Eifelturm Paris

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Donnerstag, 1. Dezember 2016

11.11 - 14.11.2016 Mazedonien - Albanien - Bulgarien


Länderspieltour: Mazedonien - Albanien - Bulgarien

Zeitraum: 11.11. - 14.11.2016
11.11.2016 Flug von Nürnberg nach Skopje/Mazedonien, Übernachtung in Skopje/Mazedonien
12.11.2016 Anreise nach Elbasan, Länderspiel Albanien : Israel, Übernachtung in Struga/Mazedonien
13.11.2016 Anreise nach Sofia, Länderspiel Bulgarien : Weißrussland, Übernachtung in Sofia
14.11.2016 Rückreise von Sofia nach Skopje, Rückflug

Entfernungen:
Skopje Flughafen - Skopje Stadt       23    km , alles Autobahn
Skopje Stadt - Struga                         172  km , 1/3 Autobahn, der Rest Landstraße
Struga - Elbasan                                 78    km , alles Landstraße
Elbasan - Tirana                                 45    km , halb Autobahn, halb Landstraße
Tirana - Elbasan                                 45    km
Elbasan - Struga                                 78    km
Struga - Skopje Flughafen                 204  km , halb Autobahn, halb Landstraße
Skopje Flughafen - Sofia                   228  km , 1/4 Autobahn, der Rest Landstraße
Sofia - Skopje Flughafen                   228  km , 1/4 Autobahn, der Rest Landstraße
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gesamt:                                             1101  km 


12.11.2016 Albanien : Israel 0:3, Halbzeit 0:1// Endstand: 0:3
Stadion: Elbasan Arena (Elbasan), Zuschauer: 7600, Auswärtsfans: keine

13.11.2016 Bulgarien : Weißrussland 1:0, Halbzeit 1:0// Endstand: 1:0
Stadion: Stadion Vasil Levski (Sofia), Zuschauer: 1994, Auswärtsfans: 50

Kosten:
Flug:                                                      20 € pro Person
Übernachtungen:                                   52 € zu zweit
Leihauto:                                             124 € zu zweit
Schaden:                                              300 € zu zweit
Sprit:                                                    100 € zu zweit
Eintrittskarten:                                      10 € und 5 €
Diverses:                                               60 € pro Person

Mit Dabei: Chris und ich

Vorbereitung und Planung:
Ca. 3 Monate vor Beginn der Tour begann die Planung dafür. An diesem Wochenende sollte die Nationalmannschaft von Deutschland in San Marino spielen. Da ich dort schon war und dieses Spiel nicht auf meiner Tourliste stand, schaute ich auf die weiteren Spiele, die an diesem Wochenende stattfinden sollten. Da fiel mir auf, daß sowohl Albanien, sowie Bulgarien Heimspiele hatten. Beide Länder wurden von mir noch nicht bereist, fehlten also auf meiner Liste. Durch eine vorherige Tour nach Mazedonien wusste ich, daß man(n) für wenig Geld dorthin fliegen konnte. Also schaute ich auf den bekannten Seiten (www.wizzair.com) nach und entdeckte die Möglichkeit des Fluges von Nürnberg - Skopje für 20 Euro Hin- und Zurück. Ohne lange nachzudenken und Abklärung des Urlaubes buchte ich den Flug. Als nächstes erkundigte ich mich um Mitfahrer. Chris und Patrick waren beide mit dabei, somit sollte die Reise zu Dritt stattfinden. Danach buchte ich die Übernachtungen (www.booking.com). Da fand ich auch billige Dreibettzimmer (Skopje 25 €, Shkodra 26 €, Sofia 30 €). Was sich als schwer erweisen sollte, war das Leihauto. Denn nicht jede Autovermietung wollte mir ein Auto für die geplanten Länder geben. So bekam ich erst ca. 1,5 Wochen vorher den Bescheid von Enterprise (www.enterprise.com), daß es klappt mit dem Auto. Urlaub reichte ich ne Woche vorher ein, nachdem ich schon im Vorhinein abgeklärt hatte, daß ich Freitag 1 Stunde früher fahren konnte und am Montag frei bekomme. Somit stand die Tour und es konnte los gehen. Kurzfristig sagte Patrick noch ab, also doch nur zu Zweit.

Tourbericht.
Am 11.11.2016 stand Chris um 10 Uhr bei mir im Büro. Wir packten die Sachen in mein Auto und schon ging die Reise nach Nürnberg los. Im Vorhinein hatte ich mich über ein paar Hopperkumpel erkundigt, wo es am Besten zum Parken in Nürnberg war. Ziel war es, daß Auto kostengünstig und sicher in der Nähe des Flughafens abzustellen. Mir wurde empfohlen, das Auto am P&R Herrenhütte abzustellen. Daß war auch der Plan. Die Fahrt von Bad Reichenhall nach Nürnberg wurde durch einen kurzen Verpflegungshalt beim MC Donalds am Irschenberg unterbrochen. Danach ging es weiter über die Autobahn nach Nürnberg. Das Ziel hatte ich im Navi eingegeben, deswegen kamen wir ohne weitere Unterbrechung direkt an unserem angestrebten Ziel an. Der einzige Begleiter war der Dauerregen, der nicht aufhören wollte. Als wir dann nach etwas Suche endlich das Auto abgestellt hatten, war noch genug Zeit, um ohne Stress Richtung Flughafen zu fahren. Der Vorteil an diesem Parkplatz ist, daß es ein altes Parkhaus von einem Einkaufsmarkt ist und daneben gleich die S-Bahn Haltestelle Herrnhütte ist. So besorgten wir uns ein Ticket und nach kurzer Wartezeit saßen wir auch schon in der Bahn. Nach 2 Stationen waren wir auch schon am Flughafen und uns traf der erste Dämpfer, denn der Flug war zwar angeschrieben, aber mit einem Verspätung gekennzeichnet. Da keine genaue Zeit dabei stand, machten wir uns auf die Suche nach einem Ticketschalter von Wizzair, aber aus Kostengründen wurde der wohl weg retuschiert. Zumindest gab es einen allgemeinen Info Schalter, den wir ansteuerten und erfuhren, daß der Flieger 45 Minuten Verspätung hatte. Also noch etwas Zeit, um sich ein Bierchen zu gönnen. Dieses Vorhaben erstickten wir gleich im Keim, nachdem wir sahen, wie die Preise am Flughafen waren. 4,80 € für ein 0,5 Bier. Danke, mir ist der Durst vergangen. So entschieden wir uns dafür, am Flughafen nach etwas billigeren zu suchen. Doch der Regen und das Nichts um den Flughafen stoppten uns in unserer Unternehmung. Also wieder zur S-Bahn und eine Station zurück zur Haltestelle "Ziegelstein", dort raus und gleich am Ausgang der Haltestelle einen Norma entdeckt. Dort holten wir uns für 0,65 € ein Bier, wobei jeder 2 mitnahm. Im Norma war der Verkäufer an der Kasse total überfordert, wobei er wohl von seinen Kollegen alleine gelassen worden war. So verfiel er in Panik, als wir es uns getrauten, aus einem Sixpack 2 Flaschen zu nehmen und die Kasse es nicht richtig anzeigte. Zusätzlich nervte noch eine andere Kundin wegen eines Kassenbons, der nicht richtig berechnet war. Der Kerl war nicht zu beneiden. Aber wir hatten Mal wieder alles richtig gemacht. Das Erste tranken wir gleich Vorort, wobei wir uns wegen des Regens unterstellten. Aber stören ließen wir uns deswegen nicht. Danach wieder in die S-Bahn und zurück zum Flughafen. Mittlerweile war auch eine Startzeit veranschlagt (stand an der Infotafel). Leider waren noch einmal 45 Minuten dazu gekommen, somit hatten wir noch mehr Zeit und begaben uns auf die Aussichtsplattform des Flughafens, um dort unser zweites Bier zu genießen. So verging die Zeit, daß Bier leerte sich und der Abflug rückte näher. Als wir dann zur Kontrolle vor gingen hörten wir auch schon den Aufruf für unseren Flieger. Er war wohl doch etwas früher da, als erwartet. Ohne große Probleme gingen wir durch die Kontrollen und begaben uns direkt zum Flugsteig. Dort wurden wir schon erwartet. Also durch die Polizeikontrolle (Ausweis) und schon wurden unsere Tickets ab gescannt. Danach war auch schon der Aufruf zum Einsteigen, wobei es immer wieder das gleich Schauspiel ist. Die Leute hören Boarding und verfallen in Panik. Wollen ganz vorn stehen und denken, sie kommen deswegen schneller in den Flieger. Oder er startet eher. Nein, natürlich nicht. Denn da sind ja die Leute wie wir, die sich extra Zeit lassen und nicht in Stress und Panik verfallen. Als sich dann die Schlange lichtete und fast Alle durch waren begaben wir uns auch zum Schalter. Fast als Letztes passierten wir diesen. Und als wir dann durch den Zubringer zum Flugzeug gingen und bemerkten, daß sich vor dem Einstieg, bzw. am Einstieg in den Flieger ein Stau bildete, waren wir noch einmal gezwungen, zu warten. Dies taten wir natürlich im Trockenen. Und als dann Alle eingestiegen waren machten wir uns als Letzte auf die Aufstiegstreppe und waren im Flieger. Da wurden wir von einer Stewardess aufgehalten und auch noch gefragt, ob wir die beiden Plätze haben wollten, die an dem Notausstieg waren. Diese nahmen wir natürlich gerne, denn das bedeutete Beinfreiheit. Natürlich ohne Aufpreis. So hatten wir da auch Glück gehabt. Als der Flieger dann auf die Rollbahn rollte und sich zum Start bereit machte, schloß ich die Augen und nutzte die Zeit, um Schlaf einzuholen. Zur Landung war ich dann wieder rechtzeitig erwacht und fühlte mich fit. Was so eine Stunde fünfzehn doch alles bringen. Nach der Landung beeilten wir uns dann, denn wir wollten schnell das Leihauto empfangen. Der Flughafen von Skopje ist sehr übersichtlich und man findet auf Anhieb alles, was das Herz begehrt. So auch auf der linken Seite die ganzen Mietstationen. Dort war auch unsere. Nach dem üblichen Check des Ausweises bekamen wir das Fahrzeug mit der Aussage, daß das Wägelchen noch neu sei und wir darauf aufpassen sollen. Ebenfalls sagte der Typ von der Station, daß wir in Bulgarien das Auto sicher abstellen sollten, denn dort werden die Autos gerne geklaut. Also nahmen wir uns vor, dort das Auto sicher zu stellen. Aber noch ein netter Satz unseres Vermieters. Nach unserer Frage: Wo steht denn das Auto!? Seine Antwort: Geht einfach auf den Parkplatz und drückt den Öffnungsmechanismus am Schlüssel. Das Auto, daß leuchtet, ist eures. So taten wir es auch und fanden kurz darauf das Auto. 


Es war nach einem kurzen Check auch in Ordnung und deswegen machten wir uns endlich auf den Weg nach Skopje. Ich hatte mein Navi dabei, daß auch die Länder Mazedonien - Albanien - Bulgarien beinhaltet. So fand das Navi auch die Adresse unserer Unterkunft in Skopje. Über die Autobahn führte uns der Weg in die Stadt. Die Autobahn ist teilweise Mautpflichtig. Also abschnittsweise stehen Mauthäuser und dort zahlt man die Gebühren. Die sind minimal, für ca. 20 - 30 km 1 €. Das summiert sich zwar, ist trotzdem billiger als wenn es eine Vignette geben würde. So zahlten wir also einmal die Gebühren und waren danach auch schon in Skopje. Nachdem wir etwas durch die Stadt geeiert waren kamen wir in ein Stadtviertel nähe der Innenstadt. Dort war auch unser Hostel, bzw. Unterkunft. Das Haus sah von außen aus wie ein Rohbau und machte einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Auch die Straße, wo das Haus stand war in einem heftigen Zustand. So waren einige tiefe Löcher zu sehen, die notdürftig geflickt waren. Ich stellte das Auto an der Straßenseite ab und wir suchten nach der Klingel am Haus. Diese fanden wir dann auch und kurz darauf wurde die Tür geöffnet. Ein älterer Mann begrüßte uns auf englisch und dadurch, daß er meinen Namen nannte bemerkte ich, daß wir schon erwartet worden sind. Er führte uns in den Keller, der auch mehr an Rohbau erinnerte.
Unser Zimmer bestand aus einem Kellerraum, wo einige Kabel aus der Wand standen, zwei Einzel- und ein Stockbett darin waren. An der einzigen funktionierenden Steckdose steckte die Hausherrin, die ebenfalls aufgetaucht war, eine Nachttischlampe an diese steckte. So hatten wir wenigstens ein Licht in unserem Raum. Sonst befand sich nichts im Raum, also auch keine Heizung. So war es auch etwas kühl in unserem Schlafgemach. Nachdem wir dann unser Zeug in den Raum gebracht hatten wollten wir die Türe verschließen. Das funktionierte auch nicht, so stand ich wieder oben an der Tür und klingelte die Besitzer raus. Es war nur noch die Frau da, die uns erklärte, daß ihr Mann in die Stadt gegangen war. Sie versuchte dann ebenfalls, die Türe abzuschließen, aber es gelang ihr auch nicht. Nach einigen Versuchen versprach sie uns, daß sie aufpassen würde, damit niemand etwas aus dem Zimmer nehmen würde. Für uns war es dann doch etwas komisch zu gehen, aber wir wollten unbedingt noch die Innenstadt von Skopje besichtigen. Ich hatte Chris schon einiges vorgeschwärmt. Durch meinen letzten Besuch in Skopje wusste ich, daß sich diese Stadt definitiv lohnt zum Besichtigen. Und wie uns unsere Vermieter auch erklärt hatten, lag die Innenstadt nur 10 Minuten zu Fuß entfernt. Auf dem Weg dorthin holten wir uns noch über einen EC Automaten Geld. Unser Plan war, nur für Mazedonien Geld zu holen und in den anderen beiden Ländern mit diesem Geld oder Euro zu bezahlen. Also holten ich gleich etwas mehr und wir teilten das Geld dann auch untereinander auf. Als wir dann in der Stadt angekommen waren, empfang mich das selbe Bild wie bei meinem letzten Besuch. Es ist schon sehr beeindruckend, was diese Stadt zu bieten hat. Durch den Fluß wird sie getrennt in einen europäischen und osmanischen Teil, wobei beide Teile ihren Reiz haben und sich lohnen, zu besuchen. So steuerten wir erst einmal auf den europäischen Teil zu, der mit seinen Statuen, Siegestor und auf dem Stadtplatz mit der Reiter Statue Alexander des Großen zu überzeugen wusste.

Auch der in der Nähe durchfließende Fluß Vardar wird mit beeindruckenden Brücken überzogen, wobei auch hier jede Brücke ihr eigenes Bild hat.


Auch wurde im 15. Jahrhundert eine Steinbrücke über den Fluß gebaut, die heute noch ein Sightseeing Punkt ist und beide Altstädte miteinander verbindet. Die anderen Brücken sind mit verschiedenen Statuen geschmückt, die alle aus der alten mazedonischen Geschichte stammen. Zusätzlich wird in der Stadt mit viel Beleuchtung gearbeitet, so haben die gesamten Bauwerke einen gewissen Flair. Also absolut sehenswert! So schlenderten wir durch die Innenstadt und bemerkten, daß viele Gebäude durch Farbbeutel verschmutzt worden waren. Wie sich später heraus stellen sollte war es ein Protest gegen die Stadtregierung, die ein Haufen Geld in die Restaurierung stecken wollten. Schade, daß es immer solche Idioten geben muß. Nachdem wir den einen Teil durch hatten begaben wir uns über eine Autobrücke in den anderen Teil der Stadt. Auch dieser wusste zu gefallen, wobei durch den osmanischen Einfluß sich der Baustil geändert hatte.
Als wir dann so durch die engen Gassen schlenderten bemerkten wir ein kleines Hungergefühl. Aber auch ein Besuch eines Restaurants, daß ich letztes Mal besucht hatte, brachte uns nicht daß, auf was wir Appetit hatten. So verließen wir dieses wieder und landeten am Schluß in einer Pizzeria. Aber auch die mazedonischen Pizzas schmecken und sättigten uns. Sehr zufrieden mit dem Gesehenen und einem vollen Bauch machten wir uns auf den Rückweg.
Nach etwas 20 Minuten waren wir dann wieder an unserem Hostel und fanden unsere Tür noch immer mit dem Schlüssel im Schloß vor. Natürlich war die Vermieterin nicht in Wachposition, sondern hatte sich sicher entfernt, als wir unterwegs waren. Ein kurzer Check zeigte uns, daß nichts fehlte. Chris traf sich draußen vor der Tür noch mit ein paar anderen Gästen und ich entschied mich für das Bett. Mittlerweile  war es noch kälter geworden und auch die zweite Decke, die ich noch nutzte, brachte nicht viel ein. Trotzdem raffte mich die Müdigkeit hin und ich schlief schnell ein.

12.11.2016

Am nächsten Tag klingelte der Wecker um 08:30 Uhr. Die Nacht war eher mit wenig Schlaf gesegnet, da es doch sehr kalt war und auch die Decken, die ich mir genommen hatte, brachten nicht viel. So wachte ich etwas unterkühlt auf. Um 9 Uhr hatten wir uns das Frühstück bestellt, wir machten uns vorher fertig und packten die Klamotten, damit wir nach dem Frühstück die Abfahrt antreten konnten. Um 9 Uhr kam dann der Vermieter und entschuldigte sich mehrfach für den Schlüssel und das Schloß, daß nicht funktionierte. Uns war es ja egal, das Zeug war da und Nachts hatte uns auch keiner besucht. Das Frühstück war sehr lecker, es gab eine Art Blätterteig Gebäck mit Hackfleisch und Schafskäse, sowie ein würziges Würstchen. Dazu einen Tee und Kaffee. Hat mit super geschmeckt. Als wir dann unser Zeug ins Auto verräumt hatten, machten wir noch ein Foto von unserem Häuschen, sowie der Straße davor.


Wir verabschiedeten uns noch von unseren Vermietern und dankten für die Gastfreundschaftlichkeit. Danach gingen wir noch schnell zu einem naheliegenden Einkaufsmarkt und deckten uns mit Getränken und was Essbarem ein. Als wir dann endlich im Auto saßen gab ich noch die neue Adresse ins Navi ein und endlich begann die Reise nach Struga, wo die nächste Unterkunft auf uns wartete. Dieses Struga liegt an einem See, der als Erholungs- und Urlaubsort in Mazedonien gilt. Deswegen waren wir sehr gespannt, was uns erwartete. Die erste Zeit der Fahrt führte uns über die Autobahn, die natürlich wieder Maut kostete. Aber die Kosten waren so gering, daß uns eher das Anhalten nervte und nicht das Zahlen der Maut. Nach ca.50 km fuhren wir von der Autobahn ab und ab da erwarteten uns nur noch Serpentinen durch das Hochland. Durch den Dauerregen, der mittlerweile eingetreten war, liefen ganze Bäche über die Straßen und es wurde gefährlich wegen Aquaplaning. Auch die langsam fahrenden LKW`s machten das Fahren und Überholen nicht leichter. Nach 2,5 Stunden waren wir dann endlich in Struga angekommen. Das Navi fand die genaue Adresse nicht, deswegen entschieden wir uns dafür, erneut nachzufragen. An einem kleinen Laden blieben wir dann stehen, Chris sprang mit der ausgedruckten Mail raus ins Geschäft und ihm wurde geholfen. Und zwar auch wieder sehr spektakulär. Den Ersten, den er fragte, verstand ihn nicht. Dieser fragte aber auf mazedonisch einen Anderen, ob der helfen könnte. Dieser verstand dann etwas englisch und rief den Vermieter des Hostels an, der ihm antwortete, daß er es nicht erklären könnte und deswegen vorbei kommt und uns abholt. So kam Chris wieder zurück ins Auto und wir warteten gemeinsam auf den Abholdienst. Übrigens sah ich die ganze Fahrt am See entlang keinen Bereich, den ich nützen würde für Erholung oder Urlaub. Kann natürlich an dem schlechten Wetter liegen, daß uns begleitete, aber trotzdem riss mich das nicht vom Hocker. Als dann ca. 10 Minuten später der Wagen vorfuhr und uns in dem Schlepptau nahm folgten wir ihm ein paar Querstraßen weiter. Mit einem guten Englisch begrüßte er uns und zeigte uns das Zimmer. Dieses war wirklich für die Umstände in Ordnung und schon kurze Zeit später hatten wir unsere Materialien im Zimmer verstaut. Durch das schlechte Wetter packte ich mir noch eine Tüte mit Wechselklamotten zusammen, damit ich mich bei Bedarf nach dem Spiel umziehen konnte. Noch ein paar Bier eingepackt und schon saßen wir wieder im Auto, dieses Mal Richtung Albanien. Es waren auch nur noch 78 km bis nach Elbasan, aber auch diese führten uns wieder über Serpentinen. Überhaupt erinnerte mich das Alles sehr an den Kosovo, überall der Müll, zerfallene Häuser und kaputte Straßen. Die Hunde und Katzen streunten umher und des Öfteren sahen wir auch zusammengefahrenen Viecher. Also 1 zu 1 zum Kosovo. Als wir dann in Elbasan angekommen waren, bemerkten wir gleich das hohe Polizeiaufgebot in der gesamten Stadt. Je näher wir an das Stadion fuhren, umso mehr Ordnungshüter wurden es. Am Stadion stellten wir dann das Auto ab und machten uns die letzten Meter zu Fuß auf. Da wir noch keine Karten hatten, wollten wir uns Vorort ein Bild machen. Aber außer vieler Polizeikräfte war noch nichts los und die Schalter waren alle noch geschlossen. So entschlossen wir uns kurzerhand dafür, noch in das 45 km entfernte Tirana zum Sightseeing zu schauen. Also zurück zum Auto und weiter auf kaputten Straßen in die Hauptstadt von Albanien. Immerhin hatten wir noch 6 Stunden Zeit bis zum Anpfiff. Als wir dann endlich in Tirana angekommen waren, empfing uns das typische Verkehrschaos der südländischen Städte. Wir kämpften uns durch die Straßen Richtung Innenstadt. Immer mit der Hoffnung, etwas sehenswertes zu erhaschen. Doch irgendwie gab dieses Tirana gar nichts her. Und je genauer wir schauten, umso weniger entdeckten wir. Als wir dann in der Innenstadt waren, zumindest dachten wir es (die Wegweiser wiesen darauf hin), waren wir ziemlich enttäuscht, denn es gab wirklich nichts zu sehen. Da ich es nicht glauben wollte drehten wir erneut eine Runde, aber auch diese brachte keine neuen Erkenntnisse. So war es mir dann zu blöde und wir traten die Rückreise nach Elbasan an, denn wir mussten ja auch noch wegen Karten schauen. So fuhren wir also die knapp 80 km wieder zurück. Mittlerweile hatte sich noch mehr Polizei eingefunden und es sah schon ziemlich nach einen Sicherheitsspiel aus. Unseren alten Parkplatz erreichten wir nicht mehr, also suchten wir uns in den umliegenden Straßen ums Stadion herum einen Parkplatz. Dieser war ca. 10 Minuten Fußmarsch vom Stadion entfernt. Wir verließen den Wagen Richtung Stadion. Zuvor hatten wir noch alles wichtige im Auto versteckt, nur die Wechselklamotten ließ ich auf der Rücksitzbank. Nach 10 Minuten waren wir dann auch schon Nahe des Stadions und es ging schon ganz schön zu. Von meinen Erfahrungen der Euro 2016 und den Albanien Spielen, die ich dort gesehen hatte wusste ich, daß die Albaner ein Fußball interessiertes Volk sind. Also ging ich davon aus, daß das Spiel ausverkauft ist. Uns spielte wohl die Verlegung des Spielortes, das Wetter und die Angst vor einem Anschlag in die Karten, denn es standen 3 junge Burschen mit Karten rum. Diese wollten ihre Karten für den Normalpreis abgeben. Wir wollten aber nicht soviel zahlen. Also versuchte ich den Preis zu drücken. Darauf ließen sie sich aber nicht ein. Wir wurden uns nicht einig. Durch Zufall schlenderte ein älterer Mann in diesem Moment vorbei. Er hielt auch noch Karten in der Hand. Nach meiner Frage, was er für seine Karten haben wollte überließ er uns den Vorschlag, einen Betrag zu nennen. Frech wie ich war, setzte ich diesen weit unten an und er willigte gleich ein. So bekamen wir 25 € Karten für den Preis von 10 €. Mit einem Lächeln im Gesicht winkte ich den 3 jungen Burschen zu und bedankte mich für ihre Kooperation. Dann gingen wir noch etwas in die Fußgängerzone von Elbasan, die definitiv mehr hergab als Tirana.

Zwischenzeitlich fand ich auch noch einen Regenmantel, den ich mitnahm und der sich später als nützlich erweisen sollte. Da wir nach unserer kleinen Tour noch etwas Zeit hatten, 2 Stunden vor Spielbeginn, beschlossen wir noch einmal zum Auto zu sehen und uns noch was zu trinken zu holen. Dann folgte das böse Erwachen. Als wir am Auto waren sahen wir, daß irgendjemand die hintere Scheibe + die zwei kleinen Scheiben eingeschlagen hatte und Alles, was sich im Wagen befand, mitgenommen hatte.
Darunter die Ersatzklamotten, daß Navi, daß sie gefunden hatten, 2 Dosen Bier und 2 Schokocrossaint. Hauptsache die Radler von Chris waren noch da. Eine Frechheit. Nachdem wir unseren ersten Schock überwunden hatten suchten wir kurz die Umgebung ab, ob noch irgend etwas zu finden war, aber wir waren zu spät. So entschieden wir uns, zurück zur Fußgängerzone zu gehen und die Polizei zu verständigen. Daß taten wir dann auch und der Polizist, der uns als erstes über den Weg lief wurde mit unseren Nöten belästigt. Er war auch gleich hilfsbereit und wollte sich den Schaden ansehen. Als wir ihn dann diesen gezeigt hatten lief er mit uns zum nächsten Polizeirevier und gab uns da in die Hände der Kollegen. Diese wollten sich dann um uns kümmern, vertrösteten uns aber erst einmal und schickten uns in einen kahlen Raum, der mit einigen Tischen ausgestattet war und 3 Stühle zum Sitzen bot. Auf dem einen Stuhl saß ein Typ, der mir sehr nach einem muslimischen Bürger aussah. Als ich mich dann mit Chris über unser weiteres Vorgehen unterhielt, mischte sich unser Muslim mit ein. Er konnte ein paar Brocken Deutsch und schimpfte nur auf Albanien. Auch erklärte er uns, daß er nur deswegen festgehalten wurde, weil er muslimischer Herkunft sei und in Gewahrsam war. Und daß schon seit 8 Stunden. Auch nicht schlecht. Nachdem die Zeit fortschritt und auch bis zum Anpfiff nur noch 1,30 Stunden war, entschied ich mich nach einer dreiviertel Stunde des Wartens in die Offensive zu gehen und nachzufragen, wie es denn weiter geht. Als ich dann den Raum verließ, wurden die Kameraden in Uniform etwas nervös. Ich fragte dann nach, wie denn der weitere Plan sei und mir wurde geantwortet, daß sie noch einen Dolmetscher suchen würden. Nach noch einmal 10 Minuten kam dann endlich jemand und mit vereinten Kräften, der Moslem und wir, schafften wir es, der Polizei die Situation zu schildern. Diese wollte den Schaden Vorort sehen. Also tappten wir, mittlerweile hatte es wieder mit regnen begonnen, nochmal zum Fahrzeug. Eine Fotografin war auch dabei, zwei Polizisten und irgendeine Tussi in zivil. Sie begutachteten das Auto, den Schaden und machten ein paar Fotos. Um den Schaden genauer aufnehmen zu können sollten wir zu Polizeiwache vorfahren. Daß tat ich dann auch und als wir dann davor standen, ging die Diskussion mit dem Polizisten, der auf Englisch übersetzte und der Tussi los. Ich erklärte ihnen, daß ich nur eine Bestätigung meiner Meldung für die Autovermietung bräuchte. Doch sie stellte sich mega an und erklärte immer wieder, daß das nicht gehen würde, da alle Polizisten am Stadion wären und sie das nicht machen kann. Der Dolmetscher erklärte uns auch noch, daß am Sonntag, also Morgen auch niemand da sei, da Alle frei hätten und wir frühestens am Montag die Bestätigung haben könnten. Je länger ich nachfragte, umso unfreundlicher und genervt wurden sie. Man merkte ihnen an, daß sie sich überhaupt nicht dafür interessierten und uns nur loshaben wollten. Ziemlich sauer und auch Aufgrund des Zeitmangels lenkte ich ein und wir nahmen noch eine Folie entgegen, um wenigsten das Fenster abzukleben. So verließen wir die Polizeistation und fuhren das Auto wieder an den alten Parkplatz zurück. Der war zum Glück noch frei. Schnellen Schrittes begaben wir uns dann zum Stadion, durch die Sicherheitsschleuße durch, wo Chris noch sein Feuerzeug abgenommen wurde und dann schnell zu unserem Eingang.
10 Minuten vor Anpfiff standen wir vor unserem Gate und versuchten uns durch die Warteschlange zu drängeln. Die Kontrolle war dann auch sehr legendär. Der Kontrolleur durchsuchte all unsere Taschen, öffnete unsere Geldbeutel und entnahm das gesamte Münzgeld. Zuerst dachte ich, er tut es, wegen Verdacht auf Wurfgeschosse. Aber als er dann erkannte, daß ich einen Coin mit einem Apothekenzeichen darauf dabei hatte, steckte er in wieder in den Geldbeutel. Die Münzen steckte er sich dann ein. Auch nicht schlecht und machbar. So kommt man(n) auch zu Geld. Wir regten uns nicht künstlich auf, denn es war nur noch wenig Zeit bis zum Anpfiff. Also rein in die Kurve und auf irgendeinem freien Platz gestellt. Zu meiner Enttäuschung war das Stadion nur zur Hälfte gefüllt. Aber wenigstens hatten wir nach all dem Chaos im Vorhinein es doch noch rechtzeitig zum Spiel geschafft. Ach ja, noch ein guter Satz von mir. Als wir vom Auto Richtung Stadion gegangen waren, hörte es zum Regnen auf und die Wolken verzogen sich. So hatten wir freie Sicht auf die Sterne. Ich sagte zu Chris, daß es ab jetzt trocken bleiben würde, denn man sah die Sterne. Pünktlich zum Anpfiff begann es aus allen Kübeln zu gießen und schon nach kurzer Zeit waren wir pitschnass. Zum Einlauf der beiden Mannschaften wurde in der Kurve der Albanerfans etwas Pyrotechnik gezündet, aber auch eher lächerlich.



 Von israelischer Seite war niemand zu sehen, also gehe ich mal davon aus, daß sich keiner der Auswärtsfans mit nach Albanien getraut hat. Das Spiel wusste von Anfang an zu gefallen, nichts mit Taktik und schön Gespiele. Es ging hin und her, nur die Torchancen waren Mangelware. In der 18. Minute kam es gleich zu einer entscheidenden Spielsituation. Ein Spieler der israelischen Mannschaft war durch und rannte alleine auf den Torwart zu. Weil sich der Abwehrspieler der Albaner nicht anders zu helfen wusste schuppste er ihn im Strafraum um. Rot für den Spieler der Albaner und Elfmeter. Diesen verwandelten die Israelis zum 0:1. So war die Stimmung im Stadion etwas aufgeheizt und es gab ein paar "nette" Worte für den Schiedsrichter. Das Spiel sollte aber so kampfbetont bleiben und trotz der Unterzahl gab es auch Chancen auf albanischerer Seite. Trotzdem ging es mit dem Ergebnis in die Pause. Die 15 Minuten Pause nutzten wir um zu Frieren und Zittern, denn wir waren komplett nass und die Temperaturen im Stadion sanken auch immer mehr. Aber wir wussten ja, daß es nur noch 45 Minuten waren und danach ging es dann zurück in die warme Bude.
Als dann die zweite Halbzeit losging, versuchten die albanischen Fans die Mannschaft mit der Stimmung nach vorne zu peitschen. Doch nach 10 Minuten in der zweiten Halbzeit waren auch die letzten Hoffnungsschimmer zu Ende. Es kam zu einem Streit zwischen dem Torwart der Albaner und einem Spieler der Israelis. Dabei flippte der Torwart aus und versetzte dem Israeli einen Kopfstoß. Daß hatte der Schiedsrichter zwar nicht gesehen, aber dafür der Linienrichter. Der Israeli wälzte sich theatralisch auf dem Boden und nach Absprache mit seinem Linienrichter schnappte sich der Schiedsrichter den Torwart und zeigte ihm die rote Karte. Somit, weil es auch noch im Strafraum geschehen ist, gab es zur Strafe auch noch einen Elfmeter gegen Albanien. Welch eine bescheuerte Regel. Der Torwart wurde dann ausgewechselt und der neue Torwart hielt den geschossenen Elfmeter. Die Freude und Stimmung unter den albanischen Zuschauern war rießig, auch wenn jetzt die Chancen auf das Drehen des Spiels so gut wie aussichtslos war. Israel übernahm jetzt die Kontrolle und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Albanien versuchte zwar, auch noch das Spiel aufzubauen, aber viel gelang ihnen nicht mehr. In der 66. Minute fiel dann durch einen sehenswerten Spielzug das 0:2 für Israel und ein Großteil der Zuschauer verließ jetzt das Stadion. Zu groß war die Enttäuschung. Das Spiel war dadurch auch entschieden und Albanien versuchte nur noch, das Ergebnis über die Zeit zu bekommen. Auch Israel machte nicht mehr viel, sollte aber nochmal zu einem Treffer kommen. In der 83. Minute fuhren die Israelis nochmal einen Konter und mit einer sehenswerten Einzelleistung überlupfte der Spieler von Israel den Torwart der Albaner zum 0:3. Das Spiel war endgültig gelaufen und so ging es auch nach 90. Minuten zu Ende. Die restlich übrig gebliebenen Fans der Albaner feierten noch ihre Mannschaft, denn man muß sagen, sie hat nie komplett aufgegeben, sondern immer versucht, mit zu spielen und zumindest für ihre Verhältnisse auch aufs Tor zu schießen. Das Stadion leerte sich dann auch sehr schnell und auch wir verließen es. Nach 10. Minuten waren wir dann auch beim Auto und nach ein paar Wendemanövern durch Elbasan waren wir auch schon auf den Rückweg. Zum Glück konnten wir über Google Maps die Adresse eingeben und fanden so wieder zurück. Sonst wäre es etwas interessant geworden. An den beiden Grenzen gab es dann noch etwas HeckMeck, denn die zerbrochene Scheibe bereitete den Zöllnern keine Freude und brachte uns in Erklärungsnot, denn sie wollten auch die Notiz der Polizei sehen. Den hatten wir ja, dank der bescheuerten Tussi, nicht. Aber mit einiger Erklärungskunst und Glück kamen wir über beide Grenzen. Danach war es nur noch ein Katzensprung, bis wir in unserem Hostel waren. Zwischendrin überlegten wir noch, ob wir den Vorfall der mazedonischen Polizei melden sollten. Entschlossen uns aber dagegen, denn es hätte sowieso nichts gebracht. Als wir dann endlich im Hostelzimmer waren, wärmten wir uns an dem Heizradiator und als wir wieder einigermaßen auf Temperatur waren, war es Zeit fürs Bett. Denn es sollte wieder keine lange Nacht werden. So zog mich die Müdigkeit in den Schlaf und ein aufregender und ereignisreicher Tag nahm sein Ende.

13.11.2016

Wir hatten uns den Wecker auf 8 Uhr gestellt, denn wir hatten noch etwas an Strecke vor uns und rechneten noch Zeit für den Tausch des Fahrzeuges am Flughafen ein. Nach einer kurzen Nacht und etwas Verplantheit nach dem Aufstehen begab ich mich erstmal unter die Dusche, bzw. in die Toilette mit Waschbecken und angehängten Duschschlauch. Aber egal, Hauptsache warmes Wasser kam raus und man konnte sich frisch machen. Nachdem wir unser Zeug ins Auto geräumt hatten klebte Chris nochmal die Folie richtig ab und ich versuchte über unseren Vermieter in Kontakt mit dem Flughafen zu kommen. Leider war nur seine Mutter da, die kein Wort Englisch konnte. So fiel die Verständigung vollkommen aus. Also fuhren wir mit den Daten über Google Maps Richtung Skopje los. Kurz nach Struga bogen wir in eine Tankstelle ein und machten das Auto voll. Die Kassiererin an der Tanke wurde durch mich beauftragt, mit der Autovermietung in Verbindung zu treten. Sie konnte gut Englisch und war sofort bereit, zu Helfen. So erklärte ich ihr, war vorgefallen ist und sie übersetzte es an den Typen, der am anderen Ende der Leitung saß. Wie sich heraus stellen sollte, gab es kein Problem mit einem Tausch. Nachdem wir uns noch mit Gebäck und Kaffee eingedeckt hatten, daß sehr lecker war und so gut wie nichts kostete, machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Skopje. Zuerst ging es wieder über die Passstraßen, danach auf die Autobahn. Wenn es nicht in Strömen regnet, kommt man eigentlich auch gut voran. Nachdem wir auf der Autobahn waren ging es auch einigermaßen fix, bis wir in der Nähe von Skopje waren. Das Navi führte uns außen herum, so nahmen wir auch diesen Weg. Im Osten von Skopje liegt der Flughafen und nachdem wir durch eine Umleitung fahren mussten waren wir auch schon am Ausgangspunkt zu Beginn unserer Tour. Zum Glück war niemand am Schalter und wir bekamen zügig ohne große Probleme ein neues Auto. Wobei dieser schon etwas mehr runter geritten war. Egal, Hauptsache fahrbarer Untersatz und wir kommen rechtzeitig nach Bulgarien. Apropos Bulgarien. Nach dem ersten Schock mit der eingeschlagenen Scheibe sprachen wir über das weitere Vorgehen. Unser Entschluß stand schnell fest, daß wir die Tour weiter durch ziehen. Also wieder raus aus den Flughafen, nachdem wir das Auto mit all seinen Kratzern und Schlägen übernommen hatten. Aber alles war noch im Zeitrahmen, deswegen machten wir uns gleich weiter auf den Weg über die Autobahn Dort zahlten wir noch einmal Maut, bevor wir die Autobahn verließen und dann weiter über die Landstraße. Diese schlängelte sich wieder durch die Prärie, über Dörfer und Passstraßen, bis wir die Grenze erreichten. Nach den üblichen Kontrollen an der mazedonischen und bulgarischen Grenze waren wir in Bulgarien angekommen. Auch dieses Land fehlte mir noch auf meiner Liste. Weiter führte unser Weg durch Dörfer, die mehr durch eingefallene Häuser und Ruinen glänzten. Hier sah man, daß wir uns in einem der ärmsten Länder befanden. So führte uns der Weg immer weiter nach Sofia. Wir bemerkten auch, daß uns mal wieder die Zeit knapp wurde. Was wir vorher nicht berechnet hatten war, daß Bulgarien eine Stunde Zeitunterschied hatte. Unser Hostel wurde auch nicht richtig im Handy Navi angezeigt. Deswegen hofften wir, daß die Adresse, die uns angezeigt wurde, die Richtige war. So fuhren wir dort hin und versuchten unser Glück. Wenn es nicht das Richtige gewesen wäre, hätte uns der Weg direkt zum Stadion geführt. Als wir dann ca. 1 Stunde 15 Minuten vor Spielbeginn vor der eingegebenen Adresse standen, sahen wir, daß uns das Glück hold war und es das Richtige war. Das Hostel hieß Hostel 44. Zu empfehlen, wenn man Nähe Stadion und Innenstadt sein möchte! Und auch kostengünstig. Pro Nacht, pro Person 10 €. Also Auto abstellen und schnell zur Anmeldung. Wir hatten wenig Zeit, jede Minute zählte. Zum Glück klappte alles sehr zügig und der Typ von der Rezeption erzählte uns auch noch, daß das Stadion nur 15 Minuten zu Fuß weg war. Da hatten wir also auch das Glück auf unserer Seite. Also schnell in unser Zimmer, daß noch mit zwei weiteren Personen belegt war. Wir legten trotzdem unser gesamtes Gepäck im Zimmer ab und das Auto konnten wir im Innenhof des Hostels hinter einem Zaun parken. Wir hatten ein gutes Gefühl bei der Sache. Nachdem wir alles erledigt hatten machten wir uns schnell auf den Weg zum Stadion, denn wir hatten noch immer keine Karte und die Zeit lief immer mehr davon. Nach 15 Minuten standen wir dann endlich vor dem Stadion, daß mal wieder ein alter Ostbau war. Aber hinterließ von Außen einen beeindruckenden Eindruck.


Wir suchten nach Leuten, die noch Karten verkauften, aber dieses Mal war niemand in Sicht. Überhaupt waren sehr wenig Leute da. Lag wohl auch an den eisigen Temperaturen. Aus Mangel an Zeit, 20 Minuten vor Anpfiff, stellten wir uns am Kassenhäuschen an und als wir dann endlich vorne waren, erfuhren wir, daß wir nicht mit Euro und Mastercard zahlen konnten. Nur mit bulgarischer Währung. Was also tun. Aber auch da hatten wir wieder Glück. Hinter uns stand ein Bulgare, des uns das Angebot machte, Euros gegen bulgarisches Gerümpel zu tauschen. Auf das Angebot ließen wir uns ein und tauschten 10 € gegen 20 Gerümpel. Die Karten kosteten nicht mehr und für ein Länderspiel 5 €, daß lass ich mir gefallen. 10 Minuten vor Spielbeginn hielten wir die Karte in der Hand und schnellen Schrittes bewegten wir uns zum Eingang. Nach einer kurzen Kontrolle standen wir in der Kurve und konnten es nicht glauben, daß wir es doch noch geschafft hatten, vor dem Anpfiff da zu sein. Nachdem wir ein paar Fotos geschossen hatten war auch schon der Einlauf der Mannschaften. Doch wir verwunderten uns, denn es kamen Kinder in den Trikots der Spieler. Zuerst dachten wir, daß es zuvor noch ein Spiel der Kinder geben würde, oder wir, Aufgrund der wenigen Zuschauer doch im falschen Stadion sind und das Spiel kurzfristig verlegt wurde, aber noch ein bisschen Ball hin und her Gespiele verließen die Kinder den Platz und die Nationalmannschaften erschienen.









Was sehr erschreckend war, war die Zuschauerzahl. Gerade mal 1994 Zuschauer hatten sich in das Stadion verloren. Sehr enttäuschend. Das Wetter tat seinen Teil dazu. Es war gerade mal 0 Grad und es wehte ein eisiger Wind. Egal was wir anhatten, der Wind machte uns kaputt. Nach den Hymnen begann das Spiel und man sah gleich, daß man diese bulgarische Mannschaft nicht mit dem Angstgegner der Neunziger zu tun hatte. Diese Mannschaft würde jetzt keinen Blumentopf mehr gewinnen. Zum Spiel. Die ersten 10 Minuten war es nur ein Hin und Her Gespiele. Dann gab es einen Gedankenblitz von Bulgarien und plötzlich lag der Ball im Tor der Weißrussen. Was war passiert: Ein Mittelfeldspieler schickte den Linksaußen und der tankte sich an der Seite durch, flankte vors Tor und der Stürmer netzte mit dem Kopf ein. Ein klassisches Kontertor. Sehr gut zum Ansehen. Aber es konnte uns nur kurz erwärmen. Denn der Rest der ersten Halbzeit war nicht besonders erwärmend. Und zusätzlich kam es uns vor, als würde es von Minute zu Minute kälter. Bis zur Halbzeit hatten die Weißrussen nochmals eine gute Chance, aber das wars dann auch schon. In der Halbzeit entschlossen wir uns, in den Vorbereich der Kurve zu gehen, denn da war es nicht so eisig und windig. Leider gab es nicht mal einen Stand, der geöffnet war und auch keine Bereiche, wo man sich wieder Aufwärmen konnte. So blieb uns nichts Anderes übrig, als uns warme Gedanken zu machen. Nach den 15 Minuten Pause begaben wir uns wieder auf unseren Platz. Ich muß gestehen, zwischendurch spielte ich mit dem Gedanken, das Stadion in der Halbzeitpause zu verlassen. Aber das hielten wir als den schlechteren Plan. Zu den zweiten 45 Minuten. Weißrussland versuchte jetzt mehr und Bulgarien versuchte es über Konter und schnellen Kombinationen. Aber außer ein paar Chancen, die entweder zu weit am Tor vorbei gingen oder guten Torwartreflexen kam nichts mehr dabei rum. Kurz vor Schluß bekam noch ein Spieler der Weißrussen die gelb-rote Karte, damit schaukelte Bulgarien das 1:0 über die Zeit. Nach dem Schlußpfiff begaben wir uns sehr schnell aus dem Stadion, denn die Feier der Bulgaren interessierte uns nicht mehr. Wir gingen noch Richtung VIP-Lounge und trafen auf ein bekanntes Hopper Gesicht, der uns erzählte, daß noch mehrere Deutsche Vorort gewesen waren. Und ich dachte, wir waren die Einzigen. Nach dem kurzen Plausch entschieden wir uns, Aufgrund der Nähe, noch kurz in die Innenstadt von Sofia zu schauen. So klapperten wir noch einige Sightseeing Punkte ab und hielten diese auf Bild fest.


Irgendwie plagte uns auch noch der Hunger und Beide hatten wir noch Lust auf ein gut bürgerliches Essen. So entschieden wir uns, noch ein Restaurant zu suchen. So einfach sollte das sich aber nicht gestalten. Entweder war alles geschlossen oder nicht gut bürgerlich. Irgendwann entschlossen wir uns dafür, in ein Kiosk zu gehen und zu fragen. Daß war dann genau die richtige Entscheidung. Die Frau hinter dem Tresen verstand zwar kein Wort, aber mit Mimik und Gestik machten wir ihr klar, was wir suchten. Und sie antwortete mit Händen und Füßen und erklärte uns, daß gleich in der Nähe ein Restaurant war. Nach ihren Anweisungen fanden wir dann unser gesuchtes Ziel. Und endlich war es auch mal warm. Wir setzten uns und ich war positiv überrascht, als ich die Getränkekarte in die Hand nahm und sah, daß sie mehr als 100 verschiedene Biersorten hatten. Hätte ich nicht damit gerechnet. Und alles preislich machbar! So kostete ein Bier etwas mehr als einen Euro. Und auch das Essen sah sehr gut aus. Von Vornhinein entschieden uns für etwas Bulgarisches und es sollte sich herausstellen, daß es genau das Richtige war. Wir waren definitiv zufrieden. Leider habe ich mir den Namen des Gasthauses nicht gemerkt, aber es wird sicher noch einmal besucht, wenn es mich in diese Ecke verschlägt. Nachdem wir mit Karte gezahlt hatten, wir hatten noch immer kein Bargeld, machten wir uns auf den Weg zurück zu unserem Hostel. Dort angekommen gönnten wir dem Leihauto noch einen kurzen Blick, aber alles war in Ordnung. Als wir dann noch schnell an der Rezeption vorbei schauten, bemerkten wir, daß die Dame, die dort saß aus Berlin kam und in Sofia ihr Semester macht. So konnten wir uns gut unterhalten und klärten noch ab, daß wir unser Auto durchwechseln mussten, denn wir mussten am nächsten Morgen früh raus und da wollten wir keinen wecken. Wie sich heraus stellte war das das Auto des Besitzers des Hostels und der war natürlich unterwegs. Also telefonieren, warten und noch ein Bier trinken. Nebenbei schauten wir noch die Zusammenfassung der Spiele an, die auf einem Fernseher im Empfangsraum liefen. Nachdem der Besitzer da war, ich das Auto durchgewechselt hatte, begaben wir uns aufs Zimmer. Ab ins Bett, denn erneut ein langer Tag ging zu Ende. Wieder ein weiterer Haken hinter ein Land gesetzt.
14.11.2016 

In der Früh um 06:30 Uhr klingelte der Wecker. Heute mussten wir wieder früh los, denn der Flug ging zur Mittagszeit. Wir ließen es uns aber nicht nehmen, noch einen Kaffee zu machen. In der Zwischenzeit legten wir die Morgenwäsche ein und danach gab es den Kaffee. Kurz bevor wir uns auf ins Auto machten kam auch die Dame aus Berlin und wir bemerkten, daß sie ein richtiger Morgenmuffel war. Sie konnte so früh mit unseren Späßen noch nichts anfangen. War uns aber auch egal, wir redeten trotzdem blöd daher. Und schon kurze Zeit später saßen wir im Auto und unser Weg führte uns raus aus Sofia und über die selbe Strecke an die Grenzen, wo wir nach den bekannten Kontrollen mit Kofferraum öffnen, Reifen abklopfen und dumme Fragen stellen durch gelassen wurden. Als wir dann auf der Autobahn in Mazedonien waren entschieden wir uns noch für ein Bier bei einer Tanke. 
Aber außer, daß wir nochmal extra Maut zahlten, fanden wir keine Tanke, die Alkohol verkaufte. 

Also entschlossen wir nach ein paar unnötigen Halten, daß wir den Weg zum Flughafen antraten. Kurz darauf standen wir auf dem Parkplatz, wo die Reise auch begonnen hatte. Mit etwas Widerwillen nahm der Typ von der Autovermietung das Auto zurück. Er meinte, es wären zu viele Dellen und Kratzer darin. Aber nach ein paarmal hin und her klappte es dann doch mit der Unterschrift auf dem Übergabezettel. Die restliche Zeit,bevor das Gate öffnete, verbrachten wir mit leeren der Getränkedosen und Flaschen, bevor wir durch die Sicherheitskontrolle gingen und uns zum Gate begaben. Ohne Probleme überstanden wir die Kontrollen und kurz darauf stand der Flieger bereit. Dieses Mal ohne Verspätung. Der Flug wurde wieder mit Schlafen überbrückt. Als wir dann in Nürnberg zeitgerecht landeten, war die Tour fast geschafft. Mit der S-Bahn ging es wieder zurück zur Haltestelle Herrnhütte, dort trafen wir dann auf die Freundin vom Chris. Denn die Beiden fuhren gleich weiter nach Köln und mein Weg führte mich zurück nach Oberbayern, nach Hause. Das Auto war über die Zeit ohne Schaden in der Parkgarage gestanden. Nach 3 Stunden Fahrt war ich dann auch Daheim und beendete somit eine weitere aufregende Tour.

Fazit:
Wäre die Aktion mit dem Auto nicht passiert, wäre es eine super Tour gewesen. Leider wurde uns dadurch die Tour etwas vermiest, aber es ist kein Grund, aufzugeben. Es werden weitere Touren folgen. Nur Albanien werde ich erstmal von meiner ToDo Liste streichen.













































































Freitag, 18. November 2016

29.10. - 31.10.2016 Prag Wochenende


Prag:
Ist die Hauptstadt von Tschechien. Mit 1,2 Millionen Einwohnern ist Prag die fünftzehntgrößte Stadt in der Europäischen Union. Das historische Zentrum von Prag ist eines der von der UNESCO anerkannten 12 Welterbestätten Tschechiens.

Besonders sehenswert sind die Karlsbrücke, die Altstadt, die Prager Burg und das alte Rathaus, an der sich die mittelalterliche Rathausuhr befindet. Auch die engen Gassen, die Stadtplätze, die Kirchen und die einzelnen Brücken, die über die Moldau führen haben ihren Reiz und sollten bei einem Besuch mit eingeplant werden.

Weiterhin lohnt sich Prag für einen Besuch, da es preislich immer noch sehr erschwinglich (zahlbar) ist und für den Fußballfan durch 4 Erstligavereine interessant ist (Slavia Prag, Sparta Prag, Dukla Prag und Bohemians Prag). Auch soll das Eishockey interessant sein, hat mich jetzt aber noch nicht interessiert. 

Anreise von Rosenheim über München, Regensburg, weiter auf der A93 Richtung Weiden, am Kreuz Oberpfälzer Wald auf die A6 Richtung Waidhaus (dort auch Grenzübergang) weiter über Pilsen nach Prag. (für den Fußball interessierten, es würde auf der Strecke noch Victoria Pilsen und FK Pribram machbar sein)


Plan für das verlängerte Wochenende:
29.10.2016         Anreise mit dem Auto, Abends Konzert
30.10.2016         Vormittags Sightseeing, Nachmittags Fußballspiel
31.10.2016         Vormittags Sightseeing, Nachmittags Rückverlegung.


Konzert: Korpiklaani, Moonsorrow und Skalmöld in der Meetfactory
Besucher: 1000, davon viele Skalmöld Begeisterte


Fußball: Bohemians Prag : Slovan Liberec 2:1 Anpfiff: 15:30
Halbzeit: 1:0 // Endstand: 2:1
Zuschauer: 4300, davon Auswärtsfans: 20



Mit dabei:
Michi, Andrea und ich

Umrechnung:
1 € = 27,02 CZK
1 CZK = 0,037 €


Kosten:
Vignette Tschechien:    12 €
Übernachtung im 3 Bettzimmer:  112 € zu Dritt, also 38 Euro pro Person
Diverses:                       70 €



Tourplan:
Seit etwas längerer Zeit plante ich schon wieder einen Besuch in Prag / Tschechien. Da auf das Wochenende 28.10. - 30.10.2016 auch noch der Brückentag fiel und der 01.11.2016 Feiertag war entschied ich mich dieses Wochenende in die engere Wahl zu nehmen. Zusätzlich stellte sich heraus, daß an diesem Wochenende meine Lieblingsband Skalmöld ein Konzert geben sollte. Leider wieder nur als Vorband, aber auch die anderen beiden Bands konnte man sich anschauen. So fragte ich bei Michi wegen Interesse nach und auch Andrea war für diesen Trip zu gewinnen. Was mir nur noch fehlte war die Terminierung des Spieltages der Tschechischen Ersten Liga. Also suchte ich schon Mal ein Hotel heraus, daß sich zum Einen in der Nähe (Fußmarsch) der Innenstadt befand und zum Zweiten zahlbar war. Es ergaben sich mehrere Möglichkeiten, doch die Entscheidung fiel dann auf das Hotel Ostas. Im Nachhinein muß ich sagen, es war die richtige Entscheidung, denn es waren kurze Wege für das, was wir sehen und erreichen wollten und von der Sauberkeit, Frühstück, Personal und Parkmöglichkeit hatte alles gepasst.

Also starteten wir die Tour am 29.10.2016 in Rosenheim an der Autobahnausfahrt. Dort traf ich mich mit Michi in der Früh um 8 Uhr. Von dort aus führte uns der Weg nach München zu Andrea, die schon mit einem Kaffee auf uns wartete. Den ließen wir uns noch schmecken und setzten unsere Fahrt danach über die angegebene Strecke weiter fort bis wir in Tschechien waren. Man sollte nicht vergessen, daß bestimmte Autobahnabschnitte in Tschechien Mautpflichtig sind. Michi hatte schon im Vorhinein die Vignette beim ADAC in Rosenheim besorgt, auch sehr geschenkt. Für 10 Tage - 12 €. Auch die Tschechen haben bemerkt, daß man damit Geld verdienen kann. Ebenso ist mir aufgefallen, daß es sich nicht mehr lohnt nach Tschechien zum Tanken zu fahren, denn der Spritpreis hält sich ungefähr die Waage mit dem in Deutschland. Kurz vor Pilsen entschieden wir uns dazu, in dieser Stadt die Mittagsverpflegung einzunehmen. Ich kannte die Stadt schon von meinen vorherigen Besuchen, die ich Fußball technisch absolviert hatte. Also fuhr ich Richtung Pilsen Zentrum ab und folgte dem Weg in die City. Als wir dann fast in der Fußgängerzone standen, parkte ich das Auto am Straßenrand und war begeistert, daß es auch dort kostenfreie Parkplätze gab. Bei uns in Deutschland fast nicht mehr möglich. Zu Fuß setzten wir unseren Marsch fort und kurzer Zeit später standen wir auch schon vor einem alten Gasthaus, daß uns vom Anblick und der Speisekarte überzeugte, sich auf einen Besuch einzulassen. Auch die Innenausstattung und das kurzer Zeit später gebrachte Essen war zu unserer Zufriedenheit. Wir entschieden uns alle Drei für typische tschechische Küche und wurden nicht enttäuscht. Diese Speisen sind echt zum Empfehlen und wir zahlten pro Person mit Speiß und Trank keine 10 €. Nachdem wir gesättigt waren und die Zeche beglichen hatten gingen wir noch eine Querstraße weiter und standen schon auf dem Stadtplatz von Pilsen. Das wollte ich den anderen Beiden noch zeigen, da ich diesen Platz sehr schön fand und gerne immer wieder hierher schaute. Nach dieser kurzen Runde waren wir auch schon wieder auf dem Rückweg zum Auto. Es war auch nicht besonders warm, der kalte Wind hatte uns etwas geärgert und wir waren froh, als wir wieder im Auto saßen und die Fahrt nach Prag fortsetzten. Nach etwa einer Stunde passierten wir das Ortsschild Prag und ich kämpfte mich durch die Stadt, bis wir vor unserem Hotel standen. Das Einchecken erfolgte ohne große Probleme und im fünften Stock sollte uns unser Zimmer empfangen. Ich fand es ausreichend für meine Verhältnisse, doch Andrea befand die Toilette als nicht besonders. Sonst passte es aber. Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten legten wir los in die Stadt. Die war dann wirklich auch nicht weit entfernt, obwohl wir uns natürlich erst einmal anstellten, bevor wir wirklich auf dem Stadtplatz standen. Kleine Anekdote am Rande. Man sollte wirklich aufpassen, wen man von der Seite anquatscht. Denn es könnte passieren, daß er dich versteht. So mir passiert. Es waren 3 junge Mädels vor uns  unterwegs, ebenfalls Richtung Innenstadt. Als die sich des Öfteren umdrehten fragte ich, was es da wohl interessantes zu sehen gab und die Eine antwortete "Nichts". Wie sich herausstellte, waren es ebenfalls Deutsche. Zum Glück hab ich nichts Blöderes daher geredet, was ja doch bei mir passieren kann. Als wir dann auf dem Stadtplatz standen entdeckten wir eine Bude, wo man Geld umtauschen konnte. Wichtig ist in Tschechien, immer zu Feilschen und zu wissen, wie der offizielle Kurs ist, sonst wird man beschissen. Über Bankautomat Geld abzuheben lohnt sich ebenfalls nicht, denn der Kurs für die Gebühren ist viel zu hoch. So entschieden wir uns, Geld zu tauschen. Michi versuchte zuerst sein Glück und wollte 100 Euro umwechseln, hätte aber bei dem Tauschgeschäft nur für das Geld 2300 CZK bekommen, also einen sehr schlechten Kurs. Auf alle Fälle bekam er nach etwas Diskussion am Schluß 2600 CZK. Als ich dann im Anschluss hin ging wollte er mir den gleichen schlechten Kurs bieten. Wobei ich ihm sagte, er solle mir den Kurs vom Michi geben, aber er erklärte mir, daß sich der Kurs geändert hatte. Welch ein Typ. Naja, auf alle Fälle bekamen wir dann alle Drei den Kurs vom Michi und mit dem Geld machten wir uns auf in die Altstadt. Immer noch etwas angefressen von dem Typen und seiner Geldmasche erfreuten wir uns über die Bauwerke in den einzelnen Straßen. Wobei hier fast alles Fußgängerzone war.Man sah auch, daß der Krieg und die damit verbundene Zerstörung hier einen weiten Bogen herum gemacht hat.

Viele alte Gebäude waren verschont geblieben und so erfreuten wir uns über deren Anblick. Am Marktplatz gönnten wir uns dann unser Abendessen, bestehend aus einer leckeren Globasa Wurst für Michi und mich und für Andrea sprang Spätzle mit Kraut und Speck raus. Also wieder typisch Tschechisch. Nach kurzer Zeit trennten sich dann unsere Wegen, denn Michi und ich wollten in das Konzert, für daß sich Andrea nicht interessierte. Sie verblieb lieber in der Stadt und gönnte sich ein Einkaufszentrum zum Shoppen. Treffpunkt war später dann das Hotelzimmer. Also machte ich mich mit Michi auf zum Club, wo das Konzert Stattfinden sollte. Im Vorhinein hatte ich mich schon schlau gemacht, wo dieser liegen sollte und musste feststellen, daß es von der Stadt aus doch etwas mehr als 6 km war. Eigentlich wollten wir den Bus nehmen, doch je länger wir in die Richtung des Clubs latschten, umso weniger Möglichkeit ergab sich, in einen Bus zu steigen. So merkten wir immer mehr, daß uns die Zeit knapp werden würde, bis wir an unserem Ort waren. Als wir dann kurz davor waren, trafen wir einen Typen mit einem Korpiklaani T-Shirt und der zeigte uns eine Abkürzer über die Gleise und schon standen wir 20 Minuten vor Beginn vor der Halle. Man muß auch mal Glück haben, sonst wäre es echt knapp mit Skalmöld geworden. Aber dann, nach 10 Minuten, waren wir auch schon drinnen und nach weiteren 10 Minuten, in denen wir uns vorkämpften zur Bühne, begannen Skalmöld auch schon mit ihrem Konzert.


Ich hatte sie ja dieses Jahr schon in Island gesehen und ich bin immer wieder begeistert, was für eine Power sie mit ihrer Musik rüber bringen. Die letzten 3 Jahre habe ich sie 6x gesehen, ich würde sie immer wieder anschauen. Von den Liedern war es die selbe Reihenfolge/Aufbau wie in Reykjavik, nur halt kürzer, da sie nur 45 Minuten Spielzeit bekamen. Aber es war ein guter Mix aus alten und neuen Liedern. Von der neuen CD waren es wieder 3 Lieder. Was mich sehr erfreute, daß auch die Tschechen bewiesen, daß sie diese Band kennen und sie dementsprechend unterstützten und antrieben. Das merkte man der Band an, denn sie spielten mit einer gewissen Freude und Begeisterung die Lieder und ließen sich anstecken von der super Stimmung. Nach 45 Minuten war dann leider Schluß und mit einem tosenden Applaus verabschiedete sich Skalmöld von den Fans und bedankte sich mehrmals für die super Unterstützung. Auch wir waren begeistert und holten uns zur Feier des Tages ein Bierchen, daß im Saal gerade einmal 1,30 € kostete. Auch sehr fairer Preis. Auf dem Weg zu den T-Shirts, die wir uns anschauen wollten, trafen wir noch auf einen der Gitarristen von Skalmöld, mit dem wir uns noch etwas unterhielten. Auch er war total begeistert, daß sie so super unterstützt wurden. So bekamen wir das, was wir schon mitbekommen hatten, auch noch bestätigt. Es wird nicht das letzte Mal sein, daß ich diese Band sehen werde! Nach dem kurzen Gespräch verabschiedete sich der Gitarrist und sagte uns zu, daß sie Alle nach dem Konzert noch einmal erscheinen werden auf ein paar Pläuschen. Nach dem Gespräch wendeten wir unseren Blick wieder Richtung Bühne, wobei jetzt der Zugang dort schon mehr war. Als dann Moonsorrow auftauchten und mit ihren ersten Tönen begannen merkte wir Beide gleich, daß diese Musik nichts für uns war. So entschlossen wir nach 2 Liedern, nicht nach vorne zu gehen, sondern eher das Treiben von Hinten zu beobachten. Und auch die Bierchen schmeckten immer noch super. So verging die Zeit, aber die Band gefiel uns trotzdem nicht besser. Wir trafen auf einen weiteren Gitarristen von Skalmöld und auch diesen verwickelten wir in ein Gespräche. So ging die Zeit schneller vorbei und nach 1,5 Stunden verließen Moonsorrow wieder die Bühne. Nun entschieden wir uns, wieder nach vorne an die Bühne zu gehen. Es war jetzt doch zu merken, daß die Halle voll war und sich die meisten Leute das Gleich vorgenommen hatten, wie wir. Also war ein heftiges Treiben an der Bühne und wir fanden nur noch einen Platz seitlich. Als dann Korpiklaani die Bühne betraten merkten wir, daß viele der Leute wegen ihnen da waren. Was ja auch klar war, denn sie waren Headliner, aber wir merkten auch, daß der Sound megaschlecht war. Michi hatte mich vorher schon gewarnt, daß das nicht meine Musik sein sollte. Und er hatte recht. Ich verfolgte die ersten paar Lieder und musste feststellen, daß es echt nix für mich war. Davor hatte ich sie schon auf CD gehört, aber live waren sie echt nix für mich. So entschieden wir uns auch nach kurzer Zeit, den Marsch nach hinten anzutreten. Dort war auch der Sound klarer, aber die Musik wurde deswegen auch nicht besser. So spielten sie ein Lied nach dem Anderen herunter, die Menge vor der Bühne war begeistert, aber wir konnten irgendwie nichts damit anfangen. Also wurde die Zeit lang, aber auch irgendwann war die Spielzeit zu Ende. Nach einer Zugabe von 2 Liedern war dann auch Korpiklaani fertig und verließen die Bühne. Viele wollten noch eine Zugabe, wir waren froh, daß es beendet war. Und mit dem verlassen der Bühne tauchten auch wirklich Skalmöld mit der gesamten Truppe auf. So stellten sie sich Fragen und waren auch für Fotos zu haben. Ich versuchte gleich mal Alle zusammen zu bekommen, damit ein komplettes Gruppenbild machbar ist.
Es sollte mir auch wirklich gelingen und nach noch ein paar Gesprächen verabschiedeten wir uns von der Band und schon überquerten wir wieder die Gleise, um auf den Rückweg zu kommen. Nach einer kurzen Wegstrecke entdeckten wir ein Taxi und entschlossen uns, dieses für die Rückfahrt zu nutzen. Danach, nachdem wir kurz rum gefeilscht hatten, wurde ein Preis ausgehandelt und schon saßen wir im Warmen und fuhren zum Hotel. Eine Querstraße vor dem Hotel hielten wir noch an einem Kiosk, um flüssigen Proviant nachzufüllen. Kurz darauf waren wir am Hotel. Nachdem ich in meinem Bett lag, fielen mir die Augen zu und der Schlaf holte mich ein. Der erste Tag der Tour war somit beendet und geschafft.


30.10.2016

Nach und nach erwachten wir drei aus unserem Schlaf. Wir erzählten Andrea, die natürlich schon geschlafen hatte, was am vorherigen Abend alles geschehen war und nachdem auch sie von ihrem Abend erzählt hatte entschieden wir uns erst einmal für das Frühstück. Dieses war auch in Ordnung und mit Rührei, Würstel und Bohnen, aber auch Brot, Wurst und Käse. Also völlig ausreichend. So genossen wir das Frühstück und als wir dann den Bauch voll hatten ging es zurück aufs Zimmer zum Kultivieren. Nachdem jeder seinen Waschgang beendet hatte machten wir uns erneut auf in die Stadt, da wir einen weiteren Teil der Stadt besichtigen wollten. Somit also wieder der selbe Weg in die Stadt, über den Stadtplatz und weiter Richtung Moldau.
Diesen Vormittag wollten wir nutzen, um über die Karlsbrücke zu gehen, den anderen Teil der Altstadt mit Präsidentenpalast und weiteren kleinen Gassen zu besichtigen. So taten wir es dann auch, wobei wir bei all den Menschenmassen Michi fast verloren hätten. Denn ein Foto hier, ein kurzer Halt da und schon hatte man sich aus den Augen verloren. Mit etwas Glück und guten Blick kamen wir dann aber doch wieder zusammen. Alles gar nicht so einfach. Gemeinsam ging es dann einen kleinen Berg nach oben und über Stufen erreichten wir dann den Präsidentenpalast. Dieser war aber total überfüllt und eine ewig lang Touristenschlange vor dem Eingang zeigte uns, daß es keinen Sinn des Wartens hatte, denn wir hatten für sowas keine Zeit. So entschieden wir uns dafür, den Palast bleiben zu lassen. Und beschlossen, nachdem wir etwas herumgezogen waren dafür, wieder in die Stadt zu gehen. So nahmen wir den Rückweg, aber über einen Weg zurück zur Karlsbrücke. Kurz davor suchten wir nach einem Gasthaus, wo wir unsere Mittagsverpflegung einnehmen konnten. Da es Mittagszeit war und auch das Wetter für draußen sitzen zu kalt war, war in den Gasthäusern einiges los und wir fanden keinen Platz. Also begaben wir uns in ein paar Seitenstraßen und dort hatten wir Glück. In einem Kellergewölbe fanden wir einen freien Tisch und machten es uns da gemütlich. Das Gasthaus war gut gefüllt und irgendwie kam der einzige Kellner mit den Bestellungen nicht nach. So mussten wir doch einige Zeit auf unser bestelltes Essen und Trinken warten. Auch am heutigen Tag hatten wir einen Termin, denn um 15:30 Uhr war Anpfiff bei Bohemians Prag im Stadion und den wollten wir nicht verpassen. Dadurch, daß wir so lange auf unser Essen warten mussten, lief uns schon wieder die Zeit davon. ca. 1 Stunde 15 Minuten vor dem Anpfiff kam dann endlich das Essen und nachdem wir das wiederum sehr gute tschechische Essen (Gulasch mit Serviettenknödel) gegessen hatten wollten wir auch schnell zahlen. Doch auch das brauchte wieder Zeit. Schön langsam hatte ich Hummeln im Arsch und rutschte nervös auf meinem Stuhl herum. Andrea gab uns dann das Go und sagte, wir sollen abhauen, damit wir rechtzeitig zum Anpfiff  da wären und regelt das mit dem Bezahlen. Sehr fair und nett von ihr. So verabschiedeten wir uns voneinander und machten erneut den Treffpunkt im Hotelzimmer aus. Da es wirklich knapp von der Zeit war entschieden wir uns erneut für ein Taxi und fanden auch gleich eins. Dieses brachte uns auf direktem Wege zum Stadion und 20 Minuten vor Anpfiff stiegen wir aus diesem aus. Karten waren kein Problem, denn es gab in allen Kategorien noch genug. 


Als wir dann im Stadion waren war der erste Weg in den Shop mit den Fanartikeln, denn ich wollte mir meinen Pin holen. Leider musste ich wieder feststellen, daß es auch hier keinen gab. Etwas enttäuscht verließ ich diesen wieder, doch draußen auf dem Außenring entdeckte ich einen Stand den ein alter Mann betrieb und dieser verkaufte auch Pins. Sehr seltsam, daß es im Fanshop keine Pins gibt, aber der alte Mann verkauft diese. War mir egal, ich kauft ihm einen Pin ab und war zufrieden. So begaben wir uns auf unseren Platz und kurz darauf startete auch schon das Spiel. 


Kaum war der Pfiff des Anstoßes ertönt, schon lag der Ball im gegnerischen Tor. Ich glaube, es waren nicht einmal 7 Sekunden gespiel. Auf alle Fälle war es das schnellste Tor in meiner Karriere, daß ich bis jetzt live mit erlebt habe. Es kam eine Flanke von der Seite rein und der Torwart, sowie der eigene Abwehrspieler störten sich gegenseitig, somit konnte ein Spieler von Prag den Ball ins Tor befördern. Daß war erst einmal eine kalte Dusche für Liberec. So übernahm Prag das Spiel und Liberec versuchte sich zu ordnen. Was ihnen dann auch nach 20 Minuten gelang. Es entwickelte sich ein schnelles Spiel, daß hin und her ging und dadurch sehr interessant war. Auch schenkten sich beide Mannschaften nichts und es war super zum Anschauen, wie Beide um jeden Ball kämpften. Es gab Chancen auf beiden Seiten, die aber zu keinem weiteren Torerfolg führen sollten. Als dann Halbzeit war waren wir Beide sehr zufrieden. Wir begaben uns auf den Außenring und entschieden uns für eine Globasa. Als wir diese dann hatten suchten wir einen Tisch auf und genossen die fettige Wurst. 
Danach noch schnell aufs Kloo und schon pfiff der Schieri das Spiel wieder an. Als wir dann auf den Weg zu unserem Platz waren fiel das zweite Tor für Prag, daß wir leider nicht gesehen haben. Ganz schöner Mist. Als wir wieder auf unseren Platz saßen bekamen wir noch die Ansage des Stadionsprechers mit. Typischer Fall von falsche Zeit, falscher Ort gewesen beim Tor. Naja, die Entscheidung war wohl mit diesem Tor gefallen. Dachten zumindest wir. Aber falsch gedacht, denn Liberec versuchte weiter an den Anschlußtreffer zu kommen. Somit war das Spiel weiter sehr interessant. In der 71. Minute sollte dann all das Bemühen erfüllt werden, denn es fiel durch einen Schuß von der 16 Meter Linie das 2:1. Durch Freund und Feind hindurch schlug der Ball im rechten unteren Winkel des Tores ein. 

Das Spiel wurde auch wieder spannend und Liberec merkte, daß Prag schwere Füße bekam und erhöhte seinen Druck auf das Tor. Doch mit Glück und Können verteidigte Prag den einen Tor Vorsprung und die Stimmung nach dem Abpfiff bei den Heimfans war dementsprechend groß. Wir begaben uns auch zufrieden aus dem Stadion und machten uns auf direktem Wege zurück zum Hotel. Auf unseren Weg kamen wir noch an einer schönen neumodischen Kirche vorbei, die wir uns auch noch von innen anschauten. Als wir dann im Hotelzimmer waren wollte uns Andrea gerade einen Zettel hinterlegen, denn sie hatte auch noch ein Konzert für sich entdeckt und wollte uns darauf hinweisen, daß sie dorthin unterwegs sei. So begleiteten wir sie zu der Halle. Wir warteten, bis sie hinein ging und weil wir nichts Besseres zu tun hatten entschieden wir uns für einen Besuch im Hard Rock Cafe auf ein Bierchen. Im Hard Rock Cafe nutzten wir die Zeit, um die vergangenen Stunden review passieren zu lassen. Ich kann auch nicht verstehen, was die Leute immer an diesem Hard Rock Cafe finden. Total überteuert und nur von Besuchern und Touristen besucht. Aber wir konnten wir uns wenigstens aufwärmen und das Treiben genießen. Nach einer Stunde und einem Bierchen später gingen wir zurück zur Halle und holten Andrea wieder ab.


Die war extrem durch gefroren, denn in der Halle war keine Heizung und so war sie eine Stunde der Kälte ausgeliefert. So entschieden wir uns dafür, auf dem Rückweg in einem Pub vorbei zu schauen und noch etwas zu Trinken. Wir fanden auch ein ruhigeres und gemütliches Pub direkt auf dem Weg, wo wir uns aufwärmten und ein Bierchen tranken. Danach ging es zurück zum Hotel, wobei Michi und ich noch nicht Müde waren. Andrea wollte schon schlafen, so entschieden wir wieder kurzfristig, daß wir noch auf ein weiteres Bierchen in die in der Nähe liegenden Sportsbar schauen wollten. Diese war uns aufgefallen, da sich vorher davor ein Paar gestritten hatte. Er war total betrunken und sie extrem hysterisch. Fanden wir sehr lustig. In diese Kneipe wollten wir noch, so taten wir es auch. In der Kneipe wurde American Football geschaut, was uns weniger interessierte, aber die Studenten, die hier saßen interessierten sich doch dafür. Nach zwei weiteren Bierchen machte sich dann die Müdigkeit breit und wir entschlossen uns dazu, für heute die Segel zu streichen. Ein langer Tag nahm, nachdem wir wieder auf dem Hotelzimmer waren, sein Ende.

31.10.2016

Um ca. 08:30 Uhr öffneten wir wieder die Augen. Kurzes Überlegen, was gestern noch war und mit Andrea die letzten News austauschen. Dann machten wir uns fertig für das Frühstück. Heute war es leider nicht so gut, da es Wasserwürste und hartgekochte Eier gab. Trotzdem fanden wir etwas, was uns schmeckte und sättigte. Dabei unterhielten wir uns über den heutigen Tag, was noch machbar wäre. So entschieden wir uns, noch einen Vormittag mit Sightseeing zu verbringen. Nachdem wir unser Zeug gepackt und ausgecheckt hatten begaben wir uns in Richtung Strahavsky Kloster, daß auf einem Hügel stand. Wir parkten das Auto unterhalb auf einem Bezahlparkplatz und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Kloster. Der Herbst hatte auch hier Einzug gehalten und es bot sich ein sehr schönes Bild der Natur in den unterschiedlichsten Farben. Auch hatten wir einen super Blick zum Präsidentenpalast hinüber. Nachdem wir dann am Kloster angekommen waren, waren wir etwas enttäuscht, denn es gab keine Möglichkeit, hinein zu gehen. Es war mal wieder ein Zaun, durch den man schauen konnte, davor. Also weiter zu dem Nachbau des Eifelturmes, der auf den Namen Rozhledna hört. 





Aber auch dieser war sehr unspektakulär und ist auch nicht das Geld wert, um hinauf zu fahren. So gingen wir noch durch den Rosengarten, der im Frühling / Sommer bestimmt sehr sehenswert ist. Jetzt war natürlich schon alles verblüht. Danach kamen wir noch an einem schönen Kaffee vorbei, daß uns einen herrlichen Blick auf die Stadt Prag ermöglichte. So gönnten wir uns noch einen Kaffee und danach gings zurück zum Auto. Mittlerweile wurde es auch kühler, also der richtige Zeitpunkt um die Heimfahrt anzutreten. Als wir dann am Auto waren machten wir uns auf den direkten Weg wieder nach Hause. Michi lieferte ich noch am Ostbahnhof in München ab, danach gings zu Andrea. Dort endete dann auch die Reise nach 4 Stunden Autofahrt.

Fazit:
Tschechien ist es immer wieder wert, zu besuchen. Das Preis / Leistungsverhältnis stimmt, die Städte sind super zum Anschauen, die Tschechen nett und hilfsbereit und die Veranstaltungen sehenswert. Ich für meinen Teil bin gerne dort!






















































Donnerstag, 20. Oktober 2016

18.10.2016 WSG Wattens : Kapfenberger SV


WSG Wattens : Kapfenberger SV 3:3  Anpfiff: 18:30
Halbzeit: 1:0 // Endstand: 3:3

Zuschauer: 1080, davon Auswärts: keiner

Ticketpreise:
Stehplatz Süd/Ost/Gäste: 9 €
Stehplatz Tribüne:           11 €
Sitzplatz Haupttribüne:   16 €

Tourbericht:
Da ich mich für 3 Wochen in Innsbruck befinde hielt ich im Vorhinein schon einmal Ausschau auf Spiele, die in diesem Zeitraum stattfanden. Zusätzlich sollten sie in der Nähe von Innsbruck sein, damit ich die Spiele auch in kurzer Anfahrt erreichen konnte. So fiel mir das Spiel am 18.10. um 18:30 Uhr in Wattens auf. Dieser Ground fehlte mir noch und immerhin wurde hier 2. Liga Österreich gespielt. Wattens war einer der Aufsteiger der letztjährigen Saison. So machte ich mich also um 17:45 Uhr auf von Innsbruck nach Wattens, um rechtzeitig zum Spiel Vorort zu sein. Das Stadion fand ich auch sehr schnell, war auch einfach zu finden. Wenn man von Innsbruck über die Autobahn kommt, Ausfahrt Watten, im Kreisverkehr die erste Ausfahrt raus und dann gleich wieder die nächste links. Die Straße bis zum Ende durch fahren und dann wieder links. Dann steht man nach kurzer Zeit schon vor dem Stadion. Die Flutlichtmasten sieht man schon von der Autobahn aus. Parkplätze um das Stadion sind auch keine Probleme, denn am Stadion besteht die Möglichkeit, wenn man rechtzeitig da ist oder in dem umliegenden Wohngebieten befinden sich genug Straßen, die die Möglichkeit des Parkens bieten. Als ich dann das Auto sicher in einer Seitenstraße abgestellt hatte machte ich mich die paar Meter auf zum Stadion. Am Eingang für die Auswärtsfans war nichts los, weder Ordner noch Polizei stand da. Lag wohl auch daran, daß keine Fans erwartet wurden. Der nächste Eingang, an dem ich vorbei kam, war der Osteingang. Dort stand ein kleines Häuschen, bei dem man seine Karten kaufen konnte. Dieser Ost Bereich stellte sich später als der Stehplatzbereich heraus. Ich begab mich zum Haupteingang, wo ich auch meine Karte bekam. 



Gegenüber vom Stadion befindet sich die Geschäftstelle, die zugleich auch Fanartikel Verkauf übernimmt. Leider habe ich wieder einmal keinen Pin bekommen. Als ich dann über den Haupteingang ins Stadion ging erblickte ich auf dieser Seite die komplett überdachte Sitzplatztribüne. 



Überhaupt ist dieses Stadion sehr schön anzusehen und reicht für die 2. Liga Österreichs vollkommen aus. Es fasst 4500 Zuschauer, die wohl nur komplett ausgelastet ist, wenn Wacker Innsbruck zum Derby erscheint. 




Was mich etwas verwunderte waren die Speise- und Getränkepreise an den Imbissständen, denn für eine Bratwurst 4,50 € und für ein 0,5 l Bier 3,50 € zu verlangen ist für diese Liga wohl etwas überteuert. Trotzdem kauften die Leute gut ein. Ich suchte mir meinen Platz und musste etwas schmunzeln über das Maskottchen, daß sich zu den Klängen der Musik aus der Stadionanlage bewegte. Irgendwann wurde es dem Typen in der Fellverkleidung wohl zu warm, denn er nahm regelmäßig den Kopf der Verkleidung ab.



Als dann die Mannschaften einliefen wurde bei Fans und Spielern abgeklatscht. Sieht man auch nicht mehr allzu oft. Aber es zeigt, daß es hier noch familiär zugeht. Bevor das Spiel dann losging wurde durch einen bekannten Sportler aus Österreich der Anstoß zelebriert. Ist in Österreich immer üblich, daß ein Sponsor oder Sportler den ersten Ballkontakt hat. Danach war dann der offizielle Anstoß und das Spiel begann. Von Anfang an nahm die WSG das Zepter in die Hand. Der KSV verschlief etwas den Anfang und in der 6. Minute war der Ball auch schon das erste Mal im Netz. Nach einem Schuß konnte der Torwart vom KSV noch abwehren, aber dann umkurvte der Spieler der WSG den Torwart und obwohl zwei Spieler des KSV im Weg standen brachte er den Ball durch einen Schuß im Tor unter. Somit stand es früh 1:0 für die Hausherren. Danach war in der ersten Halbzeit erst einmal bis kurz vor dem Pausenpfiff nicht viel los. Beide Mannschaften spielten sehr taktisch und ließen keine großen Chancen aus dem Spiel zu. Nur lediglich über Standarts kam es zu Torchancen, die aber kein weiteres Tor einbrachten.  Kurz vor der Pause ergab sich dann noch einmal eine gute Chance für Wattens, die wurde aber vergeben. So ging es in die Halbzeit mit der knappen Führung der Heimmannschaft. Die 15 Minuten Pause nutzte ich, um weitere Fotos zu schießen und auch den Stehplatzbereich aufzusuchen.







Zur zweiten Halbzeit saß ich dann wieder auf meinem Platz und es sollte sich eine torreiche Spielhälfte ergeben. Besser startete der KSV in diese Halbzeit, denn in der 47. Minute lag der Ball im Tor und es stand 1:1. Bei diesem Tor sah die Abwehr von Wattens nicht besonders gut und sicher aus. Doch die Antwort folgte durch einen Doppelschlag von der WSG. In der 51. und 52. Minute fiel das 2:1 und auch noch das 3:1. Mit diesem beruhigenden Vorsprung spielte Wattens weiter, doch in der 57. Minute fiel der Anschluß durch die Kapfenberger. Binnen 10 Minute waren also 4 Tore gefallen, was mir natürlich sehr gut gefiel. Ab jetzt drückte die Auswärtsmannschaft auf den Ausgleich und Wattens konzentrierte sich auf die Verteidigung des Ergebnisses. Doch die Mühen der Angriffe wurde durch ein weiteres Tor belohnt. So war der Ausgleich in der 76. Minute zugleich der Endstand des Spieles. Danach passierte nicht mehr viel und man merkte, daß beide Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden waren. Die restliche Zeit wurde runter gespielt und mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters war dann das Spiel beendet. Ich machte mich schnell wieder auf den Weg zurück zum Auto und ohne große Vorkommnisse kam ich auf die Autobahn und 30 Minuten später war ich zurück in meinem Quartier.

Fazit:
Das Spiel war sehr ansehnlich und mit den 6 Toren war auch das Salz in der Suppe, was den Fußball ja ausmacht, gegeben. Es war auf alle Fälle ein interessanter Abend!









Montag, 17. Oktober 2016

15.10.2016 Eintracht Frankfurt : Bayern München

Eintracht Frankfurt : Bayern München 2:2, Anpfiff: 15:30 Uhr
Halbzeit: 1:1 // Endergebnis: 2:2

Stadion: Commerzbank Arena (Frankfurt)
Zuschauer: 49500, davon Auswärts ca. 5000

Kosten:
Eintrittskarte:        15 €
Tank:                     60 €

Tourbericht:
15:10:2016
Und wieder stand das Auswärts Pflichtspiel dieser Saison an. Es ging nach Frankfurt zur Eintracht und da durfte ich natürlich nicht fehlen. Wie jedes Jahr halt. Ich hatte im Vorhinein schon eine Karte beim Andi geordert und die Zusage dafür bekommen. Da ich auch wieder bei meinem Kumpel Christian und seiner Familie vorbei schauen wollte entschied ich mich für die alleinige Autofahrt. Ich versuchte noch ein paar Leute über die Mitfahrzentrale, bzw. über BlaBlaCar.de einzusammeln, das sollte sich aber als nicht als besonders erfolgreich gestalten. So bekam ich wenigstens für die Hinfahrt einen Mitfahrer, obwohl dieser auch nur von München bis hinter Ingolstadt mit wollte. Danach ging es für mich alleine weiter. Zum Glück meinte es wenigstens der Verkehr gut mit mir und ich kam ohne Probleme über die Autobahn voran. Auch das Nadelöhr Nürnberg - Würzburg war dieses Mal ohne große Stauungen zu schaffen. So kam ich gut durch und bald war auch das Schild "Sie verlassen Bayern" zu sehen. Danach ging es in den hessischen Bereich und bald spulten sich die Kilometer rückwärts in Richtung Frankfurt. Ca. 5 km vor der Ausfahrt Richtung Stadion kann man schon den Weg über den Standstreifen nehmen und wird zu einem großen Parkplatz geführt. Diese Abfahrt wird über Schilder angepriesen und wenn man diese nimmt, kommt man auf einen Waldparkplatz. Dieser kostet aber und ist nach dem Spiel ein totales Chaos zum herausfahren. Zusätzlich hat man einige Meter zu Fuß zum Stadion zurück zu legen. Für meine Verhältnisse nicht zu empfehlen. Bei einem der vorherigen Spielen hatte ich durch Zufall einen guten Parkplatz entdeckt. Man fährt einfach an dem Stadion (Mörfelder Landstraße) vorbei und biegt rechts in die Isenburger Schneise ein. Dort befinden sich am Straßenrand genügend kostenfreie Parkplätze. Sehr zu empfehlen! Und gerade einmal 10 Minuten Fußmarsch vom Stadion entfernt. Ich hatte während der Autofahrt eine Nachricht von Franky erhalten, daß sie schon eine Stunde vor mir angekommen waren. Er schickte mir per Handy den Standort von ihnen, bzw. die Adresse der Pizzeria, in der sie sich aufhielten. Als ich dann das Auto abgestellt hatte begab ich mich via Google-Maps zu der geschickten Adresse und nach knapp 1 km stand ich auch schon vor der Pizzeria. Dort traf ich dann auf die Kumpels, die sich mit Speis und Trank versorgt hatten. Nach etwa 20 Minuten machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Über eine Tankstelle, die wir noch nutzten um unsere Getränke aufzufüllen machten wir uns weiter zum Eingang der Auswärtsfans. Auch hatte ich in einem vorherigen Telefonat, daß ich während der Fahrt geführt (natürlich über Freisprechanlage!) hatte, mit Andi ausgemacht, daß er mir die Eintrittskarte am Auswärtsdauerkartenschalter hinterlegt. So fand ich dann auch meine Karte dort. Die Anderen holten ihre Karten auch ab und nachdem wir noch ein gemeinsames Foto geschossen hatten begaben wir uns an das Eingangstor.













Dort waren die Kontrollen wieder einmal etwas größer und so bildete sich eine etwas längere Schlange. Nach etwa 10 Minuten waren wir dann aber auch schon im Stadion und begaben uns zu unserem Block. Der Block für die Auswärtsfans ist immer sehr begehrt und deswegen war auch der Zugang sehr groß. Einige versuchen immer ohne die richtige Karte hinein zu kommen und werden natürlich abgewiesen. Es lohnt sich also nicht, mit der falschen Karte hier zu stehen. Auch gibt es immer wieder Leute, die ihre Karte gegen einen Sitzplatz eintauschen wollen. Vor dem Block war ebenfalls noch einmal eine genaue Kontrolle und so wurde uns die Zeit wirklich knapp bis zum Anpfiff, denn wir hatten nur noch 10 Minuten Zeit. Doch mit etwas forscherem Anstellen kamen wir auch in diesen 10 Minuten durch und waren dann in der Kurve, als das Spiel angepfiffen wurde. Zum Stadion möchte ich nur so viel verlieren. Es wurde ja zur WM 2006 komplett umgebaut.
Vorher war es noch als Waldstadion bekannt und war mit Tartanbahn und aufgeschütteten Sand Stufen sehr Oldschool. Nach dem Umbau wurde die Tartanbahn entfernt und die Ränge näher ans Spielfeld gelegt. Dazu wurde das komplette Stadion überdacht, was sich auch als positiv erwiesen hatte. Denn ich kann mich an Spiele im alten Stadion erinnern, da war man bei Dauerregen der Dumme und konnte nach dem Spiel klitschnass zurück zum Auto gehen. Das neue Stadion ist für mich echt ein Schmuckstück geworden und gefällt mir sehr gut. Die Konstruktion des Daches und auch der Anzeigentafel ist auch etwas Besonderes, so zählt für mich dieses Stadion in der Bundesliga zu einem der Besseren und hat den Flair des Fußballs nicht verloren. Vor dem Spiel wurde für Frankfurt eine Strafe ausgesprochen. Durch das nicht korrekte Verhalten der Fans beim Pokalspiel in Magdeburg wurde der Fanblock gesperrt und es durfte niemand hinein. Also stand dieser leer.

So wurde auch von Anfang an mit Stimmung boykottiert. Diesem Boykott schlossen sich auch die Bayern Fans an , es war also sehr still im Stadion. Ich konzentrierte mich auf das Spiel, so bekam ich es gar nicht mit, daß die Stimmung ausblieb. Von Anfang an übernahm der FC Bayern das Geschehen und spielte sicher seine Ballstafetten herunter. Der Ball lief deswegen gut durch die eigenen Reihen. In der 10. Minute fiel dann das 0:1, wobei sich ein Bayern Spieler sehr gut durch eine Einzelleistung durch die Abwehr von Frankfurt kämpfte und dann aus spitzen Winkel den Ball über den Pfosten im Tor unter brachte. Die Stimmung war kurz gut im Bayern Block, doch dann wurde sich wieder auf den Boykott konzentriert. Weiter hatte Bayern mehr Ballbesitz, doch Frankfurt setzte immer wieder durch schnelle Konter die Abwehr der Bayern unter Druck. Am heutigen Tage zeigte sich auch die Schwäche der Abwehr, die nicht besonders sattelfest stand. So war die erste Halbzeit sehr interessant und sehenswert. Auch mit vielen guten Torraumszenen. In der der 43. Minute wurde Frankfurt für seinen Mut belohnt. Der Ball kam auf links zu einem Frankfurter Spieler und dieser zog Halblinks ab und überwand den Torwart von Bayern. So stand es 1:1. Somit kam auch kurzfristig Stimmung bei den Frankfurter Fans auf. Zur Halbzeit stand es Unentschieden und wir waren zufrieden mit dem Spiel, aber aus unserer Sicht natürlich nicht mit dem Ergebnis. Die Halbzeit nutzten wir für Informationsaustausch der nächsten geplanten Touren So wurde uns die Zeit sehr kurz und schon bald standen beide Teams wieder auf dem Rasen. Die zweite Halbzeit sollte das selbe Bild bringen. Bayern versuchte durch viele Ball Stafetten und Sicherheit das Spielgeschehen an sich zu reißen und Frankfurt machte bei Ballbesitz schnell und konterte nach vorne. Aber auch jetzt merkte man, daß die Abwehr der Bayern nicht sattelfest war. Durch einen Schuss vom 16. ner kam der Ball zu einem Bayern Spieler, der direkt vor dem Torwart der Eintracht stand und dieser behielt die Nerven und schoß Bayern in der 62. Minute mit 1:2 in Führung. Bis zur 65. Minute blieben auch beide Kurven still. Ab dann wurde die Stimmung angesetzt, wobei aus der Bayernkurve erstmal eine schöne Rauchwolke entstieg.




















Danach wurde durch Gesänge und Fahnenschwenken versucht, die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Ebenfalls in der 65. Minute bekam auch noch ein Frankfurt Spieler die gelb-rote Karte. Somit spielte Frankfurt nur noch mit 10 Feldspielern. Eigentlich sollte man meinen, daß jetzt das Spiel entschieden wäre. 1 Mann mehr, ein Tor in Führung, aber die Eintracht ließ sich nicht hängen und spielte munter weiter mit und kam auch zu weiteren Chancen. Und was wir nicht für möglich gehalten hatten, in der 78. Minute fiel der erneute Ausgleich. Durch einen abgefälschten Schuß auf das Tor der Bayern. Ein Frankfurt Spieler spielte einen Bayern Spieler auf rechts aus, flankte in den Strafraum und mit der Brust bugsierte der Spieler den Ball ins Tor. Alle Bemühungen der Bayern blieben erfolglos und das Spiel endete 2:2. Ziemlich enttäuscht verabschiedete ich mich von den Jungs und machte mich schnell auf den Weg zum Auto, denn ich wollte noch vor der großen Meute auf der Straße Richtung Kelkheim sein. Denn dort wartete schon Christian auf mich. Als ich dann am Auto angekommen war, war ein Großteil der Leute noch hinter mir. Also kam ich schnell raus und befand mich dank Navi auch schon bald auf den Weg nach Kelkheim. Leider war ich etwas zu schnell unterwegs und wurde auch noch abfotografiert auf der Landstraße. Schau mer mal, was das noch kosten wird. Als ich dann knapp 45 Minuten später beim Christian und Familie war durfte ich mir erstmal ein paar nette Worte anhören, wegen dem Ergebnis. Nach einem kurzen Abendessen machten sich Christian und ich auf in seine Stammkneipe, wo wir uns noch ein paar Bierchen gönnten. Auf dem Weg dorthin holten wir noch seinen Vater und den Schwager ab. Zu Viert saßen wir dann also gemütlich zusammen und ließen den Abend ausklingen.
Kurz vor 24 Uhr fuhr ich dann mit Christian im Taxi zu ihm nach Hause, wo seine Freundin noch wartete und wir uns zu dritt noch ein spätes Mahl gönnten, bevor es dann auf die Couch ging, wo ich auch meinen Schlafplatz hatte. So endete ich diesen Tag, indem ich die Augen schloss.

16.10.2016
In der Früh wurde ich dann schlagartig von der kleinen Tochter geweckt, denn die Tür ging auf und das Licht wurde von ihr angeschaltet. So war ich wach und Christian schlich auch schon durch die Wohnung. Nach einem schnellen Kaffee machte ich mich dann auf den Rückweg. Auf der Autobahn war wenig los, so kam ich gut durch und war dann nach 4 Stunden wieder Zuhause.

Fazit:
Es macht immer wieder Spaß nach Frankfurt zu fahren und in diesem tollen Stadion zu sein. Leider merkt man in manchen Spielen, daß der FC Bayern nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Aufmerksamkeit agiert und deswegen den Sieg verschenkt hat.












23.09.2016 TSV 1860 Rosenheim : 1. FC Schweinfurt 05

TSV 1860 Rosenheim : 1. FC Schweinfurt 05 4:2, Anpfiff: 19 Uhr
Halbzeit: 2:0 // Endergebnis: 4:2

Stadion: Jahnstadion (Rosenheim)
Zuschauer: 300, davon Auswärts ca. 20

Mit dabei:
Benni und ich

Tourbericht:
Am Mittwoch den 21.09.2016 bekam ich eine WhatsApp Nachricht von Benni mit der Frage, ob ich für den Freitag schon etwas vor hätte. Denn Schweinfurt 05 würde in Rosenheim spielen und er wäre Vorort. Also entschloss ich mich kurzfristig dafür, da ich auch am Freitag noch nichts vor hatte, mir das Spiel anzusehen und mich mit ihm zu treffen. Benni hatte mir auch eine Karte zugesagt, die er über Schweinfurt bekommen hatte. So fuhr ich also nach Rosenheim und wusste auch schon, daß die Parkplatzsituation um das Stadion herum kein Problem sein sollte. Es gab genug Seitenstraßen, wo man das Fahrzeug abstellen konnte und davor war auch noch ein großes Einkaufsmarkt, der Modepark Röther, wo sich ein Parkhaus befand. Dieses Parkhaus ist auch kostenlos, man kann also jederzeit auch dieses nutzen. So tat ich es dann auch, fuhr über die Einfahrt bei der ARAL Tankstelle in das Parkhaus. Zu Fuß liegt das Stadion nicht einmal 2 Minuten entfernt. Dieses Parkhaus kann man auch nutzen, wenn man sich das Eishockey Team Starbulls Rosenheim anschauen möchte. Vor dem Eingang kontaktierte ich noch einmal Benni, der dann kurze Zeit später aus dem Stadion kam und mich abholte. Das Stadion ist sehr alt und hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Sowohl auch sportlich, wie bautechnisch. Trotzdem hat es auch Aufgrund seines Alters einen gewissen Flair und für die Regionalliga reicht es vollkommen aus. Ich suchte mir mit Benni einen guten Platz auf der überdachten Haupttribüne aus und so wurde auch kurz danach das Spiel angepfiffen.
Das Spiel erwies sich als sehr gut, denn beide Mannschaften spielten auf Sieg und Angriff. So entwickelte sich ein schnelles und torreiches Spiel. Beide Mannschaften hatten auch gute Chancen, wobei das Tore schießen durch die Rosenheimer begann. In der 19. Minute kam es zu einem guten Angriff der Rosenheimer und da fiel auch das erste Tor. Durch einen schönen Konter von links kam der Ball vors Tor und der mitgelaufene Spieler drückte den Ball über die Linie. Im Gegenzug versuchte Schweinfurt gleich den Ausgleich zu schießen, aber die Chance wurde nicht genutzt. Auch der TSV spielte gut weiter und erarbeitete sich weiter Chancen. Es dauerte allerdings noch bis zur 36. Minute, bis das 2:0 fiel. Aber auch das hielt die Schweinfurter nicht ab, weiter mit zu spielen.Kurz vor der Pause hatten sie auch noch einmal die Chance zum Anschluß, aber auch da wollte der Ball nicht hinein. So ging es in die Pause mit einem 2:0. Die Halbzeitpause nutzten wir, um über alte Zeiten und die Zukunftsplanungen zu reden. Es hatte sich auch ein weiterer Kumpel von Benni eingefunden, Der wusste auch einiges zu Erzählen. So bekamen wir die 15 Minuten schnell rum. Zur zweiten Halbzeit machten die Schweinfurter gleich Druck und wollten den Anschluß. Doch das rächte sich, den in der 49. Minute fiel das 3:0 für Rosenheim durch einen herrlichen Konter. Fast der gleich Spielzug wie zum 1:0. Somit war das Spiel eigentlich gelaufen. So dachten wir zumindest. Aber Schweinfurt schaffte 2 Minuten später doch noch den Anschlußtreffer und gab sich nicht auf. In der 72. Minute fiel dann auch noch das 3:2 und nun drückte das Auswärtsteam auf den Ausgleich. Die Chancen dafür waren auch da, doch es fehlte einfach das nötige Glück oder der Pfosten stand dem Tor im Weg. Die Abwehr von Rosenheim stand dann auch noch und mit einem entscheidenden Schlag in der 86. Minute entschieden sie mit dem 4. Tor das Spiel. Nun war auch der Kampfgeist von Schweinfurt gebrochen und das Spiel endete 4:2. Ziemlich zufrieden verabschiedete ich mich von Benni und machte mich wieder auf den Heimweg.

Fazit:
Auch in den unteren Klassen des Fußballes kann man guten Fußball sehen. Und mit den 6 Toren, die ich gesehen habe war ich mehr als zufrieden.