Eifelturm Paris

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Montag, 20. Juli 2020

18.06.2020 Tschechien Tour Tag 3 Hradec Kralove

18.06.2020 Hradec Kralove
Sightseeing in Kromeriz (Kremsier) und Fußballspiel
Tschechische 2. Liga
Hradec Kralove : FC Zbrojovka Brno / Brünn
Halbzeit: 1:0, Endstand: 1:1
Zuschauer: 500, davon Auswärts: 20
Stadion: Vsesportovni Stadion



Tourplan:
Am heutigen Morgen erwachte ich und hatte einen schweren Kopf. Das Bier vom Vortag hat mir wohl nicht gut getan. Meine Freundin regte sich ebenfalls und wir quatschen ein bisschen, bevor wir uns noch einmal umdrehten und erneut die Augen schlossen.
Um ca. 8 Uhr erwachten wir erneut. Zwischenzeitlich hatte es mal zu regnen begonnen, aber dann zum Glück wieder aufgehört. So konnten wir zumindest aussteigen, das Auto etwas herrichten und dann losfahren. Für heute stand auf dem Plan, die Stadt Kromeriz (Kremsier) zu besichtigen und am Abend das Spiel in Kralove an zu schauen. Die Fahrt nach Kromeriz (Kremsier) sollte ca. eineinhalb Stunden dauern, dann sah man schon die Kirchtürme. Als wir dann in der Stadt waren entdeckte ich eine Tankstelle, die wir anfuhren. Da Diese eine sehr neuwertige Toilette bietete, erledigten wir dort die morgentliche Wäsche und danach gab es einen Kaffee und ein Baguette in der Tanke. Nachdem wir die Zeit genossen hatten, verlegten wir in die Stadt und bekamen dort nur einen Bezahlparkplatz. Für eine Stunde löste ich ein Parkticket, von dort starteten wir zu Fuß unsere Erkundungstour. Auch diese Stadt Kromeriz (Kremsier) steht auf dem UNESCO-Weltkulturerbe. Eine sehr schöne Stadt mit unglaublich tollen Bauwerken, wobei auffiel, dass jedes Bauwerk anders als das Andere war. Kromeritz (Geschichte zu der Stadt im Link hinterlegt)
So bekamen wir die Stunde sehr gut rum und nachdem wir auch das örtliche Schloss noch gesehen hatten, sollte uns der Weg wieder zurück führen zum Parkplatz.
Nach genau einer Stunde waren wir wieder zurück und sehr zufrieden mit dem Gesehenen. Wir hatten unglaubliches Glück bei unserer Tour durch die Stadt, denn das Wetter spielte auch noch mit und wir blieben trocken. Eigentlich wollten wir unseren Weg fortsetzen nach Kralove. Bei der Einfahrt in die Innenstadt war mir noch ein zweiter Hinweis auf eine Sehenswürdigkeit aufgefallen. Diese wollten wir auch noch anfahren. Kurz darauf standen wir vor einem sehr schönen Park (Blumengarten Kromeriz) und da wir noch genug Zeit hatten, entschlossen wir uns dazu, Diesen auch noch zu besichtigen. Er sollte gerade einmal 200 Kronen Eintritt kosten, natürlich für uns Beide. Auch hier genossen wir die Ruhe und Einsamkeit, wir waren fast alleine in den Park.
Immer wieder entdeckten wir sehr schöne Flecken, Statuen und Brunnen. In der Mitte befand sich ein Gebäude, daß man von fast allen Positionen im Park sehr gut sah. Dieses wollten wir dann auf unseren Rückweg zum Ausgang etwas genauer betrachten.
Leider kamen wir nur bis zum Eingang der Halle, denn diese hatte noch ein weitere Absperrung. Um Hinein zu gehen, hätten wir noch einmal extra zahlen müssen. Zumindest konnten wir nur einen Blick hinein werfen. Danach ging es noch an eine Mauer entlang, die mit sehr schönen Torbögen und Figuren ausgestattet war. Als wir an Dieser entlang schlenderten begann es richtig heftig mit Regnen. Zum Glück hatten wir Regenklamotten und Schirm dabei, so konnte uns das Wetter nichts anhaben. Nachdem wir alles besichtigt hatten ging es zurück zum Eingang und dort noch in die zwei Hallen, die sich dort befanden. Diese sollten noch ein paar interessante Pflanzen zeigen. Auch waren in der zweiten Halle zwei Brunnen mit Goldfischen und ein Käfig mit Kanarienvögeln.
Nachdem wir auch diese noch besichtigt hatten ging es auch schon wieder zurück zum Auto. Wieder hatten wir Glück und erwischten ein kurzes Zeitfenster ohne Regen. Jetzt war das nächste Ziel Hradec Kralove. Auf demselben Weg wie ich schon von Krumlov nach Olmütz gefahren war, ging es jetzt nun wieder zurück. Unterwegs entdecken wir noch eine Wirtschaft kurz vor der Autobahn, die wir zur Mittagsverpflegung nutzten. Essen war in Ordnung, auch wenn wir uns etwas Traditionelles gewunschen hätten. Wenigstens war es billig und sättigte. Ein Wechsel aus Regen und Trockenheit sollten uns auf dem Weg begleiten. Nachdem wir dann in Hradec Kralove angekommen waren, war unser erstes Ziel das Stadion. Dort befindet sich ein großer Parkplatz, der zu einem Freibad gehört, in dem sich aber auch ein kleines Restaurant mit Kegelbahn befindet. Ebenso ein Wellnessbereich und noch ein paar andere Dinge, wo man sich die Zeit vertreiben kann. Diesen Parkplatz nutzten wir, denn zum Einen sollte er nichts kosten und zum Anderen überlegten wir uns, am nächsten Tag das Freibad zu besuchen um die Dusche für unsere Körperpflege zu nutzen. Platz auf dem Parkplatz war noch genug da, deswegen stellten wir das Auto ab und begaben uns zu Fuß zum Stadion.
Dies erreichten wir nach kürzester Zeit, kauften dort unsere Eintrittskarten (die leider nur einem Einkaufsbon ähnelten) und da wir noch über eine Stunde Zeit hatten, entschieden wir uns dafür, noch einmal zurück zu dem kleinen Restaurant beim Parkplatz zu gehen, dort etwas zu essen und zu trinken. Nach kurzer Zeit erreichten wir es wieder und ließen es uns dort noch für eine Stunde gut gehen.
Danach ging es wieder zurück zum Stadion und nach schnellem Fiebermessen waren wir auch schon drin. Nicht mehr lang bis zum Anpfiff, genau noch Zeit um ein Bier zu holen und dann begaben wir uns unter zur Haupttribüne, denn es sah immer wieder nach Regen aus.
Kurz darauf wurde dann das Spiel angepfiffen.
Zum Stadion:
Das Stadion sollte schon seit längerer Zeit umgebaut werden. Die Gegengerade ist auch schon abgerissen und mit einer Plane abgedeckt. Im Vorhinein hatte ich mich schlau gemacht ob das Stadion überhaupt noch steht und in ihm gespielt wird. Auf einer tschechischen Groundhopper Seite wurde mir mitgeteilt, dass die Baufirma, die die Gegengerade abgerissen hatte, wohl pleite gegangen ist. Jetzt ist der Verein in Gesprächen mit anderen Firmen, die das Bauvorhaben übernehmen sollen. Es steht noch die Haupttribüne, die überdacht ist und die beiden Hintertor Kurven. Dem Stadion ist das Alter und die Zeit schon sehr anzusehen. Es dürfen auch nur noch bestimmte Bereiche von Zuschauern genutzt werden. Der Rest ist gesperrt. Zumindest die Haupttribüne war noch zugelassen, dort begaben wir uns auch hin. Trotzdem hat es einen unglaublichen Flair und ist sehr empfehlenswert. Es sollten sich auch heute wieder nur ca. 300 Leute einfinden. Sehr verwunderlich war, dass die spärlich anwesenden Auswärtsfans von Brünn außerhalb des Stadions stehen mussten. Es hatte wohl Auflagen gegeben und deswegen durfte Hradec Kralove keine Auswärtsfans ins Stadion lassen. Trotzdem hörte man die paar mitgereisten Fans schreien. 
Zum Spiel:
Die Konstellation des Spieles war folgende. Für Brünn ging es um wichtige Punkte im Aufstiegsrennen. Sie waren Zweiter in der zweiten Liga. Für Kralove sollte es um nichts mehr gehen. Kralove war von Anfang an das bessere Team. Sie fanden sich von Beginn an besser mit dem nassen Rasen zurecht und spielten ihr Spiel sehr schnell herunter. Mit schnellen Pässen und guten Spielzügen kamen sie immer wieder gefährlich an das Tor von Brünn. Nur der Abschluß war mangelhaft, so blieben auch die Torchancen erst einmal aus. Kurz vor der Halbzeitpause sollte das Heimteam dann doch noch ein Tor schießen. Mit einer Flanke in die Mitte vor das Tor von Brünn brachten sie den Torwart zu einer brenzlichen Rettungstat, wo er den Ball nur in die Mitte abwehren konnte und ein Spieler von Kralove musste nur noch den Fuß hinhalten um Diesen in das Tor zu schießen. Somit stand es 1:0 für die Heimmannschaft.
Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeitpause. Was besonders erschreckend war, in der ersten Halbzeit hatte Brünn keine einzige Torchance. Da mich schon vor der Tour ein Kumpel angeschrieben hatte, der ebenfalls im Stadion war, verabredeten wir uns mit ihm zu einem Treffen. Er befand sich auf der linken Seite der Haupttribüne und dort begaben wir uns dann auch hin. Sie waren zu viert da und wir unterhielten uns über sämtliche Fußball Themen. Auch wurde angesprochen, wie sie ihre bzw. wir unsere Tour weiter durchziehen würden. Wir gönnten uns noch ein / zwei Bierchen und brachten so die Halbzeit gut rum. Als dann der Schiedsrichter die zweite Halbzeit wieder anpfiff, zeigte sich erst einmal dasselbe Bild. Kralove versuchte erneut, das Spiel besser zu gestalten. Brünn hielt erst einmal an seiner Abwehrtaktik fest. Zwischendrin versuchten sie auch etwas am Spiel teil zu nehmen. Ab der sechzigsten Minute sollte es ihnen immer besser gelingen, auch eigene Angriffe zu starten. So setzten sie Nadelstiche und schnelle Angriffe auf das Tor des Gegners. Trotzdem wurden kaum sehenswerte Ballstafetten, sowie Torchancen herausgespielt. So plätscherte das Spiel vor sich hin und es war eigentlich mehr interessant zu sehen, wie viele deutsche Groundhopper im Stadion waren. Auch hatte ich zwischenzeitlich ein bekanntes Gesicht aus Hannover, den Helge getroffen. Auch mit ihm wechselte ich ein paar Worte.
In der 86. Minute sollte dann noch mal eine hundertprozentige Chance für Hradec zustande kommen. Die Heimmannschaft hatte den Ball in der eigenen Abwehr, ein Stürmer schaltete recht schnell, lief sich frei und bekam den Ball durch die Mitte sehr gut zu gespielt. Er lief auch allein auf den Torwart von Brünn zu, doch ihm fehlten die Nerven den Ball an ihm vorbei ins Tor zu schießen. Er traf nur das Außennetz. Im Gegenzug gab es Gewusel im Strafraum von Kralove und irgendwie bekam ein Spieler der Auswärtsmannschaft durch Freund und Feind hindurch den Ball auf den Fuß und mit einem satten Schuß ging dieser tatsächlich ins Tor von Hradec zum 1:1.
Zum Ansprechen war, dass bis dahin dies der erste Torschuss von Brünn war. Somit stand es Unentschieden und es sollte sich auch nichts mehr daran ändern. Eigentlich zu wenig für Brünn für den Aufstieg. Mit wenig Nachspielzeit wurde das Spiel dann abgepfiffen und wir mussten für uns feststellen, dass es kein besonders Ansehnliches gewesen war. Wir stellten uns noch kurz mit meinen Bekannten zusammen tranken noch ein Bier und ich bekam noch meine Klobasa.
Kurz danach verabschiedeten wir uns von den Anderen und gingen getrennte Wege. Wir würden uns ja noch einmal ein paar Tage später in Usti nad Labem treffen. Ebenfalls zum Ansprechen ist noch, daß es in dem Stadion keinen Fanshop gibt, somit also keinen Pin für mich und man darauf achten muß, wenn man im Zelt am Eingang Bier kauft, Dieses nur in Pfandbechern ausgegeben wird. Diese kann man dann auch nur hier wieder zurück geben. Natürlich war diese Zelt geschlossen, als wir vorbei kamen. Also das Geld hatten wir echt zum Fenster raus geschmissen.
Unserer Weg sollte zurück zum Auto führen. Auf dem Parkplatz angekommen entschieden wir uns dafür, dieses noch um zu parken, da wir näher an den Waldrand wollten. Auch mussten wir noch einmal los um Getränke zu holen. Über Google Maps hatten wir herausgefunden, dass in 600 m Entfernung noch eine Tankstelle war. Diese suchten wir dann zu Fuß auf und kauften noch Getränke ein. Danach ging es wieder zurück und wir verbrachten der Rest des Abends im Auto.

Fazit des Tages:
Mit unserem Vorhaben heute Sightseeing zu machen und am Abend das Spiel zu sehen, hatten wir uns einen Plan gesetzt, den wir komplett schaffen sollten. Zuerst besichtigten wir die Stadt Kromeriz (Kremsier) und dann danach ging es weiter zum Fußballspiel. Auch diese Stadion stand schon sehr lange auf meiner To-Do-Liste und konnte nun endlich abgehakt werden. Ein erfolgreicher Tag ging somit zu Ende.




































































17.06.2020 Tschechien Tour Tag 2 Olmütz

17.06.2020 Olomuc / Olmütz
Sightseeing und Fußballspiel
Pokal Halbfinale:
Sigma Olomuc / Olmütz : Slovan Liberec
Halbzeit: 0:2, Endstand: 1:2
Zuschauer: 1807, davon Auswärts: 15
Stadion: Andruv Stadion



Tourplan:
Nachdem auf der Durchgangsstraße die ganze Zeit reger Verkehr von Autos und LKw`s war, war die Nacht nicht unbedingt Schlafreich. Auch drückte regelmäßig das Getränk, dass wir nachts noch zu uns genommen hatten. So mussten wir noch einmal mitten in der Nacht aus dem Auto und den Getränken die Freiheit schenken.. Trotzdem sollte es dann zum Morgen hin noch einmal klappen mit dem Schlafen. Um ca. 08:30 Uhr war es dann aber vorbei mit Schlaf, denn je länger der Morgen dauerte, desto mehr Verkehr drückte sich über die Straße neben dem Bushäuschen. Es sollte sich dann herausstellen, daß der Platz für die nächtliche Ruhe doch nicht so weise gewählt war. Ich erwachte dann als Erstes und weil wir heute noch Einiges vor hatten, weckte ich schön vorsichtig meine Freundin. Nachdem sie ins Reich der Wachen zurückgekehrt war erzählte auch sie mir, dass sie nicht besonders gut geschlafen hatte. Der Lärm von der Straße lies das nicht zu. Trotz alledem waren wir nicht schlecht gelaunt, das Wetter passte ja auch und die Stimmung war gut.
Nachdem wir uns frisch gemacht hatten saßen wir auch schon wieder im Auto und fuhren zu unserem heutigen Tages Ziel, nach Olomouc, Olmütz. Die nächsten 2-3 Stunden befanden wir uns dann zwischen Landstraße und Autobahn in Richtung unseres Ziels. Wobei hier besonders anzusprechen war, dass die Autobahnen in einem sehr guten Zustand sind und auch sehr viele Baustellen von uns passiert wurden. Hier wird sich um seine Straßen gekümmert und das Vignetten Geld richtig eingesetzt. Kurz vor 12 Uhr erreichten wir dann unser Ziel, das Stadion von Olmütz. Zwischenzeitlich hatte es immer wieder mit Regnen begonnen und wir hofften auf unser Glück, dass wir trocken die Stadt und das Spiel sehen würden. Der Regen sollte sich kurz vor unserer Ankunft in Olmütz verziehen und auch am heutigen Tag nicht mehr auftauchen. Ins Navi war das Stadion eingegeben, denn ich war mir nicht sicher, wie die Kartensituation für dieses Spiel war. Das Einzige, was ich gehört hatte war, wer zuerst kommt, malt zuerst. Und ich konnte mir gut vorstellen, daß das Spiel heute besondere Interesse bei vielen Fans wecken würde. Am Stadion angekommen kümmerten wir uns erst einmal um einen Parkplatz. Diesen sollten wir in der Zufahrt zum Stadion finden. Zur Parkplatzsituation ist allgemein zu sagen, dass es genug Seitenstraßen und Wohnbereiche um das Stadion gibt, wo man das Auto kostenfrei abstellen kann. Zu Fuß begaben wir uns dann zum Stadion und da ich im Vorhinein schon im Internet gelesen hatte, dass man Karten im Fanshop kaufen konnte, war dies auch unser erstes Ziel.
Dort angekommen orderten wir zwei Karten und witzig war dabei, dass die Dame hinter der Theke ihren Kollegen fragte, was sie von Ausländern für eine Karte verlangen sollte. Er ging dabei gar nicht richtig darauf ein, zeigte uns unseren Platz bzw. Block und wir kauften zwei Karten. Die sollten uns pro Nase 8 € kosten. Danach kaufte mir meine Dame noch einen PIN, der wieder für meine Sammlung wichtig war. Zum Glück gab es Diesen im Shop zu kaufen. Nachdem wir unsere Karten hatten besuchten wir noch das Stadion Restaurant, das direkt am Stadion war. Dort tranken wir etwas. Zwischenzeitlich parkte ich das Auto noch um, denn die Einfahrt, in der das Auto stand, war ab einer bestimmten Zeit nur noch für Angehörige des Vereines zugänglich. Und das Letzte, was ich wollte, war mir eine Starfe einzukassieren. Nachdem ich ohne Probleme einen anderen Platz für das Auto gefunden hatte ging es zurück zu der Stadionkneipe.
Dort noch schnell ausgetrunken und die Rechnung gezahlt. Danach war unser nächster Plan, die Stadt aufzusuchen. Olmütz ist eine sehr sehenswürdige Stadt, die mittlerweile im UNESCO-Weltkulturerbe mit aufgenommen ist. Auf dem Weg dorthin, der vom Stadion in die Stadt locker zu Fuß zu erreichen war, sahen wir einige Fotomotive, die es lohnte, abzulichten.
Nach einen kurzen Marsch zu Fuß erreichten wir die Innenstadt, sie war nämlich gerade einmal einen Kilometer vom Stadion entfernt. Auf der Strecke dorthin entdeckten wir noch ein Restaurant, bei dem wir noch eine kurze Pause einlegten und etwas tranken. Das Wetter war mittlerweile perfekt dafür.
Danach liefen wir all die Hotspots ab, machten unsere Fotos und besichtigen Diese.
Corona gab es in dieser Stadt auch nicht. So richtig ernst nimmt es hier Keiner. Man kann die Maske aufsetzen, muss sie aber nicht, man kann sich die Hände desinfizieren, muss man aber nicht. Es ist Alles eine Kannsache. Auf unserem Rückweg zum Stadion nahmen wir dann einen anderen Weg, um noch versteckte schöne Sachen und Bauwerke zu entdecken. Dabei kamen wir an einem kleinen, alten Gasthaus vorbei, daß mir durch seinen Eingang gleich ins Auge stieß. Wir hatten noch genug Zeit, deswegen entschlossen wir uns dazu, noch schnell hinein zu schauen. Vom ersten Eindruck von draußen sollten wir drinnen nicht enttäuscht werden. Der Innenraum war richtig Oldschool. Mit viel dunklen Holz verkleidet und überall alte Dekorationen. Nachdem wir uns abgesetzt hatten kam eine Bedienung, die aussah, als würde sie uns gleich den Kopf abreißen. Sie sah aus wie eine tschechische Kugelstoßerin. Ca. 1,60 m Größe und ungefähr der gleiche Umpfang. Ihr Blick sagte aus, daß wir keine Sonderwünsche äußern sollten. So bestellten wir erst einmal etwas zu trinken und bekamen auch noch eine Speisekarte. Da wir kaum etwas lesen konnten, stand Alles nur auf tschechisch drauf, bestellten wir noch Nachfrage unser Essen. Zwischenzeitlich ging ich auf Entdeckungstour und entdeckte im hinteren Bereich einen schönen Innenhof und wir entschlossen uns dazu, unseren momentanen Platz aufzugeben und dorthin zu wechseln. Unserer Kellnerin war es zwar nicht recht, aber mit einem bösen Blick lies sie es zu. Auch im Innenhof hingen schöne Dekoartikel und ich muß sagen, ich war wirklich begeistert von dieser Wirtschaft. Kurz darauf kam unser Essen.
Es schmeckte hervorragend und leider mussten wir uns nach Diesem auf den Weg zum Stadion machen, denn schön langsam wurde es Zeit für den Abmarsch, wenn wir nicht den Anpfiff verpassen wollten. Nachdem wir dann unsere Rechnung gezahlt hatte, bis dahin hatte unsere Kellnerin kein einzigstes Mal ein Lächeln für uns übrig gehabt, ging es wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt. Als wir kurze Zeit später wieder am Stadion waren und dann unseren Eingang aufsuchten, wurde hier weder Fieber gemessen, noch achtet man darauf, ob man Einzeln oder mit Mehreren ins Stadion ging. Zum Stadion;
Schon vorhin, als wir vorm Stadion gestanden waren, sind mir die sehr auffälligen Flutlichtmasten aufgefallen. Aufgeteilt ist das Stadion in vier Blöcken, die an den Ecken nicht miteinander verbunden sind. Die Haupttribüne und die Gegengerade sind überdacht, der Rest nicht. Obwohl es ein altes Stadion ist, befindet sich keine Tartanbahn um das Spielfeld. Die Tribünen sind relativ steil und die Sitzplätze in unterschiedlichen Farben. Besonders stechen wirklich die Flutlichtmasten heraus, die ich noch einmal ansprechen möchte.
Ein sehr sehenswerter Stadion, dass mir sehr gut gefällt.
Zum Spiel.
Pünktlich zum Anpfiff kam auch die Sonne heraus. Die Konstellation war heute so, dass wir uns ein Pokal Halbfinale von Tschechien anschauten. Bedeutete für beide Mannschaften es ging um den Einzug ins Finale. Auch hatten Sie nur dieses eine Spiel zur Verfügung, um den Sieger zu ermitteln. Also nicht wie in anderen Ligen, wo es ein Hin- und Rückspiel gibt. Ich hatte uns vorher noch etwas zu Essen, eine Bockwurst und etwas zu Trinken besorgt. Was mich etwas enttäuschte, auf den Schildern an den Kiosken stand geschrieben, dass es eine Klobasa geben sollte. Als ich dann nachfragte wurde ich darauf hingewiesen, dass es sie nicht gibt. So musste ich eine Bockwurst essen, die nicht besonders empfehlenswert war. Ärgerlich deswegen, weil es auf der Tafel angeschrieben war.
Nachdem das Spiel angepfiffen wurde kamen beide Mannschaften nicht so richtig in Fahrt. Es sollten sich auch nicht besonders schöne Spielzüge ergeben, so waren die ersten 10 Minuten eigentlich eher langweilig. Ein vorsichtiges Abtasten. Nach 10 Minute sollte dann der erste gefährliche Angriff der gegnerischen Mannschaft vonstatten gehen. Sollte nichts einbringen, aber es war zumindest ein Lebenszeichen. Überhaupt sollte sich jetzt zeigen, daß Liberec mehr wagte und sich traute. Von Olmütz kam wirklich nicht viel, eher enttäuschend. So sollte die Auswärtsmannschaft mehr riskieren und besser spielen und wurde deswegen in der 29. Minute nach einem schönen Angriff mit dem 0:1 belohnt werden. Damit kam die Heimmannschaft überhaupt nicht klar und fand auch keine Mittel und Möglichkeiten sich dagegen zu wehren. Sie spielten weiter ihren Stiefel herunter ohne Großartig sehenswert etwas auf die Reihe zu bringen. Liberec beschränkte sich erst einmal auf Ergebnis halten und werte die wenigen Angriffsversuche von Olmütz ab. Kurz vor der Halbzeitpause bekam dann Liberec einen Freistoß in gefährlicher Nähe vom gegnerischen Tor. Der ausführende Schütze setzte den Ball in der 45+1 Minute zum 0:2 ins Tor. Das war natürlich ein harter Schlag für Olmütz, denn danach wurde zur Halbzeit gepfiffen. Eigentlich stand mit diesem Tor und der Spielleistung von Olmütz der Sieger schon fest. Sie waren selbst Schuld, denn die erste Halbzeit hatten sie voll verschlafen. Die Pause nutzte ich noch einmal um den Flüssigkeitshaushalt auf Vordermann zu bringen und uns zwei weitere Bier zu holen. Die Halbzeitpause war auch schnell vorbei und beide Mannschaften kamen wieder zurück aufs Spielfeld.

Plötzlich nahm auch Sigma an dem Spiel teil. Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit versuchten sie mehr Druck aufzubauen und den Gegner in die eigene Hälfte zu drücken. Damit hätten wir wirklich nicht gerechnet. Und es kam noch besser. In der Drangphase gab es auch noch Chancen, die mit einem Kopfball zum Anschlußtreffer führen sollte. In der 53 Minute belohnte sich die Heimmannschaft damit und somit war das Spiel wieder offen. Eine schöne Flanke von der Seite und mit dem Kopfball war doch noch alles möglich. Ein früher Anschlusstreffer und die Spielfreude die jetzt von Olmütz gezeigt wurde ließ vielleicht noch eine Sensation zu. Leider wurde aber ab der 60. Minute wieder ein Gang zurück geschaltet und der zwingende Wille von der Heimmannschaft auf den Ausgleich fehlte wieder. Trotzdem sollten Sie weiterhin Chancen haben um ein weiteres Tor zu schießen. Zusätzlich wurde hier noch vom Schiedsrichter Hilfe geleistet, denn in der 73. Minute schickte er einen Spieler von Liberec mit Gelb-Rot vom Platz. Was hier auch anzusprechen ist, dieser war erst in der 59. Minute eingewechselt worden, in der 69. Minute mit Gelb bestraft worden und in der 73. Minute vom Platz geschickt. Sehr starke Leistung. So blieb Sigma noch genug Zeit und sie waren auch noch ein Mann mehr auf dem Platz.  Doch trotz aller Bemühungen und auch der Wechsel des Trainers von Spielern von Olmütz sollte kein weiteres Tor mehr für sie fallen. Liberec hatte in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel dagegen zu setzen und konnte froh sein, dass Olmütz mit seinen Chancen so fahrlässig umgegangen war. So verließ Liberec als Sieger den Platz und zog ins Pokalfinale ein. Die spärlich mitgereisten Auswärtsfans feierten ihre Mannschaft. Überhaupt war zu den Zuschauerzahlen zu sagen, daß ich sehr erschreckt war. Immerhin waren wir hier in einem Halbfinale des Pokals und es fanden sich gerade einmal 1807 Zuschauer ein. Davon waren es knapp 20 für Liberec. Nach dem Schlußpfiff feierten Diese ihre Mannschaft. Wir ließen uns dann Zeit mit dem Verlassen des Stadions. Zuvor hatten wir uns noch abgesprochen, daß wir die Nacht in Olmütz verbringen würden. Wir wollten und hatten auch keine Lust mehr, irgendwelche weiten Wege zurückzulegen. Deswegen entschlossen wir uns dazu, wieder zu der Stadiongaststätte zu gehen und dort unseren Abend ausklingen zu lassen. Nach ein paar weiteren Bierchen und auch etwas zu Essen, wurde der Tag beendet. Hier gab es das leckere Gulasch, daß ich mir natürlich gönnte. Zur späteren Stunde brachte mich dann Steffi zum Auto, zum Glück war der Weg nicht allzu weit.
Fazit des Tages:
Der Verein Sigma Olmütz stand schon sehr lange auf meiner To-Do-Liste. Etwas Bedenken hatte ich schon, dass wir für das heutige Spiel, immerhin ein Halbfinale im Pokal von Tschechien, Karten bekommen. Doch es sollte sich herausstellen, dass es kein Problem war und wir ohne Probleme ins Stadion kamen. Das Stadion hat mir sehr gut gefallen, die Stadt ebenfalls und wir hatten einen sehr schönen Tag hier verbracht.























































16.06.2020 Tschechien Tour Tag 1 Anreise

Tschechien 16.06. - 22.06.2020

Plan der Tour:
16.06.2020 Anreise
Nussdorf am Inn - Krumau (Tschechien)

17.06.2020 Olomuc / Olmütz
Sightseeing und Fußballspiel
Pokal Halbfinale:
Sigma Olomuc / Olmütz : Slovan Liberec
Halbzeit: 0:2, Endstand: 1:2
Zuschauer: 1807, davon Auswärts: 15
Stadion: Andruv Stadion

18.06.2020 Hradec Kralove
Sightseeing und Fußballspiel
Tschechische 2. Liga
Hradec Kralove : FC Zbrojovka Brno / Brünn
Halbzeit: 1:0, Endstand: 1:1
Zuschauer: 500, davon Auswärts: 20
Stadion: Vsesportovni Stadion

19.06.2020 Sightseeing Tag
Hradec Kralove und Kutna Hora

20.06.2020 Usti nad Labem
Sightseeing und 2x Fußballspiel
Testspiel:
Kladno : FC Teplice II
Halbzeit: 0:2, Endstand: 2:3
Zuschauer: 100, davon 80 deutsche Groundhopper
Tschechische 2. Liga
Usti nad Labem : Lisem
Endstand: 0:0
Zuschauer: 862
Stadion: Mestsky Stadion

21.06.2020 Brünn
Sightseeing und Fußballspiel
Tschechische 2. Liga
FC Zbrojovka Brno / Brünn : MKK Chrudim
Halbzeit: 2:1, Endstand: 3:2
Zuschauer: 1200, Auswärts: Keine
Stadion: Mestsky fotbalovy stadion Srbska

22.06.2020 Pardobice
Sightseeing und Fußballspiel
Tschechische 2. Liga
FK Pardobice : Hradec Kralove
Endstand: 0:0
Zuschauer: 800, davon Auswärts: 20
Stadion: Stadion Pod Vinici

Kosten:
Essen, Trinken, Fußbball, Vignette Tschechien und Sprit
ca. 450 €



Kilometer gesamt: 1633 km



Wetter:
Viel Regen und naßkalt



Mit dabei:
Stephanie und ich



Vorbereitung und Planung:
Das Jahr 2020 sollte jetzt, im Juni, für mich mit Fußball beginnen. Wir schrieben, wie gesagt, den Juni und eigentlich wären die Saisons in den verschiedenen Ländern schon seit letztem Monat vorbei gewesen. Dadurch, dass aber die Pandemie Corona um sich gegriffen hatte, musste von März bis Mai eine Spielpause eingelegt werden. Zusätzlich war ich ja bis Anfang Mai im Einsatz und konnte dadurch kein Spiel im Jahr 2020 sehen. Nach meiner Rückkehr im Mai kamen dann auch langsam die ersten Lockerungen und durch die Entscheidung, die einzelnen Ligen fertig zu spielen, wurden Geisterspiele angesetzt. Sollte bedeuten, daß die Spiele zwar wieder laufen sollten, aber ohne Zuschauer. Nach und nach bemerkte man, bestimmte Lockerungen wurden auch in den anderen Ländern übernommen und so sollte es sich ergeben, daß mit Tschechien eines der ersten Länder wieder Zuschauer ins Stadion ließ. Zwar nur eine geringe Zahl, 500 Stück, aber immerhin. Da zu dieser Zeit eigentlich die Europameisterschaft sein sollte, hätten Stephi und ich eine Tour nach Rumänien und Ungarn geplant gehabt. Aber Aufgrund der Pandemie Covid-19 wurde die Europameisterschaft 2020 um ein Jahr verlegt, wir aber schon so rechtzeitig unseren Urlaub geplant hatten, entschieden wir uns dafür, eine kleine Tschechien Tour durchzuziehen. Zum Glück entschied man sich in Tschechien am Tag vor unserer Abfahrt dazu, pro Spiel 2500 Leute in die Stadien zu jedem Spiel zu lassen. Somit setzte ich mich also am Wochenende hin und plante eine Tour. Was uns natürlich zum Vorteil kam, dadurch dass auch in Tschechien eine längere Spielpause stattgefunden hatte, wurden jetzt die Spieltage mit englischen Wochen durchgezogen. Bedeutete für uns, daß wir fast jeden Tag ein Spiel auf der Agenda hatten. Somit sollte mit dieser Tour auch mein Heißhunger auf Stadien und Fußball wieder gestillt werden.



Tourplan:
Stephanie musste noch am Dienstag bis 14 Uhr arbeiten, danach wollten wir uns ins Auto setzen und losfahren. Den Vormittag nutzt ich dazu, um mein Gepäck schon einmal zu verpacken und alles ins Auto zu laden. Geplant war wieder einmal, die Nächte im Auto zu verbringen, deswegen wurde auch das Brett und Bettzeug verladen. Nachdem meine Freundin dann zu Hause war packte auch sie ihr Zeug und um ca. 17 Uhr machten wir uns auf den Weg. Im Vorhinein hatte ich mich noch erkundigt, welchen Weg wir am Besten nehmen sollten. Eigentlich wollten wir noch einen kurzen Abstecher über Horn machen und unsere Bekanntschaften besuchen. Leider stellte sich raus, dass sie keine Zeit hatten. Zusätzlich hatten meine Forschungen ergeben, dass die österreichische Vignette für 10 Tage 9,10 € kosten sollte. Da wir nur den Hinweg über die österreichische Autobahn nutzen sollten war mir dieser Kostenfaktor zu hoch. Deswegen entschloss ich kurzfristig, einen anderen Weg in die Tschechei zu nutzen, der uns an Österreich vorbei führen würde. Waren zwar mehr Kilometer, wir sollten aber trotzdem, da wir nur über die Autobahn fuhren, Sprit- und Mautkosten sparen. So fuhren wir also über München dort über die A99 den Außenring. Noch kurz in Richtung Nürnberg und dann ab auf die A 92 in Richtung Passau. Nachdem es jetzt noch ca. 60 km bis nach Passau war und man schon am Himmel sah, wie eine dunkle Front uns entgegen kam, entschieden wir uns dafür, die Vorkehrungen für die Nacht zu erledigen. Deswegen wurde die nächste Abfahrt genommen, dort ein Seitenweg ergattert und das Bett schon einmal provisorisch aufgebaut. Denn es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass wir uns bei strömendem Regen den Aufbau hätten antun müssen. Man lernt ja aus seinen Fehlern. Nach ca. 10 Minuten saßen wir wieder im Auto, fuhren zurück auf die Autobahn und es sollte keine zwei Minuten dauern, schon fing es das Regnen an. Also würde ich sagen, wir hatten alles Richtig gemacht. Nachdem es ca. 20 Minuten aus Kübeln gegossen hatte, war dies auch schon wieder vorbei. Trotzdem waren wir froh, aufgrund der Nässe auf der Straße, dass wir das Bett schon aufgebaut hatten. So mussten wir uns um diese Arbeit nicht mehr kümmern. Die Ausfahrt vor Passau, Aicha vorm Wald, ging es dann runter von der Autobahn. Die restlichen Strecke bis zur tschechischen Grenze fuhren wir dann über die Landstraße. Ich war von Mitte 2002 - Ende 2003 in Freyung stationiert, deswegen kannte und hasste ich diesen Weg. Hatte schlechte Erinnerungen an die Zeit dort und zum Glück sollte auf der Wegstrecke kein tschechischer LKw vor uns sein. Denn auf dieser Strecke gibt es nur wenige Möglichkeiten zum Überholen. Die Zeit schritt immer weiter fort, wir kamen an die tschechische Grenze und so überquerten wir diese dann auch ohne Probleme. Bis vor ein paar Wochen war die Grenze ja aufgrund des Virus noch geschlossen. Jetzt wurde man nur noch durch ein Schild daran erinnert, dass es einmal eine Sperre gab. Dort legten wir noch einmal eine kurze Pause ein, denn ich wollte mir gleich die tschechische Autobahnvignette holen. Diese war auch teurer geworden und sollte für 10 Tage 12 € kosten. Ein weiteres Land, daß kapiert hat, wie man Geld für seine Straßen einnimmt. Unser Weg führte uns weiter in Richtung Budweiss und nachdem wir auch jetzt wieder ein paar Stunden hinter uns hatten bemerkten wir den Hunger, der sich in unserem Magen breit machte. Stephanie hatte ein größeres Dorf an einem See als unseres heutiges Endziel eingegeben. Diesem näherten wir uns immer mehr und bemerkten aber auch, dass sich die Zeit nach hinten schob und auch die Helligkeit verabschiedete. Leider wussten wir nicht, wie lange in  Tschechien die Restaurants geöffnet hatten. So verließen wir uns ein bisschen auf unser Glück und hofften darauf, dass wenn wir an dem Dorf am See ankommen würden, noch etwas finden, wo wir uns die Mägen füllen könnten. Natürlich passierte genau das, was wir nicht erhofften. Wir kamen an und es gab nichts mehr zu Essen. Dafür bekamen wir einen guten Hinweis von der Dame in dem Restaurant wo wir waren. Sie meinte, wir sollten nach Krumlov fahren, dies ist eine größere Stadt und dort würden wir bestimmt noch etwas bekommen. Krumlov ist auch eine Stadt, die wir schon einmal besuchen wollten, aber durch das letztjährige Schneechaos mussten wir leider diese Tour canceln. Weitere 20 km später erreichten wir die Stadt. Sie ist bekannt für seine alte Innenstadt und wir waren schon sehr gespannt, was uns hier erwarten sollte. Nachdem wir dann den Torbogen zur historischen Altstadt mit dem Auto durchfahren hatten bemerkten wir gleich, dass der Verkehr hier nicht groß war. Einzelne Fußgänger verirrten sich hierher, dementsprechend kam ich mit dem Fahrzeug gut voran. Bei einer Kneipe stellte ich den Wagen ab, wir sahen das vor Dieser noch Leute saßen und zu Fuß begaben wir uns dorthin. Auf unsere Frage, ob wir noch etwas zu Essen bekommen würden, wurde uns mitgeteilt, dass die Küche schon geschlossen war. Aber es wurde uns gesagt, ums Eck sollte sich wohl noch die Möglichkeit zur Verköstigung ergeben. Also gingen wir die 150 m weiter und fanden wirklich noch ein kleines Restaurant, wo ebenfalls Leute draußen saßen und etwas aßen. Wir setzten uns mit dazu und fragten den Kellner, der etwas Deutsch konnte, ob es noch etwas zu Essen gab und er erwiderte uns, dass es zumindest noch Pizza gab. Dies reichte uns vollkommen für den heutigen Abend. Nachdem wir unsere Getränke bestellt und etwas aus der Karte ausgesucht hatten, erkundige ich mich danach, ob die Möglichkeit bestünde, das Auto hier in der Innenstadt stehen zu lassen. Ich war mir nämlich gar nicht sicher, ob das hier erlaubt war. Nachdem sich der hilfsbereite Kellner ein bisschen durch gefragt hatte teilte er mir mit, dies sei hier nicht erlaubt. Also musste ich mich noch mal aufbewegen und das Auto wieder aus der Innenstadt herausfahren. Ich fand auch einen Parkplatz, der leider etwas kostete und aufgrund meiner guten Kenntnisse des tschechischen Geldes warf ich natürlich in den Cash Automaten zu viel ein. Aber ich regte mich gar nicht groß drüber auf, denn so hatten wir wenigstens genug Zeit um den Abend in der Altstadt zu genießen. Auf meinem Rückweg zu Stephi nutzte ich das Panorama noch, um ein paar Fotos zu schießen.
Als ich dann zurück war, stand auch schon mein Bier auf dem Tisch und meine Freundin hatte mir eine Pizza bestellt. Kurz darauf sollte Diese dann auch auftauchen und mit viel Genuss aßen wir unsere späte Abendkost.
Wir machten uns dort einen schönen Abend, Aßen gut und genossen die Getränke, sowie den Flair der Stadt. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Denn mit dem Regnen hatte es nach dem kurzen Guss nicht mehr angefangen. Nachdem wir dann darauf hingewiesen wurden, dass das Restaurant schließen würde, beglichen wir die Rechnung. Danach ging es wieder zurück zum Auto. Das nächste und letzte Vorhaben für Heute sollte jetzt noch sein, noch einen guten Schlafplatz zu finden. Ziel war es gewesen, noch bis zur Autobahn zu kommen und dort einen Rastplatz anzufahren. Nachdem wir aber noch eine längere Zeit über die Landstraße fuhren, Stephanie war schon eingeschlafen, entschloss ich mich dazu, in einer Ortschaft ein Plätzchen zu finden, wo wir sicher das Auto abstellen konnten. Nach ein zwei gescheiterten Versuchen sollte es dann doch noch klappen und hinter einem Bushäuschen in einem Dorf fanden wir einen guten Platz, wo das Auto abgestellt wurde. Meine Freundin erwachte noch einmal, wir gönnten uns noch ein letztes Getränk und ließen den Tag review passieren. Kurz darauf wurde dann der heutige Tag mit Schlafen beendet.



Fazit des Tages:
Die Tour hatte ohne großartige Probleme gut begonnen.