Eifelturm Paris

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Mittwoch, 6. Februar 2019

20.01.2019 Biathlon Weltcup in Ruhpolding

Sportveranstaltung: Biathlon

Biathlon Weltcup:
12:30 Uhr Massenstart der Männer

15:30 Uhr Massenstart der Frauen

Zuschauer: 24.000
Ort: Ruhpolding

Kosten:
Eintritt:                15 €
Diverses:             10 €
gesamt:                25 €

Mit dabei: Simon, Andre, Sabrina und ich

Planung und Vorbereitung:
Eher kurzfristig wurde dieses Event ausgewählt. Die Woche davor saß ich mit meinem Arbeitskollegen Sascha beim Kaffee und wir besprachen den Plan fürs Wochenende. Da kamen wir darauf, daß Biathlon Weltcup ist und Ruhpolding eigentlich um die Ecke liegt. Da ich ja schon zweimal Vorort war wusste ich, daß diese Veranstaltung sehr nett ist und zusätzlich waren meine beiden Freunde Peter TS (Bierstand) und der Markus (Merchandising) ebenfalls dort. Somit musste ich nur noch Zuhause abklären, ob mich jemand begleiten würde und schon stand der Sonntag fest. Die Frage Daheim wurde mit zwei positiven Antworten erwidert, Steffi und ihr Sohn Simon wollten mich begleiten und auch noch weiter Kollegen aus der Arbeit würden sich dieses Event gönnen. Damit war Alles ausgemacht. Zu guter Letzt bot mir Peter noch eine Arbeitskarte an, die er für den Tag über hatte.

Tourplan:
Am heutigen Sonntag sollte die Abfahrt um 10 Uhr sein. Die Woche davor hatte es richtig viel Schnee gegeben und fast wäre unsere Tour ins Wasser (Schnee) gefallen, denn die Wettbewerbe am Donnerstag wurden schon abgesagt. Zum Glück beruhigte sich die Lage etwas, so konnten die Anderen am Wochenende stattfinden. Steffi hatte sich kurzfristig umentschieden, denn das Bett war herrlich warm und die Wohnung ließ auch noch etwas Arbeit übrig. So blieb sie Daheim, aber Simon begleitete mich. Auf der Fahrt schrieb ich dann Sascha an, wann wir uns am Besten treffen würden, doch keine Antwort. Andre war auch schon mit seiner Frau unterwegs und deswegen machte ich mit ihm einen Treffpunkt ab. Sollte beim Peter am Bierstand sein. Durch meine vorherigen Besuche der Biathlonanlage wusste ich, daß der Bereich rund um das Zentrum  weiträumig abgesperrt war. Es gab zwar Pendlerparkplätze, von denen ein Busshuttle in Richtung der Anlage gehen sollten, aber Diese sind immer sehr schnell voll und so entschied ich mich für den Waldparkplatz in der Nähe der Rauschbergbahn. Von dort konnte man zu Fuß durch den Wald in 45 Minuten am Biathlonzentrum sein. Und man hatte einen schönen Spaziergang hinter sich. Um 11 Uhr waren wir dann an diesem Parkplatz und hatten Glück, denn wir erwischten einen der wenigen noch freien Parkplätze. Gegenüber war nämlich eine Langlaufloipe, deswegen waren wir nicht die Einzigen, die auf die Idee des Parkens gekommen waren. Nachdem ich das Auto abgestellt hatte warfen wir uns in warme Klamotten. Ich wusste von meinen letzten Besuchen, daß der Bereich des Biathlonzentrums ein schattiges Fleckchen war und das Letzte was ich wollte, daß wir frieren mussten. Deswegen die etwas wärmere Klamottenwahl. Ebenfalls hatte ich meine alten Winterstiefel dabei, die mich schon mehrere Jahre begleiteten.  Jetzt bekam ich eine Nachricht per Handy, daß Sascha heute auch nicht kommen würde. Kurz darauf sollte unser Schneemarsch beginnen. Aber leider nicht lange andauern, denn nach knapp 200 Metern zog es mir die Sohle vom ersten Schuh ab. Damit hätte ich jetzt gar nicht gerechnet. Es blieb mir nichts Anderes übrig, als noch einmal zum Auto zurück zu kehren und meine Turnschuhe, die ich zum Glück dabei hatte, anzuziehen. Durch einen geistigen Gedankenblitz hatte ich noch ein zweites Paar Socken dabei, daß nutzte ich auch gleich noch. Also dann mit Turnschuhen Marsch die Zweite. 
Zuerst führte uns der Weg durch den Wald. Durch die Schneemassen war es aber bald nicht mehr möglich voran zu kommen. Deswegen schlugen wir die Richtung der Rauschbergbahn ein und dort sollten schon einige Leute stehen und auf einen Bus warten. Ich fragte einen Ordner, ob der Weg durch den Wald noch möglich sei und bekam zur Antwort, daß es besser ist auf der Straße zu gehen. Somit taten wir das auch. Dieser Weg sollte immerhin auch noch einmal 4 Kilometer lang sein. Wir gingen trotzdem an sehr schöne Flecken vorbei, die es sich lohnten, zu fotografieren.
Nach ca. 45 Minuten waren wir kurz vor der Anlage. Mittlerweile hörten wir schon die Soundanlage des Zentrums. Mit Musik und Ansprachen wurden die Besucher bespaßt. Jetzt hatten wir Glück, denn ein Mann sollte uns überholen und fragte, ob wir noch eine Karte gebrauchen könnten. Diese verkaufte er uns für die Hälfte des Preises. Danach begaben wir uns zum Haupteingang des Biathlonzentrums, denn dort wollte ich mich mit dem Markus treffen und Peters Karte übernehmen. Kurz vor dem Eingang rief ich ihn dann an. 5 Minuten später hatte ich die Karte in der Hand und wir konnten durch die Sicherheitskontrolle durchgehen. Noch ein kurzer Plausch mit Markus, dann waren wir unterwegs zur Tribüne. Denn ich wollte unbedingt, daß Simon dieses Spektakel live miterleben würde. Wir kamen dann auch beim Bierstand vom Peter vorbei und riefen ihm einen Gruß zu. Schon hatten wir zwei Bier in der Hand. Ich erklärte ihm, daß ich nach dem Rennen wieder vorbei kommen würde. Neben der Tribüne ist ein sehr guter Platz, um auf die Loipe zu sehen und auch etwas vom Schießen mitzubekommen.
Wir fanden gerade einen richtig guten Platz, da begann das Rennen auch schon. Man sah die Athleten vorbeihuschen und ich dachte mir dabei, wenn ich mit so einem Tempo loslegen müsste, wäre ich schon nach ein paar Metern umgefallen. Wie es der Zufall will, traf ich einen alten Kumpel vom Fußball, der extra mit einer Reisegruppe aus Regensburg für das Wochenende angereist war. Wir unterhielten uns über alte Zeiten des Fußballs, tranken Bier und beobachteten auf der Leinwand die Schießergebnisse. Was natürlich für uns interessant war, wie die Deutschen abschließen sollten. Heute war nicht viel zu holen für die deutschen Männer. Es blieben einfach zu viele Scheiben stehen und das bedeutete, daß man deswegen immer wieder in die Strafrunde musste und viel Zeit verlor. Wir standen sicher eine knappe Stunde beinander und unterhielten uns. Als dann das Rennen beendet war, verabschiedete ich mich von Mario, wir holten für Simon was zu Essen und gemeinsam gingen wir zum Stand vom Peter. Der hatte natürlich viel zu tun in der Pause zwischen der beiden Rennen. Trotzdem konnten wir einen kurzen Plausch führen und schon hatten wir wieder ein Bier in der Hand. Danach tauchte auch Andre mit seiner Frau Sabrina auf und wir redeten ebenfalls über das gerade erlebte.
So verging die Zeit recht schnell und ich wollte definitiv vor dem nächsten Rennen noch einmal hinunter zum Markus. Zum Ersten wollte ich mir einen Pin von der Veranstaltung holen und Zweitens kurz mit ihm reden. Also machte ich mit Andre für das zweite Rennen einen Treffpunkt aus und schon war ich mit Simon wieder unterwegs zum Eingang. Dort trafen wir auf Markus und seine Crew, die ich auch schon von den letzten Jahren kannte. Meinen Pin bekam ich und es ist immer wieder köstlich, dem Markus beim Verkauf zuzuschauen. Wie er die Leute anspricht, ist mehr als witzig. Das Highlight war aber sicher ein älterer Mann mit seinem Sohn. Der Mann hatte einen Schal von 1860 München um. Dementsprechend bekam er vom Markus ein paar Worte ab. Auch sein Kollege scheute sich nicht und stichelte. Dass gefiel dem Sohn überhaupt nicht und er wetterte sauber dagegen. Die Stimmung heizte sich immer mehr auf, Der Showdown sollte fallen, als der Kollege vom Markus sagte, daß er sich nicht mal eine Glühbirne kauft, wo 60 drauf steht. Diesen Satz fand ich so lustig, daß es mich fast zerrissen hätte vor lauter Lachen. Doch die Aussage löste auch bei dem Sohn alle Sicherungen aus und er wollte über den Stand springen und dem Markus und seinem Mitarbeiter ein paar aufstreichen. Zum Glück hielt ihn der Vater zurück und wüst schimpfend gingen sie dann davon vom Stand. Ich feierte derweil immer noch den Satz. Wir quatschten noch ein wenig, ich holte mir noch im hinteren Bereich ein paar Wurstsemmeln, bedankte mich für Alles und schon mussten wir schauen, daß wir wieder hoch an die Strecke kamen. Denn der Start der Frauen stand kurz bevor. Rechtzeitig waren wir dann wieder oben an der Strecke, trafen auf Andre und seine Frau und warteten gemeinsam auf den Start. Dieser war dann auch kurz darauf und wieder das selbe Bild.
Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit fuhren die Damen an uns vorbei. Die Streckenabschnitte, wo wir keinen Einblick darauf hatten, verfolgten wir über die Leinwände, die überall auf dem Gelände aufgestellt waren. In diesem Rennen sollte sich zeigen, daß die Deutschen die Nase mit vorne hatten. Nach dem ersten Schießen war das Pulk der Frauen schon etwas auseinander gerissen, denn es gab schon die ersten Schießfehler. Trotzdem hielten sich zwei deutsche Frauen tapfer in der Führungsgruppe. Nachdem sie die Runde gefahren waren kamen sie zum zweiten Schießen.
Auch Dieses meisterten die deutschen Frauen sehr gut und man konnte nach der Pleite der Männer wirklich auf eine Überraschung der Frauen hoffen. Da der Sieger hauptsächlich bei den Schießdisziplinen ermittelt wird, blieb es weiter spannend. Bei diesem Wettbewerb wurde 2x liegend und 2x stehend geschossen. Die ersten beiden Schießen hatten wir gesehen. Die beiden Deutschen in der Spitzengruppe hatten jeweils Alles getroffen. Die nächste Runde schauten wir schon etwas gespannter zu. Wieder ging es an den Schießstand. Jetzt war das stehend Schießen dran.
Wieder verabschiedeten sich Schützinnen aus der Spitzengruppe, weil sie Treffer daneben setzten. Aber die beiden Deutschen blieben mit vorne. Noch eine weitere Runde, Schießen und dann in die letzte Runde. Mittlerweile war die Stimmung sehr gut in der Arena und man merkte den deutschen Fans an, daß sie mitfieberten mit den Athleten. Kurz etwas gesagt zu den Zuschauern. Hier sind wirklich sämtliche Nationen vertreten. Aus der ganzen Welt. Und Alle kommen gut miteinander aus. Sehr beeindruckend. In der letzten Runde wurde es noch einmal richtig spannend. Denn die Athleten kamen in etwa zeitgleich zum Schießstand. Leider sollte hier eine der deutschen Mädels 2 Fehlschüsse haben und sich dadurch vom Sieg verabschieden, aber die zweite Deutsche schoß wieder ohne Fehler und daß hob noch einmal die Stimmung unter den Zuschauern an. Die härteste Konkurrentin, eine Norwegerin, leistete sich eine Fehlschuß und musste in die Strafrunde. Trotzdem wurde es noch einmal spannend, denn die Norwegerin holte immer mehr auf und am letzten Hügel sollte es sich entscheiden. Die Deutsche kam gut hoch, was aber die Norwegerin machte, war übermenschlich. Sie kämpfte sich in einem wahnsinnigen Kraftakt den Berg hoch und hatte die Deutsche damit eingeholt. Doch sie hatte sich wohl damit übernommen, denn nachdem Beide den Berg hinunter gefahren waren, sollte es auf der Zielgeraden nicht mehr für die Norwegerin an Kraft reichen und die Deutsche gewann das Rennen. Auch wir waren sehr begeistert, denn das Rennen war wirklich sehr spannend.
Wir hatten vorher noch festgelegt, wenn das Rennen nicht mehr interessant wäre, dann würden wir eher abhauen. Daß ließen wir natürlich und blieben bis zum Schluß. Jetzt hieß es schnell wegkommen, denn wenn die Welle der Zuschauer in Bewegung kommen würde, mussten wir ewig warten, bis wir wegkamen. Beim Vorbeigehen verabschiedete ich mich noch von Peter und Markus und schon standen wir am Ausgang. Dort mussten wir etwas warten, denn jetzt kamen schon einige Leute auf einmal aufeinander. Ich konnte es auch nicht verstehen, warum sie nur ein Tor öffneten. Aber nach kurzer Zeit waren wir draußen. Wie uns Andre erzählt hatte, würden die Busse wohl auch in der Nähe des Rauschbergparkplatzes anhalten. Zurück marschieren wollten wir nicht, deswegen entschieden wir uns dafür, mit den Beiden im Bus mitzufahren. Etwas anstehen mussten wir schon, aber nach 15  Minuten waren wir dann im Bus. Dieser fuhr auch gleich los und sollte wirklich bei der Einfahrt Rauschbergbahn stehen bleiben. Die letzten Meter meisterten wir dann bis zum Parkplatz der Rauschbergbahn über die Straße, ehe wir dann wieder über den Trampelpfad durch den Wald stapften. Kurz darauf waren wir beim Auto. Wir zogen uns noch schnell in normale Klamotten um. Da sich Simon noch für meine Arbeitsstätte interessierte und Diese nicht weit entfernt war, fuhren wir auch dort noch vorbei und ich zeigte ihm die Kaserne. Danach wurde der Rückweg eingeschlagen. Laut Verkehrsnachrichten war die Autobahn zu, deswegen entschied ich mich dafür, über die Landstraße zurück zu fahren. Hier kam jetzt der ganze Verkehr vom Biathlon dazu, deswegen gab es auch einige Zeitverzögerungen. Trotzdem kamen wir durch und des frühen Abends waren wir dann zurück in Nußdorf.

Fazit der Tour:
Wir verbrachten einen schönen Tag bei dem Event, trafen gute Leute und hatten viel Spaß. Ein sehr gelungener Tag!









30.12.2018 Manchester Rückreise

30.12.2018 Rückreise von Edinburgh - Manchester
Flug von Manchester - Memmingen

Tourplan:
Nachdem ich die Nacht einigermaßen gut geschlafen hatte, erwachte ich um kurz vor 9 Uhr. Es war schon Einiges los bei uns im Zimmer und unsere Mitbewohner lärmten ordentlich herum. Da wir noch eine etwas längere Fahrt vor uns hatten, entschlossen wir uns jetzt auch aufzustehen. Leider war dieses Hostel nur mit einer funktionierenden Dusche ausgestattet. So fiel für mich das heutige Duschen aus. Denn wir hätten viel zu lange warten müssen. Zwischenzeitlich kam Sascha zurück von seiner Frühstückstour. Er hatte nicht gut schlafen können und war deswegen auch schon eher aufgestanden. Dabei berichtete er uns, daß er draußen vor der Zimmertür ein Mädchen erwischt hatte, die auf der Treppe lag und dort schlief. Ihr war wohl die Nacht im Zimmer zu laut gewesen. Noch ein schnelles Frühstück zu sich genommen, ein paar Brote gemacht und schon saßen wir im Auto Richtung Manchester. Die Fahrt sollte dann vier Stunden dauern, dann wurde noch kurz vor dem Flughafen getankt und auch schon das Auto abgegeben. Ohne Probleme bekamen wir den Wagen weiter. Noch mal als Tipp, sich vor der Übernahme das Fahrzeug innen und außen genau anschauen und quittieren lassen, nicht dass man zum Schluss auf irgendwelchen Kosten sitzen bleibt. Auch dieses Mal haben wir alles richtig gemacht und uns die Zeit genommen, das Auto komplett anzuschauen und mit einem Servicemann diesen zu übernehmen. Danach ging es von der Mietstation mit dem Bus zum Flughafen. An Diesem wurde der örtliche Spar noch einmal aufgesucht (befindet sich im Terminal 3), etwas zum Trinken und Essen geholt und ab ging es zur Sicherheit Kontrolle. Auch diese sollten wir ohne große Probleme überstehen. Danach musste wir noch etwas warten, bis unser Gate aufgerufen wurde. Diese Zeit überbrückten wir in der Wartehalle und ca. 20 Minuten danach wussten wir, welchen Flugsteig wir nutzen mussten.
Dahin machten wir uns dann auch gleich auf und warteten Vorort auf das Boarding. Sollte auch sehr zügig geschehen und als wir in der Maschine saßen, sahen wir in der Nähe die Leute, die uns schon auf dem Hinflug begleitet hatten. Wir kamen wieder mit ihnen ins Gespräch und ließen uns erzählen, wie ihr Spiel in Liverpool war. Auch wir erzählten von unserem Trip und so tauschte man die Neuigkeiten aus. Der Flug sollte erneut eineinhalb Stunden dauer und die Zeit nutze ich, um etwas am Handy zu spielen und die gemachten Fotos anzuschauen, bzw. zu bearbeiten. Auch ließ ich mir die Tour noch mal etwas durch den Kopf gehen und war begeistert, wie wieder alles geklappt hatte. Zehn Minuten früher als geplant wurde dann zur Landung in Nürnberg angesetzt. Wieder das übliche Bild. Kaum stand der Flieger, sprangen schon Alle auf und stellten sich in den Gang. Wir blieben noch sitzen und warteten die paar Minuten, bis die Türen geöffnet wurden. Als wir dann zurück in der Empfangshalle waren, verabschiedeten wir uns von Benny, denn er sollte von seiner Frau abgeholt werden. Wir mussten noch zwei Stationen mit der U-Bahn Richtung Herrnhütte fahren, da stand das Auto immer noch in der Parkgarage. Nun stand noch einmal ca. 40 Minuten Autofahrt für uns auf dem Plan, denn ich brachte Sascha und Igor wieder zurück an den Autohof, wo ich sie auch bei der Hinfahrt abgeholt hatte. Nach 40 Minuten waren wir dann auch wirklich dort und ich konnte die zwei entlassen. Für mich sollte dann die Fahrt noch ca. zwei Stunden weitergehen über Regensburg, München, Rosenheim bis nach Hause nach Nußdorf. Dort war dann um 23 Uhr für mich die Fahrt/Tour beendet.

Fazit der Tour:
Die drei Tage , die wir in Schottland verbracht hat, waren wirklich sehr gut. Wir sahen 3 Spiele 2 Derby`s und ein Ligaspiel. Allem in Allem eine gute Tour! 

Dienstag, 5. Februar 2019

29.12.2018 Schottland Old Firm und Edinburgh Derby

29.12.2018
Old Firm Derby
Glasgow Rangers : Celtic Glasgow, Anpfiff: 12:30 Uhr
Halbzeitstand: 1:0, Endstand: 1:0
Zuschauer: 49863, davon Auswärts: 700
Stadion: Ibrox Stadion (Glasgow)
Livingston FC : FC Aberdeen, Anpfiff: 15 Uhr
Halbzeitstand: 0:0, Endstand: 1:2
Zuschauer: 5548, davon Auswärts: 3500
Stadion: Tony Macaroni Arena (Livingston)
Edinburgh Derby
Hibernian FC : Heart of Midlothian, Anpfiff: 18:30 Uhr
Halbzeitstand: 0:1, Endstand: 0:1
Zuschauer: 20200, davon Auswärts: 8000
Stadion: Easter Road Stadion

Tourplan:
Heute sollte das Old Firm und das Edinburgh Derby auf der ToDo Liste stehen. Aber von Anfang an. Um 08:30 Uhr klingelte der Wecker. Wir wussten, dass wir ab 9 Uhr für die Parkuhr nachzahlen mussten. Also was Sascha der Erste, der unter die Dusche sprang. Er wollte dann auch nachher zum Parkplatz gehen und das Geld einwerfen. Als er wieder aus der Dusche raus kam erklärt er uns mit einem Lächeln im Gesicht, dass er sich freut, wenn wir jetzt gleich zum Duschen gehen würden. Denn das Wasser ist eiskalt und sehr unangenehm. Als Nächstes tat ich mir den Spaß an und musste feststellen, dass Sascha leider recht hatte. Die Dusche war kalt und zwang mich dazu, etwas schneller zu machen. Es gibt viele unangenehme Dinge, die ich mit mache. Aber kalt Duschen geht gar nicht. Deswegen wurde es nur eine Katzenwäsche. Da wir heute vor hatten, so nahe wie möglich an das Stadion der Rangers zu kommen und das Auto so abzustellen, um schnell wieder weg zu kommen, mussten wir schauen, daß wir frühzeitig los kamen. Auch wollten wir uns einen Plan B zurecht rücken, wenn es nicht klappen sollte mit den Eintrittskarten. Denn für den heutigen Tag standen 3 Spiele auf unserem Tourplan . Diese waren auch nur zu schaffen, wenn das Auto immer gut stehen und wir schnell vom Stadion nach dem Spiel weg kommen würden. So war zumindest der Plan. Zuerst kam aber Sascha erst einmal vom Parkplatz zurück und berichtete uns, daß er für eine weitere Stunde die Gebühren gezahlt hatte und schon eine Kontrolleurin wartete, bis es 9 Uhr war. Sie schrieb rigoros alle auf, die jetzt noch ohne Parkschein da standen. Es ist wirklich sehr wichtig, zeitgerecht Vorort zu sein und seine Gebühren zu zahlen. Wenn nicht, kostet es einem 50 Pfund. Also als Tipp, lieber 5 Minuten vorher zahlen, als 5 Minuten später. Ich spreche aus Erfahrung. (Ein Dank an meinen Kamerade Torte!) Als wir dann Alle fertig waren mit Duschen, Zusammenpacken und Auschecken bewegten wir uns in Richtung Parkplatz. Dort wartete Sascha auf uns und wir starteten das Unternehmen Old Firm Derby. Wir benötigten 25 Minuten bis zum Stadion der Rangers. Dort ist ein großer Parkplatz und Diesen nutzen wir dann auch gleich um das Auto so abzustellen, dass wir nach dem Spiel sofort verschwinden konnten. Wenn man rechtzeitig auf diesem Parkplatz ist, muß man nicht einmal dafür zahlen. Wir kamen später noch einmal zurück, da standen dann schon Ordner und verlangten Geld. Es war jetzt 10 Uhr und wir gingen das erste Mal zum Stadion.
Wir fanden auch das Ticket Häuschen und das Erste, was ich natürlich fragte, ob es noch irgendwie möglich wäre, Eintrittskarten zu kaufen. Die Dame hinter dem Schalter erklärte mir, keine Chance, das Spiel ist restlos ausverkauft. Das war der erste Schlag ins Gesicht, denn wir sahen vorher einen Mann, der mit einem Päckchen Karten vom Schalter wegging. Natürlich gingen wir dann zu Diesem hin und fragten, ob er noch Tickets über hat. Dieser antworte uns, dass er uns pro Karte 200 Pfund abnehmen würde. Dies war uns natürlich viel zu teuer, also ließen wir das. Dabei trafen wir aber auf zwei Dresdner. Mit einem von Diesen war ich vorher schon über Facebook in Kontakt getreten. Dieser erklärte mir, dass er auch nicht so viel Geld für das Spiel ausgeben würde. Unser nächster Plan war, einmal ums Stadion herum zu gehen und zu schauen, ob man irgendwelche Schlupf Löcher finden könnte, wie man in der Stadion kommen würde. Dabei besprachen wir auch unsere Schmerzgrenze des Zahlens für die Tickets. So gingen wir einmal um das Stadion herum, sahen aber nichts, was uns jetzt schon zusagen würde, dass wir das Stadion ohne Probleme rein kommen würden. Als wir dann einmal komplett außen herum waren, kam uns schon der Dresdner entgegen. Er sagte, er hätte sich gerade am Ticket Häuschen zwei Karten gekauft. Es würde wohl irgendwelche Rückläufer von Jahreskarten geben und diese würden jetzt wieder rausgehen. Sehr schnell waren wir dann auch an dem Ticket Häuschen und fragten bei der Dame nach. Diese antwortet uns, dass sie uns leider nur drei Karten nebeneinander geben könnte und eine Vierte in einem anderen Block. Das war uns in dem Moment total egal, Hauptsache wir hatten Karten. So nahmen wir also die vier Karten und waren total begeistert.
Wir bedankten uns mehrmals bei dem Dresdner für diesen Tipp und konnten es nicht glauben, dass wir jetzt Karten für dieses Spiel in der Hand halten würden. Da ich wusste, dass auch ein guter Hamburger Kumpel von mir da war, der Sportels, gab ich ihm Bescheid, dass wir jetzt Karten hatten. Er schrieb dann schnell zurück und bat uns, für ihn ebenfalls eine Karte zu kaufen. Ich war aber gerade mit Igor auf dem Weg zum Auto, er hatte nämlich extreme Halsschmerzen, deswegen wollte er sich eine Schmerztablette von mir holen, rief ich Benny schnell an und bat ihm, die Karte zu holen. Auf unserem Weg zum Auto sah ich jetzt, daß es viel mehr zu ging und auch schon einiges an Polizei da war.
Leider sollte das nicht mehr klappen mit einer Karte für Sportels, denn die Karten waren jetzt wieder einmal aus. So gab ich meinem Hamburger Kumpel Bescheid und erklärte ihm, dass wir uns jetzt in ein Pub in der Nähe begeben würden. Wir hatten nämlich noch über zweieinhalb Stunden Zeit. Als wir dann vor dem Rangers Pub standen wunderte wir uns, dass noch niemand irgend etwas zu Trinken in der Hand hielt. Wir gingen dann in das Pub hinein, die Uhr zeigte 10:30 Uhr an. Ich fragte danach, warum es noch nichts zu trinken geben würde, da sollte uns ein Fan erzählen, dass erst um 11 Uhr Ausschank von Alkohol sei. Also mussten wir noch 30 Minuten warten. Als ich dann so im Pub stand, ging ein junger Mann an mir vorbei und hielt eine Karte für das heutige Spiel in der Hand. Ich fragte ihn schnell, ob er diese Karte zum Verkauf anbieten würde. Er antwortete mit Ja und ich kaufte ihm die Karte für den normalen Preis ab. Mit dieser freudigen Nachricht wendete ich mich wieder per Telefon an Sportels und gab ihm Bescheid, dass ich eine Karte für ihn hatte. Wir machen einen Treffpunkt aus, dieser sollte an dem genannten Pub sein. Nachdem es ein paar Nachrichten hin und her gab, trafen wir uns und ich übergab ihm seine Karte. In der Zwischenzeit stand Sascha und Igor in der Schlange und warteten, bis es 11 Uhr war. Was auch sehr lustig war, wir warteten immer noch auf die Ausgabe, als kurz vor der Ausgabe die letzten 10 Sekunden von den Leuten nach unten gezählt wurde. Danach war auf einmal Party. Denn um 11 Uhr war der Ausschank von Alkohol erlaubt und die Leute feiert in diesem Moment. Sehr witzig eigentlich. So hatte ich das auch noch nicht erlebt. Jetzt hatten wir noch eine 1,5 Stunden Zeit bis zum Anpfiff unseres Spiels. Was sich hier für Szenen abspielten war wirklich unglaublich. Die Leute im Pub nutzten die kurze Zeit zum Trinken und schütteten sich zu. Unglaublich, pro Person wurden fünf - sechs Flaschen gekauft und in kürzester Zeit ausgetrunken. Das bedeutete, daß viele Betrunkene vor dem Spiel im Pub waren. Auch wir wurden angesprochen und man wollte uns sogar noch mit in ein anderes Pub nehmen. Dass ließen wir aber bleiben.
Auch wir gönnten uns drei - vier Bier. Sportels war mittlerweile auch im Pub erschienen und so sprachen wir über seine weiteren Planungen bei dieser Tour. Seine sollte etwas länger gehen und ihn und seine Begleiter über die Jahreswende auf der Insel halten. Die Zeit verging recht schnell, wir sprachen auch mit einigen Schotten und bemerken auch, dass die paar Frauen, die anwesend waren, entweder extrem hässlich und fett oder geschminkt wie Puppen waren. Also eigentlich nichts zum Anschauen. Ca. 20 Minuten vor dem Anpfiff entschlossen wir uns dafür jetzt auch mal zum Stadion zu gehen. Unsere Wege trennten sich dann von Igor, denn er hatte die Karte vom anderen Block. Ich sagte ihm aber noch, er solle sich nach dem Spiel sputen, denn sonst kommen wir nicht rechtzeitig zu den nächsten Spiel. Er gab mir sein Wort, dass es sich beeilen würde. Als wir dann am Eingang standen, sollte es recht schnell gehen, bis wir durch das Drehkreuz waren. Ich kannte dieses Stadion schon von einem früheren Besuch, als damals mein Verein, der FC Bayern, hier gespielt hatte. Dieses Stadion hat auch einen sehr unglaubliche Flair und ich freute mich riesengroß auf dieses Spiel. Nachdem wir eine kurze Kontrolle über uns ergehen hatten lassen, steckten wir die Eintrittskarte zu einem Kontrolleur und wurden über das Drehkreuz ins Stadion gelassen. Schnell suchten wir unsere Kurve, bzw unseren Sitzplatzbereich und mussten feststellen, daß wir einen super Platz hatten. Die Stimmung im Stadion war schon sehr gut und die Leute fieberten dem Spiel entgegen.
Zum Stadion: Das Stadion ist schon sehr alt und besteht aus 4 einzelnen Tribünen. Die Tribünen sind miteinander verbunden. Jede Tribüne besteht aus einem Ober- und Unterrang. Das komplette Stadion ist überdacht. Natürlich war das Spiel heute restlos ausverkauft und was wir im Vorhinein auch erfahren hatten war, dass nur 700 Celtic Fans mit im Stadion sein durften.
Mehr ließen die Offiziellen der Rangers nicht zu.
Zum Spiel: Wir waren Alle sehr gespannt, was sich beide Mannschaften an Kampf geben würden.
Von Anfang an war es ein sehr rasantes und schnelles Spiel. Es wurde um jeden Ball gekämpft, gekrätscht und kein Meter verschenkt. Was der Wahnsinn war, ein so schnelles Spiel hatte ich seit langer Zeit nicht mehr gesehen. Die Heimfans machten ordentlich Stimmung und davon ließen sich die Rangers anstecken und übernahmen die Kontrolle des Spiels. Die Chancen häuften sich für die Heimmannschaft, und wenn der Celtic Torwart nicht so gut gehalten hätte, wäre es nach 20 Minuten schon drei zu null für die Rangers gestanden. So war es aber nur ein 0:0. Trotzdem war es ein sehr ansehnliches Spiel und es verwunderte mich, dass sich Celtic so hinten rein drücken ließ. Die Rangers waren in einem Fluß und spielten teilweise sehr guten Fußball. Cheltic war nicht auf dem Platz und sie dürften sich bei ihrem Torwart bedanken, daß es nicht schon längst entschieden war. In der 31. Minuten sollte es dann endlich klappen. Mit einer sehr schönen Kombination im Strafraum wurde ein Spieler der Rangers frei gespielt und der schoß den Ball am Celtic Torwart vorbei ins Tor. Wobei noch ein Fuß von einem Celtic Spieler den Ball den entscheidenden Richtungswechsel gab.  Das komplette Stadion flippte jetzt aus. Das Tor war sehr schön heraus gespielt und man merkt einfach, daß an diesem Tag die Auswärtsmannschaft total überfordert war. Bis zur Halbzeit sollten die Rangers weitere gute Chancen haben, nutzten Diese aber leider nicht. Celtic hatte die erste Halbzeit voll verschlafen. In der Pause mussten wir dann erstmal die erste Halbzeit review passieren lassen. Wir hatten ein sehr schnelles, chancenreiches Spiel von den Rangern gesehen. Cheltic wurde total überfahren und konnte nichts entgegen setzen. Wir waren alle drei sehr begeistert wie es abgelaufen war, von der Stimmung, von dem Spiel und dem ganzen drum herum. Dieses Spiel, dieses Derby hatte viele Geschichte und wir hatten uns viel erwartet, daß bis jetzt in Allen Belangen eingetroffen war.
Zur zweiten Halbzeit kamen beide Mannschaften dann wieder genauso heiß heraus wie auch schon in der ersten Halbzeit. Was auch auffiel, es gab sehr viele Gesänge gegen die Celtic Fans. Diese versuchen gar nicht großartig Stimmung dagegen zu machen, den sie hätten sowieso keine Chance gehabt. Die zweite Halbzeit war dann etwas Anderes, Celtic hatte umgestellt, fand besser in das Spiel. Ich sagte noch zu meinen Jungs, ihr werdet es sehen, das Spiel dreht sich jetzt und Celtic macht jetzt den Ausgleich, denn die Rangers hatten ihre Chancen zu schlecht genutzt. Es sollten auch wirklich ein Tor für Celtic fallen, aber Dieses wurde wegen Abseits abgepfiffen. Es gab dann eine Zeit zwischen der 60 und der 80 Minuten, wo sich beide Mannschaften sehr neutralisieren. Ab der 80. Minuten übernahmen dann die Rangers wieder die Kontrolle und drücken Celtic hinten rein. Sie hatten auch noch zwei gute Chancen, aber der Ball sollte den Weg ins Tor nicht mehr finden.
Celtic hatte keine Ideen mehr  und so endete dieses Spiel 1:0 für die Heimmannschaft. Leider war die Stimmung dann in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr so gut. Nach dem Schlußpfiff schauten wir dann, dass wir schnell aus der Kurve rauskommen sollten und mit schnellen Schritten zum Auto kamen. Wir warten noch auf Igor, der aber kurz darauf auch gleich erschien. Der Motor wurde gestartet und wir fuhren schnell raus. Sollten uns auch wirklich gelingen, schnell vom Stadion weg zu kommen und auf die Autobahn zu fahren. Das hatten wir also schon mal geschafft und waren auch schnell in Richtung Edinburgh unterwegs. Die Fahrt sollte ca. 40 Minuten dauern. Wir hatten einen Zeitpuffer von 45 Minuten. Also waren fünf Minuten Spiel für uns möglich. Leider verloren wir diese Zeit durch einen Fahrfehler, den uns das Navi anzeigte. Es führte uns zu einem falschen Platz in Livingston. Somit mussten wir einmal umdrehen und dann in die richtige Richtung Stadion zu fahren. Mit 5 Minuten Verspätung fanden wir ans Stadion. Dort sicherten wir uns einen Parkplatz direkt davor. Dieser war zwar mit irgendwelchen Absperrhütchen abgesichert, aber ich schickte Igor hinaus und sagte zu ihm, es soll diese Dinger auf die Seite stellen. So tat er es dann auch und ich stellte das Auto ab. Nun war es daran, sich zu beeilen, denn wir wollten schnell ins Stadion. Natürlich waren keine Kassen Häuschen mehr auf, trotzdem fanden wir einen Eingang, der offen war und schlüpften einfach durch. Wir befanden uns im Bereich der Fans von Aberdeen.
Zum Stadion: Da Stadion besteht aus 4  Blöcken die komplett überdacht waren. Das halbe Stadion war voller Aberdeen Fans.
Jede Tribüne besteht nur aus einem Rang. Es ist wirklich kein besonderes Stadion und man sah, daß es mit wenig Liebe hingebaut wurde. Gespielt wird hier auf Kunstrasen. Eine Anzeigentafel fand ich auch keine. In diesem Stadion gibt es Diese wohl nicht. Sascha und Igor waren draußen geblieben, denn sie wollten sich lieber etwas zu Essen holen. Wir suchten schnell zwei gute Plätze und beobachte das Spiel. Es war wohl noch nicht viel passiert, denn bei den Fanlagern war es noch recht ruhig. Ich schaute noch schnell am Handy nach, wie das Ergebnis ist und musste feststellen, es stand noch 0:0.
Zum Spiel: Das Spiel entwickelte sich so, daß Aberdeen die bessere Mannschaft war. Sie hatte auch in der ersten Halbzeit ein paar gute Chancen, es sollten aber kein Tor fallen. Die Stimmung auf beiden Seiten war sehr schlecht, wobei es mehr Aberdeen Fans im Stadion waren, als die von Livingston. Ich würde sagen Livingston 1/3, Aberdeen 2/3.
Da Benny etwas Hunger hatte, entschlossen wir uns dafür, in der Halbzeitpause an einen Stand zu gehen und dort etwas zu kaufen. Natürlich gab es im Stadion keinen Fanshop, wo ich mir meinen Pin kaufen hätte können. Wir wurden darauf hingewiesen, dass es auf der anderen Seite der Stadion einen Fanshop geben sollte, der später wieder geöffnet hätte und dort gab es Diesen zu kaufen. Also war es das Ziel, nach dem Spiel schnell raus zu kommen, zu dem Fanshop zu gehen und den Pin zu kaufen. Zu Essen fand Benny erst mal nichts, denn die wenigen Fressbuden, die zur Verfügung standen, waren komplett belagert. Und auf ewig langes Warten hatten wir keine Lust. Zur zweiten Halbzeit waren wir dann wieder rechtzeitig auf unseren Plätzen zurück. Jetzt war Aberdeen das klar bessere Team. Sie hatten mehr Spielanteile und erspielten sich immer wieder Chancen. Livingston konzentrierte sich aufs Verteidigen und wollte auf Konter spielen. Sollte ihnen aber nicht gut gelingen. Es dauerte bis zur 71. Minute, bis es Aberdeen gelingen sollte, das erste Tor dieses Spiels zu schießen. Man merkte jetzt auch Livingston an, daß sie Aufgrund der hohen Laufleistung in der ersten Halbzeit keine Power mehr hatten. Jetzt mussten sie auch noch die Initiative übernehmen, um ein Tor zu schießen.
Sollte ihnen aber erst einmal nicht gelingen, denn Aberdeen war klar die bessere Mannschaft. In der 85. Minute gab es dann einen Freistoß für die Auswärtsmannschaft, die Diesen zum 0:2 verwandelte. Somit war das Spiel gelaufen. Wir begaben uns schon einmal hinunter zum Ausgang und verweilten dort die restliche Zeit. Dann gab es doch noch einen kleinen Hoffnungsschimmer, denn Livingston sollte in der 89. Minute der Anschlußtreffer gelingen. Jetzt setzten sie nochmal Alles auf eine Karte, doch obwohl es nochmal 3 Minuten drauf gab, sollte es nicht mehr reichen. Aberdeen ging mit einem 1:2 als Sieger vom Platz. Nach dem Spiel schauten wir, dass wir schnell aus dem Stadion kamen. Wir mussten einmal ums Stadion laufen, um den Parkplatz wieder zu erreichen. Natürlich war der Fanshop nicht geöffnet, so erwischte ich mal wieder keinen Pin. Trotzdem sollten wir schnell raus kommen. Nächstes und letztes Ziel sollte Edinburgh sein. Es ging zum letzten Spiel für heute. Es sollte das Edinburgh Derby sein. Wir brauchen auch nochmal 35 Minuten, um an das Stadion zu kommen. Dort fanden wir glücklicherweise auch schnell einen Parkplatz und beeilten uns, dass wir zum Stadion kamen. Irgendwie gab es keine Karte und es bot auch niemand etwas an. Am ersten Eingang waren Seitentore geöffnet und wir waren einfach so frech und gingen durch Diese durch. Irgendwie interessierte das auch niemandem und so standen wir im Stadion. Das Spiel wurde gerade angepfiffen, da bewegten wir uns in die oberen Ränge, um dort einen Platz zum Stehen zu finden. So waren wir also auch in diese Stadion ohne Kosten hinein gekommen.
Als wir ganz oben waren, fanden wir einen guten Platz.
Zum Stadion: Das Stadion besteht aus vier einzelnen Blöcken. Jeder Block besteht aus einem Ober- und Unterrang. Bis auf die Haupttribüne, die ist ein kompletter Rang. Alle vier Blöcke sind überdacht. Kein besonders ansprechendes Stadion. Auch war die Stimmung bis jetzt eher mau.
Zum Spiel: Da es auch hier ein Derby war, erwarteten wir, daß so wie im vorherigen Spiel in Glasgow, wieder einiges an Feuer drin sein würde. Sollte sich aber leider so heraus stellen, daß es nicht vergleichbar war. Beide Mannschaften begannen erst einmal mit vorsichtigen Ballstafetten, um ins Spiel hinein zu finden. Wobei sich Beide aber zuerst einmal nichts zutrauten. So entwickelte sich die erste halbe Stunde ein Spiel mit wenig Torchancen. In der 28. Minute lief dann mal ein Konter über die Flügel durch Hearts und durch eine super Hereingabe brauchte der Spieler vor dem Tor nur noch den Fuß hinhalten und der Ball war im Tor. Die mitgereisten Fans von Hearts of Midlothian machten einen riesen Lärm und es wurde sogar etwas Rauchpulver gezündet..
Jetzt mussten die Hibernians reagieren, um besser ins Spiel zu kommen. Sollte ihnen aber bis zur Halbzeit nicht besonders gut gelingen. Auch die Stimmung bei den Heimfans fand eigentlich überhaupt nicht statt. Es ging mit dem 0:1 in die Pause. Das einzig positive bis jetzt war das Tor und die Stimmung der Auswärtsfans. Die 15 Minuten Pause verblieben wir auf unserem Platz, denn wir hatten keine Lust, den kompletten Treppenabgang und -aufgang erneut zu gehen. Die Pause ging sehr schnell vorbei und schon standen beide Mannschaften wieder auf dem Platz. Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit wurde das Spiel jetzt etwas besser. Beide Mannschaften mühten sich, etwas schneller nach vorne zu spielen. Viel an Chancen kam dabei aber nicht heraus.
Also sollte die Spielzeit dahin plätschern und wir sahen 45. Minuten, die sicher nicht in unserer Erinnerung bleiben sollte. Auf beiden Seiten gab es je 2 Chancen, die aber nichts einbringen sollten. Ein typisches Mittelfeldgeplänkel. So wurde nach 45 + 2 Minuten die zweite Halbzeit abgepfiffen und die Hearts of Midlothian sollten das Spielfeld mit einem 0:1 Sieg verlassen.
Nach dem Spiel sollten wir es nicht so eilig haben, denn wir hatten unsere Übernachtung hier in Edinburgh und mussten uns deswegen nicht stressen. Ich wollte für mich noch eine Eintrittskarte suchen. Leider fand ich zwischen in Sitzplätze keine. Also gingen wir aus dem Stadion und wieder zurück zum Auto. Vor lauter Schauen noch einer Karte vergaß ich vollkommen, am Fanshop vorbeizuschauen. Somit brachte auch dieses Spiel wieder keinen Pin. Dafür fragte ich eine Familie, ob sie eine Karte übrig hätten und sie gaben mir eine Eintrittskarte für meine Sammlung. Danach zurück zum Auto und zum Hostel. Dies fanden wir dann eigentlich auch recht zügig und nachdem wir einen Parkplatz hatten, ging es schon zum einchecken. Witzig war auch beim Einchecken, daß wir zuerst mit dem Typen englisch sprachen, dann aber merkten, daß er unsere Daten auf deutsch im Computer eingab und wir dann aufs Deutsche wechselten. Dies sollte auch schnell geschehen sein und nachdem wir auf unserer Bude waren, richteten wir uns ein, überzogen die Betten, sperrten unsere Wertgegenstände weg und machten uns nun noch einmal auf den Weg. Wir wollten uns noch mal eine Bar suchen, wo man etwas essen konnte und ein paar Bierchen trinken. Leider sollte uns das heute nicht gelingen. Denn rund um unsere Übernachtungsstelle waren entweder nur Schnellimbisse oder reine Bier Pubs. Nach etwas Suche entschlossen wir uns dafür, in einen Schnellimbiss zu gehen, dort was zu essen und danach noch eine Bar aufzusuchen. Im Schnellimbiss gab es für mich Fish and Chips, die Anderen stürzten sich auf Burger und Pizza.
Nachdem wir gesätigt waren, suchten wir ein Pub auf. Dieses sollte leider nicht besonders gut sein, deswegen trank ich auch nur ein Getränk und ging dann zurück zum Hostel. Benny begleitete mich, die anderen Beiden blieben noch dort. In der Unterkunft machten wir Zwei gar nicht mehr lange rum und lagen kurz darauf im Bett. Somit beendet wir den Tag heute etwas eher mit weniger Bierdurst.

Fazit des Tages: Nachdem wir uns wegen diesem Tag sehr viele Gedanken gemacht hatten, wie wir in alle drei Spiele kommen sollte, muss ich sagen, alle Gedanken waren unnötig gewesen. Man muss nur rechtzeitig am Stadion in Glasgow sein, um für das Old Firm Derby Karten zu bekommen. Denn so wie es wohl ausschaut in Schottland, werden alle Rückläufer von Jahreskarten immer wieder in den freien Verkauf zurück gegeben. Wir sahen ein sehr gutes Derby! Das zweite Spiel hatten wir einfach mitgenommen, denn es lag auf dem Weg und die Zeit dazu hatten wir auch. Einfach irgendwo durch zu rutschen ist auch nicht alle Tage möglich. Und das dritte Spiel, das Edinburgh Derby schafften wir eigentlich mit dem selben Prinzip. Somit würde ich sagen, der Tag war mehr als erfolgreich. Wir hatten ein sehr gutes Glasgow Derby gesehen, ein ansehnliches Spiel in Livingston und ein sehr schlechtes Spiel in Edinburgh. Trotzdem waren es für mich 2 neue Grouns, die ich abhaken konnte.

Zur Info: Ca. 2 Wochen später schrieb mir nochmal der Dresdner, daß er gelesen hätte, irgendeine Fähre wäre wohl nicht rechtzeitig angelegt und deswegen waren die Leute nicht zeitgerecht am Stadion und konnten ihre Karten holen. Daß war wohl der Grund, warum wir Karten bekommen hatten.