Eifelturm Paris

Eifelturm Paris

Samstag, 2. Dezember 2017

27.09.2017 Paris Saint German : FC Bayern München

U 19 Youthleage Spiel:
Paris Saint German U19 : FC Bayern München U19 1:1, Halbzeit: 0:1, Endstand 1:1
Anpfiff: 16 Uhr
Stadion: Stade Municipal Georges Lefevre (Saint-Germain Trainingsgelände)
Zuschauer: 450

Championsleague Gruppenspiel:
Paris Saint German : FC Bayern München 3:0, Halbzeit: 2:0, Endstand: 3:0,
Anpfiff: 20:45 Uhr
Stadion: Parc Des Princes (Paris)
Zuschauer: 46252, davon Auswärts: 4000
Kosten:
Eintrittskarte:                                 75 €
Mietauto + Sprit:                           63 €
Diverses:                                       40 €
gesamt:                                        178 €

Mit dabei:
Moosi, Flo W., Olaf und seine Frau, Franky und noch ein paar Leute, deren Namen ich nicht mehr weiß, die den Neuner befüllten.

Planung und Vorbereitung:
Für das Championsleague Spiel in Paris wollte ich nur 2 Tage Urlaub verbraten und deswegen sollte die Anreise, sowie Rückfahrt so schnell wie möglich über die Bühne gehen. Deswegen fragte ich beim Moosi Neuner an wegen mitfahren und nachdem ich die Zusage auf einen Platz im Auto hatte war die Planung abgeschlossen . Denn mit Moosi fahren war immer ins Auto setzen und fahren lassen. Franky hatte sich auch angemeldet, somit war auch ein trinkfreudiger Kamerad an Bord. 

Treffen war in Dachau/ Fürstenfeldbruck am Pendlerparkplatz. Und die Eintrittskarte bekam ich über unseren Fanclub.

Tourbericht:
Von Anfang an war klar, daß es eine schnelle Aktion werden sollte. Für die Tour waren 24 Stunden veranschlagt, denn der Plan war, das Leihauto nur für 24 Stunden +1 zu mieten und dann wieder zurück zu geben. Sparfüchse waren unterwegs! Moosi hatte die Rechnung so aufgestellt, daß um 07:15 Uhr Abfahrt/Abholung für mich am Pendlerparkplatz in Dachau/Fürstenfeldbruck sein sollte. Dementsprechend früh, 05:45 Uhr, ließ ich mich raus wecken und nach nem Kaffee und kurzem Frisch machen saß ich auch schon im Auto Richtung München. Ich kam gut durch und war 10 Minuten vor der Treffpunkzeit am Ziel. Dort gibt es noch eine OMV Tankstelle, die sich anbietet, Frühstück zu holen. So tat ich es dann auch und wartete auf meine Mitfahrgelegenheit. Die brauchte dann auch nicht lange, bis sie ankam. Beim Einsteigen kam mir schon der Spruch von Moosi entgegen, daß heute nicht viel Zeit für Pinkelpausen sei und daß wir uns das Trinken einteilen sollten, denn um 16 Uhr war Anpfiff des Youthleague Spiels und das wollte er noch erreichen. Deswegen hielten sich Franky und ich erst einmal zurück mit Bier trinken, denn wir wollten nicht gleich von Beginn an nörgelig werden. Die Strecke München - Stuttgart war wie immer sehr befahren, aber wir kamen gut durch. Nach Stuttgart sollte es weiter Richtung Karlsruhe gehen und da kam der Knotenpunkt Leonberg. Dort war natürlich wieder Chaos, deswegen wurde vorher abgefahren und die Landstraße genutzt. Wie schon gewohnt, wurde jeder Meter genutzt und auch Geschwindigkeitsbegrenzungen/Verkehrsregeln nicht unbedingt eingehalten. Das Navi zeigte eine Ankunftszeit, und die sollte gehalten werden. Das Verkehrschaos in Leonberg konnten wir dadurch gut umgehen. Schön langsam drückte die Blase und ich fragte schon einmal vorsichtig an, wie der Plan mit einem kurzen Boxenstopp aussehen würde. Die Begeisterung war nicht groß, aber noch einer halben Stunde begann ich schon mit Schwitzen und die Augen traten aus den Höhlen heraus. Ich wieß den Fahrer darauf hin und der nächste Parkplatz wurde zum Anhalten genutzt. Als ich dann hüpfte, verteilte sich der ganze Neuner am Waldesrand. Aber Hauptsache Alle hatten gewartet, bis Einer fragt. Nach nur ein paar Minuten wurde die Weiterfahrt angetreten und der Weg führte uns über Karlsruhe Richtung Saarbrücken und von dort aus über die Grenze. Kurz vor der Grenze tankten wir das Auto noch voll, denn in Frankreich sind die Spritpreise etwas höher als in Deutschland. Weiter ging es nach dem Tanken über Metz nach Paris. Schön langsam wurde uns die Zeit knapp, deswegen gab es auch keine Pause mehr. Als wir dann ca. 1 Stunde vor Anpfiff des ersten Spieles die Stadtgrenze von Paris erreicht hatten, wussten wir zumindest, daß es im Möglichen war, das Spiel zu erreichen. Verwunderlicher Weise kamen wir auch gut durch die Stadt durch und das Navi führte uns direkt zum Trainingsgelände von Paris Saint German. Dort kamen wir ca. 15 Minuten vor Spielbeginn an und hatten aber noch keinen Parkplatz. Um das Gelände herum war Alles Baustelle. Wir sahen in der Nähe eine Fläche, auf denen einige Autos abgestellt waren. Diesen steuerte Moosi an, in der Hoffnung, wir würden eine große Lücke für unser 9 Sitzer Schiff bekommen. Ganz ehrlich, ich wäre wohl nicht mit dem großen Wagen dort hinein gefahren. Aber er tat es trotzdem. Die Lücken zum Durchfahrten waren sehr eng und nachdem auch noch 2 Leute aussteigen mussten und an den Engstellen lotsten, war es wirklich extrem, das Auto hier durch zu bringen. Mit etwas Glück, bzw es ging gar nicht mehr zurück, fuhr hinter uns ein Fahrzeug aus einer Lücke. Diese wollten wir uns krallen, waren auch schon am rückwärts hinein rangieren, als sich ein dunkelhäutiger Mann in die Lücke stellte und den Platz blocken wollte. Er bewegte sich nicht auf die Seite, was mich sehr sauer machte und ich ging auf ihn los. Nach einem Hin und Her Geschubse standen auf einmal noch 3 weitere da und wir pöbelten uns gegenseitig an . In der Zeit versuchte der Erste von ihnen, dem Moosi den Schlüssel für das Fahrzeug abzunehmen. Kurz bevor Alles Ausartete entschlossen sich die Anderen aufzugeben und uns die Lücke zu lassen. Ziemlich angefressen, aber zufrieden, daß wir den Kampf gewonnen hatten, begaben wir uns zum Eingang des Trainingsgeländes, um in den Bereich zu kommen. Der Eintritt war frei und es gab sogar Eintrittskarten. Am Spielfeld waren die üblichen Verdächtigen verteilt. Nach ein paar kurzen Gesprächen begann auch schon das Spiel.
Zum Stadion: Es handelte sich hier um das Trainingsgelände, deswegen war es eigentlich nur ein Nebenplatz. Trotzdem befand sich eine kleine Tribüne auf der Gegengeraden. Der Rest war Stehplatz hinter einer Absperrung am Spielfeldrand.
Zum Spiel: Das Spielgeschehen wurde von Beginn an von Paris in die Hand genommen. Die ersten 20 Minuten gehörten den Hausherren und Bayern konnte sich kaum aus dieser Umklammerung befreien. Mitten in der Drangperiode befreite sich Bayern einmal und ein Spieler wurde im Strafraum gelegt. Es gab den Strafstoß, der im Nachschuß verwandelt wurde. Darauf reagierte Paris mit wütenden Angriffen, hatte auch gute Chancen aber der Ball wollte den Weg ins Tor nicht finden. Franky und ich hatten uns vorher schon mit Andi abgesprochen, daß wir zur Halbzeitpause zum Prinzenpark fahren würden. Er musste Arbeiten, wir wollten noch in die Innenstadt schauen, da Franky noch nie in Paris war. Mit dem Halbzeitpfiff suchten wir das Taxi auf, daß auch schon wartete und dieses fuhr uns dann direkt zum Stadion. Dort angekommen trennten wir uns von Andi und suchten den direkten Weg zur U-Bahn, die uns in die Innenstadt zu den Sehenswürdigkeiten bringen sollte.
Der Vorteil ist, daß man an der Avenue des ChampsElysees aussteigen kann und von da aus zum Arc de Triomphe gehen kann. Danach kann man auch noch den Eifelturm besichtigen. Alles zu Fuß. 




Zwischendrin suchten wir noch einen Einkaufsmarkt auf, damit wir uns ein kühles Getränk mitnehmen konnten. Dort ging es extrem zu und es waren auch nur 2 Kassen geöffnet. Bedeutete für uns, daß wir viel Zeit verloren, die uns dann nach Hinten hinaus fehlen sollte. Also schnell zum Eifelturm, wo es zum Glück überhaupt "nicht" zu ging und ein paar Beweisfotos gemacht. Wir hatten zwischenzeitlich Glück, daß wir es schafften, Fotos so zu machen ohne daß mehrere Leute drauf waren. Es ging zu wie im Ameisenhaufen. Danach wieder zu einer U-Bahn Haltestelle und zurück Richtung Prinzenpark. Nach der Ankunft gingen wir schnellen Schrittes zum Einlass der Auswärtsfans. Im Vorhinein wurde darauf hingewiesen, daß man rechtzeitig da sein sollte, da die Sicherheitsvorkehrungen extrem sein sollten. Angeblich war mit 5 Sicherheitsringen zu rechnen. Da wir das Spiel von Anpfiff an erleben wollten, steuerten wir ca. 1 Stunde vor Anpfiff auf den Eingang zu. Jetzt mal zu den Sicherheitskontrollen. Der erste Ring war nur mal ein Ordnungsdienst, bestehend aus französischen und deutschen Ordnern, die einen Blick auf die Karte warfen. Der zweite Ring war nur ein Ordner, der uns weiter winkte. Der dritte Ring war am Eingang des Stadion. Diese Jungs schauten ebenfalls nur auf die Karte und ließen uns passieren. Bis dahin hatte uns noch niemand abgetastet, bzw. kontrolliert. Wir standen also vor dem Stadion und hätten Alles mitnehmen können. Soviel zu den heftigen Sicherheitskontrollen. Vorm Stadion waren auch die Busse der Auswärtsfans abgestellt und weil wir noch mehr als eine halbe Stunde bis zum Anpfiff hatten, holte ich für Franky und mich noch ein gutes bayrisches Bier, daß wir uns bei Unterhaltungen mit bekannten Leuten schmecken ließen. Ca. 20 Minuten vor Anpfiff machten wir uns auf zum vierten Sicherheitsring. Dort wurden wir das erste Mal abgetastet, aber auch nicht großartig. Und beim fünften Ring steckten wir die Karte in den Scanner und begaben uns durch das Drehkreuz. Welch heftige Kontrollen. Zum Stadion: Ich besuchte das Stadion schon letztes Jahr zur Euro 2016 mehrfach. Es schaut von außen und innen sehr gut aus. Es besteht aus zwei Rängen, die sich durch das gesamte Rund ziehen und es ist komplett überdacht. Ein sehr schönes Fußballstadion, daß an diesem Tage natürlich ausverkauft war.
Wir suchten uns einen freien Platz und trafen dort Basti und Marco.
Zum Spiel. Zum Einlauf der Mannschaften kam aus der Kurve von Paris eine super Stimmung und auch das Fahnenmeer war sehr beeindruckend. Unsere Kurve versuchte ebenfalls mit Stimmung dagegen zu wirken. 








Das Spiel war gerade einmal 2 Minuten alt, da lag Bayern schon 1:0 zurück. Das war natürlich ein herber Schlag. Aber Bayern versuchte das Spiel in die Hand zu bekommen, doch wie die letzten Wochen sollte auch heute nicht viel klappen. Bis zum Strafraum schaute es ja immer ganz gut aus, doch dann verließen sie die Ideen. Alle wollten mit der Brechstange durch und verfingen sich in der Abwehr von Paris. Und aus der zweiten Reihe wurde sowieso nicht geschossen. Sehr Ideenlos. Und meistens kommt es so, wie erwartet. In der 31. Minute fiel das 2:0 für Paris. Danach drehten die nochmal richtig auf und Bayern konnte froh, daß sie das 2:0 bis zur Pause verteidigen konnten. Als der Schieri zur Halbzeit pfiff waren wir froh, nicht noch mehr unter die Räder gekommen zu sein. Etwas Hoffnung keimte schon bei uns auf, daß sich die Mannschaft in der 2. Halbzeit fangen würde und das Ergebnis noch drehen könnte, doch als Beide wieder auf dem Spielfeld standen, merkte man sofort nach dem Anpfiff, daß Paris noch nicht Zufrieden war mit dem Ergebnis. Der Sturmlauf sollte weiter gegen das Tor der Bayern gehen. Diese kamen nur schwer mit der Situation klar und versuchten, ihrerseits das Spiel in die Hand zu bekommen. Sollte aber nicht richtig klappen. In der 63. Minute kam dann die Entscheidung, denn Paris schoß noch das 3:0 und das Spiel war durch. Danach gab es noch ein paar gute Chancen für die Hausherren, aber es blieb bei dem Ergebnis. Nach dem Schlusspfiff kam wieder eine Blocksperre für uns, die uns 30 Minuten an Ort und Stelle festhalten sollte. Die Stimmung bei uns war sehr schlecht, denn wir hätten uns mehr erwartet. Die Gespräche drehten sich nur um das Spiel und die desolate Leistung unserer Mannschaft. Nach der halben Stunde, das Stadion war schon lange leer, wurden endlich auch bei uns die Tore geöffnet und wir durften raus. Beim Rausgehen entdeckten wir noch den Moosi und hängten uns bei ihm an. Die französische Polizei wollte uns noch ärgern und sperrte die Straße, in der wir mussten. Doch nachdem wir die andere Richtung eingeschlagen hatten, konnten wir mit einen kleinen Umweg doch noch zu unserem Auto. Nachdem wir Alle wieder am Auto waren, hatten wir 2 Mitreisende mehr, aber nur Platz für einen. Also wurde kurzfristig entschieden, daß einer der Beiden sich in den Gepäckraum ablegen sollte. So wurde es dann auch getan und wir rollten los. Über den selben Weg fuhr Moosi erst einmal zurück. Die Stimmung war echt schlecht und irgendwie hatte niemand richtig Lust, etwas zu Reden. Deswegen schloß ich die Augen und bekam von der Fahrt nicht mehr so viel mit. Irgendwann wurde der Fahrer müde, da wurde aus dem Kofferraum durchgewechselt. Also Moosi wechselte in den Kofferraum und der Typ aus dem Kofferraum wechselte ans Steuer. Das Ganze geschah an einer Tankstelle, die wir nutzten, um uns noch einmal kurz die Füße zu vertreten. Ich kann leider nicht mehr sagen, ob es noch in Frankreich war oder schon Deutschland. Wegen der Müdigkeit war ich noch zu sehr neben der Spur. Jedenfalls ging die Reise nach dem Tanken weiter. Als wir dann bei Ulm waren, gab es die ersten Diskussionen, wer wo aussteigen würde. Denn Moosi wollte das Auto wegen Kostengründen so schnell wie möglich zurück bringen und die Anderen mussten rechtzeitig in der Arbeit sein. Deswegen wurden die Gespräche immer heftiger, denn keiner wollte von seinem Standpunkt ablassen. Das zog sich dann durch bis zu meinem Ausstieg. Vor Allem war lustig, daß die Stimme aus dem Kofferraum mit dem Fahrer immer in Zwist war. So ging das Hin und Her. Ich wurde dann wieder in Dachau/Fürstenfeldbruck heraus gelassen. Daß war so gegen 06:20 Uhr, also fast genau 24 Stunden später als die Fahrt begann. Die Jungs mussten schnell weiter, doch zuvor wurde der Tank noch befüllt an der Tanke, die mir am Vortag noch als Frühstücksbuffet gedient hatte. Meine Fahrt ging dann Alleine weiter und nach 1,5 Stunden war ich wieder in meinem Heimatort und beendete meine Reise.
Nachtrag: Das Auto war rechtzeitig abgegeben und Alle schafften es rechtzeitig in die Arbeit!
Fazit der Tour: Nach diesem Spiel wurde der Trainer entlassen. Bis auf das Spiel war es wieder eine gute Tour. 









Montag, 27. November 2017

13.09. - 14.09.2017 Tottenhham Hotspur : Borussia Dortmund

Tottenham Hotspur : Borussia Dortmund 3:1, Halbzeit: 2:1, Endstand 3:1 Anpfiff: 19:45 Uhr Ortszeit
Zuschauer: 67343, davon Auswärts: ca. 4500

Kosten:
Flug:                                94 €
Ticket:                             50 €
Leihwagen:                      21 € : 2
Sprit:                                15 € : 2
Diverses:                          50 €
gesamt:                           212 €

Mit dabei: Sascha und ich
Planung und Vorbereitung:
Schon seit längerem wollte ich mit Sascha eine Tour nach England machen. Irgendwie hat sich aber kein richtiger Termin gefunden. Als dann Sascha erfuhr, daß er in den Einsatz gehen muß, mußten wir schnell reagieren und ein interessantes Spiel aus dem Ärmel zaubern. Da fiel die Interesse auf das Spiel der Dortmunder in London bei Tottenham. Kartentechnisch machten wir uns auch keine Sorgen, denn Vorort gab es sicher noch etwas. Also über Fluege.com schauen nach einem Flug von Memmingen nach London. Über Billiger-Mietwagen.de ein Leihwagerl geholt für billig Geld und als dann der Urlaub auch noch geklärt war, konnte die Reise beginnen.
Tourbericht:
13.09.2017       
Um  6 Uhr stand Sascha bei mir vor der Haustüre. Nach einem Kaffee fuhren wir los nach Memmingen zum Flughafen. Auf der Autobahn von Rosenheim A8 - München A99 - Memmingen A96 war durch den Morgenverkehr einiges los. Vor Allem die Baustellen auf der Umgehung um München kosteten uns Einiges an Zeit. Trotzdem kamen wir durch und als wir auf der A96 waren gab es noch keinen Zeitdruck. Deswegen entschieden wir uns noch bei der Ausfahrt Aitrach heraus zu fahren, denn dort war ein EDEKA Markt und dort konnte man für normale Preise Bier und ein Frühstück kaufen. So taten wir es dann auch, obwohl wir bemerkten, daß es zeittechnisch doch schon etwas knapper werden sollte. Als wir dann auf einen der privaten günstigeren Bezahlparkplätze (3 Euro pro Tag) am Flughafen ankamen, hatten wir noch 35 Minuten Zeit bis zum Abflug . Die Zeit war uns doch etwas davon gelaufen. Schnell das Zeug aus dem Auto und im Laufschritt zum Flughafen. Wir kamen 25 Minuten vor dem Abflug an. Der Flieger stand noch auf der Anzeigentafel und eingecheckt waren wir auch schon, also kein Grund zur Panik. Die Sicherheitskontrolle war auch schnell erledigt, wir hatten ja nur jeweils einen kleinen Rucksack dabei. Also durch, die Treppen hoch, Ausweiskontrolle und schon standen wir am Flugsteig. Der Flieger war gerade gelandet und die Passagiere waren noch nicht einmal ausgestiegen. Also war all der Stress, Gelaufe und  Panik für Nichts. Es dauerte noch einmal 10 Minuten, bis die Anderen ausgestiegen waren und noch einmal 10 Minuten, bis wir einsteigen durften. Das zog sich dann auch noch etwas, so saßen wir ca. mit 20 Minuten Verspätung im Flieger. Es dauerte nicht lange, da kam die bekannte Durchsage, Boarding complete.Türen zu, anschnallen, auf die Startbahn und schon hoben wir ab. Die Zeit des Fluges wurde mit Unterhalten und Planen der nächsten Stunden verbracht. Ebenso gönnte man sich zur Einstimmung auf die Insel einen Cider (kostete ja auch nur 4,50 €).
Kaum waren wir gestartet, setzten wir auch schon zur Landung an. Von Memmingen aus waren einige Dortmunder Fans mit uns in den Flieger gestiegen. Unser Plan für den heutigen Tag wäre eigentlich erst das Youth League Spiel der Dortmunder zu schauen und dann danach zum Wembley. Als wir gelandet waren, schauten wir, daß wir schnell raus kamen. Denn wenn man in Stansted  zu lange trödelt, steht man bei der Border control ewig an. Das wollten wir nicht, deswegen schnell voran. Nachdem wir wieder den Irrgarten am Flughafen durchschritten hatten standen wir nur kurz an und schon bald hatten wir auch das Übel hinter uns.Noch schnell beim M&S vorbei, dort ein paar Cider holen und weiter zum Bus, der uns zum Rental Cars Bereich brachte. Davor hatten wir einen jungen Dortmunder angequatscht, der planlos am Flughafen umher steuerte. Wir erzählten ihm von unseren Plan mit der Youth League, er war begeistert und begleitete uns. Also ab in den Bus zum Auto. Diese Aktion Auto besorgen ist auch immer sehr lustig. Der Bus fährt ca. 10 Minuten, dann fährt er am Häuschen vor und man geht dort hinein. Als Nächstes zieht man eine Nummer, wie an der Zulassungsstelle und wartet auf den Aufruf der Nummer. Danach lässt man sich erklären, daß die Vollkasko nichts wert ist, die man mitgebucht hat und das man noch etwas mitbuchen soll. Wenn man das dann verneint, wird die nette Unterhaltung meistens frostig. Aber nicht nachgeben, man ist ja versichert. Und doppelt braucht man nicht! Mit den Papieren raus und das Auto empfangen. In England bietet sich ein Kleinwagen an, denn die Parksituation in der Stadt und Nähe Stadion ist nicht leicht. Da geht es um jeden Zentimeter. Zu Dritt nahmen wir das Auto in Empfang und schon sah ich mich hinterm Steuer und die Fahrt konnte beginnen. Das Fahren in England ist auch eine Geschichte für sich. Sascha war des Öfteren des Herzkaspers nahe, doch für mich ist es mittlerweile Gewohnheit. Ich denke, er war ganz froh, daß er nicht fahren musste. Im Navi hatten wir das Trainingsgelände von Tottenham eingegeben, denn dort sollte das Spiel der Jugend stattfinden. Davor fuhren wir noch einen Einkaufsmarkt an, um uns mit Proviant einzudecken.
Nachdem das erledigt war ging es weiter zum Gelände. Dort angekommen gab es für uns ein böses Erwachen, denn ohne Eintrittskarte kam man in das Gelände nicht hinein. Und am Spieltag gab es keine Karten zu kaufen. Also war das Thema Spiel für uns gleich einmal erledigt. Dann passierte erst einmal etwas lustiges. Es zogen dunkle Wolken über uns drüber. Ich sagte so in die Runde, daß wir wohl Glück gehabt hatten, da es sicher gleich zum Schütten anfangen wird. Da kam Sascha mit seinem ganzen Sachverstand und erklärte mir, daß es bei dem Wind und diesen Wolken keinen Regen geben würde. Er wäre auf Lehrgängen gewesen und hätte das gelernt. Waren wohl eher Leergänge. 2 Minuten späterer schüttete es aus allen Kübeln. Ab da war er für mich der Wettergott! Ich machte mich natürlich bis nach London, bis zum Wembley lustig über die Situation. Am Stadion angekommen gab es das nächste Problem, denn um das gesamte Stadion war Parkverbot. 

Sollte für uns bedeuten, daß wir etwas weg vom Stadion fahren mussten, um einen Parkplatz zu finden. Man muss auf die Beschilderung achten, denn in bestimmten Zonen und an einigen Tagen besteht ein Parkverbot, daß man beachten sollte. Sonst wird es teuer. Wir fanden in einer Seitenstraße einen guten Platz, wo wir das Auto abstellten. Ab da trennten wir uns von unserem Dortmunder Kameraden, denn dieser wollte sich mit seinen Kumpels treffen. Wir schauten zum Stadion, denn wir wollten uns schlau machen, wie die Kartensituation Vorort war. 




Am Stadion angekommen kamen gute Erinnerungen auf. Last Game in Wembley, First Game in Wembley und Championsleague Finale 2013. Heute stand also das Spiel der  Dortmunder an. Ums Stadion herum waren schon einige Dortmunder unterwegs, die aber Kartentechnisch nichts am Start hatten. Aber zumindest bekamen wir den Tipp, daß wir uns an die Busse von den Dortmundern wenden sollten. Die Busse zu finden war gar nicht so einfach, denn der Bereich rund ums Stadion war eine einzige Baustelle. Auch der Parkplatz, den wir 2013 nutzten, war verschwunden. Also fragten wir uns durch und nach etwas Irrgarten fanden wir die Busse. Dort angekommen trafen wir auch wieder auf den Kameraden, den wir mitgenommen hatten. Dieser hatte auch noch eine Karte über und nach kurzem Nachfragen bei den anderen Dortmunder Fans hatten wir schon eine zweite Karte bekommen. Der nächste Weg war dann Wieder zurück zum Stadion und von da aus zu einem Pub, wo sich Sascha mit einem alten Kumpel treffen wollte. Wir fanden diese Bierkneipe auch recht schnell und dort war auch der Kumpel vom Sascha. Wir tranken ein paar Bierchen, führten nette Gespräche und so verging die Zeit im Fluge.
Ca. 1 Stunde vor Anpfiff setzten wir uns in Bewegung Richtung Stadion. Am Block der Auswärts Fans war Einiges los, aber nach einer ordentlichen Kontrolle waren wir auch schon im Stadion.   
Zum Stadion: Tottenham musste Aufgrund des Umbaus der White Hard Lane ausweichen in ein anderes Stadion und spielt seit dieser Saison seine Spiele im Wembley Stadion, dem Nationalstadion von England. Ein sehr schönes Fußballstadion, bestehend aus drei Rängen, die sich über das gesamte Stadion ziehen. Der untere Rang ist etwas flacher, der Mitte- und der Oberrang steiler. Die kompletten Ränge sind überdacht. Besonders auffällig ist der Stahlbogen, der sich über das gesamte Stadion zieht. Meiner Meinung nach ein sehr schönes Fußballstadion.
Zum Spiel: Das Spiel war noch nicht einmal richtig angepfiffen, da stand es schon 1:0 für die Hausherren. In der 4. Minute versuchte Dortmund den Ball zu kontrollieren, da passierte der Fehler und durch einen schnellen Konter lag der Ball im Tor der Dortmunder. Dortmund zeigte Moral und in der 11. Minute gab es den Ausgleich durch einen Schuß aus der zweiten Reihe. Doch schon kurz darauf wurde durch einen weiteren Konter der Engländer das zweite Tor geschossen. Wieder war Dortmund nicht geschockt und versuchte gleich den Ausgleich zu schießen. Diesesmal klappte es aber nicht und sie liefen sich immer wieder fest in der Abwehr der Jungs von Tottenham. Tottenham blieb seiner Linie treu  und beschränkte sich weiter aufs Kontern und sicher in der Abwehr stehen. 

Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Nachdem die 15 Minuten Pause vorbei waren kamen die Dortmunder mit viel Mut auf den Platz und versuchten gleich, den Ausgleich zu erzielen. Doch die Abwehr von Tottenham hielt und irgendwie sollte auch das Glück nicht auf der Seite der Auswärtsmannschaft sein. Und in all der Drangphase gab es in der 60. Minute wieder einen schnellen Konter der Heimmannschaft und es fiel das entscheidende Tor zum 3:1. Somit war die Angriffsphase und all die Energie der Dortmunder gebrochen und sie gaben sich geschlagen. Von Minute zu Minute merkte man mehr, daß nicht mehr viel von Dortmund kam. So plätscherte das Spiel bis zum Ende noch so dahin, wobei Tottenham noch weitere Chancen hatte, das Ergebnis höher zu setzen. Mit dem Schlußpfiff kam noch eine 20 minütige Blocksperre. Danach ging es raus aus dem Stadion und wieder auf direktem Wege zurück zum Auto. Noch kurz was zu der Stimmung im Stadion. Beide Fanseiten versuchten mit guter Stimmung, ihr Team zu unterstützen. Ich für meinen Teil war von beiden Lagern überzeugt. 
Nach kurzem Orientieren und Latschen kamen wir wieder am Auto an und sahen, daß es immer noch unbeschadet und ohne Strafzettel an dem ausgesuchten Ort stand. Unser nächstes Ziel war der Flughafen Stansted, denn wir wollten das Fahrzeug auf dem Parkplatz abstellen, wo wir es empfangen hatten und dort noch ein paar Stunden im Auto zu Schlafen. Als wir dann ankamen, war es schon nach 1 Uhr. Wir parkten das Auto ab und legten uns im Auto ab. Unser Flug sollte um 07:05 Uhr zurück gehen, so hatten wir doch noch ein paar Stunden die Möglichkeit die Augen zu schließen. Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Schlüssel am Kasten reinschmeißen und nachdem der Shuttlebus da war ging es zurück zum Flughafen. Am Sicherheitscheck war schon Einiges los und wir brauchten ca 30 Minuten, bis wir durch waren. 30 Minuten vor Abflug begaben wir uns zu unserem Gate. Dort war schon gut was los. Aber noch kein Aufruf zum Check In. Somit noch etwas absitzen und warten. Kurz darauf wurde das Gate geöffnet und wir kamen schnell in den Flieger. Nachdem wir saßen fielen uns schon die Augen zu und erst kurz vor der Landung bestellten wir uns auf meinem Geburtstag nochmal einen Cider und ein Bier.
Kurz darauf stand die Landung. Nachdem wir sicher am Boden waren versuchten wir schnell aus der Maschine zu kommen. Sollte uns gelingen, weiter zum Parkplatz und nun stand noch 3 Stunden Fahrt vor uns. Diese überstanden wir ohne Probleme und der Plan war, nach Bad Reichenhall zu fahren und die Nacht dort zu verbringen. Nachdem wir gut angekommen waren, war diese Tour auch beendet. 
Fazit: Die Verabschiedung für Sascha war geglückt und das Hineinfeiern in meinen Geburtstag war auch super. Ein gelungener Tripp ging zu Ende 








Dienstag, 14. November 2017

08.09. - 09.09.2017 TSG 1899 Hoffenheim - FC Bayern München


08.09.2017 CFR Pforzheim - FC Nöttingen 0:1, Halbzeit: 0:0, Endstand: 0:1 Anpfiff: 18 Uhr
Stadion: Holzhof (Pforzheim)
Zuschauer: 2200, davon Auswärts 300
09.09.2017 FC Homburg - Eppelborn 7:0, Halbzeit: 4:0, Endstand: 7:0 Anpfiff: 14 Uhr
Stadion: Waldstadion (Homburg)
Zuschauer: 928, davon Auswärts: 20
09.09.2017 TSG 1899 Hoffenheim - FC Bayern München 2:0, Halbzeit: 1:0, Endstand: 2:0 Anpfiff: 18:30 Uhr
Stadion: WIRSOL Rhein-Neckar-Arena (Sinsheim)
Zuschauer: 30150, davon Auswärts: 3500


Ausgaben:
Sprit:                        70 €
Karten:                     30 €
Diverses:                  50 €
gesamt:                    150 €


Gefahrene Strecke:
Rosenheim - Pforzheim                           335 km
Pforzheim - Homburg                             144 km
Homburg - Sinsheim                               149 km
Sinsheim - Rosenheim                            408 km
gesamt:                                                   1036 km

Mit dabei:
Fabio und ich

Planung und Vorbereitung:
Im Vorhinein hatte ich schon eine Zusage für eine Eintrittskarte für das Spiel der Bayern in Hoffenheim. Also schaute ich mir dieses Wochenende genauer an um noch ein paar Spiele außen herum zu finden. Mit am Freitag Pforzheim und am Samstag Homburg boten sich 2 Spiele an, die ich mitnehmen wollte. Denn auf meiner Agenda steht schon seit längerem, die alten Erstligavereine aus den 80 - 90 zigern mitzunehmen. Homburg zählt da mit dazu. Und dadurch, daß Bayern erst das Abendspiel hatte, war das auch leicht zu schaffen. Mit in meine Interessensgemeinschaft konnte ich noch Fabio ziehen. Übernachtung machten wir beim Patrick in Maulbronn, so stand diese Tour auch schon.
08.09.2017
Am Freitag traf ich mich mit Fabio am Pendlerparkplatz in Rosenheim und wir stiegen um auf mein Auto, damit wir in Richtung Pforzheim starten konnten. Die Fahrt ging über die A8 Rosenheim / München, da weiter auf die A99 Außenring um München und dann wieder auf die A8 München / Stuttgart. Wir kamen einigermaßen durch, obwohl auf der A99 einige Baustellen waren und auch die A8 Richtung Stuttgart sehr extrem befahren waren. Unser Ziel Pforzheim rückte trotzdem immer näher und als wir dann ca. 1 Stunde vor der Ausfahrt waren, wussten wir, daß wir es bis zum Anpfiff ins Stadion schaffen sollten. Manchmal bei dem Verkehr auf dieser Strecke gar nicht so einfach zu sagen. Zum Stadion war es dann auch nicht mehr weit und die Parkplatzsituation rund ums Stadion war dann auch entspannt. Wobei der offizielle Stadionparkplatz voll war, aber hinter dem Stadion verläuft eine Straße und dort gibt es genug Möglichkeiten, das Fahrzeug abzustellen. Das taten wir es dann auch und begaben uns gleich an das Kassenhäuschen, wo wir eine Stehplatzkarte für 8 € käuflich erwerben konnten. Nachdem wir das getan hatten ging es auch schon ins Stadion und das nächste Ziel war der Fanartikelstand. Dort bekam ich meinen Pin und war zufrieden. Danach noch die Stadionwurst getestet, die die Prüfung für 2,50 € bestanden hatte.
Zum Stadion: Der CFR spielt in einem 10.000 Mann Stadion. Das mit einer kleinen überdachten Haupttribüne und den Rest der Ränge aus Steinstufen bestehend ausgestattet ist. Ein schönes und altes Stadion, daß sehr sehenswert ist.
Zum Spiel: Heute stand ein Derby. Die Fans von Pforzheim pöbelten gegenüber den Nördlinger Fans. Zu Beginn des Spieles wurde auch ein Transparent aufgehängt.
Das Spiel hatte ein gutes Niveau, beide Mannschaften spielten einen schnellen und kampfbetonten Fußball und schenkten sich nichts. Die Stimmung bei den Fans war auch nicht schlecht. Zur Halbzeit stand es noch 0:0, aber wir hatten die Hoffnung, daß sich in der zweiten Halbzeit noch was tut. In der Halbzeit gab es nochmal eine Stadionwurst. Die zweite Halbzeit begann wieder sehr kampfbetont. In der 62. Minute kam ein guter Angriff von Nördlingen, der zum Erfolg führen sollte. Der Ball landete im Pforzheimer Tor. Es sollte die spielentscheidente Szene  sein, denn Pforzheim Mühte sich noch, schaffte den Ausgleich aber nicht mehr.
Nach dem Schlußpfiff machten wir uns schnell auf dem Weg raus aus dem Stadion, denn durch die eine Zufahrtsstraße bot sich hier ein Abfahrtsstau an, den wir entgehen wollten. Das schafften wir auch so gut wie und waren dann schnell auf den Weg nach Maulbronn, wo wir Patrick und Nadine besuchen wollten. Patrick war ein guter Kumpel aus meiner Zeit in der Mittenwalder Kaserne. Als wir bei ihnen ankamen, war Alles sehr freundlich und man merkte nicht, daß wir uns fast 2 Jahre nicht mehr gesehen hatten. Wir verbrachten den Abend zusammen in seinem Partykeller und sprachen über vergangene Zeiten. War ein sehr schöner Abend, den wir uns vornahmen, demnächst zu wiederholen. Es war dann schon kurz vor 3 Uhr Morgens, als wir ins Bett gingen und den Abend/Morgen/Tag beendeten.
09.09.2017
Um 8 Uhr morgens öffnete sich die Tür und die kleine Tochter von Patrick stand in unserem Zimmer. Wir schliefen die Nacht im Kinderzimmer und da wollte sie natürlich nachschauen, wer da ihr Zimmer belegt. Nachdem wir aufgestanden waren wurde sich frisch gemacht und schon saßen wir am Frühstückstisch. Eine unglaubliche Gastfreundschaft kam uns entgegen und ich möchte auch auf diesen Weg noch einmal Danke sagen für die Freundschaft und die Freundlichkeit, die mir und Fabio entgegen kam. Kameradschaft und Freundschaft wird heutzutage leider immer weniger, aber da haben wir es wieder erleben dürfen. Patrick war in der Arbeit, so frühstückten wir nur mit Nadine und der Tochter. Nach dem Frühstück und einer freundlichen Verabschiedung saßen wir um 9:30 Uhr im Auto und bewegten uns Richtung Homburg. Dort spielte der FC Homburg, der in den 80 zigern erste Liga gespielt hatte und schon sehr lange auf meiner ToDo Liste stand. Wir kamen wieder sehr gut durch und das Navi lotste uns direkt zum Stadion. Auch hier ist die Parkplatzsituation sehr entspannt, denn das Stadion steht in einem Wohngebiet und diese Straßen bieten genug Platz für die Autos. Ebenfalls gibt es am Stadion einen Parkplatz, so wie auf der Straße davor genug Parkbuchten. Nachdem wir das Fahrzeug abgestellt hatten begaben wir uns zum Stadion, denn wir wollten uns die Eintrittskarten sichern und gute Fotos schießen.
Am Stadion gibt es ein Stadionheim, daß aber leider heute geschlossen war. Deswegen stürzte ich mich auf einen Grillstand, der gleich in der Nähe war. Die Wurst war zu empfehlen und preislich mit 2,50 € auch Okay. Um das Stadion herum befindet sich eine Mauer, die mit sehr schönen Graffitis überzogen ist. Ebenfalls kann man von dem anliegenden Wald ein super Foto ins Stadion machen. 

Um das Stadion herum kann man nicht viel machen, deswegen entschieden wir uns dafür, etwas früher hinein zu gehen und auch da noch gute Fotos zu schießen. Die Kontrollen waren dann auch sehr human, also nicht besonders intensiv. Der erste Weg führte uns gleich zu einem kleinen Holzhäuschen, daß sich als Fanshop heraus stellen sollte. Dort bekam ich meinen Pin vom FC Homburg. Es gab sehr viele andere Fanartikel, die auf die gute alte Zeit hinwiesen, als der FC noch in der ersten Liga spielte. Danach gab es das Fotoshooting im Stadion.



Zum Stadion: Das Stadion bietet Platz für 21819 Zuschauern. Wir sprechen hier immerhin von der 5. Liga in Deutschland. Ein unglaublich schönes Stadion, daß den Flair aus den Jahren der ersten Liga nicht verloren hat. Die kleine Haupttribüne ist komplett überdacht und der Rest des Stadions sind Stehplatz Steintribünen. Umzogen wird das Spielfeld von einer Tartanbahn. Dieses Stadion hat wirklich etwas und kann von mir wärmstens empfohlen werden. Leider fanden sich heute bis zum Anpfiff nicht einmal 1000 Zuschauer ein, was für diesen Verein wirklich unverständlich ist.
Zum Spiel: Nach dem Anpfiff begann die Heimmannschaft ein Feuerwerk abzuzünden. Von Anfang an Ballsicherheit und Spiel nach vorne.
Chancen über Chancen und zur Halbzeit stand es 4:0. Ein Tor schöner als das Andere und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr hinaus. Damit hätten wir erst einmal nicht gerechnet. In der Halbzeitpause unterhielten wir uns über diese Halbzeit, die wir gesehen hatten und hofften natürlich darauf, daß das Spiel so weiter gehen würde. Und es ging so weiter. Kaum waren beide Mannschaften auf dem Platz, fiel schon das 5:0. Langsam zog eine dunkle Wolkenschicht Richtung Stadion und wir entschlossen uns, den Platz zu wechseln und steuerten die Haupttribüne an, da Diese überdacht war. Kaum saßen wir auf dem Platz, öffnete sich der Himmel und es prasselte auf das Spielfeld und die Zuschauer hernieder. Zum Glück waren wir rechtzeitig auf die Idee gekommen, den Platz zu wechseln.
Dem Spielfluß tat es aber nichts Schlechtes ab, denn Homburg spielte weiter auf das gegnerische Tor. Nachdem es ca. 10 Minuten wie aus Kübeln gegossen hatte meldete sich der Stadionsprecher und teilte mit, daß die Tore zur Haupttribüne geöffnet wird und Alle auf Diese kommen dürfen. Diesem Angebot kamen dann fast alle Zuschauer nach. In der Zeit schoß Homburg das 6:0. und als dann das Spiel sich dem Ende neigte fiel auch noch das 7:0. Natürlich waren wir Aufgrund des Ergebnisses und des Spielverlaufes sehr begeistert. Nach dem Schlußpfiff hatte es auch wieder mit dem Regnen aufgehört, was uns natürlich gut gefiel. Sofort mit dem Pfiff eilten wir aus dem Stadion und schnell zum Auto, da heute noch ein zweites Spiel auf dem Plan stand, daß der Bayern in Hoffenheim. Wir wollten nicht zuviel Zeit verlieren, da wir wussten, daß es um das Stadion immer sehr viel Chaos gibt. Wenn man von der Autobahn kommt, ist dort für das Stadion nur eine Ausfahrt (Sinsheim Süd). Dort ist es total unkontrolliert und wir erwarteten ein rießiges Gedränge und Verkehrschaos. Als wir dann nach knapp 1,15 Std ankamen, erwartete uns genau das, womit wir gerechnet hatten. Ca. 3 Kilometer vor der Ausfahrt war schon Stau über alle drei Fahrstreifen. Wir hatten noch 2 Stunden Zeit bis zum Anpfiff, deswegen machten wir uns wenig Gedanken. Doch eine Stunde später, wir standen immer noch im Stau, bemerkten wir, daß uns die Zeit doch knapper werden sollte, als erwartet. Schön langsam rollten wir auf die Ausfahrt zu und 40 Minuten vor Anpfiff hatten wir es dann endlich geschafft und rollten auf die Ausfahrt hinaus. Unglaublich, da will man in der ersten Deutschen Liga mitspielen und hat nur Planlosigkeit und Chaos um das Stadion herum. Als nächstes sollte die nächste heftige Aktion kommen. Parkplatzsuche. Ca. eine halbe Stunde vor Spielbeginn gab es auf den Parkflächen keinen Platz mehr für die Autos. Diese waren Alle gesperrt. So war die Panik perfekt. Jeder suchte einen Platz, wo er das Auto abstellen konnte. Diese Plätze waren Mangelware und so erging es uns genauso, es gab keine Abstellplätze mehr. Eine schnelle Entscheidung musste her, also weg vom Stadion und in etwas Entfernung etwas suchen. Das taten wir dann auch und in ca. 1,5 Kilometer Entfernung fanden wir eine Seitenstraße, die zwar gesperrt war für Fahrzeuge, aber in der Alle parkten. Es blieb uns nicht viel übrig und wir nutzten die Parkmöglichkeit auch. 15 Minuten vor dem Anpfiff hieß es für uns die Beine in die Hand zu nehmen und schnellen Schrittes über einen Schotterweg, der von dieser Straße zum Stadion führte, zu laufen. Am Stadion angekommen besorgte ich mir noch meine Eintrittskarte, die Hinterlegt war und schon waren wir im Stadion. Mit dem Anpfiff standen wir in der Kurve. Dieses Mal war es wirklich kurz vor knapp. Und Alles nur, weil dieses Hoffenheim so verplant ist. Egal, nicht aufregen, es wurde ja rechtzeitig geschafft.
Zum Stadion: Das Stadion wurde im Jahr 2009 eröffnet und besteht aus zwei Rängen. Es ist komplett überdacht und als reines Fußballstadion gebaut. Ich für meinen Teil finde es als ein schönes Stadion, daß es lohnt zu besuchen. Die Kapazität von 30150 ist für diesen Verein auch ausreichend!
Zum Spiel: Das typische Bayern Spiel wurde uns geboten. Versuchen, Ballkontrolle zu haben und sich Chancen heraus zu spielen. Doch außer ein Lattenschuß in der Anfangsphase sollte nicht mehr heraus kommen. Hoffenheim igelte sich hinten ein und mit feinen Nadelstichen versuchten sie, das Aufbauspiel der Bayern zu stören. Das störte die Bayern mächtig und ein Durchkommen war auch sehr schwer. Taktisch also sehr klug. In der 27. Minute sollte sich diese Taktik auszahlen, denn nach einem Einwurf ging es schnell und der Konter wurde mit einem Tor besiegelt. So stand es 1:0 für die Heimmannschaft und Bayern musste erst einmal klar damit kommen, daß man jetzt noch mehr gegen dieses Abwehrbollwerk anrennen musste. Leider entwickelte sich nach dem Tor bis zur Halbzeit kein schönes Spiel und als dann der Pfiff des Schiedsrichters kam, waren wir gespannt, was in der zweiten Halbzeit für eine Taktik zum Tragen kam.
Als dann die Halbzeitpause um war kam Bayern mit großer Brust aufs Spielfeld und versuchte, schnell den Ausgleich zu erzielen. Es sollte aber beim Versuch bleiben. Denn schon in der 51. Minute wurde die Abwehr der Bayern durcheinander gespielt und mit der zweiten Chance machte die TSG das 2:0. Die Zuordnungen passten einfach nicht an dem heutigen Tag. Somit musste man schon 2 Tore aufholen. Umso verkrampfter wurde das Bayernspiel und Hoffenheim konzentrierte sich weiter auf die Abwehr und Konter. Eine hervorragende Methode, um eine angreifende Mannschaft in den Wahnsinn zu treiben. Viel passierte auch nicht mehr. Ein paar Schüsse aus der zweiten Reihe, daß wars. Das Spiel ging verloren und man musste sagen, die kleverere Mannschaft hatte gewonnen. Wir schauten, daß wir schnell raus kamen, denn wir hatten keine Lust, über die einzige Auffahrt ewig lange zu stehen.
Also schnell zum Auto und los gings. Zur Autobahn fanden wir sogar einen Anderen, schnelleren Weg. Unsere Gespräche drehten sich um das Spiel und wie es weiter gehen sollte mit den nächsten Touren. Das Wetter wurde auch schlechter und es begleitete uns der Regen auf der Rückfahrt. Passte wenigstens zu unserer Stimmung. Es lagen noch etwas mehr als 4 Stunden Autofahrt vor uns, da hatten wir genug Zeit zu philosophieren. Unsere Rückfahrt führte über Ulm und München und als wir dann endlich zu früher Stunde des nächsten Tages in Rosenheim waren war ich froh, daß diese Tour ein Ende nahm. Ich setzte Fabio beim Pendlerparkplatz ab und fuhr selbst noch die letzten 20 Kilometer bis zu mir nach Hause. Als ich dann um kurz nach Mitternacht in den Innenhof meines Wohnhauses fuhr war ich froh, auch diese Tour ohne große Probleme geschafft zu haben.
Nachtrag: Natürlich kam noch ein weiterer Schlag ins Gesicht. Denn etwa 2 Wochen nach der Tour lag ein Strafzettel wegen fasch parken bei mir im Briefkasten. Sollte 30 € kosten, denn wir waren natürlich in einer Straße gestanden, die ein Verbot der Einfahrt hatte. Schön war auch, daß wir um 18:20 Uhr parkten und um 18:40 Uhr der Strafzettel ausgestellt wurde. Da fällt mir echt nichts mehr dazu ein.
Fazit der Tour:
Sowohl das Stadion in Pforzheim, Homburg und Hoffenheim waren eine Reise wert. Leider wurde die Tour halt durch die Niederlage der Bayern und dem Strafzettel getrübt.