Eifelturm Paris

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Donnerstag, 7. Oktober 2021

23.07.2021 Slowenien Tag 2

23.07.2021
Fahrt nach Triest

Sightseeing in Triest
Fahrt von Triest - Sezana
Spiel:
Prva Liga (erste Liga) Slowenien
Tabor Sezana : NK Celje
Halbzeit: 0:0; Endstand: 0:1
Anpfiff: 17 Uhr
Zuschauer: 250
Stadion: Nogometni Stadion Rajko Stolfa

Übernachtung auf der Autobahnraststätte in Richtung Ljubljana

Tourplan:
Nachdem ich ziemlich gut geschlafen hatte und zeittechnisch nichts anbrannte, wollte ich erst einmal in Ruhe frühstücken. Da auf dem Rasthof wenig los war und ich eh die Kühltruhe mit genug Lebensmitteln dabei hatte gab es jetzt erst einmal etwas aus der eigenen "Truhe".


Danach steckte ich mir den Plan für heuten Tag zurecht. Bevor ich aber nach Triest fahren würde, wollte ich mir noch die Parkplatzsituation und das Stadion in Sezana anschauen. Auch hier gab ich im Navi wieder die Adresse ein und dieses führte mich direkt dorthin. Am Stadion ist ein großer Parkplatz dabei, der aber für den heutigen Tag gesperrt war. Dies war wohl dem Spiel geschuldet. Deswegen suchte ich mir um das Stadion herum Möglichkeiten, wo ich das Auto abstellen konnte und wurde auch fündig. Im Vorhinein hatte ich mich schon schlau gemacht, wie die Situation der Kennzeichnung der Parkplätze in Slowenien ist. Weiß bedeutet freies Parken, gelb Kurzzeitparken und blau ist gesperrt für Privatbesitzer oder Bewohner. Dies musste ich nur beachten, dann würde ich sicher einen Parkplatz finden. Ich stellte das Auto in der Nähe des Stadions ab und ging noch ein paar Meter zu Fuß. Am Stadion sah ich schöne Grafittis und auch ein offenes Tor, daß mir den Zugang ins Stadion gewährte.
 
 
 
 
Nachdem ich jetzt wusste, wie die Situation Vorort war, machte ich mich nun auf nach Triest. Ich gab die Strecke ins Navi ein und mir wurde gemeldet, dass diese Strecke auf der Autobahn mautpflichtig ist. Da ich keine Lust darauf hatte noch extra Geld in Italien zu zahlen, nutzte ich die Strecke über die Landstraße. So sah ich noch etwas vom Land und kam auch über die Grenze. Hier interessierte sich auch niemand für Kontrollen, geschweige denn sieht die Grenze so aus, als würde sie schon seit längerer Zeit nicht mehr betrieben. 
 
 
Das Grenzhäuschen hat schon länger keinen Grenzsoldaten mehr gesehen
 
Nun sollte es für mich noch ein paar Kilometer auf der Landstraße gehen und schon bald hatte mich das Chaos von Triest. Eine typische italienische Großstadt erwartete mich. Mit vielen Rollerfahrern, Verkehrschaos und engen Gassen. Hier stellte man sein Auto einfach hin wie man Lust und Laune hatte. Doch ich hatte keine Lust als Deutscher hier in Italien eine Strafzettel zu bekommen. Deswegen versuchte ich zuerst unten im Hafen etwas zu finden. Doch die Situation ist hier so, dass es aussichtslos ist. Ich hatte von einem Arbeitskollegen vorher noch erfahren, dass es hier freie Möglichkeiten geben sollte. Doch die sind wohl jetzt Alle kostenpflichtig. Somit entschloss ich mich dafür, etwas auf den Außenbereich von Triest auszuweichen und dann zu Fuß in die Stadt zu latschen. Ich fuhr wieder ein kurzes Stück in Richtung Slowenien zurück und als ich dann in einem Wohngebiet in Triest vorbei kam nutzte ich die Gunst der Stunde und suchte mir in einer Seitenstraße einen Platz für meinen Wagen. Da hier noch andere Autos mit ausländischen Kennzeichen standen war ich mir sicher, dass es hier keine Probleme geben würde.
 
Dies war die Straße, wo ich stand.
 
Ca. 3 Kilometer musste ich dann zu Fuß zurücklegen. Mittlerweile hatte sich auch das Wetter so eingestellt, dass ich mich noch vor dem losgehen mit Sonnencreme eincremte. Denn das letzte was ich wollte, war am Anfang der Tour einen Sonnenbrand abzubekommen. Zu Fuß ging es für mich hier nun weiter in die Innenstadt. Schon auf meinem Marsch nach unten entdeckte ich sehr schöne Gebäude.
 
 
 
Ich hatte vorher schon im Internet recherchiert, was die Stadt hergeben sollte und auch bei meiner kurzen Fahrt am Hafen entlang sah ich schon einige sehenswerte Dinge. Diese wollte ich natürlich sehen, bzw. abgehen. So ging ich immer in Richtung Hafen und jedes Mal wenn ich etwas sah, machte ich einen Umweg um diese Bauwerke, Statue oder sehenswerten Plätze zu fotografieren. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ich kam noch bei einem Spar Markt vorbei und holte mir dort kühle Getränke. Danach begab mich zum Hafen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
An der Hafenmauer setzte ich mich dann erst einmal ab und genoss das Rauschen des Meeres und die Ruhe mit den kühlen Getränken. Auch hier merkte ich wieder, wie wichtig diese Touren für mich sind. Viele Leute verstehen das nicht, was ich mache. Man hat seine Ruhe, man sieht etwas von der Welt und ist niemanden Rechenschaft schuldig. So verbrachte ich hier locker eine halbe Stunde und gönnte mir diese Ruhe. Danach klapperte ich weitere sehenswerte Punkte ab.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als es dann auf 14 Uhr zu ging machte ich mich schon langsam wieder auf den Rückweg. Aus früheren Fehlern lernt man, wie man ja immer so schön sagt. Deswegen hatte ich mehrfach die Straßennahmen um meinem Parkplatz des Autos fotografiert und konnte mich nun mit diesen Bildern und Adressen wieder in Richtung des Autos begeben. Und wieder hatte ich das Glück, dass ich noch an weiteren schönen Punkten vorbei kam, die mir einige Bilder wert waren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aufgrund des Wetters, über 30 Grad und strahlend blauer Himmel war ich froh, dass ich mich vorher eingeschmiert hatte und auch meinen Hut mit im Gepäck hatte. Sonst hätte es mich heute sicherlich sehr aufgebrannt. Als ich dann zum Schluss noch den letzten Anstieg gemeistert hatte erreichte ich das Auto, das ohne Strafzettel oder Parkkralle immer noch an seinem Platz stand. Nun sollte es wieder zurück nach Sezana gehen und dort gleich zum Stadion. Da ich wusste, dass die Parkplatzsituation etwas angespannt war entschied ich mich dazu, früher dort zu sein. Nach einer halbstündigen Fahrt war ich auch wieder zurück und fand an einer Firma, ca. 400 m entfernt vom Stadion einen super Parkplatz. Diesen hatte ich vorher gar nicht gefunden aber nutzte ihn natürlich jetzt. Ich hatte noch etwas mehr als 1,5 Stunden Zeit bis zum Spiel, trotzdem ging ich schon mal zum Stadion. Dort kümmerte ich mich nach noch um Karten und machte einige Fotos. 


Danach ging ich noch mal zurück zum Auto um zu schauen, ob alles in Ordnung war und wechselte noch einmal den Parkplatz. Mittlerweile stand das Auto direkt in der Sonne und das wollte ich mir nicht antun, deswegen wurde der Platz noch einmal gewechselt in einen Schattenplatz. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn machte ich mich dann wieder auf den Weg zurück zum Stadion. Am Stadion angekommen gab es dann für mich die erste große Überraschung, denn als ich zehn Minuten vor Spielbeginn ins Stadion ging, war hier noch nichts los. Es waren nicht einmal 200 Leute im Stadion. Am Eingang wurde dann keine Kontrolle des Impfstatus, Test oder irgendetwas anderes gemacht. Ich konnte nachdem die Eintrittskarte kontrolliert wurde einfach durchgehen. Auch im Stadion wurde auf den Plätzen nicht darauf geachtet, ob man den Abstand einhält oder sich zusammensetzt. Alles sehr ruhig und gelassen. 
Zum Stadion:
Dieses Stadion besteht aus einer Tribüne an der Längsseite und einer Tribüne hinter dem Tor. Der Rest ist nur Zaun und wird nicht genutzt. Die Haupttribüne ist überdacht und bietet Platz für ca. 150 Leute. Sie ist reiner Sitzplatz und ist im ersten Stock. Die Sitzschaalen sind in silber und rot gehalten. Im Erdgeschoß befinden sich die Spielerkabinen und Büroräume des Vereins. Die Tribüne schaut noch sehr neu aus und scheint noch nicht lange in Nutzung zu sein.



Die Hintertortribüne ist nicht überdacht und ist wohl schon etwas älter. Die Sitzschaalen sind in den Farben Schwarz-Gelb gehaltene und bietet Platz für ca 1200 Leute. Sie ist nicht überdacht. Es gibt in diesem Stadion keine Stehplätze.
 
Zum Spiel:
Das Spiel wurde pünktlich um 17 Uhr angepfiffen. 
Schon mit dem Anpfiff hatte die Heimmannschaft die erste Chance. Sie kombinierten sich gut durch die Abwehr von Celje frei vor den Torwart, konnten aber aus dieser Chance nichts machen. 
In der 5. Minuten nächste Chance für die Heimmannschaft. Nach einen Fehler in der Abwehr kommt der Ball zu einem Spieler von Sezana. Dieser flankt den Ball von rechts rein, doch der Ball wird schlecht angenommen und neben das Tor gesetzt.
8. Spielminute: erste Chance für Celje. Ein Spieler kommt im Strafraum durch, umrundet den Torwart noch und schießt, doch ein Verteidiger kann den Ball abwehren.
Ab der 25. Minute machen sich dann ein paar Heimfans bemerkbar. Sie haben ihren Platz auf der Hintertortribüne gefunden und eine Trommel dabei. Sie versuchen durch Fangesänge ihre Mannschaft anzufeuern. Von Celje Fans ist nichts zu sehen.
27. Spielminute: schneller Spielzug von der Heimmannschaft über Links. Der Ball kommt vors Tor, aber der Spieler köpft übers Tor.
32. Spielminute: ein Durcheinander im Strafraum der Heimmannschaft. Ein Spieler von Celje kann sich den Ball zurechtlegen und schießt dann knapp vorbei.
40. Spielminute: wieder ein guter Angriff von Sezana. Ein Spieler kommt über die linke Seite an den Ball und schießt aufs Tor, doch der Torwart kann abwehren.
Vor der Halbzeit verletzt sich noch ein Spieler der Heimmannschaft und muss vom Rasen. Wird bis zur Pause aber auch nicht mehr ersetzt. Nach einer kurzen Nachspielzeit pfeift der Schiedsrichter dann zu Halbzeit ab. In der ersten Halbzeit war die Heimmannschaft klar besser, konnte aber nichts aus ihren guten Chancen machen. Auch dem Wetter geschuldet war das Spiel doch etwas schwächer, denn die Hitze machte beiden Mannschaften zu schaffen. Und es gab auch keine Unterbrechung für eine Trinkpause.
Die Halbzeit nutze ich um mir in der Stadion Kneipe, die außerhalb des Stadions war, ein Getränk zu holen. Jedem Besucher des Stadions war es erlaubt, das Stadion zu verlassen. Außerhalb des Stadions waren drei Kneipen, wo sich die Zuschauer sammelten und Getränke holten. Im Stadion gab es nichts zu kaufen.. Kurz vor Ende der Halbzeitpause konnte man wieder, nachdem man seine Eintrittskarte hergezeigt hatte, ins Stadion zurück kehren. Ebenfalls, als man aus dem Stadion und auch wieder zurück in dieses ging, bekam man von einer Ordnerin ein isotonisches alkoholfreies Getränk umsonst. Meiner Meinung nach eine sehr gute Geste bei diesem Wetter.
Es waren gerade einmal fünf Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, da kommt ein Spieler der Auswärtsmannschaft gefährlich vors Tor. Dieser Spieler wird im Strafraum gefoult und der Schiedsrichter zeigt auf den Elfmeterpunkt. Der Spieler verwandelt den Strafstoß zum 0:1. 
Danach ist das Spiel ziemlich zerfahren.
In der 65 Minuten machten sich dann auch mal wieder die einzelnen Fans
mit einem kurzen Support bemerkbar. 
 
 
75. Spielminute: wieder ein grober Schnitzer in der Abwehr der Heimmannschaft. Ein Spieler von Celje schnappt sich den Ball und geht alleine auf den Torwart zu. Doch im letzten Moment kann der Torwart ihn den Ball vom Fuß wegfischen.
Danach spielte eigentlich nur noch die Heimmannschaft. Celje versucht das Ergebnis zu verwalten und abzuwehren. Leider sollte es Sezana nicht mehr gelingen den Ausgleich zu erzielen, denn sie hatten zu wenig Ideen nach vorne. Trotzdem ein sehr nettes Spiel zum Anschauen, das schnell und chancenreich war.
Nach 90 + 3 Minuten pfiff der Schiedsrichter dann das Spiel ab. Da ich es nicht besonders eilig hatte, lies ich mir Zeit beim Verlassen des Stadions.
Deswegen machte ich noch einige Fotos im Stadion und bewegte mich dann langsam wieder in Richtung Auto. Dort angekommen ging es jetzt weiter auf die letzte Etappe und zwar in Richtung Ljubljana. Kurz vor dem Verlassen der Stadt entdeckte ich dann doch noch ein paar Motive, die ich noch ablichten wollte. Sonst hatte das Städtchen bis jetzt noch nicht viel hergegeben.
 
 
 
Danach gings wieder zurück auf die Autobahn. Je näher das ich der Hauptstadt von Slowenien kam, umso mehr schlug das Wetter um. In die Richtung die ich fuhr wurde es immer dunkler am Himmel und ca. 20 Minuten nach meiner Abfahrt begann es dann mit Regnen. Auch die Temperatur fiel mit einem Schlag nach unten. Waren es vorher bei meiner Abfahrt noch 30 Grad, konnte ich zuschauen, wie die Temperatur auf 18 Grad fiel. Ca. 30 km vor meinem Ziel kam dann ein Autohof, den ich anfuhr. Dort fand ich eine gute Lücke für den Wagen und nutzte diese auch gleich. Nachdem das Auto stand gönnte ich mir noch ein Bierchen, schaute noch einmal die Bilder von heute durch, sortierte diese aus und nachdem das Bierchen geleert war wurden auch schon die Augen geschlossen. 
Fazit des Tages: 
Mit der Besichtigung von Triest hatte ich heute alles richtig gemacht. Triest es eine Stadt, die man auf alle Fälle ansehen sollte, wenn man in der Nähe ist. Der typische italienische Flair macht sie sehr interessant. Auch die Bauwerke und Statuen sind sehr sehenswert. Danach das Spiel war geprägt vom Versuch der Heimmannschaft, das Spiel zu gewinnen. Leider lag es auch am Unvermögen der Spieler, daß das Spiel verloren ging. Denn sie schafften es einfach nicht, den Ball ins Tor zu bekommen. Durch einen dummen Elfmeter nahm Celje die drei Punkte mit. Trotzdem ein nettes Spielchen und ein guter Tag.







22.07.2021 Slowenien Tag 1

Plan der Tour: 
22.07.2021
Abfahrt von Bad Reichenhall - Spittal

Dort das Regionalliga Mitte Spiel:
SV Spittal : Sturm Graz II
Anpfiff: 19:00 Uhr
Halbzeit: 0:2; Endstand: 0:2
Zuschauer: 150
Weiterfahrt von Spittal an die Grenze von Slowenien. 
Fahrt von der Grenze am Karawankentunnel bis kurz vor die Grenze nach Italien.
Übernachtung auf einem Rasthof.

23.07.2021
Fahrt nach Triest
Sightseeing in Triest
Fahrt von Triest - Sezana
Spiel:
Prva Liga (erste Liga) Slowenien
Tabor Sezana : NK Celje
Anpfiff: 17 Uhr
Zuschauer: 250

Übernachtung auf der Autobahnraststätte in Richtung Ljubljana

24.07.2021
Fahrt nach Ljubljana
Sightseeing in Ljubljana
Spiel:
Prva Liga (erste Liga) Slowenien
NK Bravo Ljubljana : Aluminij Kidricevo
Anpfiff: 17 Uhr
Ergebnis: 0:0
Zuschauer: 250

FC Koper : NS Mura
Anpfiff: 20:15 Uhr
Halbzeit: 2:1; Endstand: 3:2
Zuschauer: 500, davon Auswärts: 100
Stadion: SRC Bonifika

Übernachtung auf einer Autobahnraststätte bei Koper

25.07.2021
Sightseeing in Koper
Fahrt in einen Vorort von Ljubljana (Domzale)
Spiel:
Prva Liga (erste Liga) Slowenien
NK Radomlje : Olimpija Ljubljana
Anpfiff: 17 Uhr
Halbzeit: 1:1; Endstand: 1:1
Zuschauer: 1000

Danach Rückfahrt nach Bad Reichenhall.

gefahrene Kilometer:
Bad Reichenhall - Spittal             154 km
Spittal - Triest                              222 km
Triest - Sezana                               15 km
Sezana - Ljubljana                         79 km
Ljubljana - Koper                         106 km
Koper - Domzale                          120 km
Domzale - Bad Reichenhall          282 km
gesamt:                                         978 km

Kosten:
Vignette Österreich:                       22 €
Vignette Slowenien:                       12 €
Tunnelmaut Tauerntunnel 2 x        25 €
Tunnelmaut Katschbergtunnel       15,20 €
Sprit:                                               80 €
Diverses:                                       100 €
gesamt:                                          254,20 €

Mit dabei:
Alleine
getroffen:
Markus und einen Kölner Kumpel
 
besuchte Städte und interessante Links für die Tour:

Vorbereitung und Planung:
Da ich letztes Jahr im Juni noch 15 Überstunden erworben hatte und diese genau ein Jahr später verfallen sollten, entschloss ich mich dazu ein verlängertes Wochenende zu machen. Bedeutete, den Freitag und Montag dieses Wochenende auf Stunden frei zu nehmen. Nachdem ich mich über diverse Fußballseiten schlau gemacht hatte entdeckte ich, dass an diesem Wochenende der zweite Spieltag der Regionalliga Bayern laufen sollte. Ebenfalls wurde auch wieder in den anderen Ligen, der 3. deutschen Liga gespielt. Deswegen wartete ich ab, wie die Terminierungen fallen sollten. Kurz darauf standen diese auch fest und ich könnte eine gute Tour zusammen stellen. Am Freitag nach Memmingen, am Samstag zu Nürnberg II, am Sonntag nach Verl und am Montag zu Freiburg II. Alles Vereine, wo ich noch nicht anwesend war. Nachdem ich dann schon alles geplant hatte, meinen Kumpel Torte ebenfalls Bescheid gegeben hatte nach Verl zu kommen und noch ein zweites Spiel an diesem Tag in Belgien zu beäugen, kam die schlechte Nachricht von meinem Kumpel. Er hatte heraus bekommen, daß Verl nicht im eigenen Stadion spielen würde. Für die dritte Liga war das Stadion von Verl zu klein, deswegen müssten sie ausweichen nach Lotte. In Lotte war ich aber schon, deswegen sollte mich dieses Spiel auch nicht interessieren. Außerdem stiegen die Werte und Infektionszahlen von Corona in Belgien sehr stark an, deswegen war nicht einmal sicher, ob ich nach Belgien fahren konnte. Da es auch einiges an Entfernung war, wollte ich ohne sichere Zusage nicht in diese Richtung fahren. Leider sollte ich nichts anderes in dieser Richtung finden. Zu allem Übel kam noch die nächste schlechte Nachricht dazu, denn Freiburg II sollte im Dreisamstadion seine Spiele austragen. Auch dieses Stadion hatte ich schon mehrfach besucht, deswegen konnte ich auch hinter diesem Spiel einen Haken setzen. Weiter suchte ich nun für Sonntag und Montag ein Spiel, wurde aber in Deutschland nicht fündig. Somit wollte ich diese Tour nicht mehr durchführen, sondern suchte nach einer anderen Möglichkeit. Nachdem ich bei soccerway.com wieder die Seiten durchstöbert entdeckte ich, dass die slowenische Liga spielte. Auch hier war ich sehr schlecht aufgestellt und es fehlte mir noch einiges an Vereinen / Grounds. Deswegen richtete ich meinen Augenmerk erst einmal auf diese Liga. Wie ich heraus fand, würde vom Freitag bis Sonntag die Möglichkeit bestehen, ein paar Spiele der ersten Liga zu sehen. Auch würde es mich in den östlichen Bereich von Slowenien bringen, der am Meer liegt. Somit war ich für diese Idee sehr offen. Nachdem ich alles durchgerechnet hatte und auch bemerkte, das am Donnerstag noch ein Regionalligaspiel in Spittal (Österreich) möglich war stand diese Tour für mich fest. Ein paar Planungen hin und her sollten ergeben, da ich am Donnerstag in Bad Reichenhall meinen Dienst versehen würde, dass ich nach Dienst um 16 Uhr meine Reise beginnen würde. Am Mittwochabend setzte ich mich noch vor den Computer, schrieb alle wichtigen Daten zusammen, räumte das Auto mit dem Bett und meiner Bekleidung ein und schon stand die Tour. Leider musste ich diese Tour alleine machen, denn meine Freundin hatte am Freitag noch bis 15:30 Uhr ihre Schulung. Da ich ja am Donnerstag schon losfahren wollte, konnte sie mich nicht begleiten. Ebenfalls fragte ich noch bei Kameraden nach, ob sie Lust auf diese Tour hätten, aber auch hier wurde ich nicht fündig. So entschloss ich mich dazu, die Tour alleine durchzuführen.

Tourplan: 
Wie schon angesprochen, hatte ich am Tag meiner Abreise (Donnerstag) Dienst in Bad Reichenhall. Nachdem es 16 Uhr war, saß ich auch schon im Auto und die Reise sollte beginnen. Da ich für beide Länder noch eine Vignette brauchte entschloss ich mich dazu, kurz hinter der österreichischen Grenze (bei Salzburg) zur dortigen Vignetten Stelle zu fahren. Dort stellte ich fest, dass es nicht nur die österreichische, sondern auch die slowenische Vignette zum Kaufen gab. Ich hatte den ganzen Tag darüber nachgedacht, wie ich es dieses Mal am besten mit der Vignetten Aufteilung mache. Da ich ja nächstes Wochenende auch noch eine Tour nach Tschechien geplant hatte, würde sich die 10 Tages Vignette von Österreich genau um einen Tag nicht ausgehen. Also musste ich mir überlegen, ob ich entweder die 10 Tages Vignetten hole oder gleich die für 2 Monate. Die Entscheidung fiel auf die zweite Variante. Für Slowenien reichte mir die 7 Tages Vignette. Also kaufte ich diese Beiden und es ist jedes Mal wieder aufs Neue ein Kopfschütteln wert, wie schlau die anderen Länder doch gegenüber Deutschland sind. Über unsere Autobahnen rauscht ganz Europa und nutzt diese kostenlos und wir zahlen in den Nachbarländern für Nutzung der Autobahn. Selbst in Österreich kommen noch extra Mautkosten für bestimmte Tunnel dazu. Aber wer diese Länder bereisen möchte muss in den sauren Apfel beißen und die Kosten auf sich nehmen. Nachdem ich dann von der Verkaufsstelle an der Autobahn rollte musste ich das Auto schon wieder anhalten. Denn eine freundliche Dame der österreichischen Exekutive winkte mich heraus. Sie fragte mich nach meinem Ziel und Grund meiner Reise. Ich sagte ihr, dass ich einen Bekannten in Slowenien besuchen würde. Ebenfalls fragte sie ob ich mich ausweisen könne, natürlich konnte ich das und zeigt ihr mein Ausweisdokument. Danach ließ sie mich ganz normal weiterfahren. Nachdem ich dann wieder auf der Autobahn war musste ich von Salzburg in Richtung Villach abbiegen. Hier kam schon gleich das nächste Übel mit hinzu, denn eine Baustelle sollte einen kurzen Stau fabrizieren. Auch die überwand ich ohne Probleme und fuhr weiter in Richtung Spittal. Ab jetzt sollten keine Stöhrungen und Behinderungen mehr auf mich zukommen. Lediglich der Tauerntunnel, der mit saftigen 12,50 € zu passieren ist, musste noch genommen werden. 
Zum Tauerntunnel: Dieser Tunnel ist 6546 m lang. Bestehend aus zwei Röhren hat man für jede Fahrtrichtung zwei Fahrspuren pro Röhre. Danach beginnt der Katschbergtunnel. Dieser istt im Mautpreis mit dabei. Er ist 5,9 km lang. Beide Tunnel zählen in Österreich als Sondermautstrecke. Der zweite Tunnel ist auch der Grenztunnel zwischen den zwei Bundesländern Salzburg und Kärnten. Um 18:26 Uhr war ich dann in Spittal. Noch ein bisschen Fahrt durch die Innenstadt und schon stand ich vor dem Stadion. Die Parkplatzsituation vor diesem ist sehr entspannt, es gibt einen großen geteerten Platz wo man das Auto abstellen kann. An dem kleinen Tickethäuschen besorgte ich mir dann die Eintrittskarten. Zum Betreten des Stadions wurde auf die 3G Regeln geschaut. Der Ordner schaute sich genau meinen digitalen Impfpass an und nachdem Alles in Ordnung war, durfte ich das Stadion betreten.
 
 
Zum Stadion: 
Das Stadion wird im Internet angepriesen mit einem Fassungsvermögen von 6000 Zuschauern. 
Wenn man durch den Eingang ins Stadion kommt ist auf der rechten Seite die Gegengerade, links die Hauptribüne. Die Gegengerade ist reiner Stehplatzbereich, bestehend aus Betonstufen. Diese Tribüne zieht sich komplett über die gesamte Längsseite des Spielfeldes. Sie ist nicht überdacht.
  

Gegenüber, die Haupttribüne, ist gerade einmal ein Drittel der Längsseite. Sie besteht aus sieben Reihen, die komplett Sitzplatz sind. Sie hat ein Fassungsvermögen von ca. 250 - 300 Zuschauern. Diese Tribüne ist überdacht.
 
 
Wenn man auf die Tribüne blickt ist auf der rechten Seite davon ein Imbissbereich. Zu meiner großen Freude war dort auch der Grill angeheizt. Hier ist auch ein Getränkestand dabei.
 
Hinter der Haupttribüne befindet sich ebenfalls noch ein zweiter Getränkestand, wo ich auch fündig wurde wegen meinem Pin. Von der Haupttribüne hinüber auf die Gegengerade führt ein geteerter Weg. Auf dem gesamten Bereich zwischen den beiden Tribünen kann man sich hinter der Werbebande hinstellen. Die zweite Hintertorkurve kann nicht genutzt werden. Gespielt wird hier auf Kunstrasen. Bevor das Spiel startete gönnte ich mir ein Steak und ein Bier. 
 
Danach ging ich auf die Haupttribüne. Hier war freie Sitzplatzwahl. Wichtig dabei ist nur, die mit einem Sperrband abgesperrten Sitze nicht zu nutzen. Kurz vor Spielbeginn begann es dann mit regnen und kühlte richtig ab. Glücklicherweise hatte ich mir eine Jacke mit ins Stadion genommen.
Beide Mannschaften erschienen dann und stellten sich auf.
Pünktlich pfiff der Schiedsrichter das Spiel an. Noch eine kurze Erklärung warum das Spiel heute am Donnerstag ist. Der Rest der Liga spielte am Freitag und Samstag, was in Österreich so üblich ist. Sturm Graz hatte an Spittal die Bitte geäußert, das Spiel um einen Tag nach vorne zu verlegen. Denn die Profis von Sturm Graz spielten am morgigen Tag gegen Red Bull Salzburg und da würden ein paar Spieler der Amateurmannschaft mit auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die Heimmannschaft ist der Bitte nachgekommen und deswegen wurde dieses Spiel, am ersten Spieltag der Regionalliga Mitte, auf den Donnerstag gelegt. Was für mich natürlich sehr postiv war, denn so konnte ich mir heute dieses Spiel anschauen.Nachdem der Schiedsrichter das Spiel angepfiffen hatte, benötigten beide Mannschaften erst einmal etwas mehr als 10 Minuten, um in dieses Spiel zu finden.
14. Spielminute: das 0:1. Eher aus dem Nichts wurde ein schneller Konter durchgeführt. Durch einen guten Ball in die Spitze konnte ein Spieler von Sturm alleine auf den Torwart zulaufen und den Ball ins linke Toreck schießen. Diesem Spielzug ging aber auch eine sehr schlechte Abwehrleistung voraus.
19 Spielminute: erste gute Chance für Spittal. Ecke von rechts auf das Tor, ein Spieler köpft auf das Tor, Torwart kann den Ball halten.
27. Spielminuten: 0:2. Ecke von der linken Seite für Sturm Graz. Ball kommt durch Freund und Feind. Ein Spieler muß nur noch den Fuß hin halten und der Ball geht ins Tor.
29. Spielminute: Graz wird immer besser. Ein Weitschuss aus 20 Metern aufs Tor, der Torwart kann diesen aber halten.
30. Spielminute: Wieder ein Fehler von Spital. Bei einem Vorstoß auf das gegnerische Tor spielen sie einen Fehlpass, der Ball wird schnell von Graz nach vorne gespielt auf einen Stürmer. Doch den Abschluß kann der Torwart halten.

 
 
34. Spielminute: wieder ein schöner Angriff von Sturm. Schuss von der Strafraumlinie. Ball geht rechts am Tor vorbei.
40. Spielminute: Foul an einen Spieler von Graz im Strafraum. Es gibt Elfmeter. Diesen hält der Torwart von Spital. Der Strafstoß war eher schlecht geschossen.
Die nachfolgende Ecke köpft der Spieler von Graz übers Tor.
45. Spielminuten: der Schiedsrichter pfeift die erste Halbzeit ab. Sturm Graz II war die bessere Mannschaft in der ersten Halbzeit und hätte auch schon höher führen können. Das Wetter ist immer noch dasselbe, es blitzt und regnet.
In der Halbzeitpause ging ich noch schnell beim Bierstand hinter der Haupttribüne vorbei, denn dort hatte ich vorher nachgefragt wegen eines Pins. Mir wurde gesagt, ich sollte in der Pause vorbeischauen eventuell hätten sie etwas. Und wirklich sollte es so sein, sie hatten Anstecknadeln und Pins und ich durfte mir einen aussuchen. Dieser sollte nicht einmal etwas kosten, was mich sehr erfreute. 
In der 47. Minute die nächste Chance für Sturm Graz. Sie spielen sich gut bis vor das Tor durch, aber der Schuß wird abgeblockt und geht übers Tor.
Die nachfolgende Ecke wird von einem Spieler von Spital abgeblockt.
 
 Danach, es hatte mittlerweile zum Regnen aufgehört, machte ich mich auf den Weg zur Gegengeraden. Ich wollte noch ein paar Fotos aus verschiedenen Perspektiven vom Stadion schießen.
 
 
 
58. Spielminute: wieder ein schöner Angriff von Graz. Zwei Spieler kombinieren sich durch den Strafraum bis ein Spieler frei zum Schuss kommt. Der trifft nur die Latte.
60. Spielminute: dreifach Chance für Spital. Nach einer Ecke kann der Torwart den Ball nach vorne abwehren, der Ball kommt an die Strafraumgrenze, ein Spieler von Spittal schießt volley drauf und trifft einen Abwehrspieler des Gegners. Der Ball wird eine Kerze und mit einem Fallrückzieher versucht ein Spieler den Ball im Tor unter zu bekommen. Doch jetzt kann der Torwart der Auswärtsmannschaft halten.
73. Spielminute: Weitschuss von Graz, Ball geht knapp am linken Pfosten vorbei.
78. Spielminute: Chance für Sturm. Zwei Spieler gehen allein auf den Torwart zu, passen sich den Ball hin und her und vertendeln den Ball.
85. Spielminute: wieder ein schneller Angriff von Graz. Die Spieler spielen sich den Ball hin und her bis einer frei steht. Doch der Torwart kann den Ball abgewehren.
In der 85. Minute stellte ich mich schon einmal an den in den Stehplatzbereich neben der Haupttribüne. Ich wollte schauen, dass ich mit dem Schlusspfiff schnell aus dem Stadion rauskomme und nicht ewig warten müsste. Der Schiedsrichter pfiff kurz darauf das Spiel ab. Sturm Graz II gewinnt das Spiel problemlos mit 0:2. 
 
 
Anhand der vielen Chancen die sie hatten war das Ergebnis mehr als verdient. Zum Glück für Spittal gingen sie mit den vielen Chancen fahrlässig um. Sonst wäre das Ergebnis noch viel höher gewesen. Schnell schaute ich, daß ich aus dem Stadion kam und zurück zum Auto. Ich sollte vor dem großen Abfahrtssturm raus kommen und konnte in aller Ruhe in Richtung Autobahn fahren. Jetzt kam ich noch an einer Tankstelle vorbei. Das Auto wurde noch einmal mit günstigen Diesel aufgefüllt. Hier sollte das Ziel sein, mit der einen Tankfüllung, mit der ich jetzt das Auto voll gemacht hatte, durch meine komplette Tour zu kommen. Ich nahm mir auch noch Getränke aus der Tanke für den Abend mit. Kurze Zeit später war ich wieder auf der Autobahn und weiter ging die Fahrt in Richtung Slowenien. Das Navi zeigte mir jetzt noch zwei Stunden Autofahrt bis zu meinem Ziel an. Ich wollte zumindestens noch durch den Karawankentunnel am Abend kommen, um am nächsten Tag nicht das Problem mit den ganzen Urlaubern und Blockabfertigung zu haben. Zu dieser Uhrzeit kam ich in Österreich sehr gut voran und schon bald war ich dann am Karawankentunnel. Auch hier wurde wieder Maut verlangt, 7,20 € für die einfache Fahrt durch Diesen. Es blieb mir also nichts anderes übrig als wieder einmal den Geldbeutel zu zücken. Dann wurde mir die Schranke geöffnet und ich konnte einfahren. Der Karawankentunnel ist 7069 m lang und ist auf 80 km pro/std reduziert. Er ist zweispurig, eine Spur für den hin und die andere Spur für den Gegenverkehr. Nachdem ich diesen hinter mir gelassen hatte kam ich zu den Grenzen. Nicht nur die österreichische Grenze ist hier, auch die slowenische Grenze. Hier merkte man außer einem leeren Kontrollhäuschen und einer Geschwindigkeitsbegrenzung, dass beide Länder mit Coronavirus keine Probleme haben. Jetzt hies es für mich, noch ein paar Kilometer zu fahren um in Richtung vonTriest zu kommen. Solange es noch ging wollte ich die Zeit nutzen und soweit wie möglich in die Nähe der Stadt in Italien kommen. Bis kurz vor die italienische Grenze sollte ich es schaffen. Dann fuhr ich einen Rasthof an und richtete dort das Bett her. Danach gönnte ich mir noch eines der kühlen Getränke, die ich vorher in der Tanke gekauft hatte und beendete danach den heutigen Tag.
 
Fazit des Tages:
Etwas holperig sollte die Planung für dieses Wochenende beginnen. Von einer Deutschland Tour zu einer Slowenien Tour. Doch dann meinte es die Terminierung mit mir gut und ich konnte am heutigen Tag schon mit einem Spiel beginnen. Die Tour hatte erfolgreich begonnen.