken ließen und noch ein Gruppenfoto fabrizierten. Kurz vor Spielbeginn trennten sich unsere Wege und jeder suchte sich seinen Eingang, um den Kick zu sehen. Was soll ich zum Spiel sagen. es ist mittlerweile erschreckend, wie schlecht die Stimmung in den englischen Stadien ist. West Ham hatte so gut wie gar keinen Support und die Jungs von Wolverhampton waren auch nicht gerade laut mit ihrer Anfeuerung. Das Spiel schloss sich der Anfeuerung an und war sehr enttäuschend. Ein typisches Mittelfeld Geplänkel, wo sich keiner am 16 mal getraut hat zu Schießen. Somit hatte West Ham gerade mal  5 Chancen, Wolverhampton 2 Chancen um die Tür in die nächste Runde des FA Cups aufzustoßen. Nachdem die erste Halbzeit beendet war klatschten die Zuschauer sogar, in Deutschland hätte es ein Pfeifkonzert gegeben, aber das englische Publikum ist wirklich sehr fair. Es wurden auch keine Hass und Schmähgesänge gegen die gegnerischen Fans gesungen.























Als dann die zweite Halbzeit begann erhoffte ich mir ein besseres Spiel. Leider ging es so weiter, wie es aufgehört hatte. als ich mich mit einem 0:0 schon abgefunden hatte, kam es in der 84 Minute doch noch zu einem Treffer. Und zwar für die Heimmannschaft. Nach einer sehenswerten Flanke mit dem Rücken zum Tor nahm der Torschütze den Ball volley und traf rechts unten ins Eck. Somit hatten wir wenigsten ein Tor gesehen, denn das war zugleich auch der Endstand. Wolverhampton versuchte zwar noch den Ausgleich zu erzielen, aber selbst bei 6 Minuten Nachspielzeit glückte ihnen das nicht mehr. Nach dem Abpfiff gabs meinerseits noch ein paar Fotos und schon machte ich mich auf dem Weg zum Treffpunkt.
Natürlich passierte dass, was immer passiert. Ich fand die Jungs nicht. Und was noch viel schöner war, war, daß es auch noch zum Regnen begonnen hatte und ich nach kurzer Zeit auch noch schön nass war. Inselwetter halt. Somit ging ich nochmal alle vorherigen Punkte unseres Weges ab und hörte Michis Stimme im Hintergrund. Ich hatte mich natürlich eine Straße zu weit hingestellt und die anderen 3 warteten schon etwas länger auf mich. Das Alter halt! Wir entschieden uns kurzfristig für einen chinesischen Imbiss, wegen Hunger und Trockenheit. Dort besprachen wir das weitere Vorgehen. Denn unser Flieger ging ja erst am nächsten Tag um 06.35 Uhr zurück. Nach einigen Hin und Her entschieden wir, noch eine Sightseeing Tour in der Stadt zu starten. Denn Big Ben, Tower Bridge und Buckingham Palace mussten noch gesehen werden.













Diese wurden auch bei teilweise strömenden Regen abgegrast, per Foto eingefangen und kurz vor 23 Uhr waren wir dann wieder zurück am Auto und "leicht" durchgenässt ging es mit dem Auto wieder zurück zum Flughafen. Um 23:50 Uhr das Auto abgestellt, nochmal auf Schäden überprüft und gutem Gewissen wieder mit dem Shuttle Bus zum Terminal. Dort leerten wir unsere letzten Flüssigkeitsreserven. Noch ein - zwei Stunden vor dem Check Inn Schalter auf dem Boden geschlafen, dann durch die Kontrolle und im Bereich dann noch eine kurze Zeit auf einer Bank ein paar Stunden eingeholt. So gegen 5:30 Uhr ging dann ein netter Beamter durch und weckte uns. Mit den netten Worten, es wollen sich auch noch andere Leute hinsetzen. Also schlugen wir uns die restliche Zeit um die Ohren und als dann endlich auf der Anzeigetafel Bording für Memmingen stand hatten wir es eilig in den Flieger zu kommen, denn wir hatten den selben Plan wie bei dem Hinflug, Platz einnehmen, Augen zu und den Flug nützen um Schlaf zu bekommen. Landung war pünktlich um 09:20 Uhr und nach all den Sicherheitschecks waren wir auch rechtzeitig wieder am Auto, um die letzten Kilometer Richtung Heimat anzutreten. Ein kurzer MC Donalds Break zwang uns noch zur Futteraufnahme, dann die stieg als Erstes der GAP Michi wieder an der Allianz Arena aus und nach einer weiteren Stunde waren wir dann auch in Brannenburg, wo die Reise für mich ein Ende nahm.


Fazit der Reise:
Auch wenn der Insel Besuch nur knapp 24 Stunden gedauert hat, hat sich auch diese Tour wieder mehr als gelohnt. Wir hatten trotz des Wetters und dem schlechten Spiels viel Spaß und Gaudi! Ich merke für mich, daß England zum Groundhoppen meine zweite Heimat geworden ist!