Eifelturm Paris

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Montag, 1. Februar 2021

23.01.2021 KSV Hessen Kassel : TSV Steinbach

Plan der Tour:
23.01.2021 
Fahrt von Nußdorf nach Kassel / Wilhelmshöhe
Besichtigung des Bergpark Wilhelmshöhe
Sightseeing der Innenstadt Kassel

Fußballspiel:
KSV Hessen Kassel : TSV Steinberg
Anpfiff: 14 Uhr
Halbzeit: 1:1; Endstand: 2:1
Zuschauer: 40

Fahrt nach Hofheim am Taunus, Besuch von Christian, Michaela und Julie und Übernachtung dort.

24.01.2021
Rückfahrt von Hofheim - Nußdorf am Inn

Gefahrene Kilometer:
Nußdorf am Inn - Kassel / Bergpark Wilhelmshöhe                  553 km
Kassel / Bergpark Wilhelmshöhe - Kassel Auestadion               6,8 km
Kassel Auestadion - Kassel Brüderkirche hin und zurück          5,2 km
Kassel Auestadion - Hofheim am Taunus                                  199 km
Hofheim am Taunus - Nußdorf am Inn                                      509 km
Diverses:                                                                                       15 km
gesamt:                                                                                      1288 km

Kosten:
Sprit:               90 €
Diverses:         30 €
gesamt:          120 €

Mit dabei:
Alleine

Besucht:
Christian, Michaela und Jolie

Vorbereitung und Planung: 
Da es schon wieder fast drei Monate her war, dass ich ein Fußballstadion von innen gesehen habe, merkte ich die Sehnsucht nach diesen. Mir ist aufgefallen, dass ein guter Kumpel, der Dominik trotz des Lockdown und des Verbotes, Zuschauer ins Stadion zu lassen, immer wieder regelmäßig Berichte und Bilder im Internet einstellte. Deswegen schrieb ich ihn an und er gab mir den Tipp, dass in der Regionalliga Südwest Spiele stattfinden würden. Er schrieb mir, ich sollte die Vereine anschreiben und nachfragen, ob sie mir eine Karte zur Verfügung stellen würden. So machte er das auch. Ich suchte mir ein Wochenende heraus, wo an zwei Tagen die Möglichkeit bestehen würde, Spiele zu sehen. Am Samstag würde der KSV Hessen Kassel und am Sonntag der Turn und Sportverein Rot-Weiß Koblenz spielen. Beides waren Mannschaften, die schon einmal in ihrer Vereinsgeschichte in der zweiten Liga gespielt hatten. Über das Internet fand ich die E-Mail-Adressen dieser Vereine heraus und schrieb sie an. Ebenso, um meine Chance zu erhöhen, wurden noch die Vereine Schott Mainz, FK Pirmasens und Eintracht Stadtallendorf angeschrieben. Was mich sehr erfreute, kurz nach meinem Anschreiben bekam ich von Kassel eine Zusage. Einen Tag später kam aus Mainz die Absage. Danach sollte es fast eine Woche dauern, bis ich aus Stadtallendorf eine Zusage für eine Karte bekam. Leider sollten die Vereine Kassel und Stadtallendorf am selben Spieltag zur selben Zeit spielen. Nun fehlte mir also noch die Antwort aus Pirmasens und Koblenz. Nachdem 2 Tage später auch von Pirmasens die Absage kam blieb nur noch Koblenz übrig. Bis zum Freitag, einen Tag vor meiner Abfahrt, hatte ich von Koblenz immer noch nichts gehört. Ich suchte mir über das Internet die Telefonnummer von der Geschäftsstelle von Koblenz heraus und rief dort an. Nachdem ich die Nummer vom TuS Koblenz gewählt hatte, sollte ich auch wirklich jemanden erreichen. Die Dame am anderen Ende der Leitung konnte aber mit meinem Antrag nichts anfangen. Sie wies mich darauf hin, dass der TuS Koblenz am Sonntag kein Heimspiel hätte. Sie fragte mich nach dem Auswärtsgegner, ich nannte ihr diesen und schon war die Sache geklärt. Die Stimme am anderen Ende der Leitung erklärte mir, dass ich beim falschen koblenzer Verein gelandet war. Es gibt zwei Vereine in Koblenz, die das TuS davor haben, der TuS Koblenz und der TuS Rot Weiß Koblenz. Ich hatte den TuS Koblenz angeschrieben, aber der TuS Rot Weiß Koblenz hatte das Spiel. Dies erklärte natürlich auch, warum ich keine Antwort auf meine Anfrage bekommen habe. Nachdem ich das Gespräch mit der Dame beendet hatte setzte ich mich gleich noch einmal an den Rechner und schrieb den Koblenzer Verein mit den Rot-Weißen Farben an. Eine Stunde später bekam ich dann leider die Antwort, dass mir keine Karte zur Verfügung gestellt werden konnte. Nun stand ich vor einer Entscheidung, die ich mir gar nicht einmal so leicht machte. Dadurch, dass ich nur am Samstag die Zusage für zwei Spiel hatte musste ich für mich entscheiden, ob mir die weite Strecke bis nach Kassel oder Stadtallendorf es wert war. Andererseits, und das war wohl auch der hauptsächliche Grund warum ich mich für diese Tour entschied, wusste ich nicht, wann ich das nächste mal zu einem Spiel kommen würde. Ich hatte auch meinen Kumpel Torte angeschrieben, ob er Lust auf eine Tour hätte. Er konnte aber auch nur am Sonntag, deswegen sagte er mir ab. Weil aber auch meine Entscheidung auf das Kasseler Auestadion und das Spiel darin fiel, er dieses schon besucht hatte, war seine Entscheidung gefallen. Ich wollte schon sehr lange in dieses Stadion, deswegen entschloß ich mich für Kassel. Ebenfalls hatte ich mir die Möglichkeiten des Sightseeings angesehen und war da in Kassel und Umgebung mit mehr Highlights fündig geworden. Deswegen schrieb ich Stadtallendorf noch einmal an und sagte für die Karte ab. Danach schrieb ich noch eine Anzeige bei der Mitfahrzentrale blablacar. Plan wäre es gewesen zumindest noch ein paar Mitfahrer zu finden. Aber auch hier hatte ich Pech, denn es meldete sich niemand. Da ich auch schon im Vorhinein meinen Kumpel Christian, der in der Nähe von Frankfurt lebt, angeschrieben hatte und um eine Übernachtung angefragt hatte, gab ich ihm jetzt die Gewissheit, dass ich mich am Samstag auf den Weg nach Hessen machen würde. Er hatte mir schon mehrfach angeboten, wenn ich in seine Richtung kommen würde, dass immer ein Bett für mich frei wäre. Alternativ hätte ich natürlich auch im Auto schlafen können, aber ich wusste nicht wie die Exekutive reagiert, wenn sie mich im Auto erwischen und kontrollieren würden. Aufgrund der Pandemie hat ja jedes Bundesland seine eigenen Regelungen und bevor es Ärger gibt, musste ich das ja nicht herausfordern.. Ebenfalls hatte es jetzt jede Nacht knapp unter null Grad, das würde dann etwas kühl sein um im Auto zu schlafen. Da ich Christian auch das letzte Mal vor meinem Einsatz gesehen hatte, entschloß ich mich dazu, ihn zu besuchen. Ich hätte auch bei meinem Kumpel Torte übernachten können, aber da wäre der Weg noch weiter hin gewesen und das wollte ich mir dann doch sparen.Somit stand die Tour, Stefanie richtete mir noch zum Abend hin meinen Reiseproviant zusammen, ich packte mir ein paar Wechselklamotten ein, verstaute diese schon mal im Auto und legte mich frühzeitig ab. 
Tourplan: 
Um 4:10 Uhr in der Früh klingelte der Wecker. Ich wollte um spätestens 5 Uhr im Auto sitzen und meine Fahrt beginnen. Grund meiner frühen Abfahrt waren meine vorausgegangenen Recherchen. Ich hatte gesehen, dass Kassel einiges zu bieten hatte. Zudem wollte ich in den Bergpark Wilhelmshöhe um die Bauwerke dort zu begutachten. 
Kurze Erklärung / Beschreibung des Bergparks Wilhelmshöhe:
Der Bergpark Wilhelmshöhe liegt in der Stadt Kassel, dort im Stadtteil Wilhelmshöhe. Er ist 7 Kilometer von der Kasseler Innenstadt entfernt.Mit einer Fläche von 2,4 Quadratkilometer ist er der größte Bergpark in Europa. Das entspricht ca. 350 Fußballfelder. Er wurde am 23.06.2013 in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe mit aufgenommen. Zusätzlich zählt er auch noch zu den Top 100 Sehenswürdigkeiten in Deutschland.
Die Besonderheiten in diesem Park sind die Wasserspiele, die Statue des Herkules, das Schloss Wilhelmshöhe und die künstliche Ruine der Löwenburg.
Angelegt wurde er 1696 von den Landgrafen und Kurfürsten von Hessen Kassel. Über die Jahre hinweg wurde er dann immer mehr vergrößert. 
( Quelle: Wikipedia )

Schon zu Beginn meiner Fahrt musste ich feststellen, dass der Wettergott es nicht gut mit mir meinte. Es Graupelte und Schneite extrem. Zusätzlich waren die Straßen matschig und glatt, so musste ich unglaublich aufpassen, dass mir das Auto nicht irgendwo in die Leitplanke rutschte. Es wurde auch noch über die Verkehrsleitschienen immer wieder Geschwindigkeiten angezeigt, die nicht nachvollziehbar waren. Ich konnte es mir nicht vorstellen, warum der Wechsel zwischen 120 und 80 km/h regelmäßig von Schiene zu Schiene wechseln sollte. Auch musste ich feststellen, dass es manchmal Sinn macht, gerade bei diesen Witterungsverhältnissen den LKWs hinterher zu fahren. Denn die rechte Spur ist in so manch einer Situation die Sicherste. Besonders merkte ich das am Altmühltal, wo sich die Spur für LKW und PKW teilt. Ich machte den Fehler, der PKW Spur zu folgen und musste für mich feststellen, diese Entscheidung wäre mir fast zum Verhängnis geworden. Denn die beiden PKW Fahrbahnen waren extremst glatt und mit Schneematsch bedeckt. Nachdem ich den Berg hinter mir hatte kam ich bis Nürnberg gut voran, auch wenn zeitweise der Verkehr nur mit 60 km/h vor mir her fuhr. Dort wurde ich dann auf die A73 in Richtung Bamberg / Schweinfurt geführt. Ab dann waren die Straßenverhältnisse so, dass man sich wegen Glätte keine Gedanken mehr machen musste. Jetzt wurde mir vom Navi angezeigt, dass ich noch etwas mehr als zwei Stunden zu fahren hatte. Als ich dann auf Höhe Hammelburg und Wildflecken war wurde ich daran erinnert, daß ich hier schon einige Zeit meines Lebens mit meinem Arbeitgeber verbracht hatte. Denn hier sind zwei große Truppenübungsplätze des Militärs. Durch die Pandemie war hier auf der Autobahn sehr wenig los und ich kam gut voran. Um 10:30 Uhr, 553 Kilometer später war ich dann in Kassel, Wilhelmshöhe angekommen und fuhr die Abfahrt ab. Von dort musste ich dann noch ca. 3 km fahren, bis ich zum Parkplatz des Parkes Wilhelmshöhe kam. Was hier sehr fair ist, das Parken in diesem Park, zumindest auf diesem Parkplatz kostet nichts. Der Parkplatz ist auch sehr groß und bietet für ca. 200 - 300 Fahrzeuge Platz. Dort befindet sich auch ein Bereich, wo Busse parken können. Nachdem ich das Auto abgestellt hatte zog ich mir erstmal etwas Warmes an. Draußen war sehr neblig und kühl und ich hatte keine Lust, zu frieren. Nachdem ich mich umgezogen hatte ging es zu Fuß weiter in den Park. Der Parkplatz sollte auch nicht weit entfernt sein von dem Monument, wo die Herkules Statue darauf steht. Diese Statue ist das Wahrzeichen von Kassel.
Leider war es heute so neblig, dass man den Herkules nur schlecht sehen konnte. Weiterhin hatte der Nebel einen riesen großen Nachteil, denn alles um das Monument herum war extrem vereist und deswegen auch glatt. Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, an den Brunnenlauf zu kommen. Entweder man geht über Stufen oder man nutzt den Weg durch den Wald. 
Ich wollte natürlich den kürzeren Weg nehmen, deswegen entschied ich mich für die Stufen. Sollte sich als Fehler herausstellen, denn die Stufen waren so vereist, dass ich nur sehr langsam und vorsichtig voran kam. Im oberen Bereich des Bauwerkes traf ich auf zwei junge Leute, die den Weg durch den Wald nahmen und diese sah ich dann wieder, als sie schon längst auf der nächsten Plattform standen und ich noch immer die vereisten Treppen hinunter schlich. Ich kam dann doch noch unfallfrei an und konnte auch dort, auf dem Zwischenplateau ein paar schöne Fotos machen. Danach entschied ich mich trotzdem dafür, durch den Wald meinen Weg weiter zu nutzen. Denn entlang des Monuments und den Stufen wäre ich bestimmt irgendwann einmal abgerutscht und hätte mir eine gute Verletzung eingeholt. Aber auch der Weg durch den Wald sollte sich als sehr eisig und rutschig zeigen. Nachdem ich mich sowieso schon sehr vorsichtig voran bewegte erwischte ich eine Eisplatte und saß auf allen Vieren. 
Je weiter ich nach unten kam, umso weniger war dann auch das Eis vorhandener, sowie der Schnee verschwand immer mehr. Der Park zeigte mir immer wieder neue schöne Bauwerke und Bereiche, die es sich lohnte, zu fotografieren. So kam ich an einem Viadukt, an den beiden Schlössern und auch noch an ein paar kleinen Pavillons vorbei, die es mir wert waren sie abzulichten. 
Leider musste ich feststellen, je näher ich an das Schloß Wilhelmshöhe kam, umso mehr rannte mir die Zeit davon. Eigentlich war der Plan, noch in die Stadt Kassel zu schauen. Doch hier in dem Park gab es so viel zu sehen, daß ich mich gar nicht satt sehen konnte und immer wieder neue Bauwerke und sehenswerte Dinge entdeckte.
Auf meinem Rückweg durch den Wald merkte ich, dass mein Plan mit der Innenstadt wohl nicht mehr erfüllbar war. Deswegen hatte ich den Plan B, nach dem Spiel noch mal kurz in die Stadt zu fahren. Als ich dann noch an dem Hinweisschild zum Löwenburg vorbei kam, daß ich auch noch nicht gesehen hatte, war der Plan entschlossen und ich würde nach dem Spiel noch nach Kassel hinein schauen. Somit schlug ich den Weg zum Löwenburg ein. Auch dieses befindet sich im Umbau, war aber sehr schön zum Anschauen.
Auf meinem Rückweg zum Auto kam ich noch an ein paar kleinen Seen vorbei, die im Sommer bestimmt auch sehr sehenswert waren. 
Deswegen entschloß ich für mich, hier noch einmal zu einer anderen Jahreszeit her zu kommen. Ich sollte auch wieder auf den Weg zurück kommen, wo ich mich vorher abgelegt hatte. Jetzt war ich vorsichtiger und kam unfallfrei zurück zum Auto. Mittlerweile standen auch schon mehrere Fahrzeuge auf dem Parkplatz und es zeigte mir, wenn ich auf die Kennzeichen schaute, daß ich nicht der Einzige war, der etwas weiter gefahren war, um dieses Weltkulturerbe zu sehen. Im Auto gab ich dann ins Navi das Auestadion ein. Es war jetzt 12:50 Uhr und das Navi zeigte mir an, daß ich 13:03 Uhr da sein sollte. Ohne große Probleme kam ich durch die Stadt und kurze Zeit später stand ich dann an meinem Ziel und machte mir einen Eindruck von der Parkplatzsituation. Diese ist hier sehr entspannt um das Stadion, dass direkt in der Stadt liegt. Es sind genug Straßen vorhanden, um das Auto abzustellen. Zusätzlich gibt es noch einen großen Parkplatz für das Fußballstadion, sowie für das Eishockey Stadion, die sich Beide nebeneinander befinden. Als ich auf die Uhr sah, war es 13:05 Uhr. Nun blieb mir die Entscheidung, entweder eine Stunde zu warten, bis das Spiel begann, oder ich würde noch einmal den kurzen Weg in die Stadt in Kauf nehmen. Diese sollte gerade einmal 3 Kilometer entfernt sein und mir blieb noch genug Zeit, um noch etwas anzuschauen. Ich hatte mir im Vorhinein schon im Internet angeschaut, was die Stadt Kassel zu bieten hatte. Eigentlich konnte ich auch nur zwei interessante Sachen finden, eines davon war die Brüderkirche und das Zweite sollte die Altstadt bzw. Innenstadt sein. Viel positives Lob bekam die Stadt im Internet nicht, denn es wurde geschrieben, dass sie im Zweiten Weltkrieg arg gelitten hatte und der Aufbau nicht so großartig war. Man setzte eher darauf, neue Gebäude zu bauen und die Alten abzureißen. Trotzdem wollte ich mir zumindest die Kirche anschauen, denn die sollte sehr schön sein. Also fuhr ich, da die Situation der Parkplätze eh sehr entspannt war, noch schnell hinüber zu der Kirche. Davor ist ein Parkplatz, wo ich das Auto abstellte. Besonders sah die Kirche nicht aus, trotzdem entschloß ich mich dazu, noch ein Foto davon zu machen.
Danach, nachdem ich mein Foto hatte, ging es wieder zurück zum Stadion. Ich fand in Sichtweite zu Diesem einen guten Platz und stellte das Auto dort ab. Jetzt hieß es für mich noch schnell warme Klamotten anziehen, denn es war mittlerweile von den Temperaturen gut runter gegangen. Ich hatte zum Glück genug Wechselwäsche dabei. Nachdem das alles erledigt war ging ich dann zum Stadion.
Dort schaute ich mich erst ein wenig um und musste feststellen, dass einige Leute um das Stadion herum unterwegs waren. Ich suchte meinen Eingang, den ich hinter der Haupttribüne fand. Die Karte wurde abgescannt und ohne Abtasten und Untersuchen meiner Fotoausrüstung kam ich ins Stadion.

Zur Geschichte vom KSV Hessen Kassel:
Der vollständige Namen des Vereins ist: Kasseler Sport Verein Hessen.
Er wurde gegründet: 03.02.1998
Vereinsfarben: Rot - Weiß
Die Spielstätte / das Stadion: Auestadion
Fassungsvermögen: 18737
Liga: Regionalliga Südwest (4. Liga Deutschland)

Die Erstgründung des Vereins war am 23.11.1947. Damals unter dem Namen KSV Hessen. Er entstand aus mehreren Fusionen in der Nachkriegszeit. Die Zeit von 1947 - 1980 verbrachte man in den untersten Ligen, bis 1980 der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. Dort hielt sich der Verein 7 Jahre bis 1987, bis man wieder abstieg. 
Am 21.07.1993 wurde die Fußballabteilung als FC Hessen Kassel wegen Geldproblemen ausgegliedert. Der Hauptverein, sowie die Amateurabteilungen wurden Konkurs gemeldet.
Der neue Verein FC Hessen Kassel startete in der Oberliga Hessen. Trotzdem blieben die Geldprobleme und Schulden bestehen. 
Am 24.11.1997 musste die Vereinsführung erneut Konkurs anmelden.
Am 27.01.1998 wurde der FC Hessen Kassel auf einer Mitgliederversammlung aufgelöst.
Am 03.02.1998 wurde mit dem Kurhessischen Sportverein Hessen Kassel ein reiner Fußballverein als Nachfolgeverein gegründet.
Im April 1998 wurde durch einen Amtsgerichtsentscheid wieder unter dem Namen KSV Hessen Kassel der Verein zum Vereins- und Spielbetrieb zugelassen.
Der Verein wurde in der achtklassigen Kreisliga A eingestuft und begann dort mit dem Spielbetrieb. Die Jahre darauf kämpfte man sich von Aufstieg zu Aufstieg.
In der Saison 2005/2006 sollte dann der Aufstieg in die damalige Regionalliga Süd gelingen. 2008/2009 wurde die dritte Liga eingeführt. Der KSV schaffte es nicht, sich dafür zu qualifizieren und wurde in die viertklassige Regionalliga Süd eingegliedert. 
2012/2013 kam die Mannschaft in die neue Regionalliga Südwest  (4. Liga)
Am 27.04.2017 wurde bei einer Pressekonferenz bekannt, daß der Verein 400.000 Euro Verbindlichkeiten und 1,1 Millionen Euro Schulden hat. Weiterhin fehlten 900.000 Euro Sponsorengelder. Am 13.06.2017 stellte der Verein einen Insolvenzantrag. Dadurch wurden dem Verein 9 Punkte entzogen. Dies bedeutete, daß der KSV in die 5. Liga (Hessenliga) abstieg.
Im Mai 2020 wurde durch die Aussetzung des Spielbetriebs durch Corona entschlossen, den KSV Hessen Kassel als 4. Aufsteiger in die Regionalliga Südwest zuzulassen. Nach 2 Jahren Abstinenz spielt der KSV jetzt wieder in der 4. Liga.

Der KSV Hessen Kassel ist auch einer der Vereine, die in den 80er Jahren zweite Liga gespielt hatten. Deswegen war es für mich schon lange fällig, diesen Verein in seinem Stadion zu sehen. Nachdem ich den Verein angeschrieben hatte wurde mir mitgeteilt, daß es auf das Wetter ankommen würde, wo der Verein spielt. Sollte es die Tage vorher Schneechaos geben, würde man auf einen Trainingsplatz ausweichen. Für mich war es die nächsten Tage wichtig zu schauen, wie die Wetterlage rund um Kassel ist. Nachdem ich auch am Freitag bei der Geschäftsstelle nachgefragt hatte wurde mir die positive Nachricht verkündet, daß das Spiel im Auestadion stattfinden würde.

Zum Stadion: 
Das Auestadion wurde 1953 eröffnet und das letzte Mal von 2003 - 2010 umgebaut. Es hat Platz für 18.737 Zuschauer. Am 23.08.1953 wurde es eröffnet. Es dient als Spielstätte des KSV Hessen Kassel. Im Zeitraum von 2007 - 2009 wurde im zweiten Bauabschnitt die Tartanbahn von 6 auf 8 Spuren erweitert. Zusätzlich wurde auch die Flutlichtanlage installiert, die bei dem Spiel KSV Hessen Kassel : FC Bayern II am 02.05.2008 eingeweiht wurde. Bei diesem Spiel waren 17.200 Zuschauer anwesend.
Das Stadion besteht aus vier Rängen, die Alle miteinander verbunden sind. Die beiden Hintertor Kurven sind reine Stehplatzbereiche und haben Betonstufen. Beide Kurven sind nicht überdacht.
Die Haupttribüne, sowie die Gegengerade sind überdacht und mit roten Sitzschalen versehen. Das komplette Stadion ist einrängig. 
Ein sehr schönes altes Stadion. Um das Spielfeld ist eine Tartanbahn. Ich war etwas verwunderte, dass doch so viele Zuschauer, ca 40 Stück, vor Ort waren. Wobei es viele Medienvertreter, sowie vereinsinterne Personen waren. Diese saßen Alle auf der Haupttribüne. Dieser Bereich war auch der Einzige, der Heute geöffnet war. 
Zum Spiel:
Bevor der Schiedsrichter das Spiel anpfiff, wurde noch der Kapitän von Kassel ausgezeichnet. Er verließ den Verein und ihm wurde für seine immerhin 187 geleisteten Spiele gedankt und er bekam ein Trikot mit der Rückennummer 187, daß in einem Bilderrahmen war. Deswegen begann das Spiel zwei Minuten später.
Die Konstellation der Begegnung war so, daß Steinbach der Tabellenführer der Regionalliga Südwest war und Kassel im hinteren Bereich der Liga stand. Für Kassel war dieses Spiel sehr entscheident, denn bei einer Niederlage würden sie sich auf einem Abstiegsplatz befinden. Die ersten 12 Minuten des Spiels benötigten beide Mannschaften, um sich erst einmal zu finden und ins Spiel zu kommen. Trotzdem sah man jetzt schon, daß beide Mannschaften um jeden Ball kämpften. In der 12. Minute gab es dann die erste Chance für Steinbach. Eine Flanke von der Seite. Der Torwart von Kassel konnte nur zur Seite abwehren und ein Spieler von Steinbach schießt noch einmal auf das Tor, trifft aber einen Verteidiger vom Gegner. In der 15. Spielminute Ecke für Kassel. Nach der Ausführung kommt ein Spieler im Strafraum frei zum Kopfball, 1:0 für Kassel. Aus der ersten Chance für die Heimmannschaft gleich das Tor. Danach war das Spiel sehr ausgeglichen, aber immer noch kampfbetont. 23. Minute Weitschuss von Kassel vom Sechszehner, weit am Tor vorbei. In der 33. Spielminute Kampf um den Ball im Strafraum von Kassel. Aus einem Pressschlag und einer schlechten Verteidigung bekommt ein Spieler von Steinbach den Fuß dazwischen und mit dieser Aktion geht der Ball ins Tor. 1:1. Doch das schockte Kassel nicht und sie waren ebenbürtig mit Steinbach. Bis zur 40. Minute war es immer noch ein sehr schnelles und kampfbetontes Spiel, aber es gab kaum Chancen. 43. Minute noch eine Chance für Steinbach. Ein Spieler wird vor dem gegnerischen Tor freigespielt, trifft den Ball aber nicht richtig. Der Torwart von Hessen Kassel kann den Ball aufnehmen. In der 45. Minute pfiff der Schiedsrichter dann zur Halbzeit. 
Nach 15 Minuten Pause wurde das Spiel pünktlich zur zweiten Halbzeit angepfiffen. 50. Spielminute Eckball für Kassel. Wieder kommt ein Spieler vom KSV frei zum Kopfball. Der Torwart vom TuS wehrt diesen ab. Ein eigener Spieler versucht mit dem Kopf den Ball übers Tor zu köpfen, trifft dabei die Unterkante der Latte und der Ball fällt ins Tor. Ein etwas kurioses Tor. 53. Minute. Weitschuss von Kassel aus 20 Metern. der Torwart von Steinbach kann gerade noch halten und klärt zum Eckball. 60. Minuten. Beide Mannschaften kämpfen und wollen den Sieg. 65. Minute Flanke von links in den Strafraum von Steinbach. Ein Spieler von Kassel verpasst den Ball und bekommt den Fuß nicht hin. Jetzt ist Kassel  die bessere Mannschaft und versucht, das dritte Tor zu schießen.70. Spielminute. Zweikampf im Strafraum von Kassel. Ein Spieler von Steinbach bekommt einen Schlag vom Gegenspieler ins Gesicht und geht zu Boden. Kein Elfmeter vom Schiedsrichter. 76. Spielminute große Chance für Kassel. Vom Sechszehner ein strammer Schuß aufs Tor, ein Spieler von Steinbach wehrt den Ball auf der Torlinie ab. Im Gegenzug: Freistoß für Steinbach. 20 Meter vom Tor auf der rechten Seite. Ball kommt direkt auf den Kopf von einen Steinbacher Spieler, köpft über das Tor. 81. Spielminute. Weitschuss von Kassel Ball geht übers Tor. Beide Mannschaften wollen die Entscheidung, Steinbach möchte das Spiel drehen, Kassel den Sieg. Steinbach drückt Kassel jetzt in den eigenen Strafraum hinein, Kassel konzentriert sich aufs Abwehren und Kontern. Und immer noch ist es ein sehr schnelles Spiel wo sich beide Mannschaften nichts schenken. 86. Spielminute sehr guter Konter 3 gegen 2 von Kassel. Bei der Hereingabe in den Strafraum kann ein Spieler von Steinbach den Ball abwehren. 87. Spielminute Alleingang eines Spielers von Steinbach durch die Abwehr von Kassel, doch ihm fehlt die Kraft um den Ball noch richtig auf den Torwart zu schießen. Spiel immer noch unglaublich schnell und sehr hektisch. Steinbach versucht alles um noch den Ausgleich zu erzielen, doch der KSV steht sehr gut in der Abwehr. Nach 90 Minuten zeigt der Schiedsrichter noch drei Minuten Nachspielzeit. Es gibt noch einmal eine Riesenchance für den TSV von der Strafraumgrenze, doch der Ball geht knapp am Tor vorbei. Nach 90 + 3 Minuten pfeift der Schiedsrichter ab. Kassel gewinnt das Spiel 2:1.
Nachdem der Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen hatte war die Stimmung und Freude bei der Heimmannschaft und den Verantwortlichen sehr groß. So richtig hatte keiner damit gerechnet, dass dieses Spiel mit einem Sieg für Hessen-Kassel ausgehen sollte. Umso mehr freute es mich, dass ich ein sehr gutes Spiel, das vom Kampf beider Mannschaften gelebt hatte, gesehen hatte. Nach kurzer Zeit kehrte ich dann wieder zurück zu meinem Auto und mein nächstes Ziel sollte es dann sein, zu meinem Kumpel Christian zu fahren. Denn diesen hatte ich  das letzte Mal vor meinem Einsatz gesehen. Und er hatte mir schon oft angeboten, wenn ich in seiner Ecke bin, dass ich vorbeikommen solle und auch jederzeit eine Schlafmöglichkeit habe. Dieses Angebot nahm ich dieses Mal sehr gerne an. Die Strecke zu ihm sollte mich noch einmal ca. 2 Stunden kosten. Ohne großartige Probleme kam ich dann bei ihm an und wir verbrachten einen ruhigen Abend mit guten Gesprächen und leckeren Getränken.
Nächster Tag:
Leider hatte es die Nacht zum schneien angefangen. Somit wusste ich, dass die Rückfahrt in die Heimat nicht besonders angenehm werden würde. Nach einem morgentlichen Kaffee saß ich ca. um 10 Uhr im Auto und die Fahrt ging los. Bei meiner Abfahrt waren die Straßen nur leicht matschig und nass, doch auf der Autobahn sah das schon ganz anders aus. Es fing viel heftiger zu schneien an und wo ich dann an Frankfurt vorbei war ging teilweise auf der Autobahn gar nichts mehr. 
Die Fahrbahn war so schneebedeckt, dass man teilweise nur noch mit 30 Stundenkilometer voran kam. Jedes beschleunigen oder schalten wurde mit einer kleinen Rutschpartie begleitet. Und so kam es, dass das Navi die Zeit immer mehr nach hinten schraubte. Kurz vor Aschaffenburg standen dann auch noch die LKW`s quer auf der Straße und zum Glück kam ich an diesen noch vorbei. Kurz darauf hörte ich von einer Vollsperrung hinter mir, da die LKW`s weggeschafft werden mussten. Bis Würzburg besserte sich das Wetter nicht und so kam ich nur langsam voran. Ab Würzburg verwandelte sich der Schnee dann in Regen und die Straßenverhältnisse wurden auch besser. Jetzt war der Fahrbahnbelag nur noch nass. Bedeutete für mich, ich konnte meine normale Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometer fahren. Ab jetzt kam ich gut durch und um kurz nach 16 Uhr war ich dann wieder zu Hause und beendete die Tour.

Fazit der Tour: 
Nach knapp drei Monaten sollte endlich wieder die Möglichkeit sein, ein Spiel live im Stadion zu sehen. Zusätzlich war es auch das Erste im neuen Jahr 2021. Nicht nur dass ein langersehntes Stadion, dass ich schon ewig auf meiner To-Do-Liste hatte, endlich besucht wurde, zusätzlich wurde ich auch noch belohnt mit einem sehr guten und kampfbetonten Spiel. Die Besichtigung des UNESCO-Weltkulturerbes Bergpark Wilhelmshöhe hatte sich auch sehr gelohnt und auch danach das Treffen mit meinem Freund Christian, seiner Freundin Michaela und seiner Tochter Julie war sehr schön. Auch wenn die Hinfahrt und die Rückfahrt etwas eigen war, war diese Tour mehr als lohnenswert und ich bemerkte erneut, wie wichtig mir diese Unternehmungen sind. Einerseits war ich froh, daß ich die absage aus Koblenz bekommen hatte, denn sonst wäre ich am Sonntag wahrscheinlich gar nicht mehr Heim gekommen. Andererseits stand dieses Stadion auch schon länger auf meiner Liste und musste jetzt nach hinten geschoben werden.

















































Mittwoch, 2. Dezember 2020

01.11.2020 Teutonia Ottensen : Weiche Flensburg

Plan der Tour:
Teutonia Ottensen : Weiche Flensburg
Anpfiff: 14 Uhr
Halbzeit: 0:2; Endstand: 1:2
Stadion: Hoheluft (Hamburg)
Zuschauer: 315 ; Auswärts: 0

Entfernung:
gesamt:                                 280 km

Kosten:
Sprit:                    25 €
Diverses:              20 €
gesamt:                45 €

Mit dabei:
Bernd und ich

Planung und Vorbereitung:
Aufgrund des verfrühten Lockdown in Schleswig-Holstein wurden auch alle Veranstaltungen und Fußballspiele des heutigen Tags abgesagt. Blieb nicht mehr viel übrig, in der Nähe ein Fußballspiel zu sehen. Bei meinen Forschungen im Internet war mir aufgefallen, dass es in Hamburg einen Regionalligisten gibt, den ich noch nicht besucht hatte. Der Verein heißt Teutonia Ottensen. Meine Nachforschungen im Internet sollten ergeben, daß dieser Verein im Stadion von Victoria Hamburg spielt. Dieser Ground hat immerhin ein Fassungsvermögen von 5004 zuschauen. Ich erzählte meinem Kurkollegen Bernd von meinem Plan, dieses Spiel zu besuchen. Da er für den Sonntag auch noch nichts vor hatte wollte er sich mir anschließen. Am Tag vor dem Spiel war ich in Schwerin und Bernd machte sich über das Internet schlau, ob man Karten für dieses Spiel bekommen könnte. Auch ich hatte die Woche zuvor schon versucht, mit dem Verein Verbindung aufzunehmen. Leider wurde mir auf meine E-Mails keine Antwort geschickt. Bernd sollte es wirklich schaffen, nachdem er bei dem Verein angerufen hatte, jemanden ans Telefon zu bekommen. Laut Webseite des Vereins stand nämlich dort geschrieben, dass keine Auswärtsfans zugelassen werden, sowie Zuschauer, die nicht aus der Hamburger Umgebung sind. Dementsprechend hatte ich Bedenken, dort ins Stadion zu kommen. Nachdem Bernd mit einem Verantwortlichen des Vereins gesprochen hatte sollte er erfahren, dass ca. 200 Karten, die noch für den öffentlichen Verkauf zur Verfügung standen, an alle Zuschauer gehen, außer sie kommen aus Flensburg. Er bekam auch zur Information, dass die Kassen um 12 Uhr öffnen würden und es jetzt nach dem Prinzip geht, wer zuerst kommt, bekommt auch die Karten. Dementsprechend nahmen wir uns vor, rechtzeitig loszufahren um zwischen 11:30 und 11:45 Uhr am Stadion zu sein. Nach meiner Rückkehr aus Schwerin setzten wir uns noch einmal zusammen und besprachen die Einzelheit. Damit stand der Plan für die Tour. 

Tourplan: 
Am Sonntag den 01.11.2020 um 10:30 Uhr saßen wir im Auto und begannen die Tour. Das Navi auf dem Handy zeigte an, dass wir um 11:30 Uhr am Stadion sind. Zu Beginn der Strecke mussten wir ca. eine halbe Stunde auf der Landstraße fahren, bis wir auf die Autobahn nach Hamburg kamen. Die Fahrt verlief gut und bei der Ausfahrt Hamburg Stellingen mussten wir dann abfahren und hatten noch ein paar Kilometer durch die Stadt. Nachdem wir auch hier ohne große Probleme durch kamen waren wir in kürzester Zeit dann am Stadion. Wie vorher schon angesprochen, hat Teutonia zwar einen eigenen Fußballplatz, aber dort dürfen sie wegen gewisser Auflagen der Regionalliga Nord nicht spielen. Deswegen sind sie ausgewichen auf das Stadion von Victoria Hamburg. Nachdem wir an diesem vorbeigefahren waren begann die Parkplatzsuche. Diese sollte sich am heutigen Tag gar nicht so einfach gestalten. Nachdem wir ein paar kleine Seitenstraßen abgefahren waren bemerkten wir, dass es hier aussichtslos war. Deswegen, weil wir bei unserer Hinfahrt zum Stadion auf der Hauptstraße ein paar Parkbuchten entdeckt hatten, fuhren wir noch einmal zurück und stellten in einer Bucht das Fahrzeug ab. Wir waren zwar ca. 1 km entfernt, aber die Strecke überwanden wir locker zu Fuß. Um 11:40 Uhr waren wir dann am Stadion und gingen zum Kassenhäuschen. 
Dort stand gerade einmal eine Person vor uns. Wir hatten uns schon einen Kopf gemacht, zu spät dran zu sein. In den 20 Minuten, die wir warteten, tat sich am Stadion so einiges. Des Sicherheitspersonal tauchte auf und übernahm seine Arbeit. In den beiden Kassenhäuschen wurden Vorbereitungen zum Verkauf getroffen und eine kleine Gruppe von ca. 15 Mann kam aus dem Stadion mit Trainingsanzügen des Heimatvereins. Wir gingen davon aus, dass es die Amateure von Teutonia waren. Sie hatten drei Chantré Flaschen, eine Weinflasche und ein paar Bierdosen mit dabei. Sie begaben sich auf die gegenüberliegende Straßenseite, machten dort ganz schön Lärm und begannen das Zeug zu trinken. Wir beobachteten sie ein wenig und so verging die Zeit recht schnell. Kurz vor 12 Uhr wurde dann die Stadionkasse geöffnet. Jetzt war die Stunde der Wahrheit. Sollten wir Probleme gekommen, weil wir nicht von Hamburg waren, hatte ich einen Plan B und wir würden noch ein anderes Spiel anfahren. Nachdem unsere Ausweise geprüft wurden bekamen wir unsere Karten und wurden darauf hingewiesen, wenn dir jetzt schon ins Stadion gehen, dann würden wir auch nicht mehr herauskommen. Natürlich fragten wir, ob wir den jetzt schon hinein mussten und zum Glück bekamen wir zu Antwort, dass wir uns noch außerhalb des Stadions aufhalten durften. Bedeutete für uns, wir schauten uns noch nach einem Restaurant um, um dort zu Mittag zu essen. 
In einer naheliegenden Querstraßen fanden wir ein griechisches Restaurant, dass wir für die Mittagsverpflegung auswählten. Nachdem wir dann gemütlich dort saßen bekamen wir das ganze Ausmaß des Lockdownleides erst wieder richtig mit. Denn der Besitzer kam öfters an unserem Tisch und erzählte, dass er auch Außerhausverkauf hätte, wenn jetzt alles geschlossen wird. Denn er hatte Bedenken, dass ihm durch die Schließung seines Restaurants sehr viel Geld verloren geht. Dort verbrachten wir etwas mehr als eine Stunde und um 13:30 Uhr machten wir uns dann auf dem Weg zurück zum Stadion. Dort war am Eingang jetzt schon viel mehr los und die Kontrollen wegen den Eintrittskarten, Fieber messen, eintragen in Listen wurde sehr genau genommen. Kurz vor der Tribüne, mussten wir noch bei einem Tisch mit zwei jungen Burschen vorbeischauen. Diese hatten Listen vor sich liegen, die die Tribüne des Stadions in einem Schachbrett zeigte. Jedes Feld war ein Sitzplatz und wurde einzeln zugeteilt. Die Nummer wurde auf unsere Karte geschrieben die den Sitzplatz bedeutete. Als wir vor der Tribüne standen sahen wir auf der linken unteren Seite von dieser die jungen Burschen, die sich vorhin auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit den alkoholischen Getränken vergnügt hatten. Es waren also keine Amateurspieler von dem Verein, sondern eine Gruppierung von Ultras. Ich fragte noch einen Ordner, ob es einen Fanstand gab, doch auch hier war wegen Corona alles geschlossen. Nur 2 Imbissstände mit Getränkeverkauf waren geöffnet. Da wir nichts mehr Großartiges vor hatten begaben wir uns dann auch schon auf unseren Sitzplatz. Dieser wurde uns dann von einem Ordner gezeigt und wir wurden darauf hingewiesen, daß wir nur diesen Platz nutzen sollten. Die Anordnung von den Plätzen war auch sehr verwunderlich, denn man durfte in einer Reihe komplett nebeneinander sitzen. Es waren keine Plätze neben uns frei. Dafür war aber die komplette Reihe vor und hinter uns gesperrt mit Absperrband.
Zum Stadion:
Dieses Stadion besteht aus vier unterschiedlichen Tribünen. Der Platz der heute freigegeben war, die Haupttribüne ist eine Holztribüne mit Beton Stufen. Auf diesen sind die Sitz-schalen angebracht. Das ganze Dach, sowie das Gestell, dass dieses hält besteht aus Holz. Links neben der Tribüne befindet sich eine kleine Stehplatztribüne, die wohl in normalen Zeiten für die Heimfans ist.
Von der Haupttribühne aus gesehen rechts ist eine Stehplatztribüne. die sich hinter der ersten Hintertor Kurve befindet. Sie scheint wohl schon sehr alt zu sein, denn auf den Stufen wächst Gras und Moos.
Die Gegengerade ist ebenfalls ein reiner Stehplatzbereich, der auch schon gut bewachsen ist. Die von der Tribüne aus gesehen linke Hintertor Kurve ist nur Werbebande und wird nicht von Zuschauern genutzt. Gespielt wird hier auf Kunstrasen.
Zum Spiel:
Pünktlich um 14 Uhr war der Anpfiff des Spiels. Laut Internet wurden 15 Minuten vor Beginn die Tore geschlossen und niemand konnte / durfte mehr ins Stadion. Ab Beginn des Spiels versuchten die Ultras ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen. Man merkte der Heimmannschaft in den ersten paar Minuten an, dass sie sehr viel Respekt vor Flensburg hatten. Deswegen kam auch Flensburg besser in die Partie. 
Nach 10 Minuten musste der Trainer von Ottensen schon das erste Mal einen Spieler wegen Verletzung auswechseln. Die erste Chance des Spiels sollte trotzdem Teutonia haben. In der 15. Minute wurde ein Angriff über links eingeleitet. Der Ball lief schnell durch die eigenen Reihen und ein Spieler kam frei am Sechzehner zum Schuß. Diesen konnte der Torwart von Flensburg sehr gut parieren. Trotzdem waren die ersten 15 Minuten des Spiels sehr zerfahren. Doch mit dieser Chance wurde das Spiel besser. Gleich mit dem Gegenzug fiel das 0:1. Ein Spieler von Weiche tankte sich an der rechten Seite durch, flankte den Ball in den Strafraum und ein freistehender Spieler köpfte diesen ins Tor. In der 22. Minute fast das 0:2. Der Torwart von Teutonia will den Ball schnell vom Tor auf einen Abwehrspieler spielen. Der Stürmer von Flensburg ahnte das, spritzte dazwischen und schnappte sich den Ball. Dann passte er diesen zu seinem Mitspieler und der schoß den Ball ins leere Tor. Zum Glück für die Heimmannschaft und den Torwart stand der zweite Spieler im Abseits. Weiter war Flensburg die bessere Mannschaft, Teutonia bekam die Erfurcht vor Flensburg nicht weg und bekam in der ersten Halbzeit das Spiel nicht unter Kontrolle. In der 41. Spielminute der nächste Fehler vom Torwart. Eine Flanke der Auswärtsmannschaft rollte in das Torwartaus. Der Torwart von Ottensen hätte diesen Ball nur ausgehen lassen müssen, doch er rannte in Richtung Eckfahne und nahm den Ball an. Das bemerkte der Gegner und setzte ihn mit zwei Mann so unter Druck, daß er den Ball versuchte hinaus zu flanken. Dies misslang ihm und die Bogenlampe landete bei einem gegnerischen Spieler. Der versuchte schnell in den Strafraum zu kommen und wurde im Sechzehner gefoult. Der Schiedsrichter überlegte nicht lange und zeigte Strafstoß. Eine absolut unnötige Aktion. Dieser Strafstoß brachte Flensburg das 0:2 ein.

Durch diese Aktion war Ottensen total von der Rolle und musste sich erst einmal wieder sammeln. In der 44. Minute noch eine Großchance für Flensburg. Ein schneller Gegenstoß von ihnen. Es waren drei Spieler von beiden Mannschaften, die sich gegenüber standen. Trotzdem kam ein Flensburger frei zum Schuß. Aber der Torwart konnte den Ball abwehren. Dies sollte die letzte nennenswerte Aktion in der ersten Halbzeit gewesen sein. Der Schiedsrichter pfiff zur Halbzeit ab. Was man in dieser bemerkte, die Auswärtsmannschaft stand in der Abwehr sehr sicher und spielte aus dieser mit schnellen Kontern heraus. Auch warteten sie auf die Fehler der Heimmannschaft und setzten diese schnell um. Wir verblieben die 15 Minuten auf unserem Platz und beobachteten die Gruppe der Ultras. Diese hatten schon gut einen sitzen und auch ein paar Joints kamen zum Einsatz. Jedenfalls hatten sie in der ersten Hälfte alles gegeben, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Nach 15 Minuten Pause standen die Spieler wieder auf dem Platz und die zweite Halbzeit wurde angepfiffen. Jetzt zeigte sich ein anderes Bild. Ottensen war präsenter auf dem Platz, störte eher und drückte Flensburg sein Spiel auf. In der 50. Minute die erste Großchance für das Heimteam. Dieses Mal kam ein schneller Spielzug durch die Mitte. Ein Spieler von Teutonia hatte sich frei gelaufen und bekam den Ball. Doch er war zu nervös und setzte den Ball neben das Tor. Jetzt übernahm Ottensen immer mehr die Kontrolle und erspielte sich  mehr Spielanteile. In der 69. Minute ein Freistoß an der Strafraumgrenze. Der Torwart von Weiche kann diesen gerade noch abwehren und der Nachschuß wurde über das Tor geschossen. In der 70. Minute sollte es dann endlich klappen mit dem Anschlußtreffer. Es gab einen Eckball für Teutonia. Der Ball ging durch Freund und Feind hindurch und irgendwie bekam ein Spieler den Ball zum 1:2 über die Linie gedrückt. 
Jetzt merkte man Flensburg an, daß sie in der Abwehr schwammen. Der Trainer wechselte ein paar Abwehrspieler durch, um frische Kräfte zu bringen und wieder Sicherheit ins Match zu bringen. Diese Entscheidung sollte sich als richtig zeigen. Denn nun wurden auch die Chancen für Teutonia weniger. Eine große Chance ergab sich noch in der 85. Minute, doch die wurde ebenfalls vergeben. Der Heimmannschaft lief immer mehr die Zeit davon und Flensburg stand nur noch hinten drin und versuchte, das Ergebnis zu halten. Leider fiel Teutonia nichts mehr ein und mit einer kurzen Nachspielzeit von 2 Minuten pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. 
Am Ende der zweiten Hälfte bedankte sich der Stadionsprecher bei den Zuschauern für die Unterstützung der Mannschaft und verabschiedete sich auf ungewisse Zeit, denn mit dem Ende von diesem Spiel wurde auch die Regionalliga Nord auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Seine letzten Worte waren: "Das Spiel ist so geendet wie Sie es gesehen haben".
Für uns ergab sich folgendes Bild. In der ersten Halbzeit war Flensburg besser, in der zweiten Halbzeit Ottensen. Es reichte aber nicht, um das Spiel noch zu drehen. Chancen hatten sie genug, aber wenn man Diese nicht nutzt und auch noch die Fehler in der ersten Halbzeit macht, ist ein Sieg unmöglich. 
Nach dem Schlußpfiff kamen die Spieler dann noch zu der Haupttribüne und bedankten sich bei der Fangruppierung, die sie immer noch anfeuerten. 
Danach war es auch Zeit für uns, aus dem Stadion zu gehen. Ebenso wie beim Betreten des Stadions wurde jetzt nur ein Ausgang geöffnet. Wir gingen zurück zum Auto und nachdem wir dieses erreichten, fuhren wir zurück nach St. Peter Ording. Die Fahrt durch die Stadt sollte sich wieder als problemlos zeigen und kurze Zeit später waren wir dann auf der Autobahn. Nun stand noch ca. eine Stunde Fahrt auf unserer ToDo Liste. Wir unterhielten uns über das gesehene Spiel und wie fahrlässig Teutonia mit seinen guten Chancen umgegangen war. Dieses Spiel hätten sie definitiv nicht verlieren müssen. Nachdem wir dann von der Autobahn abgefahren waren sollten jetzt noch einmal 30 Minuten Landstraße auf uns zukommen. Aber auch diese schafften wir ohne Komplikationen und um 18 Uhr waren wir dann wieder zurück in der Kuranstalt. 
Fazit der Tour: 
Es war wohl für längere Zeit die letzte Möglichkeit, ein Fußballstadion mit Spiel zu sehen. Das Besorgen der Karten und Auflagen, die wir im Internet gelesen hatten, sollte sich dann doch als sehr einfach zeigen. Wir sahen ein sehr schönes Stadion, ein gutes Spiel, dass die cleverere Mannschaft gewonnen hatte. Der Ausflug mit Bernd hat sehr viel Spaß gemacht und die Aufgabenverteilung zwischen uns Beiden war auch sensationell.