Eifelturm Paris

Eifelturm Paris

Donnerstag, 4. Dezember 2025

28. - 30.11.2025 Komplettierung der Premier League

Plan der Tour:
28.11.2025
Fahrt von Raubling nach Unterschleißheim / Auto abstellen
Zu Fuß zur S-Bahn Station
Mit der S-Bahn von Unterschleißheim zum Flughafen München
Flug von München nach Manchester 20:30 - 21:45 Uhr
Leihwagen abholen
Zur Unterkunft in Gatley fahren
29.11.2025
Fahrt von Gatley nach Manchester
Spiel:
League One (3. Liga England)
Stockport County : Barnsley FC
Anpfiff: 12:30 Uhr
Ergebnis: 1:1
Zuschauer: 9161; davon Auswärts: 2000
Stadion: Edgeley Park
Fahrt von Manchester nach Liverpool / Everton
Dort Spiel:
Everton FC : Newcastle United
Anpfiff: 17:30 Uhr
Ergebnis: 1:4
Zuschauer: 52544; davon Auswärts: 4000
Stadion: Hill Dickinson Stadium
Danach mit dem Auto zurück nach Gatley 
Übernachtung in Gatley
30.11.2025
Fahrt von Gatley nach Manchester Airport / Leihwagen abgeben
Flug von Manchester nach München 08:25 - 11:25 Uhr
Mit der S-Bahn zurück nach Unterschleißheim
Mit dem Auto von Unterschleißheim nach Raubling

Vorbereitung und Planung:
Es gab ein neues Stadion in der Premier League (erste Liga England) sowie einen neuen Verein in der Champion Chip. Das neue Stadion von Everton zerschoß mir die 1. Liga und der neue Verein in der 2. Liga, Wrexham FC, machte meine Komplettierung von dieser kaputt. Somit suchte ich nach einem Wochenende, wo beide Mannschaften ein Heimspiel hätten und ich Diese besuchen konnte. Ich fand das letzte Wochenende im November, hier war die Möglichkeit beide Teams zu sehen. Was ich bei meiner Planung noch nicht mit bedacht hatte, wie schwer es werden würde, hier an Karten zu kommen. Bei Everton geht es nur noch über Jahreskarte oder Bestellhistory. Bei Wrexham ist der Run so groß auf die Karten, da werden unter den Mitgliedern die Karten verlost. Dies wußte ich aber noch nicht, als ich nach Flügen schaute. Da ich nicht viel Urlaub für dieses Wochenende einsetzen wollte schaute ich die üblichen verdächtigen Seiten im Internet durch. Ich fand einen Flug bei EasyJet von München nach Manchester und wieder zurück ohne das ich Urlaub einplanen musste. Freitag Abend los und Sonntag morgen wieder zurück. Samstag waren die Spiele, also perfekt. Der Flug sollte 94 € kosten, also auch in Ordnung. Dieser wurde gebucht. Als Nächstes benötigte ich einen Leihwagen. Diesen fand ich bei billiger-mietwagen.de. Es ist gar nicht so einfach, zu den Uhrzeiten noch Anbieter zu finden, die geöffnet hatten. Ich sollte bei Sunny Cars Glück haben. Öffnungszeiten von 07:00 - 23:00 Uhr. Für 104 Euro mit voller Versicherung und freien Kilometer. Ein Kleinwagen, der wurde gebucht. Seit diesem Jahr benötigt man für die Insel ein Visum. Bei der Beantragung von Diesem hatte ich Schwierigkeiten. Ein Arbeitskollege half mir dabei und schon sollte es klappen. Das Visum kostet 19 € und ist ab der Genehmigung zwei Jahre gültig. Übernachtung fand ich über AirBNB ein Zimmer in der Nähe des Flughafens. Passte mir auch ganz gut, da ich von den Flugzeiten nicht so weit vom Airport sein wollte. Nun hieß es sich um die Eintrittskarten zu kümmern. Weder bei Everton, noch bei Wrexham konnte ich Karten online bestellen. Auch als ich mir einen Account angelegt hatte sollte es nicht funktionieren. Somit schrieb ich ein paar Kumpels an und setzte etwas auf den Facebook Seiten ein. Ein Kumpel, den ich bei der WM in Katar kennengelernt hatte wollte mir eine Karte für Everton besorgen, doch bei Wrexham kam nichts. All meine Versuche blieben erfolglos, auch das regelmäßige Checken der Webseite brachte nichts ein. Zuerst wollte ich mich vor das Stadion stellen und so mein Glück probieren. Doch von der Entfernung zwischen beiden Spiel Orten hätte ich eh ein Spiel früher verlassen müssen. Passte mir so gar nicht. Ich fand noch ein Spiel am Vormittag 11:00 Uhr. Manchester City U18 : Nottingham Forrest U18. Das würde ich auf alle Fälle schaffen. Und sie würden in der Academy spielen, also genau richtig für mich. Ein kleines Stadion noch dazu. Eine Woche vor dem Wochenende bekam ich dann von meinem Bekannten die Information, daß er die Karte hatte und sie mir per Mail geschickt hatte. Ich musste sie nur noch in mein Wallet packen, damit sie sichtbar ist. Dies sollte klappen. Die Bestätigung meiner Übernachtungsstelle hatte ich auch schon bekommen, somit passte das auch. Auch das verspätete Einchecken sollte kein Problem sein. Leider sollte sich mit der Wrexham Karte nichts mehr ergeben, somit musste ich dieses Spiel wohl abschreiben. Aber ich wollte bis zum Schluss mein Glück probieren. Somit war die Planung abgeschlossen und die Reise konnte beginnen. 
Tourplan:
Am Freitag musste ich am Vormittag noch arbeiten, dann packte ich den Rucksack mit warmen Klamotten. Die Wettervorhersage für die Insel war nicht positiv. Also lieber etwas Warmes einpacken. Viel brauchte ich ja eh nicht für die drei Tage. Auch fuhr ich noch zum Einkaufen und holte mir Brot, Wurst und Käse. Daraus machte ich mir ein paar belegte Brote für die Tage. Ich war eh mehr im Auto unterwegs und hatte deswegen kaum Zeit um mich um das Essen zu kümmern. Auch ein paar Brezen und Handwürste waren mit im Warenkorb. Das packte ich Alles in den Rucksack, denn bei der Einreise nach England gibt es damit keine Probleme. Nur bei Flüssigkeiten gibt es Streß. Um 17 Uhr fuhr ich dann los in Richtung Unterschleißheim. Hier wollte ich das Auto wieder abstellen und mit der S-Bahn zum Flughafen München fahren. Nach 1,5 Stunden Fahrt war ich dann angekommen und konnte das Auto abstellen. Zu Fuß ging ich zur S-Bahn Station und konnte auch gleich in die Bahn einsteigen. 
Am Flughafen war ich dann 20 Minuten später und begab mich auch gleich zum Gate. Hier wieder die üblichen Kontrollen, die ich ohne Probleme überstand. Ohne Umwege ging ich zum Gate und der Flieger war auch schon angeschrieben.
Ich holte mir noch ein billiges Dosenbier (4,50 €) und wartete auf den Aufruf für das Check In. Leider wurde der Abflug nach hinten geschoben, zuerst auf eine halbe Stunde Verspätung, dann zum Ende hin waren es sogar 45 Minuten. Wäre Alles kein Problem gewesen, wenn nicht der Schalter von der Leihwagen Firma um 23 Uhr schließen würde. Normalerweise wäre ich um 21:45 Uhr gelandet, dies würde ich jetzt aber nicht mehr schaffen. Nach meiner Berechnung würde mir nach der Ladung ein Puffer von 30 Minuten bleiben. Ich hatte auch keine Ahnung, wie jetzt die Kontrollen an der Grenze zu England ablaufen würden. Etwas nervös wurde ich schon, denn ich hatte keine Lust auf eine Nacht am Flughafen in Manchester. Nachdem ich dann im Flieger saß und Dieser endlich los rollte steckte ich mir schon mal einen Plan B zurecht. Evtl würde ich dann mit dem Taxi oder UBER zu der Übernachtungsstelle fahren und am nächsten Tag das Auto holen, aber das würde ich sehen, wenn ich angekommen war. Der Flug verlief ruhig und ich schaffte es sogar, die Augen zu schließen. Etwas Zeit holte der Pilot noch heraus, zumindest setzte er zur Landung mit 38 Minuten Verspätung an. Bedeutete für mich, schnell aus dem Flieger raus und zu meinem Erstaunen kam ich sehr schnell durch die Ausweiskontrolle. Hier stand ein Scangerät, Ausweis auflegen und kurze Zeit später wurde mir der Weg frei gegeben. Kein, der Ausweis wird nicht erkannt und man muß zum Schalter mit Personal, wie in Stansted. Hier klappte Alles ohne Verzögerung. So passierte ich schnell die Kontrolle und stand kurze Zeit später in der Empfangshalle. Ich hatte noch 15 Minuten bis 23 Uhr. Jetzt hieß es schnell das Busterminal suchen, damit ich wenigstens noch eine geringe Chance auf das Auto hatte. Ich fand die Schilder, die in die Richtung zum Busterminal gingen. Ich begab mich dorthin und wartete auf einen Bus. Dieser ließ sich leider Zeit, so verlor ich wertvolle Minuten. Nach ca. 7 Minuten Wartezeit kam dann endlich das Gefährt und brachte uns zur Rental Car Station. Hier hatte genau noch ein Schalter auf, der aber nicht mein Sunny Car angeschrieben hatte. Da vor mir noch ein Typ dran war fragte ich kurz, ob hier auch der Anbieter passte. Er fragte nach meinem Namen und der war wirklich im System gespeichert. Was für ein unglaubliches Glück, ich sollte mein Auto noch bekommen. Nach all dem Papierkram und den anderen Dingen steckte ich die Kreditkarte in das Gerät und bekam danach den Schlüssel für den Wagen. Ich hätte es nicht mehr geglaubt, aber es hatte doch noch Alles geklappt. Auf dem Parkplatz fand ich das Gefährt und drehte erst einmal eine Runde mit der Handy Taschenlampe um Diesen. Man lernt ja aus seinen Fehlern. Bei einer meiner letzten Touren wurde ich gut beschissen und bekam einen Leihwagen mit vielen Schäden. Natürlich war ich gutgläubig und hatte dort nicht geschaut. Prompt kam eine gute Rechnung, die ich dann von der Versicherung zahlen ließ, aber der Ärger und die Arbeit blieb an mir hängen. Dieses passte Alles und ich konnte in Richtung Gatley fahren. Die Adresse hatte ich ja und Verbindung mit der Vermieterin hatte ich auch schon im Vorhinein aufgenommen. An der Unterkunft angekommen, war gerade einmal 6 Kilometer vom Flughafen entfernt, dann die ganze Aktion, wie es vorher abgesprochen war. An der Tür hing ein Schlüsselkasten. Mit einem Zahlencode konnte ich diesen öffnen und hatte den Schlüssel für die Tür in meiner Hand. Damit öffnete ich die Haustür und im ersten Stock war mein Zimmer. Dieses bezog ich noch und damit endete der heutige Tag.
Fazit des Tages:
Eigentlich hatte Alles gut geklappt, wäre da nicht die Verspätung des Fliegers gewesen. Das brachte noch unnötigen Stress und Zeitknappheit, die es aber am Schluß gar nicht gebraucht hätte. Zu guter Letzt hatte Alles funktioniert und somit konnte ich den ersten Tag mit einem positiven Haken versehen.
29.11.2025
Die Nacht war sehr unruhig und ich hatte große Probleme mit meiner Lunge. Irgendwie hatte sich ein Druck und Brennen auf sie gelegt, was auch immer das war!? Ich hoffte nur, daß ich mir nichts in Indien eingefangen hatte. Man hört ja immer wieder von Problemen in diesen Ländern. Trotzdem war ich so müde, daß ich immer wieder einschlafen konnte. Um 9 Uhr war dann die Nacht vorbei. Da ich keinen Stress hatte, mein erstes Spiel war auf 12 Uhr verlegt worden, setzte ich mich noch etwas im Bett auf und kontrollierte noch einmal die Webseiten der Vereine. Da fiel mir auf, daß das Spiel bei Manchester City auf einen Nebenplatz in der Akademie verlegt worden war. Sollte bedeuten, ein 400 Mann Platz ohne Tribüne und Dach. Bei meinem Blick aus dem Fenster musste ich feststellen, daß es der Wettergott nicht gut mit mir meinte. Es regnete und auf komplette Nässe hatte ich null Lust. Somit wurde in der Hopper App (Futbology) nachgeschaut, was es noch für Alternativen geben würde. Und ich wurde schnell fündig. Um 12:30 Uhr sollte in 6 Kilometern eine Begegnung in der 3. Liga (League One) sein. Stockport County : Barnsley FC sollte die gute Begegnung heißen und da ich dort noch nicht anwesend war, entschied ich mich für diese Partie. Karten konnte ich übers Internet ordern, sollten auch stolze 23 Pfund (26 €) kosten. Ich suchte mir einen guten Platz aus und bestellte die Karte. Nun hatte ich noch mehr Zeit, deswegen blieb ich noch etwas auf der Bude, bevor ich mich zum Auto begab und nach Stockport fuhr. Das Stadion ist mitten in der Stadt und natürlich war die Parkplatzsituation angespannt. Da ich aber rechtzeitig da war fuhr ich die einzelnen Seitenstraßen ab und fand eine Lücke für den Wagen. Zu Fuß legte ich dann den Rest des Wegen zurück und stand kurze Zeit vor dem Ground. 
Hier suchte ich mir gleich einmal den Fanshop und besorgte mir meinen Pin (3 Pfund).
Danach ging ich zu einem überdachten Bereich, wo es Essen und Getränke gab. Hier stellte sich heraus, daß es von dem Verein ein eigenes Bier gab. Dies musste ich unbedingt probieren.
Auch war Alles schon sehr Weihnachtlich hergerichtet.
Nachdem ich dann mein Bier leer hatte begab ich mich zum Eingang. Hier wurde die Karte gescannt und ich konnte über ein Drehkreuz das Stadion betreten. Da es immer noch regnete, schaute ich, daß ich schnell auf meinen Platz kam.
Zum Stadion:
Das Stadion besteht aus vier Tribünen die nicht miteinander verbunden sind. Die größte Tribüne ist die Hintertor Tribüne, auf der ich saß. Sie besteht aus zwei Rängen und ist überdacht. 
Rechts davon, die Gegengerade, besteht aus einem Rang und ist nur ein Drittel im Vergleich der Hintertor Tribüne, wo ich saß. Sie zieht sich über die komplette Längsseite.
Die zweite Hintertor Tribüne ist für die Auswärtsfans sie besteht ebenfalls aus einem Rang und ist die Niedrigste. Sie ist mit einem provisorischen Dach versehen. 
Die Haupttribüne besteht ebenfalls aus einem Rang. Sie ist auch überdacht. Diese Tribüne ist nur zur Hälfte auf der Längsseite verbaut. 
Die Sitzschalen sind alle in blau gehalten.
Zum Spiel:
27. Spielminute: 0:1
89. Spielminute: 1:1. Was für ein unglaublicher Jubel bei den Heimfans. 
Der Schiedsrichter ließ noch 6 Minuten nachspielen, die brachten aber nichts mehr ein.
Mit dem Schlußpfiff verließ ich dann das Stadion und versuchte, so schnell wie möglich zurück zum Auto zu kommen. Sollte mir gelingen und nach meiner Rückkehr machte ich mich gleich auf nach Liverpool. Dies war knapp eine Stunde Fahrzeit von Stockport entfernt. Die meister Zeit fuhr ich über die Autobahn und auch hier ist es so wie in Deutschland auf den Straßen. Es interessiert niemanden auf die Seite zu fahren, deswegen musste man sehr aufpassen, die richtige Lücke zu erwischen, um diesen Idioten zu überholen. Mein Leihwagen war auch von der Einstellung her so, wenn ich über die erlaubten 70 Miles per Hour kam, ging der Alarmton im Auto los. Ganz schön mies, aber wenigstens wurde ich durch diesen gewarnt und konnte deswegen nicht schneller fahren, ohne den nervigen Ton. Als ich dann in Liverpool angekommen war führte mich das Navi in Richtung Hafen und Docks. Hier sollte das neue Stadion stehen. Was ich nicht wusste, daß die Straßen rund um das Stadion ca. 1 Meile / 1,60 Kilometer gesperrt war. Je näher ich zum Stadion kam, umso größer war das Verkehrschaos. Zusätzlich sind hier viele Firmen, die Privatparkplätze in den Seitenstraßen haben. So war es gar nicht so einfach, einen Parkplatz zu finden. Immer weiter weg musste ich vom Stadion fahren und ich war froh, daß ich mir nicht noch um 15 Uhr ein Spiel heraus gesucht hatte. Dieses hätte ich eh nicht ganz schauen können und zusätzlich hätte ich das Spiel bei Everton niemals rechtzeitig geschafft. Mit dieser Sperrung hatte auch niemand rechnen können. In ca. 2 Meilen Entfernung fand ich dann in einer Seitenstraße einen Platz für den Wagen. Nun stand ein etwas längerer Fußmarsch vor mir. Ich musste nur den restlichen Leuten folgen, die sich ebenfalls zu einen kleinen Spaziergang entschieden hatten. Für mich ja kein Problem,. dies einmal zu machen, aber wenn ich Jahreskarten Besitzer wäre, würde mich diese Situation jedes mal ganz schön ankotzen.  
Schön langsam näherte ich mich dem Stadion und konnte schon die Beleuchtung sehen.
Da ich noch etwas Zeit hatte ging ich noch in ein Pub, wo es unglaublich zuging und holte mir hier ein Bier.
Danach auf den Vorhof des Stadions. Hier steht eine Art Kapelle und einige Fressbuden. Alles noch sehr neu und steril. Ich hatte noch etwas Zeit, ca. 30 Minuten bis zum Anpfiff, deswegen schlenderte ich hier etwas herum und schaute mir Alles etwas genauer an. War leider überhaupt nicht mehr vergleichbar mit dem alten Stadion. Dies hatte mir damals sehr gut gefallen. Danach ging ich zum Eingang und schon spielte mir die Technik wieder einmal einen Streich. Ich hatte mir vorher von meiner Karte einen Screenshot gemacht, immer in Gedanken daran, sollte ich irgendwann kein Internet haben, könnte ich diese Variante nutzen. Mit dem Screenshot kam ich aber am Scanner nicht voran, er zeigte immer wieder eine Fehlermeldung. Ein Ordner kam zu mir und fragte mich, ob dies ein Screenshot sein. Mit meinem Ja erklärte er mir, daß dies hier nicht ging. Nur die originale Karte im Wallet. Dazu bräuchte ich aber eine Internet Verbindung, die es hier am Stadion nicht gab. Ich regte mich schon wieder extrem auf, immer dieser neumodische Scheiß und sagte zu dem Ordner, was das für ein Bullshit sei. Er meinte, es wäre nicht seine Schuld und schickte mich zu einer Dame, die sich mit den Tickets auskannte. Ziemlich genervt ging ich zu ihr und erklärte ihr mein Problem. Wir gingen zusammen ein paar Schritte, bis ich endlich Internet hatte. Da endlich konnte ich die Karte öffnen. Es wird echt immer schlimmer mit dieser ganzen Kartensituation. Zumindest brachte sie mich, sie merkte wie sauer ich war, zum Drehkreuz. Hier wurde nach dem Scannen der Weg durch das Drehkreuz frei gegeben. Nun kam ich in ein Treppenhaus, daß noch richtig steril und sauber aussah.
Nach dem Treppenhaus nahm mich ein Bereich in Empfang, wo Fressbuden und Fanshops waren. Hier waren auch die Eingänge zu den Sitzplatzbereichen. Ich hielt mich hier gar nicht so lange auf, denn ich wollte das Stadion von Innen etwas genauer betrachten. Es kommt ja nicht allzu oft vor, daß man ein neu gebautes Stadion in England zu Gesicht bekommt. Ich ging zu meinen Platz und schaute mich um.
Zum Stadion:
Das Stadion besteht aus vier Tribünen die miteinander verbunden sind. Alle vier Tribünen bestehen aus jeweils einem Ober- und Unterrang. Die vier Tribünen ähneln sich.
Die Tribünen sind überdacht. So richtig wusste ich nicht, was ich mit dem Stadion anfangen sollte. Es fehlte komplett das Flair und war null vergleichbar mit dem alten Stadion. Gesehen, abgehakt und die Liga wieder vollständig gemacht. Mehr konnte ich dazu nicht sagen.
1. Spielminute: 0:1
25. Spielminute: 0:2
45. Spielminute: 0:3
Zur Halbzeit war es schon eine herbe Klatsche für das Heimteam. Sie bekamen das Spiel nicht in den Griff und Newcastle konzentrierte sich hauptsächlich aufs Kontern. Immer, wenn Everton etwas stärker wurde, bekamen sie ein Tor eingeschenkt. Die Halbzeitpause blieb ich auf meinem Platz und beobachtete die Leute, die natürlich überhaupt nicht zufrieden waren mit ihrer Mannschaft. Was mir auch in der ersten Halbzeit aufgefallen war, es gab keine Fankurve von Everton. Es kam kaum Stimmung auf. Ganz anders bei den mitgereisten Fans von Newcastle, die hatten ihren Spaß und machten ordentlich Stimmung. Es waren auch Einige da. Würde sagen ca. 3000 - 4000. Zur zweiten Halbzeit änderte sich etwas das Bild. Everton war aufgewacht und spielte jetzt druckvoller. Aber genau in den Druck kam ein Konter der Auswärtsmannschaft und schon lag der Ball erneut im Tor.
57. Spielminute: 0:4
Und jetzt erlebte ich etwas, was ich so bis jetzt noch nicht auf der Insel erlebt hatte. Die Leute standen auf und verließen ihre Plätze. Ob sie aus dem Stadion gingen, konnte ich nicht sagen, aber die Sitzreihen leerten sich. Ich würde sagen, ein Drittel des Stadions war in kurzer Zeit leer.
64. Spielminute: 1:4, kein Tor wegen Handspiel.
69. Spielminute: 1:4
Und dann sollte es doch noch mit dem Anschlußtreffer klappen, den aber viele Leute schon gar nicht mehr sahen.
Dieser Treffer sollte aber nur Kosmetik sein, denn danach tat sich nicht mehr viel. Newcastle verwaltete dieses Ergebnis, Everton fand nicht zu seinem Spiel. Es gab noch einen Lattentreffer, das war es aber auch. Nach 6 Minuten Nachspielzeit, die aber nichts mehr einbrachten, pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab. So endete die Begegnung mit einer Niederlage für das Heimteam. Zu der Zeit war das Stadion schon halb leer.
Da ich noch genug Zeit hatte und mir gut vorstellen konnte, daß es ums Stadion herum auf den Straßen eh Chaos war, ließ ich mir noch etwas Zeit und machte meine Fotos.
Nachdem ich mir noch angeschaut hatte, wie sich die Newcastle Spieler zu ihrer Kurve begeben hatten und sich von ihren Fans feiern ließen, verließ ich dann auch das Stadion. Und wie erwartet, obwohl schon so viele "Fans" weg waren, herrschte es immer noch Chaos. Ich kämpfte mich durch und ging die etwas mehr als 3 Kilometer zurück zum Auto. Dieses stand mittlerweile alleine in der Straße. Nun hieß es für mich, den selben Weg wieder zurück zu fahren. Ich hielt noch kurz an einem Kiosk und holte mir hier ein paar Dosenbier. Die waren dann für den Abend. Nach einer knappen Stunde war ich wieder zurück. Die Fahrzeit versüßte ich mir mit einem Telefonat mit meiner Freundin. So ging die Zeit schnell vorbei und ich war zu einer christlichen Zeit wieder zurück. Den Rest des Abends verbrachte ich dann auf der Bude. Natürlich hatte es den ganzen Tag geregnet. Willkommen auf der Insel. Zeitnah löschte ich dann das Licht, denn ich musste morgen ja wieder früh raus. Ich stellte noch den Wecker auf 6 Uhr, dann beendete ich den heutigen Tag.
Fazit des Tages:
Meistens kommt es anders als man denkt. Eigentlich wollte ich mir heute drei Spiele anschauen. Doch als das 11 Uhr Spiel um eine Stunde nach hinten und auf einen anderen Platz verlegt wurde, änderte ich meine Planungen. Ein anderes Spiel wurde gefunden und danach gleich zum Hauptspiel nach Everton gefahren. War eine weiße Entscheidung, denn mit dem Chaos rund um das Stadion hätte ich nicht gerechnet. Wer sich Everton anschauen möchte, sollte etwas Zeit einplanen und rechtzeitig Vorort sein. Ein seelenloses Stadion nahm mich in Empfang, daß ich mit diesem einen Besuch abgehakt hatte. Die Premier League (1. Liga England) war wieder komplett, darum ist es mir bei dieser Tour gegangen. Das Spiel in Stockport war da schon etwas Anders. Das Stadion Oldschool, die Jubel beim Ausgleich kurz vor dem Abpfiff unglaublich, so stelle ich mir das in England vor. trotzdem hatte ich mein Ziel erreicht, deswegen war auch dieser Tag äußerst erfolgreich.
30.11.2025
Kurz bevor der Wecker los ging erwachte ich. Die Nacht war erneut nicht mein Freund. Zu den Problemen mit der Lunge kam jetzt auch noch der Husten dazu. Aber egal, heute ging es wieder zurück nach good old Bavaria. Was ich auf alle Fälle schaffen musste war, das Auto um 7 Uhr abzugeben, denn mein Flieger ging um 08:25 Uhr und den sollte ich auf alle Fälle erwischen. Um 06:30 Uhr verließ ich meine Unterkunft und schon gleich einmal eine Freude zum Morgen. Die Scheiben des Autos waren vereist, bedeutete also kratzen. Natürlich war kein  Eiskratzer im Auto, also Umdisponieren und mit einer alten Checkkarte die Scheiben frei machen. Sollte klappen, danach wurde die Fahrt in Richtung Rental Car Return Station gestartet. Man lernt ja aus seinen Fehlern, deswegen hatte ich den Standort am Freitag bei meiner Abfahrt an Sandra geschickt. Diesen gab ich jetzt bei Google Maps ein und fuhr dorthin. Auf dem Weg kam ich noch bei einer Tankstelle vorbei und tankte das Auto noch einmal auf. Um 06:52 Uhr war ich Vorort und war überrascht, daß hier schon gearbeitet wurde. Das Auto wurde kurz angeschaut, dann übergab ich den Schlüssel und war mit einer Unterschrift befreit davon. Nun hieß es warten auf den Shuttlebus, der mich zum Flughafen bringen würde. Bis jetzt war ich sehr gut in der Zeit. Kurz darauf kam auch der Bus und die Fahrt zum Flughafen ging los. Sollte gerade einmal 10 Minuten dauern. Am Flughafen angekommen dann erst einmal ein kleiner Schock, denn am ersten Eingang des Terminals eine lange Schlange von Menschen. Die anderen Eingänge waren verschlossen. Zeit zum Anstellen hatte ich sicher nicht. Der Bus fuhr weiter hinter und hier waren die Eingänge geöffnet. Ich versuchte so schnell wie irgend möglich auszusteigen und einen der geöffneten Eingänge zu nehmen. Hier war nichts los und so kam ich ohne Probleme in den Innenbereich des Terminals.
Hier begab ich mich gleich einmal zum Bereich "Departures" und hier auch gleich zur Sicherheitskontrolle. Diese überwand ich ohne große Schwierigkeiten und konnte danach zu meinem Gate gehen. Es hatte wieder einmal Alles gut geklappt. Kurz darauf saß ich vor dem Schalter und wartete auf das Boarding. 
Dieses startete zeitnah und kurz darauf ging ich auch durch. 
Mit etwas Verspätung rollte der Flieger los auf die Startbahn rollen und startete durch. Kurz darauf waren wir in der Luft.
Der Flug sollte 1:45 Stunden dauern, dann setzte der Pilot zur Landung an. Nachdem der Flieger seine Endposition erreicht hatte, standen schon wieder alle Leute im Gang. Ich wartete solange, bis bei uns dann auch ausgestiegen wurde. Ich verließ den Vogel und ging den Leuten hinterher. Jetzt kam etwas, daß ich noch nicht erlebt hatte. Die Engländer wurden von den Europäern getrennt und an einen extra Schalter gebracht. Der Rest konnte zu den normalen Polizeikontrollen gehen. Hier kam ich schnell durch und ging danach zum Bereich Z, um mir hier eine Leberkäsesemmel zu holen. Danach machte ich noch schnell ein Foto vom Weihnachtsmarkt auf der Freifläche zwischen Terminal 1 und 2. 
Danach ging ich zur S-Bahn Station und fuhr zurück nach Unterschleißheim.  
Die Fahrt kostete mich 20 Minuten, dann war ich angekommen. Zurück am Auto fuhr ich dann nach Hause, nach Kirchdorf. Nach meiner Ankunft beendete ich das Wochenende Manchester / Stockport / Everton.
Fazit des Tage:
Die Rückreise funktionierte ohne Probleme, somit hatte die England Tour zur Komplettierung der ersten Liga einen positiven Abschluß gefunden. 
Fazit der Tour:
Es ist immer wieder wunderschön, in meiner zweiten Heimat England zu sein. Warum ich mich hier so wohl fühle kann ich nicht sagen, aber ich bin immer wieder gerne auf der Insel. Dieses Mal stand die Komplettierung der Premier League an und das Unternehmen sollte glücken. Es wird sicher nicht mein letzter Besuch in England sein, denn ich habe wieder Blut geleckt.

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