Eifelturm Paris

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Donnerstag, 2. Juni 2016

29.05.2016 SV Waldhof Mannheim : Sportfreunde Lotte 0:2

VfR Mannheim 1896 : Käferthal 1:0
Halbzeit: 1:0 // Endstand: 1:0
Rhein-Neckar-Stadion
Zuschauer: ca. 70






SV Waldhof Mannheim : Sportfreunde Lotte 0:2 Aufstiegsspiel zur 3. Liga
Halbzeit: 0:2 // Endstand: 0:2
Carl-Benz Stadion
Zuschauer: 22361, davon Auswärtsfans 500




Kosten:
Eintrittskarte:                               14 Euro
Spritkosten:                                  20 Euro pro Person
Diverses:                                      10 Euro




Mit dabei waren:
Fabio, Philipp, GAP Michi und ich




Planung und Vorbereitung:
Im Vorhinein musste ich mich erstmal schlau, wer Interesse hatte, mitzufahren. So setzte ich die Fahrt im Facebook ein und es meldete sich ein Fabi, den ich bis dahin noch nicht kannte. Er hatte Interesse, mit einem Kumpel mit zu fahren. Auch der GAP Michi war nicht abgeneigt, mitzufahren. Somit besorgte ich über die Homepage vom SV Waldhof Mannheim 2 Karten. Noch die Treffpunkte mit den Jungs ausmachen und schon war die Planung durch.






Tourbericht:
Für dieses Wochenende war eigentlich das Championsleague Final geplant gewesen. Durch das Ausscheiden im Halbfinale war dieser Plan schon einmal gecancelt. Als nächstes machte ich mich wieder über die Seite soccerway.com schlau, welche Liga denn überhaupt noch spielt. Viel war nicht mehr übrig. Über eine andere Hopper Gruppe erfuhr ich von einer geplanten Tour nach Finnland. Hätte mich auch interessiert, nur nach einem reisefreudigen Monat fehlte das nötige Kleingeld. Somit musste ich diese Tour auch canceln. Als nächste stach mir ins Auge, daß die Schweiz noch Spiele hatte. Also fragte ich die bekannten Gesichter ab, aber außer Stillschweigen oder Absagen war da auch niemand zu begeistern. Somit zog ich den letzten Joker und entschied mich für die Tour nach Mannheim. Wobei die Planung war, schnell Hin und schnell wieder Zurück. So war der Plan, aber es sollte anders kommen. Dazu etwas später. Nachdem ich den GAP Michi für die Tour begeistern konnte und durch Facebook zwei weitere Mitfahrer aufgegabelt hatte bestellte ich zwei Eintrittskarten bei der Homepage von Mannheim. Dabei ist zu beachten, daß die Bestellung nur geht, wenn man sich im Vorhinein beim Verein registriert hat. Das machte ich und hatte auch gleich einen Zugang. Die anderen zwei Jungs kümmerten sich selbst um ihre Karten, was mir ganz recht war, ich kannte sie ja nicht und nicht, daß ich auf den Karten sitzen blieb. Als sich dann über Kontakt heraus stellte, daß Einer von den Zweien aus Rosenheim war und der Treffpunkt für die Abholung bekannt war machte ich mir darüber erstmal keine Gedanken mehr. Schien Alles normal zu laufen. Am Tag vor der Abreise meldete sich Fabi nochmal, ob Alles klappt. Alles lief wie geplant. Ich wusste, daß ich der Fahrer für den Sonntag war, somit war ich Samstag bald im Bett. Um 7 Uhr schellte der Wecker und noch der Hygiene in der Früh gab es erstmal einen Kaffee und ich packte mir die Brotzeit für die Fahrt ein. Auch Getränke in Form von zwei Wasserflaschen waren dabei. 07:50 Uhr verließ ich dann das Haus und fuhr zum Pendlerparkplatz in Rosenheim/Pfraundorf. Dieser Platz bietet sich für viele Touren Richtung Süden als super Treffpunkt an. Denn man bekommt einen Parkplatz und kann Umsteigen in ein anderes Auto. Dort traf ich auf Fabi, der schon wartete. Mit einem lässigen Spruch "Sie haben ein Taxi nach Mannheim bestellt" nahm ich ihn in Empfang. Die Fahrt nach Hofolding über die A8 verbrachten wir mit kennenlernen und gemeinsamen Austausch von erlebten Touren, die die letzte Zeit waren. Nach 30 Minuten waren wir dann an der Ausfahrt Hofoldinger Forst, wo wir den nächsten Kameraden, den Philipp abholen sollten. Dieser hatte uns erklärt, daß es dort auch einen Pendlerparkplatz geben sollte. Dieser stellte sich als Schotterplatz heraus, wo man die Autos abstellen kann. Wir warteten 5 Minuten, dann war auch der Philipp da, parkte sein Auto ab und stieg mit in mein Auto. In Dachau/Füstenfeldbruck wollten wir dann den Michi aufnehmen und die Zeit der Fahrt nutzten wir, um ein paar Gespräche zu führen. Um München herum war der Verkehr ganz normal, was mich etwas wunderte, denn ich rechnete mit viel mehr Zugang, wegen Ende der Pfingstferien. Sollte mir aber recht sein. Kurz vor der Ausfahrt Dachau meldete sich dann der Michi, wo wir denn wären. Ich antwortete ihm, in 2 Minuten da. Nach 2 Minuten nahmen wir Michi als letzten Fahrer auf. Dieser hatte die Nacht komplett durch gearbeitet und man merkte es daran, daß er vergessen hatte, die Heckklappe des Autos zu schließen. Ich merkte es natürlich auch nicht, nur die Beiden auf der Rücksitzbank gaben uns den Hinweis, daß die Klappe noch offen war. Wäre sicher Interessant geworden, wenn wir auf die Autobahn gefahren wären. Also schnell die Klappe zu und schon waren wir wieder auf der Autobahn. Die nächsten Stunden vertrieben wir uns mit Geschichten über irgendwelche Auswärtsfahrten und Erfahrungsaustausch. So wurde es uns auch nicht langweilig und nach 4 Stunden Autofahrt, einer kurzen Pause und einigen Geschichten reicher erreichten wir Mannheim. Das Navi brachte uns immer näher der Adresse des Stadions. 800 Meter vor dem Stadion erspähte ich eine Seitenstraße, die zum Parken einlud. Extra weit vorn parkte ich das Auto ab, damit wir nach dem Spiel wieder schnell weg kamen. Die Parksituation rund ums Stadion ist sehr entspannt und man findet sehr schnell einen Platz für sein Auto. Schnell noch umziehen. Dieses Mal war kurzes Klamottenwerk angesagt, denn es war sehr warm in Mannheim. Mit meinem Ausdruck der Bestätigung des Kartenkaufes machten wir uns auf zum Stadion. Einmal rechts, dann wieder links, die große Straße überqueren und schon standen wir vor dem Stadion. Das Stadion schaut von außen sehr Oldschool aus und steht wohl auch schon einige Zeit in dieser Konstilation. Es war kurz nach 13 Uhr, um 15 Uhr sollte das Spiel beginnen und es hatten sich schon einige Leute eingefunden. In Mitten des Vorplatzes zum Stadion stand ein Kartenhäuschen, daß wir ansteuerten, um unsere Karten zu empfangen.
Wie sich heraus stellte, war das gar nicht so einfach, denn als wir bei der Kartenausgabe waren, war es eine etwas längere Schlange, die uns empfang. Also anstellen und warten. Michi machte sich zwischenzeitlich auf den Weg, um ein Bier für uns zu besorgen. Denn auf dem Platz stand die Luft und etwas Feuchtigkeit sollte nicht schlecht tun. Nach kurzer Zeit kam er dann mit zwei Bechern bewaffnet wieder zurück. Die Schlange hatte sich kaum bewegt. So dauerte es fast eine halbe Stunde, bis nur noch 4 Leute vor uns standen und auf einmal kam das Gerücht auf, daß vorbestellte Karten nicht an diesem Schalter abzuholen wären. Kurz nachgefragt und schon erfuhren wir, daß wir am falschen Schalter anstanden. Super! Wieder eine halbe Stunde unnütz Irgendwo rum gestanden. Auf zum richtigen Schalter. Denn es gab Schalter die gekennzeichnet waren mit den Endbuchstaben der Nachnamen. Super! Und wir dachten, daß das die Blöcke sind, für die man Karten kaufen konnte. Alles Richtig gemacht. Also wieder in der Schlange anstellen. Die anderen Zwei stellten sich dann auch in ihrer Schlange an. Jetzt ließ ich den Michi dort stehen und machte mich auf die Suche nach nem Bier. Dies fand ich außerhalb des Stadions an einem Stand. Die verkauften Dosenbier, das sogar kalt war. Für geschenkte 3 Euro die Dose schnappte ich zu und holte uns jeweils Eine. Nach gefühlten 20 Minuten waren wir endlich Vorn und empfingen unsere Karten. Wobei diese auch mit dem Namen bedruckt waren. Sehr nett und löblich. Habe ich auch schon lange nicht mehr erlebt, daß man Tickets abholen/eintauschen muß. Nicht im Zeitalter des E-Tickets. Nachdem wir alle 4 unsere Karten hatten wollten wir einmal um das komplette Stadion latschen.


Wie sich dabei heraus stellte war neben dem Carl-Benz Stadion gleich das Stadion vom VfR Mannheim, das Rhein-Neckar-Stadion. Da wir noch genug Zeit hatten wollten wir dieses noch besichtigen. Als wir dann vor dem Eingangstor standen bemerkten wir dort Ordner und nach unserer Nachfrage erfuhren wir, daß dort auch ein Spiel stattfindet, nämlich ein Meisterschaftsspiel des VfR und es war gerade Halbzeit. Ziemlich entzückt entschlossen wir uns, dieses Spiel, zumindest die zweite Halbzeit, noch mit zu nehmen. Über Presse rutschten wir also hinein, wobei der Michi wieder den legendären Satz raus ließ, Ich gehöre zu ihm dazu! Und da noch Pause war suchten wir noch schnell die Würstel Bude auf um uns was nahrhaftes zu gönnen. Der alte Herr in seinem Bauwagen war total überfordert, denn mit so einem Andrang hatte er nicht gerechnet. So musste er immer wieder Würstel in den Topf schmeißen um die paar hungrigen Kehlen zu füttern. Seine Aussage fand ich auch sehr klasse. Normalerweise sind hier nur so 10 Leute beim Spiel. Heute ist schon richtig was los. So nebenbei, es waren 70-80 Leute beim Spiel und am Bauwagen standen ca. 6 Leute, die etwas bestellten. Also doch sehr stressig! Aber wir bekamen unser Essen, wobei Michi nochmal nachbestellen musste, denn seine Wurst war noch kalt. Kurzes Überfordert sein, Wurst ausgetauscht und schon machten wir uns auf den Weg zum Sitzplatz. Das Stadion ist so nicht das Schlechteste und man merkte, daß auch dieser Verein schon Hochklassiger gespielt und bessere Zeiten erlebt hat. Wir erfuhren noch, daß es in der ersten Halbzeit schon ein Tor für den VfR gegeben hatte. So lief die zweite Halbzeit an und wir sahen einen Kick, der nicht schlecht war. Zwischenzeitlich hörten wir vom Nachbarstadion die Stimmung und wussten, daß das nachher bestimmt lustig werden würde. Auch machten wir uns über das Schiedsrichtergespann lustig, denn der Schiri hatte ein Trikot aus den neunziger Jahren an, lang nicht mehr gesehen und die zwei Linienrichter waren zwei alte Herren, die die Fahnen in die Hand gedrückt bekommen hatten. Zumindest interessierten sie sich nicht für das Spiel, sondern schlenderten die Linie auf und ab. Sehr lustig war auch, als dem Einen vor lauter Altersschwach die Fahne aus der Hand fiel. Vielleicht war er auch kurzfristig eingeschlafen. Auf alle Fälle waren Beide das Geld wert, daß wir nicht gezahlt hatten. So sahen wir uns das Spiel an, wobei sich aber nicht allzu viel tat. Der VfR war die bessere Mannschaft, schoß noch ein sehr schönes Tor per Fallrückzieher, daß aber leider nicht zählte, da der Schiedsrichter auf Abseits entschied. Nach ca. 20 Minuten verabschiedete sich Fabi und Philipp, da sie schon ins Stadion wollten. Wir hatten keinen Stress und blieben deswegen sitzen. So schauten wir uns die 2 Halbzeit komplett an, nur wegen den Fotos standen wir noch für die letzten 5 Minuten auf der anderen Seite, auf der Gegengerade und bei Schlußpfiff machten wir uns auf den Weg in das benachbarte Stadion.


















Dort war schon einiges Los und wir mussten uns den Weg durch die Kurve kämpfen, um im oberen Bereich noch einen Platz zu bekommen. Beim Einlauf der Mannschaften wurde auf Mannheimer Seite eine sehenswerte Choreographie gezeigt, die sich über das halbe Stadion hinzog.
























Auch die paar Hansel von Lotte versuchten eine Choreo, aber die war so lächerlich, daß es sich nicht lohnt, darüber zu sprechen. Was richtig heftig war, daß in der Mannheimer Kurve Böller geworfen worden sind, die in der eigenen Kurve landeten und da auch hoch gingen. Eigentlich gefährlich, aber irgendwie regte sich keiner richtig darüber auf. Als das Spiel begann war die Stimmung richtig gut. auch, vor allem als Mannheim in der 1. Minute eine super Chance zur Führung hatte, diese aber kläglich vergab. Und es kam natürlich, wie es kommen musste. Lotte ging in der 25. Minute 0:1 mit einem Kunstschuss in Führung. Die Stimmung war in diesem Moment am Boden. Eine Minute später gab es dann wieder durch eine super Einzelleistung das 0:2. Das war der Todesstoß, von dem sich Mannheim das ganze Spiel nicht mehr erholen sollte. Die Stimmung war ab da auch nicht mehr zu halten, vereinzelt kamen noch Anfeuerungen aus der Kurve, aber man merkte, das Aufbäumen und der letzte Wille fehlte, um das Ruder noch einmal herum zu reißen.
















So ging es in die Halbzeitpause und die Stimmung in der Fankurve wurde aggressiver. So wurden wieder vereinzelt Böller geworfen, Leute regten sich darüber auf und wurden deswegen bepöbelt. Zur zweiten Halbzeit war das Platzverhältnis in der Kurve auch besser. Ich gehe mal davon aus, daß sich einige die restliche Zeit am Bierstand aufhielten und nicht mehr an das große Wunder glaubten. So begann auch die zweite Halbzeit, die Stimmung wurde auch nicht mehr besser und so plätscherte das Spiel so vor sich hin, ohne aus Mannheimer Sicht noch irgendwelche große Impulse zu setzen. Auch drei Auswechslungen sollten nichts mehr bringen. Lotte zog sich komplett zurück und spielte nur noch auf Konter. Dies taten sie soweit ganz gut, bis sie vor dem Torwart von Mannheim standen, den sie vor lauter Ungenauheit anschossen oder vorbei semmelten. So endete das Spiel 0:2 und die Konstellation blieb wie gehabt. Lotte bleibt drittklassig, Mannheim in der vierten Liga. Schade, daß es diese Traditionsvereine nicht schaffen, wieder nach oben zu kommen.












Ziemlich endtäuscht machten wir uns auf den Weg wieder zurück zum Auto. Wir wollten schnell raus, da es doch ein großes Verkehrsaufkommen gab. Als wir dann am Auto waren, waren unsere anderen beiden Mitfahrer noch nicht da. Ich hatte ihnen leider vergessen zu sagen, daß wir schnell vom Hof rollen wollten. Als wir im Auto saßen begann es auch mit Regnen. Ca. 25 Minuten später tauchten die zwei dann endlich auf. Wir waren schon fast die letzten, die in der Straße standen. Sehr ärgerlich, da wir doch fast ne halbe Stunde Fahrzeit verloren hatten. Auf die Frage, warum sie sich so viel Zeit gelassen hatten kam, daß sie noch darauf gehofft hatten, daß sich nach dem Spiel was rührt. Gerührt hat sich natürlich nichts mehr. So fuhren wir los und der Regen wurde immer mehr. Die Verkehrsnachrichten brachten auch keine gute Kunde und überall bildeten sich Staus. Ich versuchte den Weg im Kopf mal durch zu gehen und entschied mich dafür, über Sinsheim und dann Richtung Aalen und Ulm zu fahren, auf der Hoffnung, daß da am wenigsten Betrieb sei. Über Leonberg/Stuttgart war schon alles zu. So blieb nicht mehr viel über. Als wir dann kurz vor Aalen waren, der Regen schon so heftig runter prasselte und auch die rechte Spur der Autobahn schon unter Wasser stand kam die Vollsperrung. Da war es dann vorbei. Zwischenzeitlich rollten wir wieder ein paar Meter, aber so richtig kamen wir nicht voran. So verloren wir viel Zeit und Nerven. Als wir dann endlich auf die Ausfahrt Aalen zu rollten entschlossen wir uns für die Landstraße, auch wenn das etwas weiter sein sollte. Michi kam auf die Idee über Donauwörth zu fahren, denn da ging dann die Schnellstraße bis Augsburg runter und wieder auf die Autobahn. So taten wir es dann auch und dieser Weg entpuppte sich als eine Goldgrube, da fast niemand diesen nutzte und wir so einigermaßen durch kamen. Als wir dann endlich wieder auf der Autobahn waren und ab da der Verkehr rollte waren wir froh, nur noch ein paar Minuten bis Dachau zu haben, wo wir auch den ersten Mitfahrer, den Michi raus ließen. Mittlerweile waren wir ja auch schon 5,5 Stunden unterwegs und ganz Zuhause war ich ja auch noch nicht. Wir verabschiedeten uns und setzten die Fahrt weiter fort. Es ergab sich keine Behinderung mehr und so waren wir nach ca. 30 Minuten am Hofoldinger Forst, wo Philipp ausstieg. Weiter ging die Fahrt noch 20 Minuten, dann war Rosenheim der nächste Haltepunkt wo Fabi ausstieg. Ich hatte dann nur noch 10. Minuten, bis ich auch endlich in den Innenhof des Hauses einfuhr. Der ganze Spaß hatte zum Verhängnis, daß ich knappe 3 Stunden später zu Hause war. Um ca. 1 Uhr lag ich dann im Bett und bekam dann doch noch ein paar Stunden Schlaf ein.

Fazit:
Es ist erschreckend, was aus vielen alten Bundesligavereinen geworden ist. Auch Waldhof Mannheim gehört da dazu. Und sie kommen auch nicht mehr richtig hoch. Durch die Aktion einfach mal ein anderes Stadion anschauen kann man auch mal das Glück haben, ein weiteres Spiel zu finden. Somit sind beide Mannheimer Vereine abgehakt. Die Fahrt war also lohnenswert, auch wenn die Rückfahrt im Wetterchaos ertrunken ist.




































28.05.2016 Bergtour Naunspitze 1633 m / Petersköpfl 1745 m

Naunspitze 1633 m
Petersköpfl 1745 m




Anfahrt:
Autobahn München - Salzburg, bis Autobahnkreuz Innthal, dort Richtung Innsbruck/Brenner weiter, Abfahrt Oberaudorf abfahren. Richtung Ebbs/Niederndorf fahren. In Niederndorf rechts weg Richtung Ebbs. Durch Ebbs durch nach Oberndorf. In Oberndorf ca. die Mitte des Dorfes links weg und der Strasse komplett bis zum Ende folgen. Es folgt ein kleiner Wanderparkplatz, wo man das Auto abstellen kann.


Ausrüstung: Wechselwäsche (Mütze und Handschuhe dabei), Sonnencreme, Wanderstöcke, etwas zu Essen und genug zu Trinken. (ca. 3 Liter)




Mit dabei: Michi und ich


Planung/Vorbereitung:
Michi und ich hatten uns für den Samstag den 28.05.2016 eine Bergtour vorgenommen. Geplant war eine Tour mit mindestens 1000 Höhenmetern. Dabei war das Wetter aber ausschlaggebend, denn wir hatten keine Lust im Regen hoch zu marschieren, bzw. durch ewig große Schneefelder zu stapfen. Somit waren wir in unserer Entscheidung etwas eingeschränkt. Michi wollte sich noch etwas überlegen. Durch Zufall war ich am Freitag Abend mit einem Kumpel unterwegs und dem erzählte ich von unserem Unternehmen. Der kam gleich mit ein paar guten Ideen um die Ecke, wies mich aber darauf hin, daß es von der Schneelage wohl besser wäre, einen Hang/Berg zu wählen, der sich südseitig befinden würde. Also schlug er mir die Naunspitze im Kaisertal vor. Da ich diese noch nicht kannte und immer experimentierfreudig bin, ließ ich mir noch den Parkplatz, bzw. den Abmarschpunkt von ihm zeigen, rief Michi noch meiner Rückkehr an und schon hatten wir eine Tour für den nächsten Tag. Noch schnell den Rucksack packen und schon war ich bereit für den nächsten Tag.




Tourbericht:


Um 7 Uhr in der früh stand der Michi bei mir vor der Haustür. Bedeutete für mich, um 06:20 Uhr läutete der Wecker und holte mich aus den Federn. Also Kaffeemaschine an, denn Michi wollte auch einen Kaffee, das war ja schon Ritual. Vor lauter verplant vergaß ich das Kaffeepulver in den Filter zu tun, was natürlich mit sich brachte, daß nur heißes Wasser zur Verfügung stand. Also nochmals Wasser zurück in die Maschine, Filter mit Wasser befüllen und nochmals durchlaufen lassen. Ab ins Bad, frisch machen, noch eine Kleinigkeit frühstücken, Brotzeit für den Berg herrichten und schon stand Michi vor der Tür. Der Kaffee war auch schon fertig, aber irgendwie war der Wurm drin, denn er war extrem stark. Aber wenigstens konnten wir nicht mehr ans Schlafen denken. Nach dem Kaffee Genuss ab ins Auto und auf nach Österreich. Da sich Michi vorher schlau gemacht hatte und den Berg auch schon in jungen Jahren gegangen war kannte er einen anderen Aufstieg als der, den mein Kumpel mir am vorherigen Tag gezeigt hatte. Ich verließ mich einfach mal darauf und ließ mich überraschen. Dieses Mal hatte ich mir den Camelpack gepackt, 3 Liter Wasser im Schlauch und die Wechselwäsche war auch gut verteilt. Somit fuhren wir zu unserem Abmarschpunkt, wobei Michi das Auto erst einmal an der gesagten Abzweigung in Oberndorf vorbei lotste. Aber wir fanden dann doch noch die richtige Abfahrt. Das Auto stellten wir dann in einer Parkbucht am Wegesrand ab. Mittlerweile hatte sich der Wettergott dazu entschieden, uns mit Regen zu beglücken. Da wir nicht gleich voll nass starten wollten, warteten wir noch eine gewisse Zeit ab und unterhielten uns über einen Plan B, der greifen sollte, wenn sich der Regen nicht verziehen sollte. Auch unterhielten wir uns über die Schafe, die neben der Straße weideten und ein mehrfaches Mäh kam auch dabei vor. Nach ca. 20 Minuten wurde der Regen leichter und wir packten Plan A beim Schopf, zogen die Wanderschuhe an und los ging die Tour.




Charakteristik der Tour:


Es gibt einen Weg über Kufstein, das ist wohl der Leichtere. Wir entschieden uns für den Jägersteig, der von Anfang an sehr fordernd und steil durch den Wald führte. Man sollte auf alle Fälle trittsicher und schwindelfrei für diesen Steig sein. Dieser Steig forderte unsere Kraft und volle Konzentration, denn er war durch den Regen sehr glitschig und rutschig, aber sehr schön zu gehen. Durch seine Steilheit macht man aber in kurzer Zeit sehr viele Höhenmeter. Nach ca. 1 Stunde kommt man über eine Wiese zur Rietzau Alm, weiter auf den Schotterweg zur Vorderkaiserfeldenhütte. Dieser Schotterweg ist auch anspruchsvoll, denn auch dort macht man einiges an Höhenmetern. An der Hütte vorbei auf der linken Seite führt ein Trampelpfad weiter in den Wald, wo man dem Waldpfad entlang am Ende auf eine Weggabel kommt, die durch eine Beschilderung nach links auf die Naunspitze und nach rechts auf das Petersköpfl/Pyramidenspitze führt. Die letzten Meter führen über Schrofengelände hinauf zur Naunspitze.



Die erste Stunde führte uns unser Weg durch den Wald über den Jägersteig. Dieser war sehr rutschig, denn der Regen hatte den Boden sehr aufgeweicht. Aber mit etwas Trittsicherheit und Können meisterten wir diese Stunde Aufstieg. Wobei es mir ganz schön den Schweiß raus haute, denn der Aufstieg war schon gut steil. Wenigstens hatte sich der Regen eingestellt und nur durch ein paar Tropfen von den Bäumen bemerkten wir noch, daß es mal geregnet hatte. Zwischendrin wurden wir über einen Felsen geführt, indem eine Metalleiter lag. Wobei ich mich fragte, ob diese nur hingelegt worden war oder auch befestigt worden ist. Jedenfalls sah sie schon etwas Älter aus und lag wohl schon etwas länger hier. Abenteuerlich.






































































































Weiter führte uns der Weg nach oben und nach einem kurzen Stück durch den Wald waren wir auch schon aus dem Wald heraus und hatten einen herrlichen Blick auf die vor uns liegende Hütte, deren Namen ich nicht kannte. Links über die Wiese an der Hütte vorbei gingen wir auf die Rietzau Alm zu, die sehr schön zum Anschauen ist. Daneben steht eine kleine Kapelle, in die man auf alle Fälle mal hinschauen sollte, denn sie wurde aus Dankbarkeit errichtet und auch eine Gedenktafel für die verstorbenen Bergwanderer war dort vorhanden. Hat mir gut gefallen.





































Die Wolkendecke hatte sich auch geöffnet und somit hatten wir schönstes Wetter mit Sonnenschein. Ab der Hütte führte der Weg weiter über eine Schotterstraße, die durch ein Schild darauf hinwies, daß wir unseren Weg weiter nach oben fortführen sollten. Dies taten wir auch, wobei ich immer wieder den Fotoapparat zückte und die Blumen auf der Wiese fotografierte. Vor allem die vielen Enzian hatten es mir angetan.























Nach ca. 200 Höhenmetern kamen wir zur nächsten Hütte, der Vorderkaiserfeldenhütte. Diese Hütte wollten wir dann als Rast- und Trinkhütte für unseren Rückweg aufsuchen. Über die Veranda hinweg links vorbei begaben wir uns auf einen Trampelpfad und über diesem durch ein Waldstück hindurch bis wir auf eine Weggabel gelangten, die durch eine Beschilderung nach links auf die Naunspitze hinwies und nach rechts auf das Petersköpfl/Pyramidenspitze führte.


Wir entschieden uns erst einmal für links, da wir ja auf die Naunspitze wollten. Ich war bis dahin schon so begeistert von der Tour, denn sie war durch ihre unterschiedlichen Wege, Steilheit und Beschaffenheit der Wege eine super Sache. Und man sah auch schon sehr früh das Gipfelkreuz, daß darauf hinwies, daß man noch ein paar Höhenmeter vor sich hatte. Ab der Weggabel kam man auf ein schroffes Gelände und über Stock und Stein, felsiges Gelände führte der Weg hoch zum Gipfel.























Noch ein paar Steige, ein wenig über Felsen gestiegen und schon waren wir oben am Gipfelkreuz. Das erste was uns erwartete war eine unglaubliche Aussicht ins Innthal, wobei besonders zu Erwähnen ist, daß man zur linken Seite den Bereich der deutschen Seite mit Blick auf Inn und den umliegenden Dörfern/Städten hat und auf der rechten Seite die österreichische Seite, also Kufstein und umliegende Dörfer zu sehen bekommt.







Auch sieht man den Verlauf der Autobahn, die aber nicht durch Autolärm stört. Kurz umgezogen, einige Fotos gemacht, saßen wir schon am Kreuz und gönnten uns unsere mitgebrachte Brotzeit. Das Klima war so angenehm, daß wir uns erst einmal Oberkörper frei hinsetzten. Es war auch niemand mit uns am Gipfel, so konnten wir uns das leisten. Nach ca. 5 Minuten kamen zwei weitere Bergwanderer, somit zogen wir uns doch ein Wechselshirt drüber. Man will ja die Leute nicht schocken! Als dann eine weitere Gruppe von 3 Personen hoch kam und den Gipfel erreichten ließen wir uns von diesen fotografieren, damit das Gipfelfoto auch vorhanden war. Daraufhin packten wir unsere Sachen wieder zusammen und kurz entschlossen machten wir uns noch auf den Weg auf das Petersköpfl. Waren ja nur noch knappe 150 Höhenmeter mit Ab- und Aufstieg. Also über die Felswand wieder nach unten und an der Weggabel dieses Mal rechter Seite entlang über einen matschigen Trampelpfad hoch auf den Gipfel.





































Zwischendrin noch an morastigen Wiesen vorbei, die vor allem mit ihren Sumpfdotterblumen Feldern zu gefallen fielen, durch ein paar Latschen und zwischen dem Berggebüsch hatte man auch einen super Blick auf die Pyramidenspitze. Kurz darauf waren wir dann am nächsten Gipfelkreuz. Da hielten wir uns dann nicht so lange auf, denn ein etwas nerviger Passant versuchte uns in irgendwelche unnötigen Gespräche einzubeziehen und der Durst nach einem Radler war riesig!












































Also den ganzen Weg wieder zurück bis zur Weggabel und wieder über den Pfad zur Vorderkaiserfeldenhütte. Dort erwartete uns ein unglaublich schöner Platz auf der Veranda und nach kurzer Bestellphase hatte Michi sein alkoholfreies Weißbier und ich ein Radler.







Leider dauerte es nicht lange und schon war der nervige Typ auch schon am Nachbarstisch. Und kaum saß er nervte er mit dummen Kommentaren. Wir leerten unsere Gläser und flüchteten vor dem Typen. Leute gibt's!  Über einen anderen Weg, den Michi im Internet gefunden hatte, machten wir uns auf den Abstieg. Wieder kamen wir in ein Waldstück.



















Durch Wald und Holztreppen führte uns der Weg nach unten. War auch okay, wobei mir dieser Weg für den Anstieg etwas schwerer vorkam als der, den wir gewählt hatten. So führte uns der Pfad (Nr. 811) durch den Wald nach unten und nach ca. 1,5 Stunden waren wir dann, nach dem wir diese Schotterstraße schon 2x gekreuzt hatten und durch den Wald gequert hatten auf der Schotterstraße, die uns zurück zum Auto führen sollte. Jetzt begann ein Ziehweg, der uns immer näher zum Auto bringen sollte. Aber dieser Weg hatte nicht umsonst den Namen Ziehweg, denn er zog sich extrem und schon langsam schmerzten die Knie und Bänder. Aber nach einer halben Stunde erreichten wir endlich das Auto. Kurzer Schuhwechsel, Auto gestartet, in Niederndorf noch beim M-Preis (Einkaufszentrum) zwei Radler geholt für den späteren Verzehr und schon fuhr Michi wieder auf die Autobahn und Richtung Heimat. Die nächste Ausfahrt war dann auch schon Brannenburg und nach ca. 6 Stunden nach Abfahrt in der Früh war ich auch schon wieder daheim. Noch ein schneller Kaffee zum Abschluss und schon hatten wir auch diese Tour beendet.



Fazit:


Die Naunspitze bietet für einen Bergwanderer alles, was er sich erwünscht. Einen anspruchsvollen Weg, sehr viel schöne Natur und der Ausblick auf dem Gipfel ist unbeschreiblich! Dieser Gipfel wird mich sicher wieder sehen!