Eifelturm Paris

Eifelturm Paris

Mittwoch, 10. August 2016

06.07.2016 Portugal : Wales Halbfinale in Lyon

Portugal : Wales in Lyon Anpfiff 21 Uhr




Portugal : Wales 2:0  Halbzeit: 0:0 // Endstand: 2:0




Stadion: Stade de Lyon (Lyon)




Zuschauer: 55679




Entfernung: Brannenburg - Lyon 799 km




Kosten:
Eintrittskarte:           65 €
Sprit + Maut:           65 €
Übernachtung:         10 €
Diverses:                  30 €




Tourbericht:
Beim Viertelfinale traf ich vor der Voucherstelle den Sebi und wir machten aus, daß wir beide Halbfinale anfahren wollen. Dazu schnappten wir uns noch Jonny, Iltis und Flo, damit das Auto voll ist. Natürlich nur, wenn wir das Viertelfinale überstehen würden. Da das geklappt hatte, wurde die Reise angetreten. Um 11 Uhr war Treffpunkt in München Oberschleissheim. Flo kam mit der S-Bahn, so waren wir schon zu dritt. Meine Eintrittskarte für das erste Halbfinale hatte mir Iltis übers Internet besorgt. Er hatte jemanden gefunden, der zwar Karten hatte, aber nicht fahren konnte. So machte er ihm ein freches Angebot und der Andere stieg darauf ein. Wir zahlten für eine 165 € Karte 65 €, daß war mir nach all den Ausgaben in diesem Monat für die Euro ganz recht. Sebi hatte sein Auto zur Verfügung gestellt, so konnten wir uns schon einmal die Kosten für den Leihwagen sparen. Jonny holten wir dann an der Autobahn ab und Iltis würde in Lindau dazu steigen. Im Vorhinein hatten wir noch besprochen, daß wir für den heutigen Tag nur das Spiel eingeplant hatten, also keine Sightseeing Aktionen starten werden. Somit war auch schon die Strecke für den heutigen Tag fest gelegt. Von München über Lindau durch die Schweiz nach Frankreich und dann nach Lyon. Durch ein paar Pausen, Staus und Verkehrschaos wurde uns die Zeit sehr knapp und schön langsam bemerkten wir, daß unsere Planung mit rechtzeitig da sein nicht klappen sollte. Also kurzfristig umdisponiert und einen Park & Ride Parkplatz angefahren. Auf diesem rollten wir um 20 Uhr erst ein, also eine Stunde vor Spielbeginn. Zum Glück gab es keine Probleme mit den Parkplätzen, denn es war noch genug frei. Ein weiteres Vorteil war, daß noch genügend Shuttlebusse standen und wir nach unserem Einsteigen gleich los fuhren. Im Bus gab es dann noch ein Spaß / Gruppenfoto, ehe der Bus um 20:45 Uhr vor dem Stadion hielt.




Schnell machten wir uns die letzten Meter auf zum Stadioneinlass und nach einer kurzen Kontrolle waren wir auch schon im Stadion. So ging jeder seinen Weg, damit wir zum Spielbeginn an unseren Plätzen waren. Ich fand auch noch einen Spielbecher und somit war das auch gleich abgehakt. So saß ich also zu den Hymnen auf meinem Platz.


Von beiden Fanlagern hätte ich mir mehr erwartet. Es waren von beiden Seiten nicht so viele Fans da, wie ich mir für ein Halbfinale vorgestellt hätte. Auch von der Stimmung her wäre mehr gegangen. Zum Spiel: Die ersten 30 Minuten versuchten die Waliser das Spiel in den Griff zu bekommen und hatten auch 2 gute Chancen, doch danach berappelte sich Portugal und übernahm die letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit die Kontrolle. Aber es sollte weder bei den Einen, noch bei den Anderen klappen. So ging es Torlos in die Halbzeit. Stimmung war mehr von den Portugiesen zu hören. Somit also 15 Minuten Pause in denen es nicht viel Besonderes zu Berichten gibt. Zur zweiten Halbzeit machten die Portugiesen gleich ernst und entschieden das Spiel mit einem Doppelschlag. Denn in der 49. Minute fiel das 1:0 und in der 53. Minute das 2:0. Somit war Wales erst einmal geschockt und benötigte etwa 10 Minuten um sich wieder zu fangen. In der Zeit hatte Portugal die Chance auf das 3:0, aber der Ball ging knapp über das Tor. Durch eine Auswechslung bei Wales kam wieder etwas mehr Druck ins Spiel, aber die Zeit lief gnadenlos gegen die zurückliegende Mannschaft und je mehr die Zeit verlief, umso mehr Druck lastete auf Wales. Aber all die Mühen sollten nicht belohnt werden und so stellte sich Portugal in die Abwehr und riegelten das eigene Tor ab. Somit brachten sie das 2:0 über die Zeit, ohne das eine große Gefährdung entstand.

Damit stand also der erste Final Teilnehmer fest. Nach dem Spiel trafen wir uns an dem ausgemachten Punkt, wobei ich dann mit Flo mitging und auch ein paar Karten sammelte. Mir ging es nur darum, eine Eintrittskarte mit Spielbegegnung zu erwischen. Als ich diese dann hatte beendete ich meinen Job und stellte mich nur noch zu Flo dazu. Etwa eine halbe Stunde später stellte alle ihre Sammellust ein und wir trafen uns wieder. Wobei uns der Iltis fehlte, der noch im VIP Bereich rum gammelte und es sich gut gehen ließ. Somit versuchten wir ihn zu erreichen und nach nochmal 20 Minuten kam er dann endlich daher. Zusammen traten wir den Rückweg zu den Shuttlebussen an und nahmen uns gleich noch ein paar Wasserflaschen mit, die am Eingangsbereich bei den Kontrolleuren herum standen. Der Bus stand auch schon Bereit und nach einer kurzen Wartephase rollten wir los Richtung Parkplatz. Dort angekommen waren wir fast das letzte Auto, daß auf dem Parkplatz stand. Da der Parkplatz etwas kostete, suchten wir nach einer Lücke für das Auto, um Kosten zu sparen. Und wir fanden wirklich eine Möglichkeit, das Auto vom Parkplatz zu bekommen, ohne die Kosten auf uns zu nehmen. Auf dem Gehweg, der mit großen Steinen abgesperrt war, war eine kleine Lücke, wo das Auto durch passte. Diese Chance nutzte Sebi, um das Auto hindurch zu steuern. Ich unterstützte ihn tatkräftig durch Einweisung und Zeichen, damit er nirgends anfuhr. Aber es klappte und das Auto stand kurz danach bereit zur Abfahrt zum Hotel. Nun standen noch weitere 100 km auf unseren Plan zum Hotel, aber auch schon Richtung Marseille, wo morgen unser nächstes Spiel stattfinden sollte. Also die 100 km runter gefahren und dann noch im Hotel eingecheckt. Im Vorhinein hatten wir die Zimmerbesatzungen schon fest gelegt. So entschieden sich Sebi, Iltis und ich für das 3 Bettzimmer, denn wir waren die Nichtschnarcher. Jonny und Flo gingen auf das 2 Bettzimmer und konnten die ganze Nacht Wälder roden. Nach einer kurzen Verabschiedung waren wir auch schon auf unserer Bude, lagen im Bett und der Tag wurde beendet.


Fazit:
Auch mit einer anderen Reisegruppe macht es Spaß, diese Tour anzutreten. Ich merkte selber für mich, was für ein kleines Licht ich doch in der Hopperszene bin. Bei der Autofahrt von München - Lyon wurde so viel über Touren geredet, da konnte ich nur erstaunt zuhören und lernen!










































Dienstag, 9. August 2016

02.07.2016 Deutschland : Italien Viertelfinale in Bordeaux

Deutschland : Italien in Bordeaux Anpfiff 21 Uhr




Deutschland : Italien 1:1  Halbzeit: 0:0 // Endstand: 1:1 // Verlängerung: 1:1 // nach Elfmeterschießen: 6:5




Stadion: Stade Matmut-Atlantique (Bordeaux)




Zuschauer: 38764




Entfernung: Brannenburg - Bordeaux  1350 km




Kosten:
Eintrittskarte:          85 €
Auto/Sprit/Maut:    70 €
Diverses:                30 €




Mit dabei:
Moosi, Olaf + Freundin, Steve, Andi B., Dominik, Peter, ich




Tourbericht:
Bei der Fahrt zum Achtelfinal, bzw. auf der Rückfahrt wurde gleich die Besatzung für das Viertelfinale festgelegt und die Plätze zugeteilt. Da für mich ein weiterer Platz vorhanden war nahm ich das Angebot gerne an und fuhr erneut mit dem Neuner mit. Dieses Mal trafen wir uns am 02.07.2016 um 0 Uhr, wieder an dem Pendlerparkplatz in Dachau/Fürstenfeldbruck. Ich war um Einiges fitter als bei der letzten Fahrt, wobei ich die Stunden davor auch noch nichts geschlafen hatte. Da Bordeaux etwas weiter war und wir über die Mautstrecke fahren mussten wusste wir auch, daß es dieses Mal ein paar Euro mehr kosten würde. Aber trotzdem immer noch billiger als eine andere Tour. So starteten wir also die Fahrt und nach kurzer Zeit fielen mir auch schon die Augen zu. Die Reise verlief recht ruhig und so wachte ich das nächste Mal auf, als wir kurz vor der Grenze nochmals zum Tanken raus fuhren. Also etwas Schlaftrunken umher spaziert und nach der Weiterfahrt wieder Augen zu.

So erwachte ich das nächste Mal, als wir schon in Frankreich waren. Schön langsam wurden wir alle wach und besprachen den Plan für heute. Moosi brachte zur Idee, daß wir zur größten Sand-/Wanderdüne Europas fahren sollten. Die liegt am Atlantik und hört auf den Namen Dune du Pilat. Da ich für sowas immer schnell zu Begeistern bin und davon noch nichts gehört hatte war ich sofort Feuer und Flamme. Und auch die Anderen hatten nichts Besseres vor, so war es also beschlossene Sache. So näherten wir uns also immer mehr Bordeaux und unser Ziel lag noch etwas über die Stadt hinaus, denn wir mussten nach Arcachon wo am Strand die Düne ist. Also an der Stadt Bordeaux vorbei und nach einer weiteren Stunde Fahrt waren wir dann endlich an unserem ersten Zwischenziel. Das Auto stellten wir dann auf einen Bezahlparkplatz in der Nähe unseres Sightseeing Punktes. Hier hatte es schon etwas von Urlaubsfeeling und man sah durch die Bäume und den Sand, daß wir nicht mehr weit weg waren vom Meer. Ich zog mir noch schnell meine Badehose an, denn Meer bedeutete ins Wasser springen. Die letzten Meter legten wir dann zu Fuß zurück. Wobei wir an typischen Urlaubssouvenier Shops vorbei kamen, wo man Getränke, Pins und Badeartikel kaufen konnte. So manch Einer von Uns kaufte sich einen Pin, und schon stapften wir weiter. Am Ende des geteerten Weges angekommen zogen wir unsere Schuhe aus, denn ab jetzt hieß es durch den Sand latschen. Zu der Düne: Wie schon angesprochen ist es die größte Wanderdüne Europas. Sie hat einen Nord-Süd Verlauf und ist bis zu 110 Meter hoch, etwa 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang. Auf der Westseite vom Meer hat sie eine Steigung von 5 - 20 Grad, die Ostseite 30 - 40 Grad. Sie ist seit 1978 zum Naturschutzgebiet ernannt worden. Um die Düne hoch zu kommen mussten wir eine Holztreppe hoch gehen.

War für einige unserer Mitreisenden eine heftige Leistung, denn die Treppe war lang und die Temperaturen taten den Rest dazu. Somit war ein Teil schon längst oben, wo der andere Teil erst auf die Treppe stieg. Und so waren die Anderen bestimmt 2-3 Minuten eher oben, wie der Letzte aus unserer Gruppe. Da es einem Teil unserer Gruppe schon durch den Anstieg gereicht hatte kapselte sich ein kleines Grüppchen ab und begab sich über das Gefälle auf der Westseite hinunter zum Meer (Atlantik).






















Dort angekommen entledigte ich mich schnell der Kleidung und sprang ins Meer. Dort öffnete ich mir erst einmal eine mitgebrachte Bierdose und ließ diese mir schmecken.


Das Wetter war hervorragend, deswegen war auch das Meer richtig schön warm. So verblieb ich ca. 10 Minuten im Wasser, bevor ich mich wieder aus dem Meer begab. Leider gab es keine Süßwasserduschen am Strand, deswegen musste ich mit dem salzigen Körper wieder zurück in meine Klamotten.





























Jetzt begann eine richtige Torture, denn der Weg führte uns wieder zurück über die Düne, soll heißen, wir mussten den kompletten Anstieg wieder zurück, um über die Düne zu kommen. Also 3 Schritte vor, 2 wieder zurück. War sehr anstrengend und kostete auch einiges Kraft, da wir immer wieder zurück rutschten. Aber irgendwie schafften wir es dann doch wieder, auf den Rest der Gruppe zu stoßen.


So machten wir noch ein Gemeinschaftsfoto und begaben uns zusammen auf den Rückweg zum Auto. Dieses Mal nützten wir aber nicht die Treppe, sondern rutschten den Dünenabhang hinunter. Wie die kleinen Kinder freuten wir uns, als wir unten angekommen waren. Zurück zum Auto, schnell in trockene Klamotten und als nächstes Ziel fuhren wir eine billig Tankstelle an, die wir auf der Herfahrt schon gesehen hatten. Danach fuhren wir durch nach Bordeaux, um an der Voucher Stelle die Karten zu tauschen. Geparkt wurde das Auto einfach an einem Restaurant auf dem Parkplatz. Dieses Mal hatte der Flo für mich übers Internet eine Karte mitbestellt, deswegen ging mich auch der Tausch wenig an. Die Anderen tauschten ihre Voucher und der Rest wartete vor der Station auf den Flo, damit er uns die Karten brachte. Der tauchte auch bald auf und so wechselte das Geld und die Karten die Leute und wir waren alle ausgestattet mit Karten. Aber auch bei diesem Spiel standen wieder genug Leute rum und hatten Karten über. Unglaublich, wie wenig Interesse in Frankreich für die Spiele war. Ein Teil von uns begab sich wieder ins Stadion, aber ich für meinen Teil wollte nicht so früh drin sein. So sandelte ich noch etwas um das Stadion. Dieses Mal war das Wetter auch super, also machte es Spaß, sich das Treiben am Stadion anzuschauen.






















So traf ich noch auf Jonny und Iltis, die sich auch ums Stadion herum trieben und gemeinsam gingen wir ca. 40 Minuten vor Spielbeginn ins Stadion. Dort trennten sich dann unsere Wege, da wir unterschiedliche Blöcke hatten. Als nächstes machte ich mich auf die Suche nach einem Spielbegegnungsbecher, das sich dieses Mal als nicht so einfach ergab. Aber mit mehr Glück, als Verstand hielt ich doch noch einen Becher in der Hand. Die nächste Schwierigkeit sollte sich ergeben, als ich versuchte, in die deutsche Fankurve zu kommen. Da an jedem Blockeingang ein Ordner stand, konnte ich mich nicht in den Bereich hinein schmuggeln. Zum Glück traf ich den Michi B., der dann in die Kurve ging und eine Karte für mich heraus holte. So klappte es auch noch mit der Fankurve. Ich stellte mich dann zu den restlichen RM-s und wir verfolgten gemeinsam das gesamte Vorgeplänkel. Somit kamen die Mannschaften zur Aufstellung und den Hymnen. Die Spannung bei uns war sehr groß, da es gegen die Italiener noch nie bei einem Turnier einen Sieg gegeben hatte.

Daß es kein leichtes Spiel werden würde war uns im Vorhinein klar, denn gegen die Italiener zu spielen heißt immer, gegen ein Abwehrbollwerk zu spielen. Uns so war es auch dieses Mal. Die Italiener standen tief und störten immer wieder die Deutschen beim Angreifen auf das italienische Tor. So gab es wenig Chancen auf beiden Seiten in der ersten Halbzeit. Zu sehr war das Spiel von der Taktik geprägt.

Die zweite Halbzeit sollte sich dann ändern. Gleich von Beginn an nahmen die Deutschen das Heft in die Hand und übernahmen die Kontrolle am Spiel. So hatten sie mehr Ballkontakte und auch mehr Kontrolle über das Spiel. Und zu unserer Freude kamen sie auch zu Chancen, die leider nicht ins Tor gingen. Doch in der 65. Minute sollte es dann soweit sein. Durch eine super Einzelleistung eines Deutschen an der linken Außenlinie wurde der Ball in den Strafraum gespielt, ein weiterer Deutscher ließ den Ball nach einem kurzen Kontakt weiterlaufen und der freistehende Spieler musste nur noch den Fuß hinhalten, dann war der Ball auch schon im Netz. Also 1:0 für Deutschland. Wir waren natürlich voller Euphorie . Nun mussten die Italiener ihre Taktik der Verteidigung ändern und kamen auch ihrerseits zu Chancen. Aber die Deutschen verpassten in der 68. Minute das Ergebnis zu erhöhen. So wurden die Italiener dafür belohnt, daß sie kurz ihre Spielweise änderten. In der 77. Minute kam es zu einem Eckball und ein deutscher Spieler kam bei dem Abwehrversuch mit der Hand an den Ball. Dies bedeutete, das es im Strafraum war, Elfmeter. Diesen verwandelte der italienische Spieler und es stand 1:1. Es gab danach auch keine nennenswerte Chance mehr, deswegen stand es auch nach 90 Minuten 1:1.
Und nun begann der Nervenkrieg, der von Minute zu Minute größer wurde. In der ersten Halbzeit der Verlängerung passierte nicht viel. Beide Mannschaften konzentrierten sich darauf, keine Fehler zu machen und die Abwehr dicht zu halten. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung gab es auch nur vereinzelt Chancen, aber bei jedem Ballkontakt der Italiener und Angriffsversuch dachte ich, der Ball landet im Netz und das wäre es dann gewesen. Aber es sollte zum Glück nicht passieren. Und auch diese Halbzeit sollte ohne Schaden über die Runde gehen. Somit kam das, auf das wir alle verzichten wollten. Das Spiel würde im Elfmeterschießen entschieden. Und jetzt begann die Dramatik. Die ersten 5 Schützen für beide Mannschaften standen bereit. Als dann alle Schützen geschossen hatten stand es 2:2 nach Elfmeterschießen, daß hieß, jeweils 3 Mann von jeder Mannschaft hatten verschossen. Wobei die Deutschen immer wieder hinterher liefen und da sie den zweiten und dritten Elfmeter verschossen und die Italiener voraus waren. So wurde jeder geschossene Elfmeter zum Nervenkrieg, denn wir wussten, ein weiterer verschossener Elfmeter wäre das Aus gewesen. Als dann der Italiener endlich auch verschoss, da hatten war zumindest den Gleichstand wieder hergestellt. Der letzte Schütze der Italiener verschoss auch noch, somit hatten die Deutschen die Chance, das Spiel zu gewinnen. Aber auch dieser letzte Elfmeter wurde verschossen. Somit ging die Dramatik weiter. Mittlerweile hatten wir schon einen erhöhten Puls und weiche Knie. So wurde immer abwechselnd weiter geschossen und es dauerte noch weitere drei Schützen auf jeder Seite, bis ein Fehler auf der italienischen Seite passieren sollte. Denn der 4 Schütze der Italiener verschoss den Elfmeter und als dann der deutsche Spieler anlief und den Elfmeter verwandelte war unser Jubel unbeschreiblich. Wir hatten das Spiel gewonnen und wieder einen historischen Sieg mit erlebt. Mit ziemlich flauen Magen und weichen Knien verließen wir nach der Feier mit der Mannschaft unsere Kurve.

Das Gefühl der Entspannung machte sich erst nach Verlassen des Stadions langsam breit und ich merkte einmal wieder, wie viel Emotionen und Spannung bei einem Fußballspiel dabei sein können. Somit ging es wieder zurück zum Auto. Auf dem Weg traf ich dann noch ein paar Jungs unserer Reisegruppe und wir legten den Weg gemeinsam zurück. Wir waren Alle noch so unter Strom wegen dem Spiel, so daß wir nur dieses Thema hatten. Als wir dann wieder Alle beim Auto waren machten wir uns gleich auf den Rückweg, denn es standen wieder ein paar Kilometer an. Zu Anfang begann wieder der Moosi mit dem Fahren. Aber als wir dann aus Bordeaux raus waren übernahm Jeder mal einen Teil der Strecke. Auch ich bot mich für 2 Stunden Fahrt an und so kamen wir stetig immer näher Richtung Heimat. Als es dann schon hell war und die Uhr auf 10:30 stand kamen wir dann wieder am Pendlerparkplatz in Dachau/Fürstenfeldbruck an. Hier trennten sich wieder unsere Wege. Weiter ging es für mich noch eine Stunde, dann rollte ich auch in den Innenhof  der Wohnung ein und konnte auch diese Fahrt somit abschließen.




Fazit:
Die Sanddüne war wirklich sehr beeindruckend. Hatte schon etwas von Urlaub.
Das Spiel war ein nervliches Highlight und wird mir sicher in ewiger Erinnerung bleiben. Daß ist der Grund, warum ich zum Fußball fahre!
Die Euro war somit noch nicht beendet für mich! Nächster Halt, Halfinale in Marseille.


































Mittwoch, 3. August 2016

26.06.2016 Deutschland : Slowakei Achtelfinale in Lille



Deutschland : Slowakei in Lille Anpfiff 18 Uhr



Deutschland : Slowakei 3:0  Halbzeit: 2:0 // Endstand: 3:0



Stadion: Stade Pierre-Mauroy (Villeneuve d`Ascq)



Zuschauer: 44312



Entfernung: Brannenburg - Lille  905 km



Kosten:
Eintrittskarte:      60 €
Leihauto, Sprit:   35 €
Div. Kosten:        30 €



Mit dabei:
Moosi, Peter, Steve, Andi B., Volker, Nadine, Olaf, Jacob und ich




Tourbericht:
Am letzten Vorrundenspieltag hatte ich mit Moosi telefoniert und ausgemacht, daß ich beim Achtelfinale nach Lille einen Platz im Neuner bekomme. So wurde das Treffen an der Autobahnausfahrt Dachau/Fürstenfeldbruck ausgemacht. Und zwar um 6 Uhr in der Früh am Spieltag. Was mir fast zum Verhängnis wurde, da ich am Vortag noch in Mittenwald bei einer Hochzeit war und erst am Morgen um 3 Uhr im Bett war. Also startete ich den Tag nach einer Stunde Schlaf mit dem Ritt von Mittenwald - Dachau. Ich war dementsprechend müde und schaffte es gerade so an den Treffpunkt. Da ich wusste, daß Moosi die Strecke komplett fahren würde, konnte ich den verlorenen Schlaf wieder aufholen. Autoschlaf ist besser als gar kein Schlaf. Um kurz nach 6 Uhr kam Moosi dann mit dem Auto und wir stiegen in das Gefährt. Es hatten sich wirklich 9 Verrückte gefunden, die sich den Ritt antaten. Die Abfahrt bekam ich noch mit, dann holte mich die Müdigkeit ein und ich verschwand ins Reich der Träume. Das erste Mal erwachte ich wieder in Luxenburg, denn da wurde das Auto noch einmal nachgetankt. Doch dann schlief ich gleich wieder ein und das zweite Erwachen war dann schon in Belgien. So konnte ich nicht viel von der Fahrt berichten, aber es schien alles glatt gelaufen zu sein. Was diese Strecke mit sich brachte war, daß wir keine Mautstrecke mit dabei hatten. Somit war klar, daß es eine billigere Fahrt werden würde.


Als wir dann den Grenzübergang Belgien - Frankreich erreichten wurden wir heraus gezogen und kurz kontrolliert. Aber ohne großen Problemen konnten wir nach kurzer Zeit unsere Reise fortsetzen. Und so dauerte es nicht lange, dann waren wir auch schon in Lille an der Tauschstelle der Voucher.


Ich bekam meine Karte vom Sebi, den ich am Stadion treffen sollte, so wusste ich, daß ich mir keine Sorgen um die Karte machen musste. Als dann die anderen Kameraden ihre Voucher eingetauscht hatten ging die Reise weiter zum Stadion. Dort waren schon alle normalen Parkplätze belegt und so entschied sich der Moosi dafür, einfach in eine Wiese zu fahren und das Auto dort stehen zu lassen. Der Moosi, wie man ihn kennt. Danach trennten sich unsere Wege. Ein Teil ging in die Kneipe, der andere Teil wartete auf den Flo, der noch zu uns stoßen wollte. Als er dann endlich erschien, entschlossen wir uns mit 3 Personen zum MCD zu gehen und Mittagessen zu besorgen. Das erledigten wir dann auch und ich versuchte gleich mal das WLAN zu nutzen, um mit Sebi in Verbindung zu treten. Als wir unser Essen hatten gingen wir wieder zurück zum Wagen und verspeisten die Burger.
Danach ging der übrige Rest der Gruppe zum Stadion und hinein, denn sie wollten das 15 Uhr Spiel auf der Anzeigentafel anschauen. Mir war es zu früh und ich hatte immer noch keine Verbindung zu Sebi, somit hatte ich auch noch keine Karte. Ein kurzer Abstecher zum Stadion brachte auch nichts ein. Also entschloß ich mich noch einmal zum MCD zu gehen und über WLAN die Verbindung zu ihm zu bekommen. Doch auch dieses Mal klappte es nicht und als ich versuchte, über das Netz in Frankreich zu gehen brach alles zusammen. So stand ich also immer noch ohne Karte da, machte mir aber noch keine Gedanken. Am Stadion schaute ich bei beiden Eingänge vorbei, aber auch da war noch nichts von Sebi zu sehen. Wieder machte ich mich auf zum MCD, doch auch das dritte Mal brachte nichts ein. Schön langsam machte ich mir Sorgen, denn die Verbindung kam immer noch nicht zu Stande und es war auch nur noch eine Stunde bis zum Anpfiff des Spieles. Aber wie es dann immer ist klappte auf einmal die Verbindung und ich war im französischen Netz. Und ich sah, daß sich Sebi, Andi und Moosi schon per Telefon gemeldet hatten und versucht hatten, mit mir in Verbindung zu treten. Also rief ich Sebi an und der ging auch zum Glück gleich dran. Er hatte vorher lange auf mich gewartet, aber da ich ja keine Verbindung hatte wusste ich natürlich nichts davon. Etwas angepisst und sauer war er auf alle Fälle, aber wir machten einen Treffpunkt aus, denn er war schon im Stadion. Als ich dann an dem Treffpunkt angekommen war traf ich noch Jonny und Iltis, die ebenfalls noch eine Karte über hatten. Mittlerweile war schon Einiges los ums Stadion und es war schwer, ran an den Treffpunkt zu kommen. 30 Minuten vor Anpfiff rief ich nochmals an. Sebi war noch nicht mal aus dem Stadion. So mussten wir Aufgrund der knappen Zeit umdisponieren. Also schnell einen anderen Treffpunkt gefunden. Und zwar den VIP Eingang. Da war am wenigsten los. So reichte er mir die Karte über einen Ordner durch und ich rannte schnell zu dem Eingang, wo schon richtig viel los war. Eigentlich dachte ich schon, ich schaffe es nicht mehr. Doch irgendwie schoben sich die Massen durch, ich trickste noch am Eingang, damit ich schneller hinein kam und war 5 Minuten vor Anpfiff im Stadion. So schnell es ging rannte ich zu meinem Block und genau zur Hymne stand ich darin.



Ich interessierte mich auch nicht dafür, wo mein Platz war, sondern stellte mich einfach auf einen freien Platz. Dadurch, daß vor dem Stadion mal wieder der Schwarzmarkt zusammen gebrochen war und extrem viele Karten übrig waren und nicht verkauft wurden, war genug Platz in der Kurve. Diesen Platz machte mir auch niemand streitig. Zum Spiel: Die Slowaken zogen sich von Anfang an zurück und versuchten den Strafraum dicht zu machen. In der 7. Minute hatte Deutschland dann auch gleich die erste Chance, doch noch konnte der slowakische Torwart retten. Doch in der 8. Minute sollte schon das frühe Tor für Deutschland fallen. Durch eine verunglückte Abwehr landete der Ball vor den Füßen eines deutschen Spielers und aus 20 Meter knallte er einfach drauf und der Ball fand durch Freund und Feind den Weg in Tor. Wir feierten und die Slowaken mussten ihr passives Spiel umändern.  In der 13. Minute hatten die Deutschen die Chance auf das 2:0, aber der Elfmeter wurde kläglich verschossen und so blieb es bei der knappen Führung.
Aber die Slowaken machten nicht den Eindruck, als wollen sie unbedingt auf den Ausgleich spielen und blieben noch weiter in der Verteidigung. So entwickelte sich Einbahnstraßen Fußball, denn die Deutschen hielten den Ball in ihren Reihen und die Slowaken versuchten sich in der Verteidigung. Kurz vor der Pause gab es aber dann doch noch 2 Chancen für die Slowaken, wobei durch einen Rückpass der deutschen Verteidigung der Torwart der Deutschen in Bedrängnis kam und kurz darauf durch einen Kopfball der Slowaken der Torwart ebenfalls nochmal im Mittelpunkt stand. Aber mit viel Können wurden die beiden Chancen vereitelt. Dafür kam Deutschland 120 Sekunden später zum verdienten 2:0. Durch eine tolle Einzelleistung an der Außenbahn entlang gelang der Ball in den Strafraum und der deutsche Stürmer musste nur noch den Fuß hin halten. So gingen die Deutschen mit einem beruhigenden 2:0 in die Halbzeitpause. Ziemlich zufrieden mit der Halbzeit gönnte ich mir eine 15 minütige Auszeit und nahm erstmal Platz auf meinem Sitz. Die Pause verging schnell und die Slowaken kamen mit neuem Schwung und Hoffnung in die 2. Halbzeit. Bis zur 60. Minute waren dann auch die Slowaken die bessere Mannschaft und hatte auch mehr Ballbesitz und natürlich auch gute Chancen. Doch in der 63. Minute folgte ein Gegenstoß der deutschen und die Sache war erledigt. Durch eine super Einzelaktion fiel das 3:0 und die Entscheidung war gefallen. Der Widerstand der Slowaken war vorbei und Deutschland brachte das Ergebnis über die Zeit.



Ziemlich zufrieden begab ich mich nach dem Spiel wieder zurück zum Auto. Dort kam nach und nach die ganze Reisegruppe wieder zusammen. Als Letztes kam dann auch der Moosi, der noch beim Kartensammeln war. Nach ein paar Rangiermanövern war das Auto auch schon aus der Wiese herausen und die Fahrt ging Richtung Heimat zurück. Wobei es sich Moosi nicht nehmen ließ, die Anfangszeit selbst noch einmal hinter dem Steuer zu sitzen. Irgendwann übernahm dann Olaf das Steuer, aber das bekam ich nur so am Rande mit, denn die Rückfahrt verbrachte ich Hauptsächlich mit Schlaf. Um 04:40 Uhr rollten wir wieder in Dachau am Pendlerparkplatz ein. Somit trennte sich die Reisegruppe und ich hatte auch noch eine Stunde Fahrt vor mir. Um 05:40 Uhr hatte ich dann auch das Heimatdorf erreicht und konnte noch ein paar Stunden im eigenen Bett verbringen.



Fazit:
Fast hätte es nicht geklappt mit dem Spiel, da das Chaos mit der Karte den Nachmittag beherrschte.
Die Reise nach Frankreich war noch nicht beendet und ging weiter!
















































Montag, 1. August 2016

22.06.2016 Island : Österreich in Saint Denis (Paris)

Island : Österreich in Saint Denis Anpfiff 18 Uhr

Island : Österreich 2:1  Halbzeit: 1:0 // Endstand: 2:1

Stadion: Stade de France in Saint Denis (Paris)

Zuschauer: 68714

Kosten:
Eintrittskarte: 55 €
Rückfahrt: 913,5 km

Tourbericht:
Nach einer Nacht, die uns wieder mit viel Geschnarche beglückte, schafften wir es doch Aufgrund der Müdigkeit und den Ohrenstöpseln etwas länger zu Schlafen und erwachten erst um 10:30 Uhr. Schön langsam merkten wir, daß uns die Tour an die Substanz ging, da wir doch schon einige Kilometer runter geradelt hatten und der Schlaf uns nicht gerade gegönnt war. So starteten wir unseren letzten Tag der Tour mit einer Dusche und erneutem Zusammenpacken der Ausrüstung. Nur heute richteten wir gleich alles so her, daß wir bei Ankunft daheim alles so aus dem Auto nehmen konnten und nichts mitten in der Nacht vergaßen. Für den heutigen Tag stand wieder ein Sightseeing Highlight auf dem Plan. Da wir ja letztes Mal schon die wichtigsten Dinge in Paris gesehen hatten wollten wir heute zum Schloss Versailles fahren und dieses begutachten. Bevor wir aber losfuhren machten wir noch einen Stop bei einem Einkaufszentrum und holten uns was zum Frühstücken. Danach noch das Auto voll getankt und und schon führte uns der Weg nach Paris. Auf dem Stadtring war wieder der übliche Stau und so verloren wir wertvolle Zeit. Aber irgendwann kam die Ausfahrt Richtung Versailles und die nahmen wir dann auch. Noch durch ein paar Gassen und schon standen wir auf einem Bezahlparkplatz direkt vor dem Schloss. Da die Sonne heute wieder runter brezelte entschlossen wir uns für die kurzen Klamotten. Vor dem Schlosstor stand eine etwas längere Schlange von Leuten, denn um in den Schlossbereich hinein zu kommen wurden Sicherheitskontrollen durch geführt. Also stellten wir uns in die Warteschlange und ziemlich zügig, nach einer etwas lässigen Kontrolle, waren wir auch schon im Schlossbereich.
















Unser Weg führte uns erst einmal über einen großen Schlosshof.


Vor uns stand das große Schloss, daß wir aber nicht mit einem Besuch eingeplant hatten. Wir wollten nur ein paar Bilder machen und nicht allzu viel Zeit verlieren, da wir ja dann wieder nach Paris hinein mussten. Also gingen wir linker Hand am Schloss vorbei und durch einen großen Torbogen führte der Weg in den Schlossgarten. Dieser war sehr schön angelegt und zeigte sich in einer herrlichen Pracht. Natürlich waren hier auch wieder einige asiatische Reisegruppen unterwegs, die sich mit Allem, was sie auf die Kamera bekamen, fotografierten. Sehr lustig auf alle Fälle.

































Wir machten auch unsere Fotos und zum Schluß kam dann noch das Gruppenfoto vor dem Schloss. Danach ging es wieder zurück zum Auto. Die ganze Aktion hatte uns nicht einmal eine Stunde gekostet. Noch schnell das Parkticket bezahlen und schon standen wir an der Ausfahrt Schranke. Und wie es halt immer so ist, man steht hinter einem anderen Fahrzeug und dieser hat sein Parkticket nicht bezahlt. Immer wieder gerne genommen. Also sprang jemand von diesem Auto heraus zum Zahlautomat und löste das Ticket ein. Wir waren ziemlich genervt und unsere Hupe wurde mehrfach betätigt. Was den werten Herren vor uns zu einem müden Winken animierte. Als dann endlich dieses Auto durch die Schranke gefahren war konnten wir die Schranke auch passieren. Der Herr vor uns stieg noch aus seinem Auto aus und verbeugte sich vor uns als Entschuldigung. Aber unsere Laune war dadurch nicht mehr zu retten. Danach machten wir uns auf den direkten Weg nach Paris. Wir hatten ja beim letzten Mal in einer Seitenstraße geparkt und auch dieses Mal wollten wir wieder diesen Parkplatz ansteuern. Nur war in dieser Straße leider nichts frei. Auch bei Abfahren der anderen Straßen fanden wir erst einmal nichts. So kamen wir in eine sehr dreckige und zwielichtige Gegend und hier war ein Plätzchen frei. Also gleich Mal eingeparkt und zu Fuß zum Stadion. Als wir ein paar Meter an einem Auto vorbei kamen, in dem ein afrikanischer junger Mann saß fielen uns gleich die vielen Flachbildschirme auf, die er kreuz und quer in seinem Auto hatte. Etwas verwundert gingen wir an dem Auto vorbei und im gleichen Augenblick hielt ein anderes Auto mit einem afrikanischen Mann neben dem Auto mit den Fernsehern und diese wurden allesamt umgeladen. Also wurde hier wohl Hehlerei mit Flachbildschirmen durchgeführt. Daß brachte uns dazu, doch noch weiter noch einem besseren Parkplatz für unser Auto zu suchen, denn diese Straße gefiel uns nicht besonders gut und schien auch nicht unbedingt sicher zu sein. Wir hatten dann in einer Nebenstraße das Glück, doch noch eine Lücke zu finden und dort gefiel es uns auf alle Fälle um Einiges besser! Nach dieser kurzen Unterbrechung machten wir uns dann auf den Weg zum Stadion. Wir kamen an einen Einkaufsmarkt vorbei und davor saßen einige österreichische Fans. Wir kamen gut mit ihnen ins Gespräch und weil wir noch genug Zeit hatten entschlossen wir uns dazu, noch etwas Platz zu nehmen und mit den Österreichern ein Bier zu trinken. Sie waren natürlich voller Euphorie wegen dem Spiel und die ganze Zeit sprachen sie nur davon, daß heute der Sieg her muß und dann geht auch für sie das Turnier weiter. So verbrachten wir noch eine knappe Stunde bei ihnen und verabschiedeten uns danach auch wieder, denn wir wollten ja rechtzeitig im Stadion sein. Dieses Mal hatten wir alle Karten beieinander und mussten uns wegen dem Treffen nach dem Spiel keine Gedanken mehr machen. Also steuerten wir auf direkten Weg das Stadion an.



Auch dieses Mal liefen uns wieder viele Isländer über den Weg. Die waren gut vertreten, so wussten wir, daß die Stimmung im Stadion sehr gut sein wird. Wir überwanden die Sicherheitskontrollen, die heute wieder etwas genauer waren. Trotzdem waren wir eine Stunde vor Spielbeginn im Stadion und begaben uns auf unseren Platz. Das Wetter war extrem schwül und die Sonne schien direkt auf unseren Platz, deswegen entschloss ich mich dazu, noch etwas hinter den Block zu gehen, denn es war viel zu heiß. Ich traf noch ein paar bekannte Leute und wechselte einige Gespräche mit ihnen. Kurz darauf kam auch noch der TS aus dem Block. Ihm war ebenfalls zu heiß. So verbrachten wir noch einige Minuten hinter dem Block, bevor wir bei der Eröffnungszeremonie wieder zurück gingen. Dieses Mal war es auch wieder das gleiche Gänsehautgefühl als die Österreicher ihr "I am from Austria" sangen. Es waren auch etliche da, so kam natürlich eine sehr gute Stimmung auf. Als dann die Mannschaften einliefen und die Hymnen abgespielt wurden sangen beide Lager tatkräftig mit. Wobei schon mehrer Österreicher da waren. Ich hätte so auf 30000 geschätzt. Aber auch von den Isländern waren ca. 10000 - 15000 Vorort. Starke Leistung von beiden Lagern.




Zum Spiel. Nach 2 Minuten traf Island gleich mal an die Latte, was eigentlich die Österreicher wecken hätte sollen. Aber irgendwie entwickelte sich ein Mittelfeldgeplänkel und beide Mannschaften neutralisierten sich größtenteils. Dann hatten die Österreicher eine super Chance in der 11. Minute, aber die wurde kläglich vergeben. Danach waren wieder die Isländer dran mit einer weiteren Chance, aber dieses Mal rettete wieder das Aluminium. In der 18. Minute sollte es dann soweit sein. Nach einem Einwurf wurde der Ball verlängert. Dieser landete bei einem Isländer und der vollstreckte ins lange Eck. 1:0 für Island. Österreich zeigte sich erstmal geschockt und versuchte über mehr Ballbesitz wieder Ruhe ins Spiel zu bekommen. Die Isländer zogen sich in ihre Hälfte zurück und warteten auf Konter. In der 37. Minute wurde dann im Strafraum ein Österreicher umgezogen und der Schiri entschied auf Elfmeter. Doch diesen setzte der österreichische Spieler an den Pfosten. So ging es mit einer 1:0 Führung für die Isländer in die Pause. Die 15 Minuten nutzten wir für Gespräche. Die 2. Halbzeit ging dann recht flott los, denn es gab Chancen im Minutentakt für beide Mannschaften. Es hätte dann auch noch einen weiteren Elfmeter für Österreich geben können, denn ein Isländer senste einen Österreicher im Strafraum um, aber die Pfeife des Schiris blieb stumm. In der 60. Minute klappte es dann doch noch mit dem Ausgleich. Österreich traf zum viel umjubelten Ausgleich. Wobei es ein sehr sehenswerter Spielzug war. Dieses Tor beflügelte die Österreicher und brachte ihnen weitere Feldvorteile ein, die sie aber durch ihre vielen Chancen nicht zu einem weiteren Tor nutzen konnten. Die Isländer kamen nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus und igelten sich hinten ein. So rollte ein Angriff nach dem Anderen, brachte aber nichts zählbares ein. Und dann kam doch noch der Siegtreffer für die Isländer. Keiner hatte damit gerechnet, aber durch einen schnellen Konter in der 90 + 4 Minute erzielten die Isländer das 2:1. Der Schiri pfiff gar nicht mehr an und wir hatten ein weiteres Highlight dieser Euro mit erlebt, denn es war der erste Sieg einer isländischen Mannschaft bei einer Euro. Die Österreicher waren natürlich am Boden zerstört, die Isländer feierten diesen Sieg. Wir machten uns nach dem Schlusspfiff schnell auf dem Weg aus dem Stadion und schauten, daß wir schnell zum Auto kamen, da wir ja diese Nacht die Heimfahrt noch vor uns hatten. Eigentlich wollten wir diese Nacht noch in Paris bleiben, aber dadurch, daß der Michi früher als geplant wieder Arbeiten musste entschlossen wir uns, daß Zimmer verfallen zu lassen und nach Hause zu fahren. Am Auto angekommen waren wir froh, daß noch alles dran war. Somit schnell ins Auto und los ging die Reise. Wir wechselten uns in regelmäßigen Abständen mit dem Fahren ab und so konnten die anderen 3 ihre Augen schließen. So kamen wir immer näher der Heimat und als Erstes steuerten wir Dachau an, wo wir Michi raus ließen. Ich holte mir noch das zurück gelassene Navi bei ihm und schon fuhren wir weiter zu Peter nach Unterschleißheim, wo mein Auto stand und er Daheim ist. Wir räumten also unsere Sachen um in mein Auto und nach einenr kurzen Verabschiedung ging die Fahrt weiter über die Autobahn zum TS. Er hatte ja immer noch sein Auto in der Werkstatt, weil ihm diese bescheuerte Tussi ins Auto gefahren war. So fuhr ich ihn heim. Als ich dann bei ihm angekommen war, war es schon wieder hell. Somit war der nächste Morgen schon erreicht. Wir packten sein Zeug aus dem Auto und nun konnte auch ich die Heimfahrt zu meiner Wohnung antreten. Da ich sowieso nix zu Essen Daheim hatte entschloss ich mich noch für ein MCD Frühstück in Grabenstätt. dort trank ich wieder einen guten Kaffee. Dann ging es aber auf den direkten Weg zurück zur Wohnung, wo ich am 23.07.2016 um 8 Uhr eintraf. Noch schnell das Auto ausgeräumt und danach schnell ins Bett und noch ein paar Stunden Schlaf gefunden.

Fazit:
Österreich hat das Spiel beherrscht, Island gewinnt! So ist Fußball!