Eifelturm Paris

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Freitag, 4. Januar 2019

10.11.2018 BVB Borussia Dortmund : FC Bayern München

SV Lippstadt 08 - SV Wiedenbrück, Anpfiff: 14 Uhr
Halbzeitstand: 0:1, Endstand: 1:3
Stadion: Stadion am Bruchbaum (Lippstadt)
Zuschauer: 825, davon Auswärts: 30



BVB Borussia Dortmund : FC Bayern, Anpfiff: 18:30 Uhr
Halbzeitstand: 0:1, Endstand: 3:2
Stadion: Signal-Iduna-Park (Dortmund)
Zuschauer: 81365, davon Auswärts: 6000



Kosten:
Ticket:                       19 €
Übernachtung:          35 € pro Person
Sprit:                         50 € pro Person
gesamt:                   104 € pro Person





Strecke:
Nussdorf am Inn - Lippstadt                   657 km
Lippstadt - Bahnhof Dortmund                78 km
Bahnhof Dortmund - Siegen                   102 km
Siegen - Nussdorf am Inn                       591 km
gesamt:                                                   1428 km



Mit dabei:
Christian und ich 



Planung und Vorbereitung:
Ca. ein halbes Jahr vor dem Spiel erzählte mir Christian, der Bruder von Stephanie (meiner Freundin), daß es ein Jugendtraum von ihm wäre, einmal bei einem Bayern Spiel im Dortmunder Stadion zu sein. Ich merkte mir das und bestellte zur neuen Saison für dieses Spiel beim Andi 2 Karten. Diese sagte er mir dann auch zu und ich konnte Christian von dieser freudigen Nachricht erzählen. Zusätzlich warnte ich ihn aber auch noch, daß ich an diesem Tag noch ein zweites Spiel im Visier hatte. Es sollte nämlich die Möglichkeit geben, noch ein Spiel vorher in der Regionalliga West zu sehen. Denn der SV Lippstadt 08 hatte den SV Wiedenbrück zu Gast und da ich noch nicht in diesem Stadion war, bot sich das mehr als an. Denn von Lippstadt ist es dann auch nicht mehr weit nach Dortmund. Im Vorhinein hatte ich mich über Arbeitskollegen schlau gemacht, die Dortmunder Fans sind, wo man sein Auto in Dortmund abstellen kann und mit der Bahn zum Stadion kommt. Da wurde mir ein guter Tipp über einen freien Parkplatz am Bahnhof von Dortmund gegeben und diese Adresse notierte ich mir gleich.
Zu guter Letzt entschieden wir uns dafür, bei einem Autobahn Motel auf der Rückfahrt zu übernachten. Sollte zahlbar sein und ich wollte dem Christian das Schlafen im Auto ersparen. Die Tickets sollten wir für das Topspiel dieses BL Spieltages direkt vom Andi am Stadion bekommen. Somit stand die Planung für die Tour.



Tourplan:

Für das heutige Spiel hatten wir uns vorgenommen so losfahren, damit wir rechtzeitig in Lippstadt waren. Dort wurde das Spiel um 14 Uhr angepfiffen und das wollten wir erreichen. Dieses sollte dann um 15:45 Uhr aus sein und dann wäre das andere Spiel in Dortmund um 18:30 Uhr auch machbar. Also starteten wir die Tour um 6 Uhr in der Früh, ich holte noch Steffis Bruder Christian ab und schon starteten wir mit meinem Auto in Richtung Lippstadt. Dort kamen wir nach sechseinhalb Stunden gut an. Auf der Fahrt dorthin gab es keine besonderen Schwierigkeiten. Wir kamen mit Pausen so gut durch, dass wir eineinhalb Stunden vor Spielbeginn am Stadion von Lippstadt waren. Diese eineinhalb Stunden hatte ich als Pufferzeit eingerechnet, für Stau oder andere Problemchen. Sollte aber Besser gehen, als erwartet. Also parkte ich das Auto am Stadion ab und wir ließen uns noch Zeit mit dem hinein gehen. Am Stadion gibt es einige Parkmöglichkeiten, wenn man rechtzeitig da ist, dann hat man eine gute Chance, umsonst dort zu packen. Die Sportanlage von Lippstadt wurde erst zu Beginn der Saison nach einem Umbau eröffnet. Da gab es zur Eröffnung ein Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München. Wir hielte uns bis zur Öffnung des Stadions noch ein bisschen im Auto auf. Als dann das Stadion um 13 Uhr geöffnet wurde, holten wir uns eine Karte, die immerhin 10 Euro kosten sollte und gingen hinein.
Beim Stadion ist auch eine Sportgaststätte dabei, die wir noch aufsuchten um dort ein Bierchen zu trinken und die Konferenz der Spiele der zweite Bundesliga zu schauen. In dieser Gaststätte gab es auch den Verkauf der Fanartikel von Lippstadt. Natürlich wurde ich wieder vertröstet auf die Halbzeitpause, denn die Pins waren noch nicht da und in der Pause würde der Präsident einen vorbeibringen. War ich mal gespannt, ob das klappen sollte. 10 Minuten vor Spielbeginn gingen wir dann zu unserem Platz. Davor holten wir uns aber noch eine Currywurst, die zu empfehlen ist. Da auf der Tribüne genug Platz war, setzten wir uns dorthin. Ganz in der Nähe der Mittellinie.
Zum Stadion: Wie schon angesprochen wurde das Stadion umgebaut und erst zur neuen Saison eröffnet. Besonders fällt die überdachte Haupttribüne auf. Diese schaut aus, als würde sie ans Spielfeld heran geschoben worden sein. Die Gegengerade besteht nur aus ein paar Betonstufen. Die Hintertorkurven werden nicht genutzt.
Zum Spiel:
Das Spiel war noch nicht richtig los gegangen, da sahen wir schon das erste Tor. Denn da schoß Wiedenbrück das 0:1. Durch eine Unachtsamkeit eines Abwehrspielers von Lippstadt bekam ein Spieler von Wiedenbrück den Ball und schoß das Tor. Danach musste sich Lippstadt erstmal wieder finden bekam dann auch ein paar gute Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. So ging es immer hin und her bist der Schiedsrichter zur Halbzeit pfiff. In der Pause begab ich mich noch einmal in die Gaststätte, um wegen dem Pin nachzufragen. Natürlich war der Präsident nicht da und ich wurde damit vertröstet, meine Adresse da zu lassen, damit mir der Pin zugeschickt wird. Konnte ich zwar nicht glauben, aber ich hinterließ meine Daten. Danach kehrte ich wieder auf meinen Platz zurück. Christian blieb derweil dort sitzen.
Die zweite Halbzeit sollte wie die Erste beginnen, denn in der 48. Minute schoss Wiedenbrück das 0:2. Damit kam Lippstadt erstmal nicht klar. Sie brauchten 10 Minuten Zeit, um sich wieder zu fangen. In der Zeit verwaltete Wiedenbrück das Ergebnis, ohne groß etwas zu tun. Danach das selbe Bild wie in der ersten Halbzeit. Das Spiel sah gut aus bis zum Sechzehner, dann war aber aller Weisheit Schluß. Das Spiel tröppelte so dahin und irgendwie sollte nichts Aufregendes passieren, bis in der 75. Minute sich ein Spieler von Lippstadt den Mut nahm und einfach mal ab der Strafraumgrenze auf den Ball drosch und dieser durch Freund und Feind hindurch ins Tor ging. Somit stand es nur noch 1:2. Jetzt hatte es Lippstadt eilig, den Ball zum Anstoßpunkt zu bringen. Doch eigentlich gleich mit dem Anstoß zeigte Wiedenbrück seine Stärke und schoß mit einem super Angriff das 1:3, daß zugleich den Entstand markierte. Danach hatte zwar Lippstadt noch 2 gute Chancen, die ließen sie aber kläglich liegen. Auch die 2 Minuten Nachspielzeit sollten nichts mehr nützen und Lippstadt ging als Verlierer vom Platz. Nach dem Spiel schauten wir, daß wir schnell aus dem Stadion heraus und zum Auto kamen. Bevor die ganze Abreisewelle begann, waren wir schon auf der Straße Richtung Dortmund. Per Navi hatte ich unseren Zielpunkt eingegeben und ich war beruhigt, denn wir hatten noch über 1 Std 45 Min Zeit bis zum Anpfiff. Wenn Alles gut laufen würde, waren wir rechtzeitig am Parkplatz in Dortmund und konnten ohne Stress zum Stadion hinaus verlegen. Bis nach Dortmund sollte mein Plan aufgehen, auch fand ich ohne Probleme den Parkplatz und den Rest erledigten wir dann zu Fuß zum Bahnhof. Den Bahnhof fanden wir zuerst einmal nicht, erst nach einigen Nachfragen wurden wir in die richtige Richtung geschickt. Es war mir ein Rätsel, wie viele Leute hier herum liefen und nicht wussten, wo der Bahnhof sei. Offensichtlich kamen sie aber aus der Stadt. Es sollte sich am Bahnhof aber das nächste Problem ergeben, denn es standen so viele Fans an verschiedenen Bahnen, die aber nicht zum Stadion gehen sollten. Wir verloren wieder ein paar wertvolle Minuten, bis ich einer Gruppe Dortmunder Fans hinterher lief und diese dann zu einer Straßenbahn gingen, die in die richtige Richtung ging. Mit dieser fuhren wir dann hinaus zu unserem Ziel. Natürlich ging es in der Straßenbahn dementsprechend zu und es war jetzt schon unerträglich heiß. Trotzdem kamen wir erst 35 Minuten vor Anpfiff an der Station Westphalenstadion an. Natürlich mussten wir mit dem Strom mitziehen und in der Zwischenzeit hatte ich Andi schon mal kontaktiert, daß wir unterwegs zu unserem Eingang waren.
Wir machten aus, daß er heraus kommen würde. Als wir dann endlich an unserem Eingang waren zeigte die Uhr noch 20 Minuten bis zum Anpfiff. Wir stellten uns schon einmal in die Schlange der Sicherheitskontrolle und zwischenzeitlich kam Andi dann auch wirklich heraus und übergab uns die Karten. Es sollte weitere 15 Minuten dauern, bis wir Diese überwunden hatten und nun hieß es schnell in die Kurve, denn in 5 Minuten war Anpfiff. Schnell hinein in die Kurve und es war wieder dasselbe wie immer, die Leute bleiben immer oben stehen und unten sind die freien Plätze. Wir kämpfen uns also durch die Menschenmenge, um danach dann links in die Kurve hineinzugehen und die freien Plätze zu nutzen. Dort trafen wir dann auch auf Jens und Pia, sowie den Fossi. 
Zum Stadion:
 Das Stadion ist mittlerweile ein echtes Schmuckstück geworden. Die Stehplatzkurve der Dortmunder mit den 20000 Plätzen, auch die gelbe Wand genannt, ist schon sehr beeindruckend. Nur leider hat sich die Stimmung von Jahr zu Jahr immer mehr verschlechtert. Man merkt diesem Verein halt auch die Erfolge an und das bringt die ganzen Leute ins Stadion, die mit der Stimmung nicht mehr viel am Hut haben. Diese Fans bringt der Erfolg leider mit sich. So ist es ja auch schon seit mehreren Jahren beim FC Bayern München vor allem in den Heimspielen extrem zu merken.
Für mich persönlich mit dem Hamburger Stadium das Schönste der Bundesliga. Nach einigen Umbauten steht das Stadion nun in voller Blüte da und hat ein Fassungsvermögen von 81500 Zuschauern. Seit ein paar Jahren sind auch die Ecken geschlossen worden, somit sind die Tribünen miteinander verbunden. Die Haupt-, die Gegengerade und die Hintertor Kurve der Gästefans bestehen aus Ober- und Unterrang. Nur die Kurve der Heimfans ist ein durchgehender Block. 
Zum Spiel: Die ersten 20 Minuten gehörten eindeutig der Auswärtsmannschaft Bayern München. Sie bauten Druck auf und drückten Dortmund hinten in ihre eigene Hälfte hinein. Es wurden auch die ersten Chancen heraus gespielt, die aber leider nichts einbringen sollten. In der 26 Minuten sollte dann das 0:1 fallen. Durch ein schönes Zuspiel zum Stürmer der Bayern brauchte dieser nur noch den Ball an dem Torwart ins Netz schießen. Wir waren natürlich aus dem Häuschen und hätten nicht damit gerechnet. Man muss auch sagen, daß Bayern bis zu diesem Spiel eine Krise hatte und schon viele Punkte in den vorherigen Spielen unnötig vergeben hatte. So waren wir auch mit der Einstellung in dieses Spiel gegangen, daß das heute nichts Großes werden würde.
Umso begeisterter waren wir, daß die Anpfangsphase ein so starkes Spiel unserer Mannschaft zeigen sollte. Bis jetzt musste ich sagen, es war für mich die beste erste Halbzeit, die ich dieser Saison von Bayern gesehen hatte. Auch nach dem Tor spielte die Auswärtsmannschaft weiter guten Fußball und hielt Dortmund gut in Schach. So ging es mit der knappen Führung in die Halbzeitpause. Die 15 Minuten Pause nutzte ich, um kurz aus der Kurve zu gehen, denn ich wollte mich mit Flo Werner treffen. Dieser hatte mir noch von der WM aus Russland einen Anglerhut mitgenommen und diesen wollte er mir heute geben. Wir trafen uns dann auch draußen und durchzogen die Übergabe. Danach versuchte ich mich wieder in die Kurve hinein zu kämpfen. Wieder war das selbe Problem, alle Leute standen oben am Eingang und keiner ging nach unten durch. So dauerte es fast fünf Minuten, bis ich mich da oben durch gekämpft hatte. Danach wieder zurück auf den alten Platz und voller Hoffnung auf die zweite Halbzeit warten. Dieses wurde kurz darauf angepfiffen. Doch leider hatte unsere Mannschaft den Kampfgeist und das Angriffsspiel in der Kabine gelassen. Denn auf einmal übernahm Dortmund die Initiative. In der 49. Minute dann ein sehr schöner Angriff vom BVB und durch einen Drehschuß eines Spielers war der Ball im Tor der Bayern. 1:1. Das war erst einmal eine kalte Dusche. Doch unsere Mannschaft zeigte Herz und Willen, denn in der 52. Minute wurde aus einem Gestocher im Strafraum der Ball ins Tor geschossen. Wieder flippten wir total aus, denn zuerst die kalte Dusche, dann diese Emotionen.
Danach gab es erst einmal eine Pyroaktion von unseren Ultras. Was mich sehr verwunderte, die Polizei stand zwar in Reichweite, aber es wurde nicht eingegriffen. Nach dem Führungstor war das Spiel wieder etwas ausgeglichener, wobei man schon merkte, daß der BVB mehr Wille in dieser Situation zeigte. Bayern konzentrierte sich erst einmal auf Ergebnis halten und Hinten hinein stellen.
Da man aber weiß, daß die Abwehr nicht die Sicherste ist und die Dortmunder junge schnelle Spieler haben, musste es leider so kommen, wie erwartet. Wieder einmal ging es recht schnell und ein Dortmunder fand mit einer schnellen Aktion den Weg in den Strafraum der Bayern. Da der Torwart auch zu spät dran war erwischte er nicht den Ball, sondern die Beine des Stürmers und der ließ sich natürlich fallen. Somit gab es Elfmeter, der in der 67. Minute zum erneuten Ausgleich zum 2:2 führte.
Natürlich ließen sich die Spieler von Dortmund richtig feiern. Und es kam noch bitterer für uns. In der 73. Minute lief sich ein Spieler der Bayern über die Außen an der Linie fest und verlor den Ball an einen Dortmunder Verteidiger. Dieser reagierte schnell und bediente einen Spieler in der Mitte und Dieser leitete den Ball mit einem tödlichen Pass zu einem Stürmer, der dem Abwehrspieler von Bayern mit Ball davon lief. Er zeigte auch keine Nerven vor dem Torwart der Bayern und schoß den Ball ins lange Eck des Tores zum 3:2 für Dortmund. Somit hatte der BVB das Spiel gedreht. Jetzt setzte Bayern alles auf eine Karte und wollte unbedingt noch das Unentschieden heraus holen. Doch Dortmund stellte es schlauer an, zog sich zurück und verteidigte clever. Bayern schaffte es nicht mehr, sich Spielentscheident an das Tor der Dortmunder heran zu spielen. Irgendwie waren sie von dem laufintensiven Spiel platt und ideenlos. 
Selbst 5. Minuten Nachspielzeit sollten nichts mehr einbringen. Dann pfiff der der Schiedsrichter in der 95. Minute das Spiel ab. Die Stimmung beim  Dortmunder Publikum war natürlich sehr ausgelassen und wir waren ziemlich enttäuscht. Dieses Spiel hätte nicht verloren gehen müssen. Nicht nach der Leistung in der ersten Halbzeit. Ziemlich enttäuscht, dass sie dieses Spiel verloren hatten, begaben wir uns aus dem Stadion. Jetzt begann eine kleine Odyssee, denn irgendwie sollten die ganzen S-Bahnen, mit denen wir vorher angereist waren, nicht mehr fahren. Es waren natürlich auch noch sehr viel am Bahnsteig los, so entschieden wir uns nachdem die S-Bahn nicht fahren sollte, das Bahnsteig zu wechseln und bei einer anderen Bahn einzusteigen. Aber auch diese Bahn sollte auf sich warten lassen und so sollten wir erst 1,5 Stunden nach Spielende in einer Bahn in Richtung Bahnhof sein. Als wir dann endlich am Bahnhof angekommen waren, hatten wir sämtlich dummen Sprüche abbekommen, obwohl wir uns nicht als Bayernfans outeten. Das ist das Leid der überheblichen Bayern, daß sie nirgendwo beliebt  sind. Wir schauten, da auch das Wetter nicht mehr ganz mitspielte, daß wir schnell zum Auto kamen und dann Richtung Autobahn fuhren. Eine Übernachtung hatte ich in Siegen an der Autobahnstation gebucht. Ein Motel sollte es für heute Nacht sein. Dieses erreichten wir nach 1 Stunde Autofahrt, stellten das Auto davor ab und versuchten, den Eingang zu finden. Sollte uns dann gelingen und nach etwas weiterer Suche und Nachfragen konnten wir auch Einchecken und unser Zimmer beziehen. Auf der Bude gönnten wir uns dann noch das letzte Bier, daß noch übrig war und besprachen noch einmal den erlebten Tag. Kurz darauf wurde das Licht gelöscht. 

11.11.2018
Um 9 Uhr wurde der heutige Tag gestartet. Wir wollten zeitnah losfahren und auch gut durchkommen. Noch schnell geduscht und dann sollte um 09:30 Uhr die Heimfahrt beginnen. Auf der Heimfahrt gab es, so wie auf der Hinfahrt, wenig Probleme. Mit ein paar Pausen und guten Gesprächen, die sich natürlich immer noch um den gestrigen Tag drehten, waren wir um 16 Uhr wieder Daheim.

Fazit der Tour:
Eigentlich war es eine erfolgreiche Tour gewesen. Immerhin einen neuen Ground gehakt, 9 Tore gesehen, leider hatte halt die gegnerische Mannschaft im zweiten Spiel die Nase vorn.
Der Pin vom SV Lippstadt 08 sollte dann wirklich einen Monat später bei mir im Briefkasten sein.

































































Donnerstag, 3. Januar 2019

28.10.2018 St. Gallen : FC Zürich

28.10.2018
St. Gallen : FC Zürich, Anpfiff: 16:00 Uhr
Halbzeit: 1:0, Endstand: 3:2
Stadion: Kybunpark (St. Gallen)
Zuschauer: 12120, davon Auswärts: 1500

Tourplan:
Die Nacht hatten wir gut geschlafen auf dem Autohof. Da wir heute noch genug Zeit hatten, entschlossen wir uns dafür, noch einmal zurück nach Zürich zu fahren. Denn Steffi interessierte sich für den Zürichsee und wir wollten noch etwas Sightseeing durchführen. Da ich schon ein paar mal in Zürich war, wusste ich auch, dass es am See einige Parkplätze gibt. Diese fuhren wir dann auch direkt an und gingen kurz runter zu dem Hafen am See. Leider spielte das Wetter heute nicht besonders gut mit, denn es regnet immer wieder oder war zumindest Nasskalt.
Dort verbrachten wir ca. 20 Minuten und schossen einige Fotos. Auch war dort ein kleiner Park, den es sich lohnte, anzusehen.
Danach entschlossen wir uns, weiter am See entlang zu fahren. Wir hatten die Hoffnung, irgend ein schönes Fleckchen zu erwischen, wo wir Alleine sein konnten um schöne Fotos zu machen. Nachdem wir ca. 10 Minuten am See entlang gefahren waren und wir schön langsam aus Zürich raus kamen, entdecken wir auf der rechten Seite einen kleinen Hafen. Diesen fuhren wir an, fanden auch für das Auto einen guten Parkplatz und verbrachten die Zeit an diesem Hafen. Dort hatte man einen sehr schönen Blick auf den See und es waren sogar ein paar Taucher hier, um ihre Tauchgänge zu machen.
So gönnten wir uns ca. eine Stunde dort die Zeit und entschlossen uns danach, weiter nach St. Gallen zu fahren. Heute sollte das Spiel um 16 Uhr sein. Pünktlich 4 Stunden vor Spielbeginn machten wir uns also auf dem Weg, um nach St. Gallen zu kommen. Das Stadion liegt in einem Gewerbegebiet direkt an der Autobahn und man sieht es von dieser aus sehr gut. Als wir dann 3 Stunden vor Spielbeginn am Stadion waren entschlossen wir uns, nicht mehr groß in die Stadt zu fahren, denn wir sahen schon, daß die Parkmöglichkeiten ums Stadion herum sehr begrenzt waren. Und bevor wir uns durch die Stadt durch stressen, entschieden wir uns dafür, lieber am Stadion zu bleiben, einen guten Parkplatz zu finden und vielleicht noch ein paar Stunden Schlaf ein zubekommen. Am Stadion gibt es ein paar Möglichkeiten, vor allem heute an einem Sonntag, im Gewerbegebiet bei den Firmen die Parkplätze zu nutzen. Wir fuhren in eine parallel zur Hauptstraße laufende Seitenstraße und fanden dort einen gute Platz, wo wir das Fahrzeug abstellten und wie vorhin schon angesprochen schlossen wir für eineinhalb Stunden die Augen. Wir sollten es auch Beide schaffen, einzuschlafen. Das Schlafen tat sehr gut und nach eineinhalb Stunden sprach ich mit Steffi dann durch, wie wir weiter verfahren wollten. Sie erzählte mir, dass sie sich für das heutige Spiel nicht so besonders interessieren und lieber am Auto bleiben würde und ihre Bilder bearbeiten wolle. So trennen sich unsere Wege, ich machte mich auf zum Stadion und sie blieb am Auto. Wie schon vorher angesprochen standen wir nicht weit weg vom Stadion. Mein Fußmarsch sollte gerade einmal zehn Minuten dauern, bis ich am Stadion war.
Da ich noch genug Zeit hatte, entschloss ich mich gleich dafür meinen Pin zu holen. Das Stadion wurde 2008 fertig gestellt und das erste Spiel sollte am 30.05.2008 ausgetragen werden. Dies sollte ein Länderspiel sein, daß zur Qualifikation für die EURO 2008 dienen sollte. Am unteren Teil gab es dann auch einen Fanshop, wo ich meine PIN käuflich erwerben konnte. Für stolze 8 Schweizer Franken wurde ich glücklicher Besitzer von Diesem. Danach ging ich zum Ticket Häuschen und besorgt mir eine Karte. Sollten auch nur noch 20 Minuten bis Spielbeginn sein, deswegen ging ich auch durch die Kontrolle und suchte meinem Platz.
Zum Stadion: Das Stadion steht mitten im Gewerbegebiet. Um das Stadion gibt es einige Einkaufsgeschäfte, die natürlich heute am Sonntag geschlossen waren. Es ist ein typisches 08/15 Stadion, dass nichts Besonderes ist. Man kann es sich mal anschauen, aber halt nichts Großes. Die vier Tribünen sind miteinander verbunden und sind komplett überdacht. Gespielt wird auf Naturrasen. Das heutige Spiel konnte man als Derby bezeichnen, denn St. Gallen spielte gegen den FC Zürich.
Zum Spiel: Als ich meinen Platz eingenommen hatte sollten kurze Zeit später auch schon der Schiedsrichter mit den Spielern den Rasen betreten.
Aus beiden Kurven wurde sehr gut angefeuert.
Von der Tabellensituation her sollte heute der FC Zürich die favorisierte Mannschaft sein. Denn sie standen drei Plätze vor dem Heimteam. Doch als der Schiedsrichter das Spiel anpfiff war erst einmal nichts von der Auswärtsmannschaft zu sehen. Es spielte nur St. Gallen und wurde gut von seinen Fans nach vorne gepeitscht. Zürich war etwas überrascht und lies sich das Spiel des Gegners aufdrücken. So standen sie nur hinten drin und versuchten, die immer wieder anlaufenden Angriffe zu verteidigen. Es sollten sich auch gute Chancen ergeben, doch diese wurden zu schlecht ausgenutzt. In der ersten Halbzeit kam das Spiel von Zürich kaum zustande.
Als ich mich schon mit einem torlosen Unentschieden zur Halbzeit abgefunden hatte, sollte noch einmal in der 41. Minute ein guter Angriff der Heimmannschaft anrollen und dieser wurde mit einem schönen Spielzug mit einem Tor kurz vor der Paus gekrönt. Somit ging St. Gallen mit einer 1:0 Führung in die Halbzeitpause.
Die 15 Minuten Pause begab ich mich aus dem Block heraus und schaute interessenshalber mal bei einem Verpflegungsstand vorbei. Es fasziniert mich immer wieder, was hier in der Schweiz die Preise sind. Man kann sagen, hier kostet Alles etwa das dreifache mehr als bei uns in Deutschland in den Stadien. Nachdem ich die 15 Minuten rum hatte, fand ich mich wieder auf meinem Platz ein. Das Spiel wurde zur zweiten Halbzeit angepfiffen und ich erwartete jetzt etwas mehr von Zürich. Doch irgendwie sollten sie auch in der zweiten Halbzeit zu verkrampft beginnen. An den Fans lag es jedenfalls nicht, denn sie unterstützten ihr Team weiter lautstark.
Die ersten zaghaften Versuche auf einen Angriff wurde mit starkem Gegenpressing von der Heimmannschaft zerstört. Durch einen Fehlpass vom FC Zürich kam ein schneller Gegenstoß von St. Gallen und dieser sollte in der 51. Minute zum 2:0 führen.
Jetzt stand das Stadion Kopf. Die Kurve der Heimfans flippte total aus und feuerte seine Mannschaft noch mehr an. Der FC Zürich war durch dieses Tor total geschockt und versuchte, sich die nächsten Minuten zu finden. Dies sollte ca. 10 Minuten dauern, bis sie wieder am Spiel teilnahmen. Hätte sich die Heimmannschaft nicht in der 68. Minute zu einer Unachtsamkeit hinreißen lassen, wäre Zürich wohl nicht zurück ins Spiel gekommen. In der 68. Minute spielte die Auswärtsmannschaft schnell und St. Gallen passte einen Moment nicht richtig auf. So stand ein Spieler frei vorm Tor und erzielte das 2:1. Dieses Tor sollte Zürich beflügeln und sie versuchten jetzt mehr. St. Gallen konzentrierte sich jetzt mehr auf die Abwehr und das Kontern.
Jetzt war der FC Zürich die bessere Mannschaft und übernahm die Kontrolle des Spiels. Sie kamen auch zu guten Chancen, mussten ihrerseits aber aufpassen, daß sie nicht in einen gefährlichen und entscheidenden Konter laufen würden. Das Spiel war jetzt richtig spannend, den der FC Zürich wollte den Ausgleich und St. Gallen den nächsten Treffer. Es ging hin und her, aber die Chancen wurden zu fahrlässig vergeben. Es sollte wieder St. Gallen sein, die den nächsten Treffer in der 86. Minute machen sollten. Der FC Zürich setzte alles auf eine Karte und wurde ausgekontert. Eigentlich war das Spiel entschieden, doch der Schiedsrichter gab noch einmal 5 Minuten Nachspielzeit drauf. in der 94. Minute gab es noch einen Freistoß an der Strafraumgrenze von St. Gallen. Diesen schlenzte ein Spieler vom FC Zürich ins Tor zum 3:2.
Jetzt hatte es Zürich eilig, aber die Zeit sollte nicht mehr reichen. Das Spiel endete mit 3:2 für St. Gallen. Nachdem das Spiel dann vorbei war, schaute ich, daß ich schnell aus dem Stadien kam. Denn ich konnte mir vorstellen, daß es nach dem Spiel, wenn man sich zu viel Zeit ließ, ein großes Verkehrschaos herrscht. Also schnell zum Auto. Steffi hatte mitgedacht und den Motor vorher schon gestartet, damit es im Auto warm ist. War eine sehr gute Aktion von ihr, denn mittlerweile war schon wieder ganz schön kühl geworden. Wir schauten, daß wir schnell weg kamen und es sollte uns auch wirklich gelingen, in kürzester Zeit auf der Autobahn zu sein. Wir fuhren wieder zurück von St. Gallen nach Winterthur, dann Richtung Österreich und wir mussten erneut die enge Straße bei Lustenau nutzen, wo mir erneut einige Autos entgegenkamen, die nur sehr knapp an dem Spiegel meines Autos vorbei fuhren. Mir blieb da desöfteren der Atem weg, denn ich sah schon den Spiegel weg fliegen. Danach ging es über Lindau in Richtung Memmingen über München. Dort über den  Außenring A99 herum und dann wieder Richtung Heimat. So sollte es dann auch sein, daß wir ca. um 21 Uhr wieder zu Hause waren.

Fazit der Tour: Wieder ging alles glatt. Die beiden Stadion wurden gemacht und ich kam meinem Ziel, die erste Liga der Schweiz voll zu machen, immer näher. Auch war es wieder eine unbeschwerte Tour mit Steffi, die mir sehr viel Spaß machte.